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Ingenieurpädagogik (weiterführend)

Weiterbildung Sozialwissenschaften KldB B 84214

Was ist Ingenieurpädagogik (weiterführend)?

Ingenieurpädagogik ist ein interdisziplinäres Feld, das Ingenieurwissenschaften mit Erziehungswissenschaften verbindet und sich insbesondere auf die technische und berufliche Bildung spezialisiert. Fachkräfte in dieser Berufsgruppe sind Schlüsselpersonen, die Ingenieurwissen effektiv vermitteln, Bildungsprogramme entwickeln und die Ingenieure oder technischen Spezialisten der Zukunft ausbilden. Zu ihren Aufgaben gehören das Unterrichten von Ingenieurfächern, die Erstellung innovativer Lehrmaterialien, die Optimierung von Lernprozessen durch den Einsatz von Bildungstechnologien, die Durchführung von Studierendenbewertungen und die Ermittlung von Bildungsbedarfen in Zusammenarbeit mit der Industrie.

Die Arbeitsumgebungen sind typischerweise Universitäten, technische Hochschulen (Fachhochschulen), Berufsschulen oder die Ausbildungsabteilungen großer Unternehmen. Diese Fachkräfte bieten sowohl theoretische als auch praktische Schulungen an und nutzen dabei verschiedene Werkzeuge wie Labore, Werkstätten, Simulationssoftware und digitale Lernplattformen. Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Bachelor- oder Master-Abschluss im Ingenieurwesen erforderlich, gefolgt von einem weiterführenden Master-Programm oder einer Weiterbildung im Bereich "Ingenieurpädagogik". Diese weiterführende Ausbildung kombiniert Ingenieurwissen mit pädagogischen Kompetenzen, bereitet auf die Rolle des Lehrenden vor und baut in der Regel auf einem vorherigen ingenieurwissenschaftlichen oder technischen Abschluss auf.

Für internationale Studierende oder Fachkräfte, die in diesem Bereich in Deutschland Karriere machen möchten, ist es von großer Bedeutung, die Anerkennung ihrer Ingenieurdiplome in Deutschland sicherzustellen und insbesondere über Deutschkenntnisse auf C1-Niveau zu verfügen. Im sich ständig weiterentwickelnden technischen Bildungssystem Deutschlands ist die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in diesem Bereich hoch und gut

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sozialwissenschaften →

Der Beruf Ingenieurpädagogik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Labors, Werkstättenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Module, z.B.:Berufsbildung für die digitalisierte ArbeitsweltBerufsbildungspolitik und -forschungBerufspädagogikDidaktische Konzepte zur DigitalisierungGestaltung komplexer Lehr-Lern-ProzesseGrundlagen der FachdidaktikMedien in der beruflichen BildungPädagogisch-psychologische Diagnostik und Intervention bei LernauffälligkeitenPersonal- und KompetenzentwicklungPsychologie des Lehrens und LernensQualitätssicherung in der beruflichen BildungPraktische Studieninhalte:Ggf. Praktika (z.B. an berufsbildenden Schulen)

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Praktische Übungen: z.B. in hochschuleigenen Labors technische Übungen durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in der Ausbildungsabteilung eines Industriebetriebes), Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Ingenieurpädagogik (weiterführend) sein:Bereich Erziehung, Schule, Aus- und WeiterbildungBerufspädagogik (weiterführend)Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (weiterführend)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)Bildungsmanagement (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Methoden der Wissensvermittlung und Pädagogik einüben und anwendenpädagogische, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kenntnisse erwerbenBereich Entwicklung, Konstruktion und CADIngenieurwissenschaft (weiterführend)Maschinenbau (weiterführend)Elektrotechnik (weiterführend)Bauingenieurwesen (weiterführend)Gemeinsamkeit:ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse erwerben

