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Wirtschaftspädagogik (weiterführend)

Weiterbildung Sozialwissenschaften KldB B 84214

Was ist Wirtschaftspädagogik (weiterführend)?

Wirtschaftspädagogik (weiterführend) ist in Deutschland ein fortgeschrittenes Spezialisierungsgebiet, das an der Schnittstelle von Wirtschaft und Erziehungswissenschaften liegt. Diese Fachkräfte widmen sich der Vermittlung von wirtschaftlichen Prozessen und betriebswirtschaftlichen Themen

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sozialwissenschaften →

Der Beruf Wirtschaftspädagogik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Sprachlabors, Bibliotheken, Computerlaborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Pflichtmodule, z.B.:Aktuelle Fragen der Berufs- und WirtschaftspädagogikDidaktik der beruflichen Aus- und WeiterbildungHealth Care ManagementMethodische GrundlagenNeuere Theorien des Lehrens und LernensPersonalentwicklung in der UnternehmenspraxisSchulpraktische Studien - VertiefungWirtschaftspädagogik im Spannungsfeld von Theorie und PraxisWirtschaftspädagogische FundamenteWirtschaftspädagogische Lehr-Lern-ForschungWahlpflichtmodule, z.B.:Agiles Projektmanagement ArbeitsrechtGrundlagen Betrieblicher AnwendungssystemeLogistik mit SAPQuality ManagementPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. an berufsbildenden Schulen), Forschungsprojekte

Auswahlverfahren

Die Hochschulen führen ggf. Eignungsprüfungen oder Auswahlgespräche durch.

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Praktische Übungen: z.B. im Computerlabor Übungen zur statistischen Datenanalyse durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. an berufsbildenden Schulen), Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Wirtschaftspädagogik (weiterführend) sein:Bereich WirtschaftswissenschaftenBetriebswirtschaftslehre, Business Administration (weiterführend)Personalmanagement, -dienstleistung (weiterführend)Wirtschaftswissenschaften (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse in den Bereichen Unternehmensorganisation, Betriebswirtschaftslehre, Globalisierung, Import, Export, Investition und Finanzierung sowie Wirtschaftsrecht erwerbenBereich Erziehung, Schule, Aus- und WeiterbildungBerufspädagogik (weiterführend)Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (weiterführend)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)Pädagogische Psychologie (weiterführend)Bildungsmanagement (weiterführend)Gemeinsamkeiten:erziehungswissenschaftliche Kenntnisse erwerben; Methoden der Pädagogik erlernenMenschen betreuen, beraten und fördern

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Wirtschaftspädagogik (grundständig)Berufspädagogik (grundständig)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:InformationsverarbeitungPräsentationstechnikRhetorikAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule wie Agiles Projektmanagement können Zusatzqualifikationen vermitteln.Praktika z.B. an berufsbildenden Schulen bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach Wirtschaftspädagogik vertieft die im grundständigen Studienfach und ggf. während einer Berufstätigkeit erworbenen Kenntnisse.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Wirtschaftspädagogik gibt es auch als Lehramts- oder Teilzeitstudiengang.

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleBerufs- und Wirtschaftspädagogik (Master)Wirtschaftspädagogik (Business Education and Management Training) (Master)Wirtschaftspädagogik (Master)Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Wirtschaftspädagogik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft an, z.B. Lehrtätigkeit an berufsbildenden/beruflichen Schulen, Betriebliche Aus- und Weiterbildung oder Bildungs-, Berufsberatung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

1830er-Jahre:Begründung von Fortbildungsschulen für Lehrlinge als Einrichtungen für die gewerbliche Ausbildung (Ursprung der Berufsschule)Ende des 19. Jahrhunderts:Ausbildung von Lehrkräften für die neu eingerichteten HandelshochschulenAb den 1920er-Jahren:Entwicklung der Berufsschulen zu einem eigenen Schultyp mit eigenständiger LehrerbildungWirtschaftspädagogik als unabhängige wissenschaftliche Disziplin: erster Lehrstuhl an der Handelshochschule Berlin (1929) erster Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an einer Universität (1941)Etablierung der Wirtschaftspädagogik als Fach im gesamten beruflichen Schulwesen (zuvor: Beschränkung auf die Ausbildung von Handelslehrern/Handelslehrerinnen)1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden2003:Verfassung eines einheitlichen Basiscurriculums zum Studienfach Berufs- und Wirtschaftspädagogik (durch die Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft)

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Arts (M.A.)Master of Education (M.Ed.)Master of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Wirtschaftspädagogik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch oder Russisch nachzuweisen.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und in medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Wirtschaftspädagogik (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Wirtschaftspädagogik (weiterführend) in Deutschland?

Wirtschaftspädagogik (weiterführend) ist in Deutschland ein fortgeschrittenes Spezialisierungsgebiet, das an der Schnittstelle von Wirtschaft und Erziehungswissenschaften liegt. Diese Fachkräfte widmen sich der Vermittlung von wirtschaftlichen Prozessen und betriebswirtschaftlichen Themen

Ist Wirtschaftspädagogik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Wirtschaftspädagogik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Wirtschaftspädagogik (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Wirtschaftspädagogik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch oder Russisch nachzuweisen.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und in medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Wo arbeiten Wirtschaftspädagogik (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Sprachlabors, Bibliotheken, Computerlaborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Wirtschaftspädagogik (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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