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Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin

Neurowissenschaftler/in

Grundberuf Informatik KldB B 41254

Was ist Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin?

Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler sind Wissenschaftler/innen, die die Struktur und Funktion des Nervensystems und des Gehirns bei Menschen und Tieren erforschen, wobei sie die Verbindungen, neuronalen Prozesse und Krankheiten des Gehirns und des zentralen Nervensystems untersuchen. Personen, die diesen Beruf ausüben, erforschen eingehend die komplexen Zusammenhänge zwischen Gehirn, Geist und Psyche und veröffentlichen ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse. Als Akademiker/innen an Universitäten halten sie Vorlesungen, organisieren Seminare, bewerten schriftliche Arbeiten von Studierenden und nehmen Prüfungen ab. Darüber hinaus beraten sie Examens- und Promotionskandidaten/-kandidatinnen und betreuen sie bei ihren Abschlussarbeiten.

Neurowissenschaftler/innen können sich auf verschiedene Bereiche wie klinische, molekulare oder computergestützte Neurowissenschaften spezialisieren. In der praktischen Anwendung entwickeln sie verschiedene Diagnosemethoden, Medikamente und Behandlungsstrategien oder optimieren bestehende. Ihre Arbeitsumfelder sind sehr vielfältig; Universitäten und Forschungsinstitute, Krankenhäuser, die Pharma- und Chemieindustrie sowie Medizintechnikunternehmen sind die primären Beschäftigungsbereiche. Zu ihren Aufgaben gehört die Analyse molekularer, biochemischer und elektrischer Prozesse.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Informatik →

Der Beruf Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:

Detaillierte Informationen

Medien

Cellular and Molecular Life SciencesEuropean Journal of Neuroscience (EJN)Experimental Brain ResearchGehirn & GeistJournal of Theoretical BiologyNeuroforum. Perspektiven der HirnforschungneurogeneticsStudienführer Neurowissenschaften

Trends

Big Data in der WissenschaftForschende in verschiedenen Fachbereichen können durch Big Data große Datensätze auswerten. Sie können z.B. in der medizinischen Forschung Risikofaktoren für Krankheiten identifizieren oder komplexe Interaktionen zwischen Proteinen in Medikamenten aufdecken. Auf der Grundlage umfangreicher Datenanalysen treffen sie dann fundierte Entscheidungen. So ermöglicht es Big Data, bei der Erforschung neuer Technologien effizienter zu arbeiten, bessere Produkte zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen müssen sich mit dieser Methodik auseinandersetzen, um relevante Informationen herausfiltern und auswerten zu können.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Erforschen der Funktionen und Prozesse des zentralen Nervensystemsz.B. Untersuchen des Zusammenhangs von Gehirn, Geist und Psychez.B. Entwickeln diagnostischer Verfahren und BehandlungsmethodenInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überwachen des Herstellungsprozesses von Pharmazeutikaz.B. Dokumentieren von Versuchsreihen zur GehirnaktivitätInteresse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. Beraten von Ärzten und Kliniken zu neuen Medikamenten

Arbeitsorte

Neurowissenschaftler und Neurowissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Laborsin Büro- und Besprechungsräumenin Hörsälen und Seminarräumenin Fertigungshallenauf Krankenhausstationen, in Behandlungs- und PatientenzimmernDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BiochemieBiologieForschungLaborarbeiten, LabortechnikMolekularbiologieNeurobiologieNeurophysiologieNeuropsychologieWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ArzneimittelentwicklungBiotechnologieElektroneurografieEntwicklungFachpublikationen erstellenGenetikGrundlagenforschungKlinische ForschungKünstliche Neuronale NetzeLabordiagnostikLaborsteuersoftware (DasyLab, Visio, Labview)Lehrtätigkeit (Hochschule)Neuraldiagnostik, -therapieTierversuche, LabortierkundeVerhaltensbiologieVersuchsdurchführung und -auswertungVersuchsplanungVortragstätigkeitWissenschaftliche DokumentationZellbiologie

