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Lehramt an Grundschulen (weiterführend)

Weiterbildung Sozialwissenschaften KldB B 84114

Was ist Lehramt an Grundschulen (weiterführend)?

In Deutschland beschreibt der Beruf „Lehramt an Grundschulen (weiterführend)“ Lehrkräfte, die für die Bildung und Entwicklung von Grundschulkindern verantwortlich sind. Diese Fachkräfte vermitteln den Kindern nicht nur grundlegendes akademisches Wissen, sondern begleiten sie auch bei der Entwicklung ihrer sozialen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten. Ihre Verantwortungsbereiche sind recht breit gefächert; zu den Hauptaufgaben gehören die Unterrichtsplanung, der Unterricht in Kernfächern wie Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, die Beurteilung der Schülerentwicklung und die Zusammenarbeit mit den Eltern. Ihre Arbeitsumfelder umfassen typischerweise Grundschulklassenzimmer, Turnhallen und Schulhöfe. Lehrkräfte bereichern ihren Unterricht mit Hilfsmitteln wie Lehrbüchern, digitalen Bildungsmaterialien, Projektoren und verschiedenen Lernspielen.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben,

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Sozialwissenschaften →

Der Beruf Lehramt an Grundschulen (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen statt statt.Lernorte sind an der Universität/Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Sprachlabors, Bibliotheken, Computerlaborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studentenwerk, die verfasste Studentenschaft, ein Semesterticket des öffentlichen Nahverkehrs) Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten StudienguthabensAufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Bücher, Kopien, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Module, z.B.:Bildungswissenschaft (z.B. Erziehungswissenschaften, Pädagogische Psychologie, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Inklusion, Digitale Bildung, Lebenswelten und Milieus von Schülerinnen und SchülernDeutsch für Schüler mit ZuwanderungsgeschichteMathematische GrundbildungSprachliche GrundbildungUnterrichtsfächer/Lernbereiche (z.B. Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Kunst, Musik, Sport, Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht)Praktische Studieninhalte: Praktika (v.a. in Schulen)Erweiterungsmöglichkeiten:Zusätzlich zur angestrebten Fächerkombination können weitere Fächer studiert werden, z.B.:Deutsch als Zweit-/FremdspracheMedienpädagogikVorbereitungsdienst:An den Masterabschluss schließt sich ein Vorbereitungsdienst an. Die angehenden Lehrer und Lehrerinnen unterrichten dann unter Anleitung und selbstständig in einer allgemeinbildenden Schule. Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Staatsprüfung ab.

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Praktische Übungen: z.B. in Seminarräumen Übungen in den Fachdidaktiken durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: Praktika an Schulen durchführen, Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Lehramt an Grundschulen (weiterführend) sein:Bereich Erziehung, Schule, Aus- und WeiterbildungLehramt für Schularten der Sekundarstufe I (weiterführend)Lehramt an Gymnasien (weiterführend)Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (weiterführend)Lehramt an Förderschulen/für Sonderpädagogik (weiterführend)Erziehungs-, Bildungswissenschaft (weiterführend)Kindheitspädagogik (weiterführend)Bildungsmanagement (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Methoden der Wissensvermittlung und Pädagogik einüben und anwendenpädagogische, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kenntnisse erwerben

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgenden Abschluss voraus:Lehramt an Grundschulen (grundständig außer Staatsexamen)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:ErlebnispädagogikZeitmanagementInterkulturelle KompetenzPraktika z.B. in Schulen bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach Lehramt an Grundschulen vertieft die Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach. Es ist zudem eine schulpraktische Ausbildung.Das Studienfach wird je nach Bundesland auch im Rahmen eines schulartübergreifenden Studiengangs angeboten.Es führt je nach Bundesland entweder zu den gestuften Abschlüssen Bachelor und Master oder zum Abschluss Staatsexamen. Der Masterabschluss und die erste Staatsprüfung (im Rahmen des Staatsexamens) berechtigen zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst.

