Was ist Beratungslehrer/Beratungslehrerin?
Um in Deutschland Beratungslehrer/in zu werden, ist es zunächst erforderlich, ein Lehramtsstudium abzuschließen und die Lehrbefähigung zu besitzen. Diese Grundausbildung wird in der Regel an einer Universität auf Bachelor- und Master-Niveau absolviert. Nachdem man eine Lehrtätigkeit aufgenommen hat, absolvieren die Kandidaten in der Regel eine spezielle Weiterbildung zum Beratungslehrer/zur Beratungslehrerin.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Sozialwissenschaften →Der Beruf Beratungslehrer/Beratungslehrerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:
- Arabistik/Islamwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Christianity in Global Transformations
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Geschichte
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Psychologie
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Sprechwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Wissenschaft vom Christlichen Orient
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetzbildung.digital - Themenportal für SchulenBildungspraxis - didacta Magazin für berufliche BildungBundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)DDS Die Deutsche SchuledidactaDIGITALDigiBits - Digitale Bildung trifft SchuleFachportal PädagogikGutes Aufwachsen mit MedienPÄDAGOGIKSchool Education GatewaySchule im AufbruchSCHULEWIRTSCHAFTSeLF - Selbsterkundung zum Lehrerberuf mit FilmimpulsenWas tun bei (Cyber)Mobbing?
▶ Trends
Digitalisierung im KlassenzimmerDie digitale Transformation in Schulen ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Schulen vermitteln Schülern und Schülerinnen die nötigen Kompetenzen für eine digitalisierte Welt. Dafür sind die richtigen Lernmedien und passende didaktische Konzepte nötig. Zum Einsatz kommen z.B. Notebooks, Smart Boards, Kamera- und Mikrofonsysteme, Augmented und Virtual Reality sowie Robotik. Lehrer und Lehrerinnen werden sich verstärkt mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht befassen.Hybrid LearningDie fortschreitende Digitalisierung verändert die Konzeption von Unterricht, Coaching und Trainings stetig. Lehrende kombinieren im Hybrid Learning digitale und analoge Lernformen, um die Lernergebnisse aller Teilnehmenden zu maximieren. Sie verknüpfen bestehende Blended-Learning-Modelle gezielt und passen sie an die jeweilige Zielgruppe an. Zusätzlich setzen sie Selbstlernmodule ein und intensivieren Online-Coaching, um Teilnehmende individuell zu unterstützen und Präsenzveranstaltungen gezielter vorzubereiten. Bildungsplanende, Trainer und Trainerinnen sowie Pädagogen und Pädagoginnen entwickeln kontinuierlich Strategien, wie sie kombinierte Lernformen optimal an unterschiedliche Lernsituationen und Lernziele anpassen.
▶ Arbeitsorte
Beratungslehrer und Beratungslehrerinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenin Unterrichtsräumen
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:BildungsberatungDidaktikElternarbeitErziehungswissenschaft, PädagogikMethodikNachteilsausgleichUnterricht (schulischer Bereich)Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Berichtswesen, InformationBerufsberatungBildungsarbeitErziehungsberatungLehramt an beruflichen SchulenLehramt - FörderschuleLehramt - GymnasiumLehramt - HauptschuleLehramt - Primarstufe - GrundschuleLehramt - RealschuleLehramt - Sekundarstufe ILehramt - Sekundarstufe IILernzielkontrollePädagogische Psychologie, SchulpsychologieRhetorikSchulorganisation, SchulverwaltungSchulsozialarbeit
▶ Arbeitssituation
Beratungslehrer/innen beraten Schüler/innen und Eltern z.B. bei Schulschwierigkeiten oder in Fragen der Schullaufbahn einfühlsam und verantwortungsbewusst. Um zu Schülern und Schülerinnen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und eine Lösung beispielsweise für Lernprobleme zu finden, ist die Fähigkeit zu professioneller Gesprächsführung und aktivem Zuhören entscheidend. Um die jeweilige Situation richtig einschätzen und angemessen darauf reagieren zu können, benötigen die Beratungslehrer/innen Geduld, pädagogisches Geschick, Souveränität und Durchsetzungsvermögen. Da sie immer wieder mit Problemen und Schicksalsschlägen konfrontiert werden, ist die Fähigkeit zu professioneller Distanz gefordert. Ebenso unerlässlich ist Diskretion, da die Beratungslehrer/innen Einblick in persönliche Unterlagen und vertrauliche Informationen bekommen.Gespräche und Beratungen führen Beratungslehrer/innen meist in Büroräumen durch, wo sie am Computer auch Dokumentationen und Gutachten erstellen. Daneben halten sie in Klassenräumen regulären Unterricht.
