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Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Leiter/in - Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Grundberuf Sozialwissenschaften KldB B 83194

Was ist Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen?

Der/Die Leiter/in von Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist ein wichtiger Beruf, der in Deutschland die Gesamtleitung, die Arbeitsprozesse und die pädagogischen Aktivitäten der für Menschen mit Behinderung eingerichteten Werkstätten organisiert. Diese Rolle, die der Menschen mit Behinderung in der Gesellsch

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sozialwissenschaften →

Der Beruf Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitBerichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt, April 2025: Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen 2024Weitere InformationsangeboteAusbildungsregelungen nach §66 BBiG/§42r HwO für Menschen mit Behinderung und ReZA-Qualifikation für das AusbildungspersonalBeauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit BehinderungenBehindertenpädagogikBehindertenrecht (br)Enable Me. Leben mit Behinderung oder chronischer Krankheit.Fachkräfte in den Werkstätten für behinderte Menschen - Qualifikationsanforderungen im Zeichen von Teilhabe und InklusionFachportal Inklusion - Aktion MenschREHADAT - Informationssystem zur beruflichen TeilhabeTeilhabeVerzeichnis anerkannter Werkstätten für behinderte MenschenWas ist rechtliche Betreuung ?ZB Zeitschrift: Behinderung & Beruf

Arbeitsorte

Leiter und Leiterinnen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenin Aufenthalts-, Werk- und WohnräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:Aufsicht, LeitungAus- und FortbildungBetriebsmitteleinsatz planenEinrichtungsleitungFertigungs-, AuftragssteuerungFertigungstechnikKalkulationQualitätsprüfung, QualitätssicherungWerkstatt für Menschen mit Behinderungen (Organisation)Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AngehörigenberatungArbeitserziehungArbeitsschutz, UnfallverhütungArbeitsvorbereitungBehindertenpsychologieDeeskalationstechnikenDokumentation (soziale Arbeit)ErgonomieHeilpädagogik, BehindertenpädagogikKosten- und LeistungsrechnungMarketingMaterialwirtschaftMenschen mit Körperbehinderungen (Betreuung, Beratung etc.)Menschen mit psychischen Behinderungen (Betreuung, Beratung etc.)Öffentlichkeitsarbeit, Public RelationsSonderpädagogikUnterricht, Schulung (außerschulischer Bereich)Wartung, Reparatur, InstandhaltungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Personengruppen"

Arbeitssituation

Leiter/innen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen benötigen betriebswirtschaftliche und verwaltungstechnische Kenntnisse, aber auch Organisationstalent, um eine Werkstatt führen zu können. In ihrer Leitungsfunktion übertragen sie Aufgaben an ihre Mitarbeiter/innen und motivieren diese. Für die Betreuung der ihnen anvertrauten Menschen mit Behinderungen sind eingehende Kenntnisse aus dem sonder- und sozialpädagogischen bzw. -psychologischen Bereich erforderlich. Die Arbeit mit Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen erfordert zudem Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Im Kontakt mit Behörden sowie in der Öffentlichkeitsarbeit setzen sie ihre Kommunikationsfähigkeit ein.Leiter/innen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen arbeiten in der Regel in Büros und Arbeitsräumen von Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege von Menschen mit Behinderungen, insbesondere in Werkstätten und Wohnheimen. Einen Großteil ihrer administrativen Arbeit erledigen sie im Büro am Computer.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.139 € bis 6.554 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

SozialwesenSonstige soziale Betreuung von Menschen mit Behinderung, z.B. Werkstätten für Menschen mit BehinderungenWohnheime für Menschen mit Behinderung, hier: mit eigenen WerkstättenPolitische Parteien, Verbände, OrganisationenAlle anderen Interessenvertretungen und Vereinigungen a. n. g., z.B. Organisationen der Behindertenhilfe, Wohlfahrtsverbände, karitative Dienste

Zugang zur Tätigkeit

Arbeitgebende erwarten häufig ein Studium im Bereich Rehabilitations-, Sonderpädagogik oder eine Weiterbildung in der Arbeits- und Berufsförderung bzw. eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung im Sozialwesen.

Zugangsstudienfächer

Rehabilitations-, Sonderpädagogik (grundständig)Rehabilitations-, Sonderpädagogik (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Leiter und Leiterinnen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen finden Beschäftigungin Werkstätten für Menschen mit Behinderungenin Wohnheimen mit eigenen (internen) Werkstätten

Sonstige Zugangsbedingungen

Ein erweitertes Führungszeugnis kann für den Umgang mit Minderjährigen erforderlich sein.

Die Tätigkeit im Überblick

Leiter und Leiterinnen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen organisieren die Verwaltung, die Arbeitsabläufe und die pädagogischen Angebote einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.

