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Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen

Lehrer/in - Waldorfschulen

Grundberuf Sozialwissenschaften KldB B 84124

Was ist Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen?

Lehrer an Waldorfschulen sind in Deutschland in Einrichtungen tätig, die mit einem speziellen pädagogischen Ansatz unterrichten und eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zum Ziel haben. Diese Fachkräfte unterrichten die Schüler neben Hauptfächern wie Deutsch, Mathematik und Geschichte auch verschiedene Nebenfächer wie Fremdsprachen, Musik, Eurythmie (Bewegungskunst), Handarbeit, Sport, Gartenbau und Kunst. Diese Fachkräfte, die als Klassenlehrer oder Oberstufenlehrer arbeiten können, unterstützen Schüler auch in Schulen mit besonderem Förderbedarf.

Lehrer passen die Unterrichtsinhalte den Schülern

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sozialwissenschaften →

Der Beruf Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:

Detaillierte Informationen

▶ Medien

bildung.digital - Themenportal für SchulenDas deutsche SchulportalDer pädagogische Blick – Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis in pädagogischen BerufenDeutscher Bildungsserverdie Drei. Zeitschrift für Anthroposophie in Wissenschaft, Kunst und sozialem LebenDigiBits - Digitale Bildung trifft Schuleerziehungskunst - Waldorfpädagogik heuteFachportal PädagogikInfo 3 - Anthroposophie im DialogPÄDAGOGIKRoSE - Research on Steiner EducationSchule im AufbruchSCHULEWIRTSCHAFTSeLF - Selbsterkundung zum Lehrerberuf mit FilmimpulsenWas tun bei (Cyber)Mobbing?

▶ Trends

Telepräsenzroboter im UnterrichtSpezielle Roboter erleichtern Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Unterricht von zu Hause aus. Die soziale Teilhabe wird dadurch gesteigert. Interaktionen im Unterricht erfolgen über eine Kamera und ein Mikrofon. Die digitalen Stellvertreter werden per Endgerät aus der eigenen Wohnung gesteuert. Schüler und Schülerinnen können sich im Unterricht melden, den Roboter drehen und Gefühle zum Ausdruck bringen, z.B. Lachen. Die Geräte sind datenschutzkonform, da keine Aufzeichnungen angefertigt werden. Lehrkräfte werden sich mit der neuen Technologie beschäftigten und deren Einsatz im Unterricht prüfen.Hybrid LearningDie fortschreitende Digitalisierung verändert die Konzeption von Unterricht, Coaching und Trainings stetig. Lehrende kombinieren im Hybrid Learning digitale und analoge Lernformen, um die Lernergebnisse aller Teilnehmenden zu maximieren. Sie verknüpfen bestehende Blended-Learning-Modelle gezielt und passen sie an die jeweilige Zielgruppe an. Zusätzlich setzen sie Selbstlernmodule ein und intensivieren Online-Coaching, um Teilnehmende individuell zu unterstützen und Präsenzveranstaltungen gezielter vorzubereiten. Bildungsplanende, Trainer und Trainerinnen sowie Pädagogen und Pädagoginnen entwickeln kontinuierlich Strategien, wie sie kombinierte Lernformen optimal an unterschiedliche Lernsituationen und Lernziele anpassen.

▶ Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. geduldiges und verständliches Erklären von neuem Unterrichtsstoffz.B. Eingehen auf die Bedürfnisse der einzelnen Schülerz.B. einfühlsames Umgehen mit schwierigen SchülernInteresse an kreativ-gestaltenden Tätigkeitenz.B. Erstellen von Unterrichtsmaterialien nach eigenen Ideenz.B. kreatives und abwechslungsreiches Gestalten der Unterrichtsstunden etwa durch Rollenspiele und ähnliche Unterrichtsformen

▶ Arbeitsorte

Lehrer/innen an Waldorfschulen arbeiten in erster Liniein Klassenzimmern und anderen Unterrichtsräumen der Schule, z.B. Chemie- oder Physiksälen, Musiksälen, Werkräumen, Handarbeitsräumen, Turnhallenzu Hause (Unterrichtsvor- und -nachbereitung)in Besprechungsräumen und Lehrerzimmernim Freien (z.B. im Sportunterricht, als Pausenaufsicht, bei Ausflügen)

