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Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin

Informationswissenschaftler/in

Grundberuf Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 73334

Was ist Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin?

Informationswissenschaftler (Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin) in Deutschland sind Experten, die innovative Systeme und Methoden entwickeln, um Informationen schnell, effizient und benutzerorientiert bereitzustellen. Professionelle in diesem Berufsfeld

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitBerichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt, Juni 2025: Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe im Kontext der TransformationWeitere Informationsangeboteb.i.t. online - Bibliothek, Information, TechnologieBuB - Forum Bibliothek und InformationDatenbank-SpektrumDenkfabrik Digitale ArbeitsgesellschaftDigitalisierung in der WissenschaftDOK.magazinIKT-Branchenbild 2024: Volkswirtschaftliche Kennzahlen, Innovations- und GründungsgescheheniMOVEinfo7 - MEDIEN | ARCHIVE | INFORMATIONInformation - Wissenschaft & Praxis (IWP)Made in Germany. Die nationale KI-Strategie der BundesregierungNetzwerk für die Digitale GesellschaftZIIR - Zeitschrift für Informationsrecht

Trends

Big Data in der WissenschaftForschende in verschiedenen Fachbereichen können durch Big Data große Datensätze auswerten. Sie können z.B. in der medizinischen Forschung Risikofaktoren für Krankheiten identifizieren oder komplexe Interaktionen zwischen Proteinen in Medikamenten aufdecken. Auf der Grundlage umfangreicher Datenanalysen treffen sie dann fundierte Entscheidungen. So ermöglicht es Big Data, bei der Erforschung neuer Technologien effizienter zu arbeiten, bessere Produkte zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen müssen sich mit dieser Methodik auseinandersetzen, um relevante Informationen herausfiltern und auswerten zu können.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Aufbereiten von Informationen für die Speicherung in Datenbankenz.B. inhaltliches Erschließen von Dokumenten mithilfe von DokumentationssprachenInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Entwickeln von Software zur Informationsverarbeitung

Arbeitsorte

Informationswissenschaftler und Informationswissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büro- und Besprechungsräumenin Lesesälen, Archiv- und Bibliotheksräumenin Hörsälen und SeminarräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchan wechselnden Arbeitsorten, z.B. beim Kunden vor Ortim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Bestandsaufbau (Archiv, Bibliothek)DatenbankentwicklungInformationstechnik, ComputertechnikInformations- und KommunikationsmanagementInformationswissenschaftenOpen AccessRecherche, InformationsbeschaffungSuchmaschinenoptimierung - SEOSystematisierenWissensmanagementsystemeWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Bestandsaufnahme (Archiv, Bibliothek)Bestandsauswahl (Archiv, Bibliothek)Bestandspflege (Archiv, Bibliothek)BibliografieContent-Management-Systeme (CMS) einsetzenDatenbankadministration, -management, -organisationDokumentation (Archiv, Bibliothek)FernsehtechnikInternet-, IntranettechnikKatalogisieren, Bestanderschließung (Archiv, Bibliothek, Museum)Kundenberatung, -betreuungLehrtätigkeit (Hochschule)MarketingMedientechnikMedienwissenschaftenMultimediasysteme, -technikÖffentlichkeitsarbeit, Public RelationsSignierenSocial Media AnalyticsUrbane DatenplattformenWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Datenbanken, Datenverwaltungssysteme"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Informationswissenschaftler/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Bibliotheksmanagementsysteme - BMS (z.B. Benutzungsschnittstellen für BMS konzipieren)Content as a Service - CaaS (z.B. Informationen für Content-Services beschaffen und bewerten)Content Automation (z.B. informationsverarbeitende Systeme konzipieren)Digital-Asset-Management - DAM (z.B. grafische Elemente und Vorlagen aus DAM-Systemen für die Gestaltung von multimedialen Anwendungen abrufen)Digitale Kulturvermittlung (z.B. Verfahren und Methoden zur digitalen Informationsvermittlung entwickeln)Digitale Tafel (z.B. Fachvorträge und Lehrveranstaltungen mithilfe einer digitalen Tafel durchführen)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Konzepte und Klassifikationen digital archivieren und bereitstellen)KI-gestütztes Wissensmanagement (z.B. selbstlernende Wissensmanagementsysteme entwickeln und dafür Informationen auswählen, systematisieren und bewerten)Low-Code-/No-Code-Plattformen - LCNC (z.B. informationsverarbeitende bzw. -verwaltende Systeme mithilfe von LCNC-Plattformen anpassen)Open Access (z.B. Open-Access-Repositorien betreuen und Inhalte bereitstellen)Open Data (z.B. Konzepte für Open-Data-Repositorien entwickeln)Quantenkryptografie (z.B. quantenkryptografische Verfahren in digitale Kommunikationskanäle einplanen)Soc...

