Zum Inhalt springen

Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin

Sucht-, Drogenberater/in

Grundberuf Sozialwissenschaften KldB B 83154

Was ist Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin?

In Deutschland sind Suchtberater/Drogenberater wichtige soziale Fachkräfte, die Personen unterstützen und anleiten, die ein Suchtrisiko haben oder an einer Suchterkrankung leiden.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sozialwissenschaften →

Der Beruf Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

drugcomSoziale ArbeitSuchtAktuellSuchtmedizin - Addiction MedicineSuchttherapie - Prävention, Behandlung, wissenschaftliche GrundlagenSUCHT - Zeitschrift für Wissenschaft und PraxisZeitschrift für Psychologie

Trends

Virtuelle Therapie- und Beratungssitzungen im psychotherapeutischen und psychosozialen BereichIn den vergangenen Jahren sind zunehmend digitale Therapie- und Beratungsmöglichkeiten entstanden. Die virtuellen Sitzungen laufen über speziell zertifizierte Plattformen per Videokonferenz ab. So ist der Schutz von hochsensiblen Daten der Patienten und Patientinnen gewährleistet. Erste Studien zeigen, dass die virtuelle Therapie bzw. Beratung einen vergleichbaren Erfolg hat wie die klassische Sitzung vor Ort. In Zukunft könnten die technischen Möglichkeiten weiter ausgebaut werden. So könnte z.B. der Puls des Patienten bzw. der Patientin via Smartwatch gemessen werden, um körperliche und emotionale Erregungen festzustellen. Fachkräfte der psychotherapeutischen und psychosozialen Berufe werden sich mit diesen Optionen auseinandersetzen.

Arbeitsorte

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenin Gruppenräumen in Privatwohnungen (bei Hausbesuchen)Sie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:Einfache SpracheJugendrechtOffene SozialarbeitSoziale EinzelfallhilfeSuchtberatungSuchtpräventionWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AngehörigenberatungBerichtswesen, InformationElternarbeitGesprächstherapieGesundheitsvorsorge (Prävention)GruppentherapieMigrantenarbeitNetzwerkarbeit (Soziale Arbeit)Öffentlichkeitsarbeit, Public RelationsPsychologiePsychologische DiagnostikRehabilitationSozialarbeitSozialpädagogikSozialrechtSozialtherapieSuchttherapieSupervisionVortragstätigkeitWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Personengruppen"

Arbeitssituation

Sucht- und Drogenberater/innen führen die Beratung und Betreuung von Suchtkranken eigenständig durch. Häufig tauschen sie sich aber auch mit Kollegen und Kolleginnen sowie ggf. mit Therapeuten und Therapeutinnen aus und unterziehen sich einer Supervision. Um verlässlich beraten und effektive Therapien empfehlen zu können, sind sozialpsychologische und medizinische Kenntnisse Voraussetzung. Das Vertrauen der Ratsuchenden gewinnen Sucht- und Drogenberater/innen nur durch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen. Da sie häufig mit schweren Suchtschicksalen konfrontiert werden, müssen sie es zugleich verstehen, eine professionelle Distanz zu bewahren. Auch wenn sie soziale Projekte oder Maßnahmen der Suchtprävention durchführen, kommt ihnen ihre Kommunikations- und Organisationsfähigkeit zugute.Sucht- und Drogenberater/innen arbeiten in den Räumlichkeiten z.B. einer Beratungsstelle. Verwaltungsaufgaben wie die Dokumentation von Beratungsverläufen erledigen sie im Büro am Computer. Wenn sie z.B. zusammen mit den zu betreuenden Personen Behördengänge unternehmen, sind sie außer Haus unterwegs.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst inkl. Zulage im Sozial- und Erziehungsdienst (monatlich): 4.361 € bis 5.084 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Öffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung des Gesundheitswesens, z.B. städtische DrogenberatungsstellenSozialwesenSonstige soziale Beratungsdienste, z.B. Organisationen der freien Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe sowie sonstige soziale Beratungsstellen, ambulante DrogenhilfeGesundheitswesenVorsorge- und RehabilitationsklinikenPolitische Parteien, Verbände, OrganisationenAlle anderen Interessenvertretungen und Vereinigungen a. n. g., z.B. Vereine, die Drogenberatungsstellen betreibenAuch denkbar:JustizverwaltungRechtspflege, z.B. Drogenberatung in JustizvollzugsanstaltenSozialversicherungSozialversicherung, insbesondere gesetzliche oder knappschaftliche KrankenversicherungenVersicherungenKrankenversicherungen, private Krankenversicherungen

Zugang zur Tätigkeit

Arbeitgebende erwarten häufig ein Studium in Bereichen wie Psychologie, Psychotherapie oder Soziale Arbeit.

Zugangsstudienfächer

Coaching, Beratung, Supervision (weiterführend)Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie (grundständig)Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie (weiterführend)Klinische Psychologie (weiterführend)Psychologie (grundständig)Psychologie (weiterführend)Psychosoziale Beratung und Therapie (weiterführend)Psychotherapie (grundständig)Psychotherapie (weiterführend)Soziale Arbeit (grundständig)Soziale Arbeit (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen finden meist Beschäftigungbei Sozialen Diensten, z.B. Organisationen der freien Wohlfahrtspflege und Jugendhilfein Drogenberatungsstellenin Einrichtungen der ambulanten Drogenhilfein Vorsorge- und RehabilitationsklinikenSie finden auch Beschäftigungin Justizvollzugsanstaltenbei Krankenversicherungen

Sonstige Zugangsbedingungen

Ein erweitertes Führungszeugnis kann für den Umgang mit Minderjährigen erforderlich sein.