▶ Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:AnthroposophieDidaktikElternarbeitErziehungswissenschaft, PädagogikFachtheoretische UnterweisungInklusionInklusionspädagogikLehrmaterialien (erstellen, aktualisieren etc.)LernzielkontrolleMethodikPädagogische Psychologie, SchulpsychologieUnterricht (schulischer Bereich)WaldorfpädagogikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ChemieDeutschDigitale TafelEurythmieFachpraktische UnterweisungGeschichteHeilpädagogik, BehindertenpädagogikInformatikKunsterziehungLinguistikMathematikNachteilsausgleichPhysikRecherche, InformationsbeschaffungReformpädagogikSchüler-, Studentenbetreuung, TutorialsSchulorganisation, SchulverwaltungSport (Unterrichtsfach)SprachwissenschaftTextiles GestaltenWerken, TechniklehreWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Schulstufen und Unterrichtsfächer (soweit nicht fachlichen Bereichen zugeordnet)"Kompetenzgruppe "Sprachkenntnisse"

▶ Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Lehrer/innen an Waldorfschulen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Blended Learning (z.B. Hausaufgaben und Projektarbeiten zur Unterrichtsvorbereitung auf Lernplattformen bereitstellen)Digitale Tafel (z.B. den Unterricht von Waldorfschülern und -schülerinnen mithilfe einer digitalen Tafel durchführen)Dokumentenkamera (z.B. mit einer Dokumentenkamera hochauflösende Bilder von Unterrichtsmaterialien präsentieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Unterrichtspläne, Lernmaterial und Stundentafeln digital verwalten)Game Based Learning (z.B. die Walddorfschüler- und schülerinnen mit Gamification-Methoden zu besseren Leistungen motivieren)Inverted Classroom Model - ICM (z.B. digital verfügbar gestellte Unterrichtsmaterialien zur Basis der Präsenzveranstaltungen machen)Lernplattformen und -Apps (z.B. den Waldorfschülern- und schülerinnen zusätzliches Lernmaterial, Aufgaben und Lösungen auf Lernplattformen bereitstellen)Massive Open Online Course - MOOC (z.B. zusammen mit den Walddorfschülern und -schülerinnen einen Massive Open Online Course veranstalten)Open Educational Resources - OER (z.B. lizenzfreie Unterrichtsmaterialien zur Unterrichtsgestaltung nutzen)

▶ Arbeitssituation

Lehrer/innen an Waldorfschulen unterrichten, erziehen, beraten und beurteilen ihre Schüler/innen. Dazu benötigen sie Kommunikationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Selbstsicherheit. In ihrer pädagogischen Arbeit zeigen sie Verantwortungsbewusstsein sowie Einfühlungs- und Durchhaltevermögen, um langfristig die gewünschten Ziele zu erreichen. Sie gehen mit pädagogischem Geschick vor, wenden fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen der Schüler/innen. Verwaltend-organisatorische, unterrichtsvorbereitende oder ggf. wissenschaftliche Tätigkeiten werden sorgfältig geplant und ausgeführt. In stressbelasteten Unterrichtssituationen sind innere Distanz und psychische Belastbarkeit wichtig. Für den theoretischen Unterricht nutzen Lehrer/innen an Waldorfschulen Unterrichtsräume. Sie setzen Lehrmaterialen wie Schul- und Fachbücher sowie Präsentationsmedien wie Tafeln und Beamer ein. Für den Fachunterricht halten sie sich in Fachräumen auf, z.B. im Chemielabor, in Musiksälen, Werkräumen oder Sporthallen, wo sie einschlägige Materialien, Geräte und Werkzeuge verwenden. Am Computer im Büro erarbeiten sie ihre pädagogischen Konzepte und erledigen Verwaltungs- und Organisationsarbeiten.

▶ Existenzgründung

Lehrer/innen an Waldorfschulen können sich z.B. mit einer privaten Nachhilfeschule oder einer privaten Waldorfschule selbstständig machen.

▶ Verdienst/Einkommen

Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten bei dieser beruflichen Tätigkeit können nicht getroffen werden.

▶ Branchen im Einzelnen

Allgemeinbildende SchulenGrundschulen, hier: WaldorfschulenAllgemeinbildende weiterführende Schulen, hier: Waldorfschulen

▶ Zugang zur Tätigkeit

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes weiterführendes Studium der Waldorfpädagogik oder eine abgeschlossene Aus- bzw. Weiterbildung als Lehrer/in an Waldorfschulen.

▶ Zugangsstudienfächer

Waldorfpädagogik (weiterführend)

▶ Arbeitsbereiche/Branchen

Lehrer/innen an Waldorfschulen finden Beschäftigung an Waldorfschulen.