Stellen- und Bewerberbörsen

BAG:WfbMCareLoungeDiakonie Deutschland KarriereportalEKD-StellenbörseFachkräfteportal der Kinder- und JugendhilfeINFO SOZIAL Stellenmarktsocialnetsozialberufe.chsozialeberufe.de

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)Deutscher Caritasverband e.V.ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftZentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Umgang mit Menschen mit Behinderungen (z.B. in Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege von Menschen mit Behinderungen)Umgang mit kranken und verletzten Menschen (z.B. mit psychisch kranken Menschen)Umgang mit problembelasteten Menschen (z.B. mit Menschen mit körperlichen Behinderungen)Verantwortung für Personen (Arbeit mit Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen sowie psychisch kranken Menschen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. Verantwortung für die Qualität des Arbeitsergebnisses und für die Einhaltung von Fertigstellungsterminen übernehmen)Bildschirmarbeit (z.B. Erledigung der administrativen Arbeit am PC unter Verwendung der gängigen Büro-Software zur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation)Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. in Arbeitsräumen von Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege von Menschen mit Behinderungen, insbesondere in Werkstätten und Wohnheimen)Arbeit in Büroräumen (z.B. administrative Aufgaben wie Finanzplanung, Rechnungswesen oder Personalplanung)

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Unterlagen, z.B.: Arbeits- und Bildungskonzepte, Finanzpläne, Personaleinsatzpläne, Jahresabrechnungen, Buchhaltungsdokumente, RechtsvorschriftenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Leiter und Leiterinnen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen regeln die pädagogische Betreuung, die Gestaltung des Werkstattalltags und die Infrastruktur. Sie planen die Arbeits- und Bildungsangebote und wirken bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden mit. Ziel ist es, Menschen mit psychischen oder physischen Behinderungen zu fördern und ihnen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Sie nehmen auch administrative Aufgaben wie die Personal- und Finanzplanung wahr. Leiter und Leiterinnen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen optimieren Arbeitsabläufe und planen den Einsatz der Mitarbeitenden. Zudem halten sie Kontakt zu Angehörigen, verhandeln mit Kostenträgern und akquirieren und beraten Auftraggebende.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Arbeitserzieher/ArbeitserzieherinBetriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für SozialwesenGeprüfte Fachkraft zur Arbeits- und BerufsförderungGeprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin im Gesundheits- und SozialwesenStaatlich geprüfter Fachwirt/Staatlich geprüfte Fachwirtin für Organisation und Führung Schwerpunkt Sozialpädagogik

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, Heil- und Sonderpädagogik, Sozialmanagement oder Sozialrecht).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch ein grundständiges oder weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Soziale Arbeit oder Heilpädagogik).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

organisatorische, fachliche und personelle Leitungsaufgaben erledigenAngebote festlegen und konzeptionell weiterentwickelnPersonal für die verschiedenen Bereiche der Werkstätten auswählen, einstellen, anleiten und qualifizierenWerkstätten nach außen vertreten; Kontakt zu Angehörigen haltenAuftraggebende akquirieren und beraten administrative Aufgaben im Bereich der Finanzplanung und des Rechnungswesens wahrnehmenBudget verwalten, eine effiziente Betriebsführung gewährleistenden Schriftverkehr mit Behörden führen, ggf. Zuschüsse bzw. Fördermittel akquirierenmit Kostenträgern verhandelnggf. bei pädagogischen Aktivitäten selbst mitarbeiten

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Werkstättenverordnung (WVO) vom 13.08.1980 (BGBl. I S. 1365), zuletzt geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 02.06.2021 (BGBl. I S. 1387)Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.09.1984 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19.07.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 245)

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Leiter/in von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderungin angrenzenden Berufen:Staatlich anerkannter Sonderpädagoge/Staatlich anerkannte SonderpädagoginEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Deutschland?

Der/Die Leiter/in von Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist ein wichtiger Beruf, der in Deutschland die Gesamtleitung, die Arbeitsprozesse und die pädagogischen Aktivitäten der für Menschen mit Behinderung eingerichteten Werkstätten organisiert. Diese Rolle, die der Menschen mit Behinderung in der Gesellsch

Ist Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen qualifiziert werden?

Arbeitgebende erwarten häufig ein Studium im Bereich Rehabilitations-, Sonderpädagogik oder eine Weiterbildung in der Arbeits- und Berufsförderung bzw. eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung im Sozialwesen.

Wo arbeiten Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Deutschland typischerweise?

Leiter und Leiterinnen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen arbeiten meistin Büro- und Besprechungsräumenin Aufenthalts-, Werk- und WohnräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Leiter/Leiterin von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.139 € bis 6.554 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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