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Neurowissenschaftler/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. Gehirnaktivitäten mittels 3-Simulation messen und auswerten)Affective Computing (z.B. an der Entwicklung von Computersystemen mitwirken, die menschliche Emotionen erkennen sollen)Bilderkennung (z.B. bildgebende Verfahren für Analysen der Gehirnaktivität verwenden)Blended Learning (z.B. Lehrmaterial für die Kombination von virtuellen Lernsettings und Präsenzveranstaltungen vorbereiten)Cognitive Computing (z.B. Computersysteme entwickeln, die menschliche Lern- und Denkprozesse simulieren)Digitale Tafel (z.B. bei Vorlesungen an der Universität eine interaktive, digitale Tafel benutzen)Laborinformationssysteme - LIS (z.B. mit vernetzten Laborgeräten Nervenzellen untersuchen)Machine Learning (z.B. bei der Entwicklung von künstlichen neuronalen Netzwerken mitwirken)Massive Open Online Course - MOOC (z.B. Onlinekurse an einer Hochschule durchführen)Neuromorphic Computing (z.B. an der Entwicklung neuromorpher Computer-Hardware mitwirken)Numerische Simulation (z.B. Gehirnaktivitäten mittels mathematischer Modelle berechnen und simulieren)Open Access (z.B. eigene Forschungsergebnisse auf Open-Access-Plattformen veröffentlichen)Open Educational Resources - OER (z.B. lizenzfreie Bildungsmaterialien im Internet kostenlo...

Arbeitssituation

Neurowissenschaftler/innen erforschen neuronale Prozesse im Gehirn sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems, um beispielsweise pharmazeutische Produkte weiterzuentwickeln. Das setzt Verantwortungsbewusstsein und eine sorgfältige Arbeitsweise voraus. Laboruntersuchungen erfordern exaktes Beobachten, Geschicklichkeit, Konzentration und Durchhaltevermögen. Bei der Untersuchung der molekularbiologischen Vorgänge im Gehirn benötigen sie analytisches Denkvermögen. Wenn sie die produktionsorientierte Umsetzung der Forschungsergebnisse koordinieren, nutzen sie ihre organisatorischen und planerischen Fähigkeiten. Sind sie in der Lehre an Hochschulen tätig, wenden sie zudem aktuelle pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen der Studierenden. Für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Fachdisziplinen und für die Beratung von Betrieben und Organisationen ist Kommunikationsfähigkeit unerlässlich. Bei Forschungstätigkeiten arbeiten Neurowissenschaftler/innen auch mit Fachkollegen aus anderen Ländern zusammen und kommunizieren dabei in Englisch oder einer anderen Fremdsprache. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben.Neurowissenschaftler/innen gehen mit Versuchstieren, biologischen und chemischen Stoffen sowie mit komplexen Laborgeräten um. Einen Großteil ihrer Arbeit erledigen sie in Laboren, meist bei künstlicher...

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.106 € bis 5.874 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 5.066 € bis 6.439 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Hochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinGesundheitswesenKrankenhäuserPharmazieHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenChemieHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g., z.B. PharmazeutikaMedizinische Technik, Orthopädie, ZahntechnikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung des Gesundheitswesens, z.B. Gesundheitsämter

Zugang zur Tätigkeit

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Neurowissenschaft oder Biologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Biologie (grundständig)Biologie (weiterführend)Neurowissenschaft (grundständig)Neurowissenschaft (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Neurowissenschaftler und Neurowissenschaftlerinnen finden Beschäftigung z.B.an Hochschulen und in Forschungsinstitutenin Krankenhäusernin der Pharma- oder chemischen Industriein Unternehmen der Medizintechnik

Tätigkeitsbezeichnungen

Neurowissenschaftler/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheNeuroscientist (m/f)

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle Labor- und Analysearbeiten tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Durchführen langwieriger Versuchsreihen im Labor zur Untersuchung von Nerven- und Gehirnerkrankungen)Sorgfalt (z.B. exaktes Messen und Auswerten von Gehirnaktivitäten mit bildgebenden Verfahren)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Durchführen von Laboruntersuchungen zur Erforschung molekularbiologischer Vorgänge im Gehirn)

Die Tätigkeit im Überblick

Neurowissenschaftler und Neurowissenschaftlerinnen untersuchen die Struktur und Funktion von Nervensystem und Gehirn bei Mensch und Tier. Sie erforschen Zusammenhänge, neuronale Prozesse und Erkrankungen des Gehirns und zentralen Nervensystems.

