Was ist Tanzlehrer/Tanzlehrerin?
Steckbrief
Berufstyp: AusbildungsberufAusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt) Ausbildungsdauer: 3 Jahre (Vollzeit)LernorteBildungseinrichtung und ggf. Praktikumsbetrieb
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Sozialwissenschaften →Der Beruf Tanzlehrer/Tanzlehrerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:
- Arabistik/Islamwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Christianity in Global Transformations
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Geschichte
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Psychologie
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Sprechwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Wissenschaft vom Christlichen Orient
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Tanzlehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sind Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Tanzräumeggf. im Praktikum: z.B. Tanzschulen und -studios, Tanzvereine
▶ Steckbrief
BerufstypAusbildungsberufAusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt)Ausbildungsdauer 3 Jahre (Vollzeit)LernorteBildungseinrichtung und ggf. Praktikumsbetrieb Was macht man in diesem Beruf?Tanzlehrer/innen unterrichten Gesellschaftstänze. Zur Vorbereitung wählen sie Übungen aus und stellen Unterrichts- und Trainingsprogramme zusammen. Im Tanzunterricht demonstrieren sie Schritte und Schrittfolgen, bedienen die Musikanlage und korrigieren die Bewegungsabläufe der Schüler/innen. Im Leistungssport trainieren sie Tanzpaare oder kleine Mannschaften. Im sozialpädagogischen und sozialtherapeutischen Bereich tragen sie zur Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schüler/innen bei und fördern Lebensmut sowie soziale, intellektuelle und sportliche Fähigkeiten. Im Behinderten- und Rehabilitationssport ist ihr Ziel, die körperliche Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit sowie das Selbstvertrauen der Schüler und Schülerinnen zu verbessern.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Tanzlehrer/innen finden Beschäftigungin Tanzschulen, -studios, -clubs und -vereinenin Fitnessstudiosan Volkshochschulenin Gesundheitseinrichtungen, z.B. Rehabilitationsklinikenim Sozialwesen, z.B. in Einrichtungen für Menschen mit BehinderungenArbeitsorte:Tanzlehrer/innen arbeiten in erster Liniein Tanzsälen, Fitnessräumen und SporthallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin BüroräumenWelche Vorbildung wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrie...
▶ Ausbildungsdauer
Vollzeit: i.d.R. 3 Jahre
▶ Ausbildungskosten
Je nach Bildungsgang z.B.:LehrgangsgebührenPrüfungsgebührenKosten für Fachliteratur und ArbeitsmittelKosten für auswärtige Unterbringung
▶ Ausbildungsinhalte
Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:MusiktheorieFunktionelle Bewegungslehre, AnatomieGrundschritte, Haltungen, PositionenMethodikDidaktikEinsatz von Materialien und InstrumentenUmgangsformenBerufsbildung, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Erste Hilfe, JugendschutzVermarktungsideenPC-Grundkenntnisse und moderne KommunikationPraktischer Unterricht und Übungen spielen in der Ausbildung eine wichtige Rolle. In den ersten beiden Ausbildungsjahren assistieren die angehenden Tanzlehrer/innen zunächst bei Kursen aller Kursstufen, im dritten Jahr stehen dann das eigenständige Planen und Unterrichten auf der Tagesordnung.PraktikumIst ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die Ausbildung an, arbeiten die angehenden Tanzlehrer/innen z.B. in Tanzschulen mit.
