Theaterpädagoge/Theaterpädagogin
Theaterpädagoge/-pädagogin
Was ist Theaterpädagoge/Theaterpädagogin?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Sozialwissenschaften →Der Beruf Theaterpädagoge/Theaterpädagogin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:
- Arabistik/Islamwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Christianity in Global Transformations
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Geschichte
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Psychologie
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Sprechwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Wissenschaft vom Christlichen Orient
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Berufe am TheaterDer pädagogische Blick – Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis in pädagogischen BerufenFachportal Pädagogikjunge bühneTheater der ZeitTheater heuteZeitschrift für TheaterpädagogikZfE Zeitschrift für Erziehungswissenschaft
▶ Trends
Digitales Theater Schauspieler und Schauspielerinnen stehen neben Avataren oder Robotern auf der Bühne, Bühnenbilder entstehen mittels Hologrammen und Masken mittels 3-D-Druck. Vorstellungen werden als Livestream übertragen, Zuschauer können die Handlung per Smartphone steuern oder mithilfe von Virtual Reality-Brillen aktiv ins Geschehen eintauchen. Digitales Theater will herkömmliches Theater nicht ersetzen, sondern es erweitern und ggf. dadurch auch ein größeres Publikum erreichen. Daher werden sich innovationsbereite Künstler und Künstlerinnen sowie Fach- und Führungskräfte am Theater mit den technologischen Möglichkeiten und deren Einbindung auseinandersetzen. Hybrid LearningDie fortschreitende Digitalisierung verändert die Konzeption von Unterricht, Coaching und Trainings stetig. Lehrende kombinieren im Hybrid Learning digitale und analoge Lernformen, um die Lernergebnisse aller Teilnehmenden zu maximieren. Sie verknüpfen bestehende Blended-Learning-Modelle gezielt und passen sie an die jeweilige Zielgruppe an. Zusätzlich setzen sie Selbstlernmodule ein und intensivieren Online-Coaching, um Teilnehmende individuell zu unterstützen und Präsenzveranstaltungen gezielter vorzubereiten. Bildungsplanende, Trainer und Trainerinnen sowie Pädagogen und Pädagoginnen entwickeln kontinuierlich Strategien, wie sie kombinierte Lernformen optimal an unterschiedliche Lernsituationen und Lernziele anpassen.
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. Erteilen von Unterricht in Schauspiel, Gesang und Tanzz.B. Betreuen der Proben von JugendtheatergruppenInteresse an kreativ-gestaltenden Tätigkeitenz.B. Entwickeln und Verfassen von Theaterstücken, ggf. in der Gruppe
▶ Arbeitsorte
Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen arbeiten in erster Liniein Proberäumen und auf Probebühnenin Unterrichtsräumenin Veranstaltungsräumen, insbesondere in Theatersälenin Büro- und Besprechungsräumen
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BildungsarbeitDidaktikErziehungswissenschaft, PädagogikMethodikTheaterpädagogikTheatertherapieTheaterwissenschaftWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:DramaturgieFachpublikationen erstellenInterpretierenJugend- und ErwachsenenbildungKritikKulturmanagement, -verwaltungKulturpädagogikLehrmaterialien (erstellen, aktualisieren etc.)Öffentlichkeitsarbeit, Public RelationsProjektmanagementTheater, SchauspielUnterricht, Schulung (außerschulischer Bereich)