Stellen- und Bewerberbörsen

ABG Association Bernard GregoryBiologie.dehum-molgenLaborjournalWILA-Arbeitsmarkt

Verbände und Organisationen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)Max-Planck-Institut für biologische IntelligenzVBIO Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Hygiene- und Sicherheitsstimmungen einhalten, um Mensch und Umwelt nicht zu gefährden)Verantwortung für Sachwerte (z.B. Validierungsaktivitäten entwickeln, um sicherzustellen, dass Produktionsanlagen und alle Herstellungsprozesse jederzeit den geforderten Qualitätsstandards entsprechen)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. chemische Lösungen exakt konzentrieren)Kundenkontakt (z.B. den wissenschaftlichen Kontakt zwischen industrieller Produktion und Anwendung bzw. Erprobung in Kliniken pflegen)Handarbeit (z.B. Versuchsapparaturen aufbauen)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Prüfgeräte und Laboreinrichtungen)Bildschirmarbeit (z.B. neu gewonnene Daten aufbereiten)produktionsorientierter Umgang mit Tieren (z.B. bei Tierversuchen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Handschuhe, Laborkittel und Mundschutz)Arbeit im LaborArbeit in Büroräumen (z.B. Daten aufbereiten und auswerten)Arbeit in Werkstätten, Werk-/ProduktionshallenArbeit bei künstlicher Beleuchtung (in Laboren)Umgang mit Chemikalien (z.B. Säuren, Laugen oder Nährbodenlösungen)Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. Belastungen durch scharfe, saure oder alkoholhaltige Desinfektions- und Lösungsmittel)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. bei der laufenden Überwachung von Versuchsreihen)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:LaboranalyseLaborleiter/LaborleiterinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungMedical AdvisorProduktentwickler/ProduktentwicklerinReferent/Referentin für klinische Studien (CRA)Regulatory-Affairs-Manager/Regulatory-Affairs-ManagerinZulassungsbeauftragter/ZulassungsbeauftragteWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Untersuchungsobjekte, z.B.: Struktur und Funktion von Nervensystem und Gehirn, VersuchstiereLaborausstattung und -zubehör, z.B.: Mikroskope, Zentrifugen, Spektroskope, Chromatografen, Mess- und Prüfinstrumente, Reaktionsgefäße, PipettenChemische Stoffe, z.B.: Nährbodenlösungen, Säuren, Laugen, DesinfektionsmittelTechnische Geräte und Systeme, z.B.: Magnetresonanztomografen, Sensoren, (telemetrische) Systeme zur Messung neuronaler AktivitätenUnterlagen, z.B.: Versuchsprotokolle, Schulungs- und Vortragsunterlagen, Gutachten, Qualitätsrichtlinien, Hygiene-, Sicherheits- und UmweltschutzbestimmungenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Neurowissenschaftler und Neurowissenschaftlerinnen arbeiten in unterschiedlichen Bereichen. In der Forschung untersuchen sie z.B. wie Gehirn, Geist und Psyche zusammenhängen und veröffentlichen ihre Ergebnisse. An Hochschulen unterrichten sie, bereiten Vorlesungen und Seminare vor, korrigieren schriftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Sie spezialisieren sich auf Fachgebiete wie klinische, molekulare oder computationelle Neurowissenschaft. Dabei legen sie ihren Schwerpunkt das Nervensystem bzw. das Gehirn des Menschen oder bestimmter Tierarten. In der Praxis entwickeln oder optimieren sie Untersuchungsmethoden, Arzneimittel und Therapien.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Biologie, Biotechnologie, Psychologie oder Forschung und Entwicklung).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Neurowissenschaft, Kognitionswissenschaft oder Biowissenschaften, Life Sciences.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Allgemeine AufgabenFunktion und Prozesse des zentralen Nervensystems und Gehirns erforschen; Zusammenhang von Gehirn, Geist und Psyche untersuchendiagnostische Verfahren und Behandlungsmethoden (weiter)entwickelnForschungserkenntnisse in die Entwicklung und Optimierung pharmazeutischer bzw. medizintechnischer Produkte und Verfahren einbringenWissenschaft, Forschung und Lehremolekulare, biochemische und elektrische Zusammenhänge im Gehirn analysierenGehirnaktivitäten mit bildgebenden Verfahren messen, darstellen und auswerten Forschungsprojekte entwickeln, planen und ausführen Examens- und Promotionskandidaten/-kandidatinnen betreuenEntwicklung und ProduktionVerarbeitungs- und Testverfahren z.B. für Pharmazeutika (weiter)entwickeln, im Labor entwickelte Produktions- und Aufarbeitungsverfahren auf den großtechnischen Maßstab übertragen und anpassenHerstellungsprozess hinsichtlich Qualität, Umweltverträglichkeit und betriebswirtschaftlicher Vorgaben überwachen und kontrollierenden wissenschaftlichen Kontakt zwischen industrieller Produktion und Anwendung bzw. Erprobung in Kliniken pflegenÄrzte und Ärztinnen, Kliniken, Forschungseinrichtungen z.B. über neue Medikamente informierenMarketingstrategien, Konzepte für das Produktmanagement im Vertrieb und für die Kundenberatung entwickeln