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Theoretischer Unterricht:Unterrichtszeit Unterricht an mindestens vier WochentagenLernformi.d.R. Präsenzveranstaltungen: Teilnahme am Unterricht an der Bildungseinrichtung zusammen mit anderen angehenden Tanzlehrern und -lehrerinnen (ggf. nicht am Wohnort), Aufarbeitung der Inhalte zu HausePraktische Übungen/Praktikum:ggf. praktische Mitarbeit (unter Anleitung), z.B. in Tanzschulen und -studios, TanzvereinenAnforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Vorführen der Übungen und Bewegungen)Pädagogische Fähigkeiten und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. beim Anleiten und Motivieren der Tanzschüler/innen)Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Beurteilen des Lernfortschritts der Teilnehmer/innen, für das Entdecken von tänzerischen Fehlern) Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein (z.B. Erkennen der körperlichen und psychischen Grenzen der Schüler/innen, um Verletzungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. Entwickeln von Choreografien, unterhaltsame Unterrichtsgestaltung)
▶ Ausbildung im Ausland
Für eine Ausbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeiten:ÖsterreichAusbildungsangebote: AMS Ausbildungskompass(z.B. mit dem Suchbegriff "Tanzlehrer")FrankreichAusbildungsangebote: onisep - französische Ausbildungsdatenbank(z.B. über die Freitextsuche mit dem Suchbegriff "professeur de danse")Dokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Ausbildungsabschnitte und Lernaufenthalte zu dokumentieren.Weitere Informationen zum Europass
▶ Ausbildungsvergütung
Je nach Anbieter der Ausbildung kann eine Ausbildungsvergütung gezahlt werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Sport: z.B. gute sportliche Leistungen sowie Kenntnisse in SportphysiologieMusik: z.B. um ein Rhythmusgefühl zu entwickelnDeutsch: z.B. um Gruppen anzuleiten und Tanzschritte bzw. -figuren erklären zu könnenBiologie: z.B. um das Wissen über die menschliche Anatomie und den menschlichen Bewegungsapparat zu erwerbenPädagogik/Psychologie: z.B. um Unterrichtseinheiten planen sowie Kenntnisse zielgruppengerecht vermitteln zu können
▶ Zusatzqualifikationen
Während der Ausbildung kann man durch die Teilnahme an Lehrgängen Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. in den Bereichen Kindertanz, Hip-Hop, Salsa/Latino, Discofox, Stepptanz oder Rollstuhltanz. Weitere Informationen:Tanzlehrer-Akademie im Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV): Spezialausbildung
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Tanzlehrer/in an:Bereich Sport und BewegungTanzpädagoge/TanzpädagoginStaatlich geprüfter Gymnastiklehrer/Staatlich geprüfte GymnastiklehrerinAerobic-Trainer/Aerobic-TrainerinEurythmielehrer/EurythmielehrerinGemeinsamkeit:Menschen verschiedener Altersstufen bei Bewegungs- und Tanzübungen anleiten und motivieren
▶ Die Ausbildung im Überblick
Tanzlehrer/in ist eine Ausbildung, die durch Vorschriften der Berufsverbände geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit i.d.R. 3 Jahre.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussbezeichnungen (je nach Bildungsanbieter) z.B.ADTV-Tanzlehrer/ADTV-Tanzlehrerin (ADTV: Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband e.V.)BDT-Tanzlehrer/BDT-Tanzlehrerin (BDT: Berufsverband Deutscher Tanzlehrer e.V.)Tanzlehrer ISTD/Tanzlehrerin ISTD (ISTD: Imperial Society of Teachers of Dancing)
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernIhre späteren Chancen können angehende Tanzlehrer/innen bereits während der Ausbildung verbessern, indem sie Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. als Kindertanzlehrer/in oder als Fachtanzlehrer/in für verschiedene Tanzformen.Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Tanzlehrer/innen in Tanzschulen, -studios und -clubs sowie in Fitnessstudios und Tanzvereinen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Tanzlehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Tanz bis hin zu Animation.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Fachwirt/in für Tanzschulen oder Tanz- und Bewegungstherapeut/in zu absolvieren.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Tanz erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Tanzschule.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Die Bildungsträger regeln die Ausbildung intern, beispielsweise auf Grundlage folgender Verbandsregelung:Ausbildungsordnung zur Qualifizierung im Bereich des Deutschen Tanzsportverbandes auf der Grundlage der am 10.12.2005 in Köln verabschiedeten Rahmenrichtlinien für Qualifizierung im Bereich des Deutschen Olympischen Sportbundes (DTV)Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Berufsausbildung zum/zur ADTV Tanzlehrer/in (Stand: 12.02.2023, Überarbeitung 30.12.2024)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird eine abgeschlossene Schulausbildung vorausgesetzt, teilweise auch ein mittlerer Bildungsabschluss bzw. die allgemeine Hochschulreife. Alternativ ist der Zugang auch mit einer Berufsausbildung bzw. einem abgeschlossenen Hochschulstudium in Verbindung mit Kenntnissen im Welttanzprogramm und Medaillentanzen möglich.Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:Mindestalter (z.B. 18 Jahre)sehr gute Deutschkenntnissetänzerisches Talent, gutes Körperbewusstsein