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Theaterpädagogen und -pädagoginnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Blended Learning (z.B. Tutorials und Zusatzübungen für die pädagogische Vermittlung und soziale Arbeit zur Vorbereitung bereitstellen)Digitale Lernzertifikate (z.B. den Kursteilnehmern und -teilnehmerinnen digitale Lernzertifikate für die Teilnahme an Kursen oder das erfolgreiche Bestehen von Prüfungen ausstellen)Digitale Tafel (z.B. die pädagogische Vermittlung von Schulklassen mithilfe einer digitalen Tafel durchführen)Dokumentenkamera (z.B. mit einer Dokumentenkamera hochauflösende Bilder von Unterrichtsmaterialien präsentieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. theaterpädagogische Konzepte und Workshopplanungen digital verwalten)Game Based Learning (z.B. in theaterpädagogischen Projekten Gamification-Methoden nutzen, um die Teilnehmenden kreativ anzuregen)Lernplattformen und -Apps (z.B. inszenierungsbegleitendes Material, Informationen zu Aufführungsbesuchen und Videomaterial aus Theaterstücken auf Lernplattformen zur Verfügung stellen)Open Educational Resources - OER (z.B. lizenzfreie Materialien und Texte für die Konzeption theaterpädagogischer Konzepte nutzen)
▶ Arbeitssituation
Theaterpädagogen und -pädagoginnen vermitteln Inhalte rund um das Theater. Dazu benötigen sie Kommunikationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Selbstsicherheit. Sie gehen mit pädagogischem Geschick vor, wenn sie unterschiedliche Zielgruppen zum Theaterspielen anleiten. Geduldig und einfühlsam unterweisen sie Schüler/innen in Schauspiel, Gesang und Tanz und entwickeln kreative und vielfältige spielerische Übungstechniken. Sie erstellen theaterpädagogische Konzepte, z.B. für Workshops, und planen und organisieren die Durchführung von theaterpädagogischen Projekten, etwa an Schulen. Bei der Arbeit mit problembelasteten Menschen, z.B. mit Suchtkranken, sind sie mitunter belastenden Situationen ausgesetzt, mit denen sie souverän umzugehen verstehen. Verwaltend-organisatorische oder ggf. wissenschaftliche Tätigkeiten werden sorgfältig geplant und ausgeführt.Theaterpädagogen und -pädagoginnen arbeiten in Proberäumen, auf Probebühnen und in Theatersälen, wo sie mithilfe von Requisiten, Kostümen und Kulissen Theaterunterricht erteilen oder Theatergruppen betreuen. Am Computer im Büro erledigen sie administrative Arbeiten. Sind Aufführungen vorzubereiten bzw. abzuhalten, kann es vorübergehend auch zu Arbeit in den Abendstunden oder am Wochenende kommen.
▶ Existenzgründung
Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten: als Leiter/in einer Schauspielgruppeals Schauspiellehrer/in mit eigener Theaterakademie
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Mindestgage (monatlich): 3.310 €Darüber hinausgehende Gagen müssen frei ausgehandelt werden. Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Kunst, Kultur, MuseenOpern und MusicalsSchauspielSpielstätten für Schauspiel und MusiktheaterBetrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.Öffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung der Bildung, z.B. kommunale BildungsreferateÖffentliche Verwaltung der Kultur und des Sports, z.B. kommunale Kulturreferate und -ämterErwachsenenbildung, sonstiger UnterrichtKulturunterrichtSozialwesenSeniorenwohnheimeWohnheime für Menschen mit BehinderungJugendarbeit (auch Jugendsozialarbeit), z.B. Arbeit mit benachteiligten JugendlichenStationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, Suchtbekämpfung, z.B. Arbeit mit DrogenabhängigenJustizverwaltungRechtspflege, z.B. Justizvollzugsanstalten und ResozialisierungseinrichtungenGesundheitswesenVorsorge- und Rehabilitationskliniken
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium bzw. eine Aus- oder Weiterbildung im Bereich Theaterpädagogik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Theaterpädagogik (grundständig)Theaterpädagogik (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen finden Beschäftigungan Schauspielhäusern, Theatern und anderen kulturellen Einrichtungenin kommunalen Kulturreferaten und -ämternin Einrichtungen der Erwachsenenbildungin sozialen Einrichtungen, z.B. in Jugend- und Senioreneinrichtungenin Justizvollzugsanstalten und Resozialisierungseinrichtungenin Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Ein erweitertes Führungszeugnis kann für den Umgang mit Minderjährigen erforderlich sein.