▶ Verdienst/Einkommen
Bei einer Beschäftigung im Beamtenverhältnis regeln das Bundesbesoldungsgesetz bzw. die Landesbesoldungsgesetze das Einkommen. Die Grundgehaltssätze bestimmen sich nach der jeweiligen Besoldungsgruppe des Eingangsamtes bzw. des verliehenen Amtes und werden ggf. durch den Familienzuschlag, Zulagen, Vergütungen und die Auslandsbesoldung ergänzt.Bruttogrundgehaltssätze (monatlich): Besoldungsgruppe A 12, Stufe 1: 4.334 €Besoldungsgruppe A 12, Stufe 8: 5.815 €Quelle:Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)Hinweise:Lehrern und Lehrerinnen an Grundschulen im Beamtenverhältnis werden als Eingangsämter die Besoldungsgruppe A 12 oder A 13 zugewiesen. Ihnen können Ämter bis zu den Besoldungsgruppe A 16 verliehen werden. Die Grundgehaltssätze der Bundesländer orientieren sich am Bundesbesoldungsgesetz (Bundesbesoldungsordnung), können aber davon abweichen.
▶ Branchen im Einzelnen
Allgemeinbildende SchulenGrundschulenAllgemeinbildende weiterführende SchulenBerufsbildende SchulenBerufsbildende weiterführende SchulenÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung, z.B. staatliche Schulberatungsstellen
▶ Zugang zur Tätigkeit
Die Ausübung der Berufstätigkeit ist reglementiert. Für die Tätigkeit im Lehramt wird der erfolgreiche Abschluss der Zweiten Staatsprüfung vorausgesetzt. Diese wird nach Absolvieren des Vorbereitungsdienstes abgelegt. Für den Zugang zum Vorbereitungsdienst ist im Regelfall ein Lehramtsstudium mit Masterabschluss oder mit dem Abschluss Staatsexamen erforderlich.Um als Beratungslehrer bzw. Beratungslehrerin tätig zu werden, sind in den meisten Bundesländern zusätzlich zur Lehramtsbefähigung eine 1- bis 2-jährige berufsbegleitende Qualifizierung sowie Berufserfahrung nötig.Zugangsmöglichkeiten bieten sich ggf. auch für Fachlehrer und -lehrerinnen.
▶ Zugangsstudienfächer
Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (weiterführend)Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (Staatsexamen)Lehramt an Grundschulen (Staatsexamen)Lehramt an Grundschulen (weiterführend)Lehramt an Gymnasien (Staatsexamen)Lehramt an Gymnasien (weiterführend)Lehramt für Schularten der Sekundarstufe I (Staatsexamen)Lehramt für Schularten der Sekundarstufe I (weiterführend)Lehramt an Förderschulen/für Sonderpädagogik (Staatsexamen)Lehramt an Förderschulen/für Sonderpädagogik (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Beratungslehrer und Beratungslehrerinnen sind beschäftigtan Grundschulenan allgemeinbildenden weiterführenden Schulenan berufsbildenden Schulenbei staatlichen Schulberatungsstellen
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Beratungslehrer/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheSchool counsellor (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheConseiller / Conseillère d'orientation
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Ein erweitertes Führungszeugnis kann für den Umgang mit Minderjährigen erforderlich sein.Arbeitgebende erwarten ggf. eine Spezialisierung im Rahmen des Studiums bzw. eine entsprechende Weiterbildung.Beschäftigte in Gemeinschafts- und medizinischen Einrichtungen müssen gemäß Infektionsschutzgesetz ihre Masernimpfung oder -immunität nachweisen, wenn sie nach 1970 geboren sind.
