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Mediator/Mediatorin

Mediator/in

Weiterbildung Sozialwissenschaften KldB B 83154

Was ist Mediator/Mediatorin?

Aufgaben und TätigkeitenMediatoren und Mediatorinnen tragen dazu bei, Streitigkeiten auf freiwilliger Basis ohne Gerichtsverfahren beizulegen. Sie sind als neutrale Vermittelnde nicht am Konflikt beteiligt, vertreten die Interessen aller Beteiligten und haben das Ziel, Konflikte sowohl auf der sachlichen und als auch auf der persönlichen Ebene beizulegen. Dabei helfen sie den Konfliktparteien, Ziele festzulegen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam eine für alle vorteilhafte Lösung zu finden. Sie studieren die Akten, wägen die Umstände ab und geben den Beteiligten die Möglichkeit, ihre jeweilige Sicht der Sachlage darzustellen. Schließlich strukturieren und begleiten sie die Verhandlungen und erarbeiten gemeinsam mit den Beteiligten eine Lösung, die am Ende in einer rechtlich bindenden Vereinbarung niedergelegt werden kann. Mögliche Einsatzbereiche sind z.B. die Familien-, Wirtschafts-, Umwelt- oder auch Nachbarschaftsmediation.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Mediatoren und Mediatorinnen sind beschäftigt in Kanzleien bzw. Praxen für Mediationbei Unternehmensberatungenin psychotherapeutischen Praxen und Einrichtungen des Sozialwesensin Aus- und Weiterbildungseinrichtungen für MediationArbeitsorte:Mediatoren und Mediatorinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenbei Kunden/KundinnenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenEine bestimmte berufliche Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildung ist je nach Bildungseinrichtung z.B. eine Berufstätigkeit im sozialen, juristischen oder psychologischen Bereich.Inhalte der WeiterbildungEinführung und Grundlagen der Mediation, z.B. Abgrenzung der Mediation zum streitigen Verfahren Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation, z.B. Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der MediationVerhandlungstechniken und -kompetenz, z.B. Verhandlungsführung und VerhandlungsmanagementGesprächsführung, Kommunikationstechniken, z.B. Visualisierungs- und Moderationstechniken Konfliktkompetenz, z.B. InterventionstechnikenRecht der Mediation, z.B. Mediatorvertrag, Berufsrecht, VerschwiegenheitRecht in der Mediation, z.B. Rolle des Rechts in der MediationPersönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis, z.B. Rollendefinition, Rollenkonflikte

Steckbrief

Berufstyp: Weiterbildungsberuf Weiterbildungsart: Weiterbildung nach bundesweit einheitlicher Regelung Weiterbildungsdauer: Unterschiedlich, 5-12 Monate (Teilzeit) - je nach Bildungsangebot und Lernform

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sozialwissenschaften →

Der Beruf Mediator/Mediatorin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Die Weiterbildung findet an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräumebei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten

Steckbrief

BerufstypWeiterbildungsberufWeiterbildungsartWeiterbildung nach bundesweit einheitlicher RegelungWeiterbildungsdauerUnterschiedlich, 5-12 Monate (Teilzeit) - je nach Bildungsangebot und LernformAufgaben und TätigkeitenMediatoren und Mediatorinnen tragen dazu bei, Streitigkeiten auf freiwilliger Basis ohne Gerichtsverfahren beizulegen. Sie sind als neutrale Vermittelnde nicht am Konflikt beteiligt, vertreten die Interessen aller Beteiligten und haben das Ziel, Konflikte sowohl auf der sachlichen und als auch auf der persönlichen Ebene beizulegen. Dabei helfen sie den Konfliktparteien, Ziele festzulegen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam eine für alle vorteilhafte Lösung zu finden. Sie studieren die Akten, wägen die Umstände ab und geben den Beteiligten die Möglichkeit, ihre jeweilige Sicht der Sachlage darzustellen. Schließlich strukturieren und begleiten sie die Verhandlungen und erarbeiten gemeinsam mit den Beteiligten eine Lösung, die am Ende in einer rechtlich bindenden Vereinbarung niedergelegt werden kann. Mögliche Einsatzbereiche sind z.B. die Familien-, Wirtschafts-, Umwelt- oder auch Nachbarschaftsmediation.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Mediatoren und Mediatorinnen sind beschäftigt in Kanzleien bzw. Praxen für Mediationbei Unternehmensberatungenin psychotherapeutischen Praxen und Einrichtungen des Sozialwesensin Aus- und Weiterbildungseinrichtungen für MediationArbeitsorte:Mediatoren und Mediatorinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenb...