▶ Tätigkeitsbezeichnungen

Lehrer/in - WaldorfschulenBerufsbezeichnungen in englischer SpracheSteiner Waldorf Teacher (m/f) (form teacher)Steiner Waldorf Teacher (m/f) (subjet teacher)Berufsbezeichnungen in französischer SpracheProfesseur/Professeure des écoles Steiner-Waldorf (professeur principal)Professeur/Professeure des écoles Steiner-Waldorf (professeur spécialisé)

▶ Sonstige Zugangsbedingungen

Gemäß den Schulgesetzen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland benötigen Lehrer/innen an Waldorfschulen eine Unterrichtsgenehmigung, die von der zuständigen Kultusbehörde des jeweiligen Bundeslandes erteilt wird.Ein erweitertes Führungszeugnis kann für den Umgang mit Minderjährigen erforderlich sein.Beschäftigte in Gemeinschafts- und medizinischen Einrichtungen müssen gemäß Infektionsschutzgesetz ihre Masernimpfung oder -immunität nachweisen, wenn sie nach 1970 geboren sind.

▶ Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zum ausdauernden und engagierten Unterrichten auch schwieriger oder weniger leistungsstarker Schüler/innen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. beharrliches Verfolgen langfristiger pädagogischer Ziele trotz zeitweiliger Rückschläge)Sorgfalt (z.B. gewissenhaftes und genaues Beurteilen der Leistungen und Lernerfolge der Schüler/innen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. fachlich einwandfreies Vorbereiten und Gestalten der Lehreinheiten, um den Lernerfolg nicht zu gefährden)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Erkennen von Schwächen bei Schülerinnen und Schülern und Anbieten von individuell passgenauen Lernmethoden)Lernbereitschaft (z.B. sich über neue Entwicklungen in der Fachdidaktik auf dem Laufenden halten)Verschwiegenheit (z.B. Stillschweigen wahren über private und vertrauliche Informationen über Schüler/innen)Psychische Belastbarkeit (z.B. in stressbelasteten Unterrichtssituationen den Lernstoff souverän und schülergerecht vermitteln)Psychische Stabilität (z.B. zugewandtes Verhalten und gleichzeitige professionelle Distanz a...

▶ Die Tätigkeit im Überblick

Lehrer/innen an Waldorfschulen erteilen Hauptunterricht in Fächern wie Deutsch, Mathematik, Geschichte oder Fachunterricht wie Fremdsprachen, Musik, Eurythmie, Werken.

▶ Stellen- und Bewerberbörsen

anthrojob.deBFAS Bundesverband der Freien AlternativschulenBund der Freien WaldorfschulenErziehungskunstinfo3LehrCare - Die LehrervermittlungLehrer.biz

▶ Verbände und Organisationen

Bund der Freien Waldorfschulen e.V.Bundesverband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.Deutscher Lehrerverband (DL)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. fachlich einwandfreies Vorbereiten und Gestalten der Unterrichtsstunden, um den Unterrichtserfolg nicht zu gefährden)Umgang mit Kindern und JugendlichenHandarbeit (z.B. Experimente und Versuche durchführen)Bildschirmarbeit (Zeugnisse, Beurteilungen und Gutachten schreiben)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (beim Unterrichten in den Fächern Physik und Chemie)Arbeit in Unterrichts-/SchulungsräumenArbeit in Büroräumen (z.B. Unterricht vorbereiten, pädagogische Konzepte entwickeln)

▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:LehrerausbildungDozent/Dozentin am WaldorflehrerseminarLeiter/Leiterin eines WaldorflehrerseminarsLehrtätigkeit an allgemeinbildenden SchulenSchulleiter/Schulleiterin einer WaldorfschuleLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Lehrmaterial, z.B.: Schul- und Fachbücher bzw. Epochenhefte, Musikinstrumente, Spiel- und Sportgeräte, Werkzeuge für den Werk-, Handarbeits- oder Gartenbauunterricht, Werk-, Bastel-, Mal- und Zeichenutensilien, Kartenmaterial, (Lehr-)Filme, Laborausstattung und -zubehörPräsentationsmittel, z.B.: (digitale) Tafel, Beamer, DokumentenkameraUnterlagen, z.B.: pädagogische Konzepte, Lehr- und Stundenpläne, Tests, Beurteilungen, Zeugnisse, DienstvorschriftenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Lehrer/innen an Waldorfschulen unterrichten als Klassen- oder Oberstufenlehrer/innen Fächer wie Deutsch, Mathematik, Geschichte, Biologie, Geografie, Physik und Chemie im sogenannten Hauptunterricht. Als Fachlehrer/innen erteilen sie z.B. Unterricht in Fremdsprachen, Musik, Handarbeit, Eurythmie, Sport, Gartenbau oder Werken. An heilpädagogischen Schulen unterrichten sie als Klassenlehrer/innen Schüler/innen in allen Fächern (z.B. Deutsch, Mathematik, Geschichte, Sachkunde), als Fachlehrer/innen oft nur in jeweils einem, meist praktischen, Unterrichtsfach.Lehrer/innen an Waldorfschulen bereiten den Lernstoff schülergerecht auf und besorgen Unterrichtsmaterialien bzw. erstellen diese selbst. Im Unterricht tragen sie Sachverhalte frei vor, leiten ihre Schüler/innen an, zeigen Lösungswege auf und führen Versuche durch. Außerdem erteilen und besprechen sie Hausaufgaben, führen regelmäßig Tests durch, um den Lernerfolg zu überprüfen, und beurteilen den individuellen Entwicklungsstand ihrer Schüler/innen.