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten und tatkräftigen Betreuung von Schultheatergruppen und Laientheatergruppen bei auftretenden Problemen)Sorgfalt (z.B. sorgfältiges Planen von Theatergruppen und Workshops entsprechend der jeweiligen Ziel- und Altersgruppe)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Erstellen von theaterpädagogischen Konzepten)Kreativität (z.B. Konzipieren von theaterpädagogischen Projekten)Kommunikationsfähigkeit (z.B. Anleiten von Personen zum kreativen Spiel; Beraten von Lehrkräften bei der Planung und Betreuung von Schultheatergruppen)Kontaktbereitschaft (z.B. rasches Herstellen vertrauensvoller Kontakte zu unterschiedlichen Zielgruppen)Beherrschtheit / Selbstkontrolle (z.B. Ruhe bewahren auch in angespannten Unterrichts- und Probensituationen)Selbstsicherheit (z.B. sicheres und souveränes Auftreten beim Anleiten zum Theaterspiel)Einfühlungsvermögen (z.B. sich Einlassen auf die Denkweisen von Kindern und Jugendlichen während eines Schultheaterprojekts)Freundlich-gewinnendes Wesen (z.B. freundliches, aufgeschlossenes und wertschätzendes Verhalten gegenüb...
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen erstellen pädagogische Konzepte in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit und setzen sie um. Sie leiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Theaterspielen an und vermitteln Kenntnisse über das Theater und Theaterspiel.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
Bühnenjobs.deDeutscher BundesjugendringFachkräfteportal der Kinder- und JugendhilfeLehrer.biz
▶ Verbände und Organisationen
Bundesverband Theaterpädagogik e.V.Deutscher Bühnenverein Bundesverband der Theater und OrchesterGenossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. Theaterspiel als Mittel der Rehabilitation und Prävention einsetzen)Umgang mit Kindern und Jugendlichen (z.B. beim Schwerpunkt Schultheater)Umgang mit problembelasteten Menschen (z.B. bei einer Tätigkeit in verschiedenen sozialen Einrichtungen)Bildschirmarbeit (z.B. den Unterricht vor- oder nachbereiten)Arbeit auf Bühnen (z.B. an Schauspielhäusern und Theatern)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. in Hörsälen und Proberäumen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Verwaltungstätigkeiten erledigen)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei Aufführungen am Abend oder Wochenende)
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:ErwachsenenbildungBildungsreferent/BildungsreferentinLehrer/Dozent/Lehrerin/Dozentin in der ErwachsenenbildungLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinMedien-, KulturpädagogikKreativitätspädagoge/KreativitätspädagoginWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Geräte und Zubehör, z.B.: Mikrofone, Kameras, Scheinwerfer, Requisiten, Kostüme, KulissenUnterlagen, z.B.: theaterpädagogische Konzepte, Spielpläne, Programmhefte, Dramentexte, Broschüren, Text-, Dreh- bzw. ggf. RegiebücherBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen unterrichten in Schauspiel, Gesang und Tanz und konzipieren Aufführungen mit verschiedenen Personengruppen, z.B. Jugendlichen, Senioren oder Suchtkranken. Sie leiten und betreuen Theatergruppen, organisieren Workshops und vermitteln zwischen Theater und Publikum. Sie bereiten Zuschauer auf Theatervorstellungen vor, erstellen Materialien für Jugendliche, Erwachsene und Kinder, besuchen mit ihnen Proben oder Aufführungen und diskutieren diese anschließend.Außerdem beraten sie Lehrer und Lehrerinnen z.B. bei der Auswahl von Stücken für Schultheatergruppen. Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen setzen kreatives Theaterspiel auch im Rahmen der sozialen Arbeit ein, bspw. zur Förderung individueller Fähigkeiten, in der Rehabilitation oder zur Prävention.