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Ingenieurpädagogik (grundständig)Ingenieurwissenschaft (grundständig)Maschinenbau (grundständig)Elektrotechnik (grundständig)Bauingenieurwesen (grundständig)Fahrzeugtechnik (grundständig)Versorgungstechnik (grundständig)Physikingenieurwesen (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:RhetorikKonfliktmanagementPraktika, z.B. in Industriebetrieben oder an berufsbildenden Schulen, bereiten gezielt auf das Berufsleben vor. Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Meist spezialisieren sich Studierende auf bestimmte Themen. Das können z.B. Energie- und Automatisierungstechnik oder Fertigungstechnik sein.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Ingenieurpädagogik gibt es auch als Lehramtsstudiengang.

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Ingenieurpädagogik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft an, z.B. Lehrtätigkeit an berufsbildenden/beruflichen Schulen, Betriebliche Aus- und Weiterbildung oder Bildungs-, Berufsberatung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

1920er-Jahre:Etablierung der Berufspädagogik als Hochschulwissenschaftzeitgleich Entwicklung eines modernen Berufsausbildungsmodells; Einrichtung von Schulen für berufsbildenden Unterricht als eigenständige Schultypen1951:Gründung eines Instituts für Ingenieurpädagogik an der Technischen Hochschule Dresden20. Jahrhundert:Etablierung eigenständiger Studiengänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussgradMaster of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Ingenieurpädagogik vorausgesetzt.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und in medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Ingenieurpädagogik (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Ingenieurpädagogik (weiterführend) in Deutschland?

Ingenieurpädagogik ist ein interdisziplinäres Feld, das Ingenieurwissenschaften mit Erziehungswissenschaften verbindet und sich insbesondere auf die technische und berufliche Bildung spezialisiert. Fachkräfte in dieser Berufsgruppe sind Schlüsselpersonen, die Ingenieurwissen effektiv vermitteln, Bildungsprogramme entwickeln und die Ingenieure oder technischen Spezialisten der Zukunft ausbilden. Zu ihren Aufgaben gehören das Unterrichten von Ingenieurfächern, die Erstellung innovativer Lehrmaterialien, die Optimierung von Lernprozessen durch den Einsatz von Bildungstechnologien, die Durchführung von Studierendenbewertungen und die Ermittlung von Bildungsbedarfen in Zusammenarbeit mit der Industrie.

Die Arbeitsumgebungen sind typischerweise Universitäten, technische Hochschulen (Fachhochschulen), Berufsschulen oder die Ausbildungsabteilungen großer Unternehmen. Diese Fachkräfte bieten sowohl theoretische als auch praktische Schulungen an und nutzen dabei verschiedene Werkzeuge wie Labore, Werkstätten, Simulationssoftware und digitale Lernplattformen. Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Bachelor- oder Master-Abschluss im Ingenieurwesen erforderlich, gefolgt von einem weiterführenden Master-Programm oder einer Weiterbildung im Bereich "Ingenieurpädagogik". Diese weiterführende Ausbildung kombiniert Ingenieurwissen mit pädagogischen Kompetenzen, bereitet auf die Rolle des Lehrenden vor und baut in der Regel auf einem vorherigen ingenieurwissenschaftlichen oder technischen Abschluss auf.

Für internationale Studierende oder Fachkräfte, die in diesem Bereich in Deutschland Karriere machen möchten, ist es von großer Bedeutung, die Anerkennung ihrer Ingenieurdiplome in Deutschland sicherzustellen und insbesondere über Deutschkenntnisse auf C1-Niveau zu verfügen. Im sich ständig weiterentwickelnden technischen Bildungssystem Deutschlands ist die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in diesem Bereich hoch und gut

Ist Ingenieurpädagogik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Ingenieurpädagogik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Ingenieurpädagogik (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Ingenieurpädagogik vorausgesetzt.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und in medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Wo arbeiten Ingenieurpädagogik (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Labors, Werkstättenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Ingenieurpädagogik (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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