Weiterbildungsdauer

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform: Teilzeit: 5-12 Monate

Weiterbildungsaufbau

Stundenverteilung (beispielhaft):Einführung und Grundlagen der Mediation: 18 StundenAblauf und Rahmenbedingungen der Mediation: 40 StundenVerhandlungstechniken und -kompetenz: 12 StundenGesprächsführung, Kommunikationstechniken: 18 StundenKonfliktkompetenz: 12 StundenRecht der Mediation: 6 StundenRecht in der Mediation: 12 StundenPersönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis: 12 StundenGesamtstundenzahl: 130 StundenHinzu kommen fünf supervidierte Mediationen, welche die Ausbildungsteilnehmenden als Mediator/in oder Co-Mediator/in durchgeführt haben.

Weiterbildungskosten

Für den Besuch von Weiterbildungslehrgängen fallen Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung ggf. Prüfungsgebühren. Ggf. entstehen weitere Kosten, z.B. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.FörderungsmöglichkeitenFörderung besonders begabter junger Fachkräfte: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) - Weiterbildungsstipendium

Weiterbildungsinhalte

Einführung und Grundlagen der Mediation, z.B. Abgrenzung der Mediation zum streitigen Verfahren Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation, z.B. Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der MediationVerhandlungstechniken und -kompetenz, z.B. Verhandlungsführung und VerhandlungsmanagementGesprächsführung, Kommunikationstechniken, z.B. Visualisierungs- und Moderationstechniken Konfliktkompetenz, z.B. InterventionstechnikenRecht der Mediation, z.B. Mediatorvertrag, Berufsrecht, VerschwiegenheitRecht in der Mediation, z.B. Rolle des Rechts in der MediationPersönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis, z.B. Rollendefinition, Rollenkonflikte

Wichtige Vorkenntnisse

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen, um die Weiterbildung erfolgreich zu absolvieren:Psychologie: z.B. um kompetente Mediationsgespräche und Verhandlungen zu führenRecht: z.B. um sich mit der Rolle des Rechts in der Mediation auseinanderzusetzen

Weiterbildungssituation

Die Weiterbildung besteht aus theoretischem Unterricht und praktischen Übungen bzw. Rollenspielen sowie fünf supervidierten Mediationen.Je nach Bildungsanbieter sollte man sich auf folgende Bedingungen einstellen:Unterrichtszeitbei Teilzeitunterricht: i.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am AbendLernformbei Präsenzveranstaltungen: Unterricht im Klassenverband an der Bildungseinrichtung (ggf. nicht am Wohnort)bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): mindestens 60% Präsenzveranstaltungen im Klassenverband an der Bildungseinrichtung und bis zu 40% des Unterrichts in virtueller Form

Weiterbildung im Ausland

Für eine Weiterbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeiten:ÖsterreichWeiterbildungsangebote: AMS - Arbeitsmarktservice Österreich - Weiterbildungsdatenbank(z.B. mit dem Suchbegriff "Mediator/in")SchweizWeiterbildungsangebote: wab - Die Weiterbildungsdatenbank der Schweiz(z.B. mit dem Suchbegriff "Mediator/in")Dokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Lernaufenthalte zu dokumentieren.Weitere Informationen zum Europass

Weiterbildungsvergütung

Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.

Weiterbildungsalternativen

Folgende Weiterbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Mediator/in an:Bereich Religion und KircheDiakon/Diakonin (evangelisch)Diakon (katholisch)Gemeinsamkeit:Hilfestellungen in unterschiedlichen Konfliktsituationen gebenBereich Recht und VerwaltungGeprüfter Rechtsfachwirt/Geprüfte RechtsfachwirtinGemeinsamkeit:Personen betreuen und zwischen Konfliktparteien vermitteln

Entwicklung der Weiterbildung

2017:Verordnung über die Aus- und Fortbildung zum zertifizierten Mediator/zur zertifizierten Mediatorin tritt in Kraft2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungZertifizierter Mediator/Zertifizierte Mediatorin

Die Weiterbildung im Überblick

Zertifizierter Mediator bzw. Zertifizierte Mediatorin ist eine berufliche Weiterbildung. Sie ist bundesweit einheitlich geregelt.Die Weiterbildung dauert in Teilzeit ca. 5-12 Monate.Es gibt auch Bildungsangebote nach internen Regelungen.