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Beratungslehrer und -lehrerinnen sind Ansprechpersonen für Schüler bzw. Schülerinnen und deren Eltern bei schulischen Problemen, Fragen zur Schullaufbahn sowie bei sozialen Konflikten oder Erziehungsschwierigkeiten.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
BFAS Bundesverband der Freien AlternativschulenDeutscher BildungsserverDiakonie Deutschland KarriereportalDie Internate - InternatslehrerErziehungskunstLehrCare - Die LehrervermittlungLehrer.bizpublicjobs.chStellenblatt.de
▶ Verbände und Organisationen
Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. (BVLB)Bundesverband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.dbb beamtenbund und tarifunionDeutscher Lehrerverband (DL)Deutscher Philologenverband - BundesgeschäftsstelleDeutscher Verein zur Förderung der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung DVLfBGewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für PersonenUmgang mit Kindern und Jugendlichen (z.B. Schülern und Schülerinnen bei der Bewältigung von Schulschwierigkeiten helfen)Beachtung vielfältiger Vorschriften und gesetzlicher Vorgaben (Schul- und Verwaltungsrecht)gefühlsmäßig belastende Situationen und Tätigkeiten (z.B. Konfrontation mit schweren Problemen und Schicksalsschlägen ihrer Schüler und Schülerinnen)Bildschirmarbeit (z.B. Dokumentationen und pädagogisch-psychologische Gutachten erstellen)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen Hilfestellungen bei der Wahl der Schullaufbahn und Berufsorientierung geben)Arbeit in Büroräumen (zu festen Beratungszeiten)
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Unterlagen und Lehrmaterial, z.B.: Beratungsdokumentation, pädagogisch-psychologische Gutachten, Unterrichtsmaterialien, SchulbücherBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, VideokonferenztoolsPräsentationsmittel, z.B.: Beamer, Whiteboards, (digitale) Tafel
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Beratungslehrer und -lehrerinnen informieren und beraten Schüler bzw. Schülerinnen und Eltern über geeignete Schulformen, Bildungsgänge und Abschlüsse. Außerdem unterstützen sie Schüler und Schülerinnen bei der Bewältigung z.B. von Leistungsschwächen und Lernproblemen, bei häuslichen Problemen oder Konflikten mit Mitschülern und Mitschülerinnen. Sie besprechen die Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten, Lern- oder Leistungsproblemen und zeigen individuelle Lösungsmöglichkeiten auf bzw. vermitteln z.B. Förderunterricht. Sie dokumentieren ihre Tätigkeit und erstellen bei Bedarf pädagogisch-psychologische Gutachten. Gegebenenfalls nehmen sie z.B. mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle, mit Erziehungsberatungsstellen oder der Berufsberatung Kontakt auf. Darüber hinaus unterrichten sie in ihren jeweiligen Fächern.
▶ Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten
Fachlehrkraft für berufliche/allgemeinbildende SchulenFachlehrkraft (staatlich geprüft) an Förderschulen
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Schulpädagogik, Elternberatung oder Konfliktmanagement).
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Schüler/innen und deren Eltern über die geeignete Schulart und Berufsmöglichkeiten beraten und informierenSchüler/innen unterstützenVerhaltensauffälligkeiten erkennen und beobachtendie Ursachen von Lernproblemen und Leistungsschwächen ergründen und Lösungsmöglichkeiten erarbeitenbei Konflikten zwischen Schülern und Schülerinnen vermittelnbei häuslichen Problemen beratend zur Seite stehenFörderunterricht und weitergehende Hilfestellungen vermittelnKontakt zu Schulpsychologischen Beratungsstellen, Erziehungsberatungsstellen oder Berufsberatungsstellen aufnehmen und haltenDokumentationen erstellenggf. pädagogisch-psychologische Gutachten erstellenSchüler/innen unterrichten