▶ Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Der Zugang zur Tätigkeit ist ohne Hochschulabschluss z.B. mit folgender Ausbildung möglich:Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen (Ausbildung)

▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Schulpädagogik, Elementarpädagogik, Lernpädagogik, Elternberatung).

▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Für Absolventen einer schulischen Aus- bzw. Weiterbildung als Lehrer/in an Waldorfschulen eröffnet ein grundständiges Studium weitere Berufs- und Karrierechancen (z.B. im Studienfach Waldorfpädagogik oder Lehramt für Schularten der Sekundarstufe I).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten des Unterrichts Unterrichtseinheiten und -stunden entsprechend den Lern- und Erziehungszielen vorbereitenUnterrichtsmaterialien erstellen, beschaffen und vervielfältigenSachverhalte und Problemstellungen frei vortragen Experimente und Versuche durchführen, bestimmte Fertigkeiten vorführen Gruppen- und Stillarbeiten, Rollenspiele u.Ä. organisieren und anleiten Hausaufgaben erteilen und besprechenTests durchführen und besprechen individuelle Entwicklung der Schüler/innen beurteilenggf. Neigungsgruppen leiten, wie Schulchor, Theatergruppen oder Gruppen in den Bereichen Handarbeit oder Gartenbau Betreuung, Beratung, Organisation und VerwaltungAufsicht führen (in den Pausen und bei Sonderveranstaltungen wie Schulfesten, Klassenausflügen oder Exkursionen) Aktivitäten im Klassenverband außerhalb des Unterrichts organisieren und durchführen (z.B. Wandertage, Studienfahrten, Schullandheimaufenthalte oder Schulaufführungen) ggf. Schüler/innen auch in sozialer Hinsicht betreuenan pädagogischen Konferenzen teilnehmen Elternabende abhalten, regelmäßige Kontakte zu den Eltern pflegen, ggf. Eltern in Erziehungsfragen beratenInformationen (Krankmeldungen, Zahlungsangelegenheiten) entgegennehmen und weiterleitenadministrative Aufgaben in der Selbstverwaltung der Schule übernehmen

▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternative bietet sich für den Beruf Lehrer/in an Waldorfschulen an:Tätigkeitsfeld ErwachsenenbildungLehrer/Dozent/Lehrerin/Dozentin in der ErwachsenenbildungGemeinsamkeiten:Unterricht erteilenLehrveranstaltungen planen, organisieren und durchführenHinweis: Die genannte Jobalternative erfordert ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Lehrer/innen an Waldorfschulen erteilen Hauptunterricht in Fächern wie Deutsch, Mathematik, Geschichte oder Fachunterricht wie Fremdsprachen, Musik, Eurythmie, Werken.Erziehung und UnterrichtDie Pädagogik an Waldorfschulen bzw. Rudolf-Steiner-Schulen ist stark beeinflusst durch anthroposophische Grundvorstellungen und die Ideen Rudolf Steiners. Dies spiegelt sich auch im Lehrplan wider. Die individuellen Stärken eines Kindes, seine Gedanken und Emotionen sollen in den Unterricht einfließen.Der Schultag an Waldorfschulen beginnt mit dem zweistündigen Hauptunterricht, den die Klassenlehrer/innen bzw. Oberstufenlehrer/innen erteilen. Die Fächer des Hauptunterrichts, z.B. Deutsch, Mathematik, Geschichte, Biologie, Geografie, Physik und Chemie, werden in Blöcken von drei bis vier Wochen unterrichtet (Epochenunterricht). Dies beeinflusst auch die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Unterrichtsveranstaltungen. Die Lehrkräfte arbeiten dabei je nach Unterrichtsfach oder Thema immer wieder Neues in die jeweilige Thematik ein.Auf den Hauptunterricht folgt der Fachunterricht, mit Fremdsprachen wie Englisch und Französisch, musischen und praktischen Fächern, der von Fachlehrern und -lehrerinnen erteilt wird. Sie bringen im Englischunterricht den Schülern und Schülerinnen der ersten Klasse mithilfe von Liedern und Reimen die ersten englischen Wörter bei, üben mit den Viertklässlern grammatikalische Strukturen und erarbeiten mit den Schülern und Schülerinnen der 1...

▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt. Fähigkeitenverbales (sprachliches) Denken (z.B. Analysieren und Konzipieren von Lernunterlagen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. genaues Beobachten des Verhaltens und der Leistungen von Schülern und Schülerinnen) Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für Namen und Gesichter sowie fachliche Inhalte) Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Wahrnehmen von Organisationsaufgaben, etwa Schülerlisten anfertigen, Stundenpläne erstellen, Fehlzeiten kontrollieren; Planen und Vorbereiten des Unterrichts) Pädagogisches Geschick (z.B. Motivieren und Anleiten der Schüler/innen bei der Aneignung des Unterrichtsstoffs) Kenntnisse und FertigkeitenMündliches Ausdrucksvermögen (z.B. freies Vortragen und Erklären von Sachverhalten und Problemstellungen in der Klasse und vor Eltern) Textverständnis (z.B. Durchführen von Recherchen in Büchern und im Internet zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien) Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen von Unterrichtsmaterial, Beurteilungen, Gutachten und Stellungnahmen)

▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Schulgesetze der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Stand: März 2026)Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.09.1984 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19.07.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 245)

▶ Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. im Sport-, Kunst- oder Werkunterricht)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. vor der Klasse sprechen und Sachverhalte erklären)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Lernzielkontrollen, Hausaufgaben und Planarbeit der Schüler/innen lesen und korrigieren)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Schüler/innen verstehen, auch bei höherem Geräuschpegel in der Klasse)(Intaktes) Belastbares Nervensystem (z.B. auch in angespannten Unterrichtssituationen oder in schwierigen Klassen sicher auftreten und Ruhe bewahren)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Lehrer/in an Waldorfschulen an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Dozent/Dozentin am WaldorflehrerseminarLeiter/Leiterin eines WaldorflehrerseminarsSchulleiter/Schulleiterin einer WaldorfschuleEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Lehrer/in an Waldorfschulen ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. im Sport-, Kunst- oder Werkunterricht)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. vor der Klasse sprechen und Sachverhalte erklären)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Lernzielkontrollen, Hausaufgaben und Planarbeit der Schüler/innen lesen und korrigieren)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Schüler/innen verstehen, auch bei höherem Geräuschpegel in der Klasse)Schwere vegetative oder nervliche Erkrankungen (z.B. auch in angespannten Unterrichtssituationen oder in schwierigen Klassen sicher auftreten und Ruhe bewahren)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen in Deutschland? ▼

Lehrer an Waldorfschulen sind in Deutschland in Einrichtungen tätig, die mit einem speziellen pädagogischen Ansatz unterrichten und eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zum Ziel haben. Diese Fachkräfte unterrichten die Schüler neben Hauptfächern wie Deutsch, Mathematik und Geschichte auch verschiedene Nebenfächer wie Fremdsprachen, Musik, Eurythmie (Bewegungskunst), Handarbeit, Sport, Gartenbau und Kunst. Diese Fachkräfte, die als Klassenlehrer oder Oberstufenlehrer arbeiten können, unterstützen Schüler auch in Schulen mit besonderem Förderbedarf.

Lehrer passen die Unterrichtsinhalte den Schülern

Ist Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼

In Deutschland folgt "Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen qualifiziert werden? ▼

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes weiterführendes Studium der Waldorfpädagogik oder eine abgeschlossene Aus- bzw. Weiterbildung als Lehrer/in an Waldorfschulen.

Wo arbeiten Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen in Deutschland typischerweise? ▼

Lehrer/innen an Waldorfschulen arbeiten in erster Liniein Klassenzimmern und anderen Unterrichtsräumen der Schule, z.B. Chemie- oder Physiksälen, Musiksälen, Werkräumen, Handarbeitsräumen, Turnhallenzu Hause (Unterrichtsvor- und -nachbereitung)in Besprechungsräumen und Lehrerzimmernim Freien (z.B. im Sportunterricht, als Pausenaufsicht, bei Ausflügen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Lehrer/Lehrerin an Waldorfschulen in Deutschland? ▼

Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten bei dieser beruflichen Tätigkeit können nicht getroffen werden.

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