Perspektiven nach der Weiterbildung

Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Weiterbildung arbeiten Mediatoren und Mediatorinnen z.B. in Kanzleien bzw. Praxen für Mediation oder bei Unternehmensberatern.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernFür zertifizierte Mediatoren und Mediatorinnen ist die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen vorgeschrieben. Durch Anpassungsweiterbildung hält man seine Fachkenntnisse aktuell, bringt sie auf den neuesten Stand und erweitert sie. Das Themenspektrum reicht dabei von Konfliktmanagement bis hin zu Rechtsgebieten.Beruflich weiterkommenMit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Coaching, Beratung, Supervision erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Mediationskanzlei bzw. -praxis.

Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung

Rechtsvorschriften (Weiterbildung/Tätigkeit)Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung - ZMediatAusbV) vom 21.08.2016 (BGBl. I S. 1994), zuletzt geändert durch Verordnung vom 11.07.2023 (BGBl. 2024 I Nr. 185)Mediationsgesetz (MediationsG) vom 21.07.2012 (BGBl. I S. 1577), geändert durch Artikel 135 der Verordnung vom 31.08.2015 (BGBl. I S. 1474)

Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung

Eine bestimmte berufliche Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildung ist je nach Bildungseinrichtung z.B. eine Berufstätigkeit im sozialen, juristischen oder psychologischen Bereich.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Mediator/Mediatorin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Mediator/Mediatorin in Deutschland?

Aufgaben und TätigkeitenMediatoren und Mediatorinnen tragen dazu bei, Streitigkeiten auf freiwilliger Basis ohne Gerichtsverfahren beizulegen. Sie sind als neutrale Vermittelnde nicht am Konflikt beteiligt, vertreten die Interessen aller Beteiligten und haben das Ziel, Konflikte sowohl auf der sachlichen und als auch auf der persönlichen Ebene beizulegen. Dabei helfen sie den Konfliktparteien, Ziele festzulegen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam eine für alle vorteilhafte Lösung zu finden. Sie studieren die Akten, wägen die Umstände ab und geben den Beteiligten die Möglichkeit, ihre jeweilige Sicht der Sachlage darzustellen. Schließlich strukturieren und begleiten sie die Verhandlungen und erarbeiten gemeinsam mit den Beteiligten eine Lösung, die am Ende in einer rechtlich bindenden Vereinbarung niedergelegt werden kann. Mögliche Einsatzbereiche sind z.B. die Familien-, Wirtschafts-, Umwelt- oder auch Nachbarschaftsmediation.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Mediatoren und Mediatorinnen sind beschäftigt in Kanzleien bzw. Praxen für Mediationbei Unternehmensberatungenin psychotherapeutischen Praxen und Einrichtungen des Sozialwesensin Aus- und Weiterbildungseinrichtungen für MediationArbeitsorte:Mediatoren und Mediatorinnen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenbei Kunden/KundinnenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilVoraussetzungenEine bestimmte berufliche Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildung ist je nach Bildungseinrichtung z.B. eine Berufstätigkeit im sozialen, juristischen oder psychologischen Bereich.Inhalte der WeiterbildungEinführung und Grundlagen der Mediation, z.B. Abgrenzung der Mediation zum streitigen Verfahren Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation, z.B. Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der MediationVerhandlungstechniken und -kompetenz, z.B. Verhandlungsführung und VerhandlungsmanagementGesprächsführung, Kommunikationstechniken, z.B. Visualisierungs- und Moderationstechniken Konfliktkompetenz, z.B. InterventionstechnikenRecht der Mediation, z.B. Mediatorvertrag, Berufsrecht, VerschwiegenheitRecht in der Mediation, z.B. Rolle des Rechts in der MediationPersönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis, z.B. Rollendefinition, Rollenkonflikte

Ist Mediator/Mediatorin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Mediator/Mediatorin" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Mediator/Mediatorin qualifiziert werden?

Eine bestimmte berufliche Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildung ist je nach Bildungseinrichtung z.B. eine Berufstätigkeit im sozialen, juristischen oder psychologischen Bereich.

Wo arbeiten Mediator/Mediatorin in Deutschland typischerweise?

Die Weiterbildung findet an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräumebei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten

Wie hoch ist das typische Gehalt für Mediator/Mediatorin in Deutschland?

Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.

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