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Landesbeamten- und LandeslaufbahngesetzeÜbergreifende Regelung für Beamte und Beamtinnen der Bundesländer:Gesetz zur Regelung des Statusrechts der Beamtinnen und Beamten in den Ländern (Beamtenstatusgesetz - BeamtStG) vom 17.06.2008 (BGBl. I S. 1010), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 20.12.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 389)Hinweis: Das Beamtenstatusgesetz beinhaltet generelle Regelungen, z.B. zum Beamtenverhältnis, zur Ernennung von Beamten und Beamtinnen der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie zu deren Laufbahnen.Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.09.1984 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19.07.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 245)Gleichwertigkeit ausländischer BerufsqualifikationenRichtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen vom 30.09.2005 (ABl. EU L 255, S. 22), zuletzt geändert durch Delegierten Beschluss (EU) 2025/2187 vom 30.07.2025 (ABl. EU L 2187, S. 1)
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Beratungslehrer/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Lehrer/Lehrerin an GrundschulenLehrer/Lehrerin an GymnasienLehrer/Lehrerin für Schularten der Sekundarstufe IEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Beratungslehrer/Beratungslehrerin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Beratungslehrer/Beratungslehrerin in Deutschland? ▼
Ein Beratungslehrer/eine Beratungslehrerin in Deutschland ist eine spezialisierte Lehrkraft, die Schülern, Eltern und anderen Lehrkräften Orientierungs- und Beratungsdienste in Bildungs-, Persönlichkeitsentwicklungs- und sozialen Angelegenheiten anbietet. Diese Fachkräfte helfen dabei, Lernschwierigkeiten, Verhaltensprobleme oder soziale Anpassungsprobleme von Schülern zu identifizieren und unterstützen sie dabei, ihre persönlichen und akademischen Ziele zu erreichen. Darüber hinaus informieren sie Eltern über die Entwicklung ihrer Kinder und vermitteln bei Konflikten zwischen Lehrkräften oder zwischen Schülern und Lehrkräften. Ihr Arbeitsumfeld sind in der Regel Schulen; dort führen sie Einzelgespräche, organisieren Gruppenarbeiten und arbeiten bei Bedarf mit externen Fachkräften (Psychologen, Sozialarbeitern) zusammen.
Um in Deutschland Beratungslehrer/in zu werden, ist es zunächst erforderlich, ein Lehramtsstudium abzuschließen und die Lehrbefähigung zu besitzen. Diese Grundausbildung wird in der Regel an einer Universität auf Bachelor- und Master-Niveau absolviert. Nachdem man eine Lehrtätigkeit aufgenommen hat, absolvieren die Kandidaten in der Regel eine spezielle Weiterbildung zum Beratungslehrer/zur Beratungslehrerin.
Ist Beratungslehrer/Beratungslehrerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Beratungslehrer/Beratungslehrerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Beratungslehrer/Beratungslehrerin qualifiziert werden? ▼
Die Ausübung der Berufstätigkeit ist reglementiert. Für die Tätigkeit im Lehramt wird der erfolgreiche Abschluss der Zweiten Staatsprüfung vorausgesetzt. Diese wird nach Absolvieren des Vorbereitungsdienstes abgelegt. Für den Zugang zum Vorbereitungsdienst ist im Regelfall ein Lehramtsstudium mit Masterabschluss oder mit dem Abschluss Staatsexamen erforderlich.Um als Beratungslehrer bzw. Beratungslehrerin tätig zu werden, sind in den meisten Bundesländern zusätzlich zur Lehramtsbefähigung eine 1- bis 2-jährige berufsbegleitende Qualifizierung sowie Berufserfahrung nötig.Zugangsmöglichkeiten bieten sich ggf. auch für Fachlehrer und -lehrerinnen.
Wo arbeiten Beratungslehrer/Beratungslehrerin in Deutschland typischerweise? ▼
Beratungslehrer und Beratungslehrerinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenin Unterrichtsräumen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Beratungslehrer/Beratungslehrerin in Deutschland? ▼
Bei einer Beschäftigung im Beamtenverhältnis regeln das Bundesbesoldungsgesetz bzw. die Landesbesoldungsgesetze das Einkommen. Die Grundgehaltssätze bestimmen sich nach der jeweiligen Besoldungsgruppe des Eingangsamtes bzw. des verliehenen Amtes und werden ggf. durch den Familienzuschlag, Zulagen, Vergütungen und die Auslandsbesoldung ergänzt.Bruttogrundgehaltssätze (monatlich): Besoldungsgruppe A 12, Stufe 1: 4.334 €Besoldungsgruppe A 12, Stufe 8: 5.815 €Quelle:Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)Hinweise:Lehrern und Lehrerinnen an Grundschulen im Beamtenverhältnis werden als Eingangsämter die Besoldungsgruppe A 12 oder A 13 zugewiesen. Ihnen können Ämter bis zu den Besoldungsgruppe A 16 verliehen werden. Die Grundgehaltssätze der Bundesländer orientieren sich am Bundesbesoldungsgesetz (Bundesbesoldungsordnung), können aber davon abweichen.