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Neurowissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungIngenieur/Ingenieurin für PharmatechnikIngenieur/Ingenieurin für BiotechnologieGemeinsamkeiten:Biologische Messungen, Analysen und Laboruntersuchungen durchführenVersuchsapparaturen aufbauen und Versuche durchführen, Ergebnisse dokumentierenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Neurowissenschaftler/innen untersuchen die Struktur und Funktion von Nervensystem und Gehirn bei Mensch und Tier. Sie erforschen molekulare Zusammenhänge, die neuronalen Prozesse im Gehirn sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems. Diese Erkenntnisse wenden sie z.B. an, um die Untersuchung des Gehirns durch Bildgebungsverfahren zu optimieren oder pharmazeutische Produkte weiterzuentwickeln.Wissenschaft und LehreAn Hochschulen und in Forschungsinstituten untersuchen Neurowissenschaftler/innen, wie geistige und psychische Prozesse zusammenhängen, wie das Gehirn äußere Reize verarbeitet, wie Lernprozesse funktionieren oder welche physikalischen und chemischen Prozesse die Signalübertragung im Gehirn ermöglichen. Mit bildgebenden Verfahren verdeutlichen sie, welche Gehirnregionen z.B. beim Lernen oder bei der Verarbeitung von Tönen bzw. Musik aktiv sind. Interdisziplinäres Denken ist gefragt, die Neurowissenschaft berührt Gebiete wie die Psychologie, Medizin, Mathematik, Philosophie, Sprachwissenschaften und Informatik. Ihre Forschungsergebnisse halten Neurowissenschaftler/innen in Veröffentlichungen fest und machen sie so anderen Wissenschaftlern sowie Studierenden zugänglich. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über ihre Erkenntnisse. Sie halten Vorlesungen und Seminare, betreuen wissenschaftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab.Für eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten sind i.d.R. ein Masterstudium und eine Promotion erforderlich.Forschung, Entwic...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwenden biomathematischer und statistischer Methoden)figural-räumliches Denken (z.B. bei Darstelllung anatomischer Sachverhalte durch bildgebende Verfahren)Technisches Verständnis (z.B. Weiterentwicklung bildgebender Verfahren und Geräte)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Vorplanung neurowissenschaftlicher Experimente und deren technischer Umsetzung)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. statistische Aufarbeitung einer Versuchsreihe)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Versuchsapparaturen im Labor aufbauen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. mit Pipetten und empfindlichen Laborgeräten hantieren)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. neu gewonnene Daten am Bildschirm aufbereiten; mit dem Mikroskop arbeiten)Farbsehvermögen (z.B. farbliche Veränderungen bei Versuchen/Verfahren erkennen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Antworten von Testpersonen und Patienten verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. Schutzkleidung tragen beim Umgang mit Chemikalien wie Säuren, Laugen oder Nährbodenlösungen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. Belastungen durch scharfe, saure oder alkoholhaltige Desinfektions- und Lösungsmittel)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Neurowissenschaftler/in an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Biochemiker/BiochemikerinBiowissenschaftler/BiowissenschaftlerinMolekularbiologe/MolekularbiologinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Neurowissenschaftler/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Versuchsapparaturen im Labor aufbauen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. mit Pipetten und empfindlichen Laborgeräten hantieren)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. neu gewonnene Daten am Bildschirm aufbereiten; mit dem Mikroskop arbeiten)Farbsinnstörungen (z.B. farbliche Veränderungen bei Versuchen/Verfahren erkennen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Antworten von Testpersonen und Patienten verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. Schutzkleidung tragen beim Umgang mit Chemikalien wie Säuren, Laugen oder Nährbodenlösungen)Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. Belastungen durch scharfe, saure oder alkoholhaltige Desinfektions- und Lösungsmittel)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung mögl...