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleEuropalehramt Grundschule (Master)Lehramt an Grundschulen (Master)Lehramt für die Primarstufe, Schwerpunkt Inklusionspädagogik (Master)Lehramt für die Primarstufe (Master)Lehramt Grundschule (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen im Bereich Lehramt an Grundschulen bietet sich insbesondere das Tätigkeitsfeld Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen an.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

19. Jahrhundert:Aufspaltung des deutschen Bildungssystems, Festlegung der Ausbildungswege für die Lehrerausbildung:Seminare: Lehrer und Lehrerinnen für das niedere SchulwesenUniversitäten: Lehrpersonen für höhere Schulen1920:Einführung des Begriffs Grundschule für die unteren 4 Klassenweitgehende Abschaffung privater und öffentlicher Vorschulen für Kinder aus wohlhabenden Familien, Ziel: Einheitsschule für Kinder aus allen sozialen SchichtenAb 1925:Begründung spezieller Pädagogischer Akademien für die Grundschullehrerausbildung20. Jahrhundert:Weiterentwicklung der Pädagogischen Akademien zu Pädagogischen Hochschulenparallel: Ausbildung an pädagogischen Instituten (den Universitäten angegliedert)fortscheitende Akademisierung des Grundschullehramts: weitgehende Ablösung Pädagogischer Hochschulen durch Universitäten (Ausnahme: Baden-Württemberg)1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussgradMaster of Education (M.Ed.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Der Vorbereitungsdienst wird vergütet.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung für ein Lehramt der Grundschule bzw. Primarstufe (Lehramtstyp 1) (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 28.02.1997 i. d. F. vom 14.03.2019)Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung für übergreifende Lehrämter der Primarstufe und aller oder einzelner Schularten der Sekundarstufe I (Lehramtstyp 2) (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 28.02.1997 i. d. F. vom 07.03.2013)Landesebene Hochschulgesetze in Verbindung mit VerwaltungsvorschriftenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenLändergemeinsame Anforderungen für die Ausgestaltung des Vorbereitungsdienstes und die abschließende Staatsprüfung (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 06.12.2012)Hochschulebene Satzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Lehramt an Grundschulen vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind ein Schulpraktikum sowie ein Sozial- bzw. Betriebspraktikum nachzuweisen.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und in medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Lehramt an Grundschulen (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Lehramt an Grundschulen (weiterführend) in Deutschland?

In Deutschland beschreibt der Beruf „Lehramt an Grundschulen (weiterführend)“ Lehrkräfte, die für die Bildung und Entwicklung von Grundschulkindern verantwortlich sind. Diese Fachkräfte vermitteln den Kindern nicht nur grundlegendes akademisches Wissen, sondern begleiten sie auch bei der Entwicklung ihrer sozialen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten. Ihre Verantwortungsbereiche sind recht breit gefächert; zu den Hauptaufgaben gehören die Unterrichtsplanung, der Unterricht in Kernfächern wie Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, die Beurteilung der Schülerentwicklung und die Zusammenarbeit mit den Eltern. Ihre Arbeitsumfelder umfassen typischerweise Grundschulklassenzimmer, Turnhallen und Schulhöfe. Lehrkräfte bereichern ihren Unterricht mit Hilfsmitteln wie Lehrbüchern, digitalen Bildungsmaterialien, Projektoren und verschiedenen Lernspielen.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben,

Ist Lehramt an Grundschulen (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Lehramt an Grundschulen (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Lehramt an Grundschulen (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Lehramt an Grundschulen vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind ein Schulpraktikum sowie ein Sozial- bzw. Betriebspraktikum nachzuweisen.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und in medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Wo arbeiten Lehramt an Grundschulen (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen statt statt.Lernorte sind an der Universität/Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Sprachlabors, Bibliotheken, Computerlaborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Lehramt an Grundschulen (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Der Vorbereitungsdienst wird vergütet.

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