▶ Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten
Der Zugang zur Tätigkeit ist ohne Hochschulabschluss z.B. mit folgender Ausbildung möglich:Theaterpädagoge/Theaterpädagogin (Weiterbildung)
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Theaterpädagogik, Schauspiel, Tanz, Rhetorik, Stimm- und Sprachtraining).Darüber hinaus kann sich der Trend zur Digitalisierung am Theater zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Theaterpädagogen und -pädagoginnen entwickeln.
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch ein grundständiges oder weiterführendes Studium (z.B. im Studienfach Theaterpädagogik oder Theaterwissenschaft).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
PädagogikTheaterworkshops durchführen, Schauspiel-, Gesang- und Tanzunterricht erteilen Schul- oder Laientheatergruppen betreuen, z.B. bei der Auswahl von Stücken und Spielorten beratentheaterpädagogische Konzepte für Schulklassen entwickeln, z.B. Material zusammenstellen, Aufführungsbesuche vor- und nachbereiten, Szenen nachspielenLehrer/innen mit den Grundvoraussetzungen für die Leitung von Schultheatergruppen vertraut machenggf. Leitungsfunktion in Laientheatergruppen übernehmenSoziale Arbeitverschiedene Gruppen zum kreativen Spiel anleiten, z.B. Personen in schwierigen Lebenssituationen, Fähigkeiten in Schauspiel, Gesang und Tanz vermitteln durch Theaterpädagogik persönliche Stärken der Spielenden fördernTheaterspiel als Mittel der Rehabilitation und Prävention einsetzenIntegration durch Theaterspiel fördern, z.B. von Menschen mit Behinderungen oder MigrationshintergrundForschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirkenVorlesungen und Seminare vor- und nachbereiten bzw. abhalten, ggf. Prüfungen abnehmenForschungsberichte verfassen
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Theaterpädagoge/-pädagogin an:Tätigkeitsfeld Medien-, KulturpädagogikMedienpädagoge/MedienpädagoginGemeinsamkeiten:Zugang zu Bühnenstücken spielerisch und pädagogisch vermittelnTheaterstücke analysieren und interpretierenTätigkeitsfeld Sozialberatung, -arbeitSozialarbeiter/Sozialpädagoge / Sozialarbeiterin/SozialpädagoginGemeinsamkeiten:aktuelle Themen und Sachverhalte medienpädagogisch aufbereiten und vermittelnzu kreativer Beschäftigung anleitenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Theaterpädagogen und -pädagoginnen erstellen pädagogische Konzepte in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit und setzen sie um. Sie leiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Theaterspielen an und vermitteln Kenntnisse über die Institution Theater und über das Theaterspiel.Theater erfahrbar machenTheaterpädagogen und -pädagoginnen organisieren und leiten Theatergruppen und Workshops in Schauspiel, Gesang und Tanz für verschiedene Ziel- und Altersgruppen. Beispielsweise bieten sie an einem Theater eine Kindergruppe, einen Jugendtheater- und einen Jugendtanzclub sowie eine generationsübergreifende Theatergruppe an. Dabei schulen sie Körper und Wahrnehmung der Teilnehmer/innen z.B. durch Spiele, Musik und Gruppenübungen. Sie wählen Stücke aus und passen sie an die jeweilige Gruppe an. Teilweise entwickeln sie Stücke auch selbst mit den Teilnehmern. Anschließend verteilen sie die Rollen und erarbeiten das Stück mit der Gruppe. Sie bereiten die Aufführung vor und betreuen sie. Theaterpädagogen und -pädagoginnen fördern durch ihre Arbeit die Teamfähigkeit der Teilnehmer und bauen Ängste und Hemmungen ab.Sie beraten und unterstützen freie Theatergruppen beispielsweise bei der Auswahl von geeigneten Stücken, ggf. übernehmen sie auch Leitungsfunktionen.Pädagogische Vermittlung Zu ihren Aufgaben gehört auch die Vermittlung zwischen Theater und Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Jugendzentren. Sie erstellen Materialien, die z.B. Schulklassen das Medium The...