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Lehramt an Gymnasien (weiterführend)

Weiterbildung Sozialwissenschaften KldB B 84124

Was ist Lehramt an Gymnasien (weiterführend)?

In Deutschland ist ein Gymnasiallehrer eine wichtige pädagogische Fachkraft, die Schülerinnen und Schüler auf ein Hochschulstudium und akademische Laufbahnen vorbereitet, ihnen fundiertes Wissen vermittelt und ihre Fähigkeiten zum kritischen Denken fördert. Wer diesen Beruf ausübt, bereitet Unterrichtsinhalte gemäß dem Lehrplan vor, unterrichtet Schülerinnen und Schüler in spezifischen Fachgebieten, führt Prüfungen durch und bewertet diese. Sie überwachen die akademische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, beraten sie und arbeiten mit den Eltern zusammen. Ihre Arbeitsumgebungen umfassen typischerweise moderne Klassenzimmer, Labore und Schulbibliotheken.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sozialwissenschaften →

Der Beruf Lehramt an Gymnasien (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Sprachlabors, Bibliotheken, (Computer-)Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studentenwerk, die verfasste Studentenschaft, ein Semesterticket des öffentlichen Nahverkehrs) Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten StudienguthabensAufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Bücher, Kopien, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Module, z.B.:Schule und Unterricht: Schulpädagogik, Classroom ManagementSchule und Unterricht forschend verstehen und entwickelnBildungsforschung: Struktur, Evaluation und Entwicklung des deutschen Schulsystems, professioneller Umgang mit Beanspruchung und Belastung im LehrberufProfessionelles Handeln wissenschaftsbasiert weiterentwickelnErste Fachwissenschaft (z.B. Deutsch, Englisch, Mathematik), inkl. FachdidaktikZweite Fachwissenschaft (z.B. Biologie, Geschichte, Physik, Musik), inkl. FachdidaktikPraktische Studieninhalte: Praktika (v.a. in Schulen)Erweiterungsmöglichkeiten:Zusätzlich zur angestrebten Fächerkombination können weitere Fächer studiert werden, z.B. Deutsch als Zweit-/Fremdsprache oder Medienpädagogik.Vorbereitungsdienst:An den Masterabschluss schließt sich ein Vorbereitungsdienst an. Die angehenden Lehrkräfte unterrichten dann unter Anleitung und selbstständig in einer allgemeinbildenden Schule. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Staatsprüfung ab.

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Praktische Übungen: z.B. in Seminarräumen Übungen in den Fachdidaktiken durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: Praktika an Schulen absolvieren, Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Lehramt an Gymnasien (weiterführend) sein:Bereich Erziehung, Schule, Aus- und WeiterbildungLehramt für Schularten der Sekundarstufe I (weiterführend)Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (weiterführend)Lehramt an Grundschulen (weiterführend)Lehramt an Förderschulen/für Sonderpädagogik (weiterführend)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)Bildungsmanagement (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Methoden der Wissensvermittlung und Pädagogik einüben und anwendenpädagogische, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kenntnisse erwerben

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgenden Abschluss voraus:Lehramt an Gymnasien (grundständig außer Staatsexamen)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:Bilingualer UnterrichtKonfliktmanagementInterkulturelle KompetenzenPraktika z.B. in Schulen bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach Lehramt an Gymnasien vertieft pädagogische, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Grundlagenkenntnisse (i.d.R. in 2 Fachwissenschaften, die den künftigen Unterrichtsfächern entsprechen), die man im grundständigen Studienfach erwirbt. Zudem erhält man eine schulpraktische Ausbildung.Je nach Bundesland wird das Studienfach auch im Rahmen eines schulartübergreifenden Studiengangs angeboten.Das Lehramtsstudium führt je nach Bundesland entweder zu den gestuften Abschlüssen Bachelor und Master oder zum Abschluss Staatsexamen. Zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst berechtigen der Masterabschluss und die erste Staatsprüfung (im Rahmen des Staatsexamens).

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleLehramt an Gemeinschaftsschulen (Master)Lehramt an Gymnasien/Oberschulen (Master)Lehramt an Gymnasien (Master)Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Master)Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien (Master)Lehramt an Sekundarschulen (Master)Lehramt für die Sekundarstufe I und II (Master)Lehramt Gymnasium (Master)MINT-Lehramt PLUS (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen im Bereich Lehramt an Gymnasien bietet sich insbesondere das Tätigkeitsfeld Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen an.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

19. Jahrhundert:Aufspaltung des deutschen Bildungssystems, Festlegung der Ausbildungswege für die Lehrerausbildung:Seminare: Lehrer und Lehrerinnen für das niedere SchulwesenUniversitäten: Lehrpersonen für höhere SchulenAusbildung der sog. Oberlehrer und Oberlehrerinnen allgemein in altphilologischen Disziplinenverpflichtender Abschluss der akademischen Studien mit einer staatlichen Prüfung (ab1809 in Bayern; ab 1810 in Preußen)Mitte des 19. Jahrhunderts:Spezialisierung der Ausbildung von Oberlehrern und Oberlehrerinnen auf i.d.R. 2 Fächer 1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussgradeMaster of Education (M.Ed.)Master of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Der Vorbereitungsdienst wird vergütet.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Lehramt an Gymnasien vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls werden ein Nachweis über Kenntnisse in zwei Fremdsprachen, fachspezifische Studienvoraussetzungen oder die Teilnahme an einem Self-Assessment-Test verlangt.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und in medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Lehramt an Gymnasien (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Lehramt an Gymnasien (weiterführend) in Deutschland?

In Deutschland ist ein Gymnasiallehrer eine wichtige pädagogische Fachkraft, die Schülerinnen und Schüler auf ein Hochschulstudium und akademische Laufbahnen vorbereitet, ihnen fundiertes Wissen vermittelt und ihre Fähigkeiten zum kritischen Denken fördert. Wer diesen Beruf ausübt, bereitet Unterrichtsinhalte gemäß dem Lehrplan vor, unterrichtet Schülerinnen und Schüler in spezifischen Fachgebieten, führt Prüfungen durch und bewertet diese. Sie überwachen die akademische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, beraten sie und arbeiten mit den Eltern zusammen. Ihre Arbeitsumgebungen umfassen typischerweise moderne Klassenzimmer, Labore und Schulbibliotheken.

Ist Lehramt an Gymnasien (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Lehramt an Gymnasien (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Lehramt an Gymnasien (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Lehramt an Gymnasien vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls werden ein Nachweis über Kenntnisse in zwei Fremdsprachen, fachspezifische Studienvoraussetzungen oder die Teilnahme an einem Self-Assessment-Test verlangt.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und in medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Wo arbeiten Lehramt an Gymnasien (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Sprachlabors, Bibliotheken, (Computer-)Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Lehramt an Gymnasien (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Der Vorbereitungsdienst wird vergütet.

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