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Tanzlehrer/Tanzlehrerin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Tanzlehrer/Tanzlehrerin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Tanzlehrer/innen unterrichten Gesellschaftstänze. Zur Vorbereitung wählen sie Übungen aus und stellen Unterrichts- und Trainingsprogramme zusammen. Im Tanzunterricht demonstrieren sie Schritte und Schrittfolgen, bedienen die Musikanlage und korrigieren die Bewegungsabläufe der Schüler/innen. Im Leistungssport trainieren sie Tanzpaare oder kleine Mannschaften. Im sozialpädagogischen und sozialtherapeutischen Bereich tragen sie zur Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schüler/innen bei und fördern Lebensmut sowie soziale, intellektuelle und sportliche Fähigkeiten. Im Behinderten- und Rehabilitationssport ist ihr Ziel, die körperliche Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit sowie das Selbstvertrauen der Schüler und Schülerinnen zu verbessern.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Tanzlehrer/innen finden Beschäftigungin Tanzschulen, -studios, -clubs und -vereinenin Fitnessstudiosan Volkshochschulenin Gesundheitseinrichtungen, z.B. Rehabilitationsklinikenim Sozialwesen, z.B. in Einrichtungen für Menschen mit BehinderungenArbeitsorte:Tanzlehrer/innen arbeiten in erster Liniein Tanzsälen, Fitnessräumen und SporthallenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin BüroräumenWelche Vorbildung wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird eine abgeschlossene Schulausbildung vorausgesetzt, ggf. auch ein mittlerer Bildungsabschluss bzw. die allgemeine Hochschulreife. Alternativ ist der Zugang auch mit einer Berufsausbildung bzw. einem abgeschlossenen Hochschulstudium in Verbindung mit Kenntnissen im Welttanzprogramm und Medaillentanzen möglich.Darüber hinaus werden z.B. ein Mindestalter, sehr gute Deutschkenntnisse, tänzerisches Talent oder gutes Körperbewusstsein gefordert.Worauf kommt es an?Anforderungen:Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Vorführen der Übungen und Bewegungen)Pädagogische Fähigkeiten und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. beim Anleiten und Motivieren der Tanzschüler/innen)Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Beurteilen des Lernfortschritts der Teilnehmer/innen, für das Entdecken von tänzerischen Fehlern) Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein (z.B. Erkennen der körperlichen und psychischen Grenzen der Schüler/innen, um Verletzungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen)Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. Entwickeln von Choreografien, unterhaltsame Unterrichtsgestaltung)Schulfächer:Sport (z.B. gute sportliche Leistungen sowie Kenntnisse in Sportphysiologie)Musik (z.B. um ein Rhythmusgefühl zu entwickeln)Deutsch (z.B. um Gruppen anzuleiten und Tanzschritte bzw. -figuren erklären zu können)Biologie (z.B. um das Wissen über die menschliche Anatomie und den menschlichen Bewegungsapparat zu erwerben)Pädagogik/Psychologie (z.B. um Unterrichtseinheiten planen sowie Kenntnisse zielgruppengerecht vermitteln zu können)Was verdient man in der Ausbildung?Während der Ausbildung erhält man keine Vergütung. Gegebenenfalls fallen Kosten an, z.B. Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren.
Ist Tanzlehrer/Tanzlehrerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Tanzlehrer/Tanzlehrerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Tanzlehrer/Tanzlehrerin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Tanzlehrer/Tanzlehrerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Tanzlehrer/Tanzlehrerin in Deutschland typischerweise? ▼
Tanzlehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sind Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Tanzräumeggf. im Praktikum: z.B. Tanzschulen und -studios, Tanzvereine
Wie hoch ist das typische Gehalt für Tanzlehrer/Tanzlehrerin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.