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Neurowissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungFacharzt/Fachärztin Fachrichtung NeurologieIngenieur/Ingenieurin für PharmatechnikIngenieur/Ingenieurin für BiotechnologieGemeinsamkeiten:biologische Messungen, Analysen und Laboruntersuchungen durchführenVersuchsapparaturen aufbauen und Versuche durchführen, Ergebnisse dokumentierenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin in Deutschland?

Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler sind Wissenschaftler/innen, die die Struktur und Funktion des Nervensystems und des Gehirns bei Menschen und Tieren erforschen, wobei sie die Verbindungen, neuronalen Prozesse und Krankheiten des Gehirns und des zentralen Nervensystems untersuchen. Personen, die diesen Beruf ausüben, erforschen eingehend die komplexen Zusammenhänge zwischen Gehirn, Geist und Psyche und veröffentlichen ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse. Als Akademiker/innen an Universitäten halten sie Vorlesungen, organisieren Seminare, bewerten schriftliche Arbeiten von Studierenden und nehmen Prüfungen ab. Darüber hinaus beraten sie Examens- und Promotionskandidaten/-kandidatinnen und betreuen sie bei ihren Abschlussarbeiten.

Neurowissenschaftler/innen können sich auf verschiedene Bereiche wie klinische, molekulare oder computergestützte Neurowissenschaften spezialisieren. In der praktischen Anwendung entwickeln sie verschiedene Diagnosemethoden, Medikamente und Behandlungsstrategien oder optimieren bestehende. Ihre Arbeitsumfelder sind sehr vielfältig; Universitäten und Forschungsinstitute, Krankenhäuser, die Pharma- und Chemieindustrie sowie Medizintechnikunternehmen sind die primären Beschäftigungsbereiche. Zu ihren Aufgaben gehört die Analyse molekularer, biochemischer und elektrischer Prozesse.

Ist Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin qualifiziert werden?

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Neurowissenschaft oder Biologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin in Deutschland typischerweise?

Neurowissenschaftler und Neurowissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Laborsin Büro- und Besprechungsräumenin Hörsälen und Seminarräumenin Fertigungshallenauf Krankenhausstationen, in Behandlungs- und PatientenzimmernDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Neurowissenschaftler/Neurowissenschaftlerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.106 € bis 5.874 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 5.066 € bis 6.439 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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