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenverbales (sprachliches) Denken (z.B. Analysieren und Konzipieren von Lernunterlagen über die Institution Theater und das Theaterspiel)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. genaues Beobachten der Spielenden beim Erarbeiten von Rollen und Charakteren)Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für Personen, Rollen und Texte)Körperbeherrschung (z.B. Schulen von Körper und Beweglichkeit der Teilnehmer/innen bei Spielen und Gruppenübungen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Organisieren und Leiten von Theatergruppen und Workshops für Schauspiel, Gesang und Tanz für verschiedene Ziel- und Altersgruppen)Pädagogisches Geschick (z.B. Anleiten und Motivieren der Schüler/innen zu darstellerischen Übungen)Musikalische Befähigung (z.B. Tanzen und Singen)Sinn und Gespür für Ästhetik (z.B. Vermitteln von ästhetischen Grundlagen für das Theaterspielen)Kenntnisse und FertigkeitenMündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Erklären von Theaterstücken und -themen; Beraten und Unterstützen von freien Theatergruppen)Textverständnis (z.B. Verstehen und Interpretieren von dramatischen Texten)Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen von Materialien, die das Medium Theater verschiedenen Zielgruppen näherbringen sollen)
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.09.1984 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19.07.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 245)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. spielerische Übungstechniken demonstrieren)Ausreichende Bewegungskoordination (z.B. Bewegungsabläufe bei der Probenarbeit demonstrieren)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Proben durchführen; Proben nachbesprechen; Schauspielgruppen betreuen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. pädagogische Konzepte am Computer entwickeln; Textmaterial für Theaterprojekte prüfen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Schüler/innen verstehen, auch bei höherem Geräuschpegel in der Klasse)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Theaterpädagoge/-pädagogin an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Kulturpädagoge/KulturpädagoginEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Theaterpädagoge/-pädagogin ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. spielerische Übungstechniken demonstrieren)Störungen der Bewegungskoordination, Gleichgewichtsstörungen (z.B. Bewegungsabläufe bei der Probenarbeit demonstrieren)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Proben durchführen; Proben nachbesprechen; Schauspielgruppen betreuen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. pädagogische Konzepte am Computer entwickeln; Textmaterial für Theaterprojekte prüfen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Schüler/innen verstehen, auch bei höherem Geräuschpegel in der Klasse)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Theaterpädagoge/-pädagogin an:Tätigkeitsfeld Medien-, KulturpädagogikMedienpädagoge/MedienpädagoginGemeinsamkeiten:Zugang zu Bühnenstücken spielerisch und pädagogisch vermittelnTheaterstücke analysieren und interpretierenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Theaterpädagoge/Theaterpädagogin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Theaterpädagoge/Theaterpädagogin in Deutschland? ▼
Theaterpädagogen in Deutschland sind Experten, die pädagogische Theaterkonzepte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene entwickeln und umsetzen, diese Gruppen an das Theaterspiel heranführen und ihnen Wissen über Theater und Schauspiel vermitteln.
Ist Theaterpädagoge/Theaterpädagogin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Theaterpädagoge/Theaterpädagogin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Theaterpädagoge/Theaterpädagogin qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium bzw. eine Aus- oder Weiterbildung im Bereich Theaterpädagogik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Theaterpädagoge/Theaterpädagogin in Deutschland typischerweise? ▼
Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen arbeiten in erster Liniein Proberäumen und auf Probebühnenin Unterrichtsräumenin Veranstaltungsräumen, insbesondere in Theatersälenin Büro- und Besprechungsräumen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Theaterpädagoge/Theaterpädagogin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Mindestgage (monatlich): 3.310 €Darüber hinausgehende Gagen müssen frei ausgehandelt werden. Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.