Die Tätigkeit im Überblick

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen betreuen suchtgefährdete sowie suchtkranke Menschen.

Stellen- und Bewerberbörsen

Diakonie Deutschland Karriereportaldkm-stellenmarkt.deEKD-StellenbörseINFO SOZIAL StellenmarktKonturen - Fachportal zu Sucht und sozialen Fragenpublicjobs.chsocialnetsozialeberufe.deStellenblatt.de

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V.Deutscher Caritasverband e.V.ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Umgang mit kranken und verletzten Menschen (z.B. mit Personen, die von Alkohol-, Heroin- oder Medikamentenabhängigkeit sowie Spiel-, Einkaufs-, Computer- oder Esssucht betroffen sind)Umgang mit problembelasteten Menschen (z.B. mit Angehörigen suchtkranker Menschen)gefühlsmäßig belastende Situationen und TätigkeitenUmgang mit Kindern und Jugendlichen (Aufklärungsarbeit an Schulen leisten)Verantwortung für PersonenBeachtung vielfältiger Vorschriften und gesetzlicher VorgabenBildschirmarbeit (z.B. Verwaltungsaufgaben wie die Dokumentation von Beratungsverläufen am Computer mithilfe gängiger Software erledigen)Arbeit in Büroräumen (z.B. in Büros der jeweiligen Präventions- und Beratungsstelle)Arbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Unterlagen, z.B.: Beratungsverlaufberichte, Rechtsvorschriften, Fachliteratur, InformationsmaterialBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Videokonferenztools

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen sind in den Bereichen Prävention, Beratung und Nachsorge tätig, ggf. unterstützen sie auch im Bereich der Suchtbehandlung. Sie beraten bei Abhängigkeit von Rauschdrogen und Medikamenten oder z.B. bei Spiel- oder Esssucht. Sie stehen den Betroffenen z.B. bei der Bewältigung des Alltags bei, leisten praktische Hilfe bei Ämter- und Behördengängen und zeigen Wege aus der Sucht auf. Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen vermitteln Therapieplätze und kümmern sich ggf. um die Wiedereingliederung in das Arbeitsleben. Auch bei Rückfällen stehen sie mit Rat und Tat zur Seite. Zudem leisten sie Aufklärungsarbeit, indem sie z.B. Präventionstage an Schulen planen oder Seminare durchführen.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Fachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für ErwachseneFachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für Kinder und JugendlicheFachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für Neuropsychologische PsychotherapieKinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutinPsychologischer Psychotherapeut/Psychologische PsychotherapeutinSozialtherapeut/Sozialtherapeutin

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Sucht- und Drogenberatung, Soziale Beratung, Sozialarbeit, Jugendarbeit).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als Sozialtherapeut/in).Ein weiterführendes Studium eröffnet weitere Berufschancen (z.B. ein Masterabschluss im Studienfach Coaching, Beratung, Supervision oder Soziale Arbeit).Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Ratsuchende persönlich, telefonisch, online beratenbei Abhängigkeit von Rauschdrogen (z.B. Alkohol, Crystal Meth, Heroin) oder Medikamenten, bei Spiel-, Einkaufs-, Computer- oder Esssucht beratenWege aus der Sucht aufzeigen, Ausstiegshilfen anbietenBetroffene dazu ermutigen, eine selbstständige und möglichst suchtfreien Lebensführung zu verfolgen und sie auf dem Weg zu diesem Ziel unterstützenggf. Angehörige von Abhängigen oder suchtgefährdete Menschen beratenpraktisch unterstützen, organisatorische Aufgaben und Nachsorge übernehmenHilfsangebote planen und leiten (für Einzelpersonen und ggf. auch Gruppen)praktische Hilfe bei Ämter- und Behördengängen leistenTherapieplätze vermittelnKlienten/Klientinnen bei Nachsorge und Wiedereingliederung in das Arbeitsleben unterstützenggf. auch im Bereich der Suchtbehandlung mitwirken und Betroffene bei therapeutischen Maßnahmen begleitenim Bereich der Sucht- und Drogenprävention Aufklärungs- bzw. Öffentlichkeitsarbeit leistenin Gesundheitsämtern, Jugendzentren, an Schulen etc. Informationsveranstaltungen und -kampagnen durchführenEltern-, Erzieher- oder Lehrerseminaren planen und durchführen

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.09.1984 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19.07.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 245)

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Sucht- und Drogenberater/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Sozialarbeiter/Sozialpädagoge / Sozialarbeiterin/SozialpädagoginSozialtherapeut/Sozialtherapeutinfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Suchtpsychologe/SuchtpsychologinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin in Deutschland?

In Deutschland sind Suchtberater/Drogenberater wichtige soziale Fachkräfte, die Personen unterstützen und anleiten, die ein Suchtrisiko haben oder an einer Suchterkrankung leiden.

Ist Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin qualifiziert werden?

Arbeitgebende erwarten häufig ein Studium in Bereichen wie Psychologie, Psychotherapie oder Soziale Arbeit.

Wo arbeiten Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin in Deutschland typischerweise?

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenin Gruppenräumen in Privatwohnungen (bei Hausbesuchen)Sie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Suchtberater/Drogenberater / Suchtberaterin/Drogenberaterin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst inkl. Zulage im Sozial- und Erziehungsdienst (monatlich): 4.361 € bis 5.084 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.