Arbeitssituation

Informationswissenschaftler/innen nutzen ihre fundierten Kenntnisse der Informations- und Kommunikationstechnologie, um z.B. Softwarelösungen zu entwickeln oder den Zugriff auf Informationen zu optimieren. Ihre Kreativität ist gefragt, wenn sie beispielsweise grafische Oberflächen entwerfen. Bei der zielgruppengerechten Aufbereitung von Informationen, z.B. mithilfe von Medien oder Methoden des E-Learnings, stellen sie ihr methodisch-systematisches sowie analytisches Denken unter Beweis. Kunden beraten sie serviceorientiert bei der Anpassung von IT-Anwendungen an bestehende Systeme und führen Schulungen durch. Wenn sie mit Wissenschaftlern anderer Disziplinen z.B. Lernprogramme entwickeln, zeigen sie sich teamfähig. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben. Sind sie in der Lehre an Hochschulen tätig, wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen der Studierenden. Bei Forschungstätigkeiten arbeiten sie ggf. bei interdisziplinären bzw. internationalen Forschungsprojekten mit Fachkollegen aus anderen Bereichen bzw. Ländern zusammen und kommunizieren z.T. auf Englisch. Informationswissenschaftler/innen arbeiten im Büro, wo sie am Computer mit informations- und kommunikationstechnischen Systemen umgehen, Informationsmittel untersuchen und bewerten. In Besprechungs- bzw. Unterrichtsräumen führen sie Meetings, Schulunge...

Existenzgründung

Informationswissenschaftler und Informationswissenschaftlerinnen können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:mit einem eigenen Büro für Informations- und Dokumentationsdienstleistungen

Verdienst/Einkommen

Aufgrund des großen beruflichen Spektrums sind keine repräsentativen Angaben möglich.

Branchen im Einzelnen

MedienIT, Software, TelekommunikationBau, ArchitekturChemie, Pharmazie, KunststoffElektrotechnik, ElektronikFahrzeugbau, -instandhaltungFinanzdienstleistungen, ImmobilienGlas, Keramik, RohstoffverarbeitungHolz, MöbelMetall, Maschinenbau, Feinmechanik, OptikNahrungs-, GenussmittelherstellungÖffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, VerteidigungTextil, Bekleidung, LederTransport, VerkehrWissenschaft, Forschung, Entwicklung

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Bibliotheks-, Informationswissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Bibliotheks-, Informationswissenschaft (grundständig)Bibliotheks-, Informationswissenschaft (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Informationswissenschaftler und Informationswissenschaftlerinnen finden Beschäftigung z.B. im Bibliotheks- und Dokumentationswesenin den Informations- und Organisationsabteilungen von Industrie und Handelbei Datenbankanbietern und Softwarehäusernin der Medienwirtschaft in der Unternehmensberatungan Hochschulen und Forschungsinstituten

Tätigkeitsbezeichnungen

Informationswissenschaftler/inBerufsbezeichnungen in englischer SpracheInformation scientist (m/f)Information specialist (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SpracheResponsable (m/f) de l’information

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, engagiert und tatkräftig umfangreiche Datenbestände mithilfe Indizes, Klassifikationen, Thesauri oder Abstracts zu strukturieren)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Entwickeln komplexer Informationssysteme und Durchführen umfangreicher Testreihen und schwieriger Fehleranalysen)Sorgfalt (z.B. exaktes Untersuchen und Bewerten von Informationsmitteln)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln von Software für Wissenstransfersysteme)Lernbereitschaft (z.B. sich auf dem Laufenden halten über neue Onlinedatenbanken, Dokumentations-Ordnungssysteme und Wissensmanagement-Systeme)

Die Tätigkeit im Überblick

Informationswissenschaftler und Informationswissenschaftlerinnen entwickeln Systeme für die schnelle und nutzergerechte Bereitstellung von Informationen. Zu diesem Zweck wählen sie Informationen aus, sammeln und bewerten sie und präsentieren sie in jeweils passend gestalteten Informationssystemen.

Stellen- und Bewerberbörsen

Archivschule MarburgBayerische StaatsbibliothekBiblio Jobsgolemheise jobsIT-Treff

Verbände und Organisationen

Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)Hochschulverband Informationswissenschaft e.V. (HI)Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Studierende unterrichten und betreuen)Kundenkontakt (z.B. Kunden bei der Anpassung von IT-Anwendungen an bestehende Systeme beraten, Schulungen durchführen)Gruppen-, Teamarbeit (z.B. bei der Entwicklung einer Software schrittweises Zusammenarbeiten mit Software-Entwicklern/Entwicklerinnen, Grafikern/Grafikerinnen und Anwendern/Anwenderinnen)Bildschirmarbeit (z.B. Software für Wissenstransfersysteme und Datenbankkonzepte entwickeln, grafische Oberflächen für multimediale Anwendungen entwerfen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Ziele im Sinne der Qualitätssicherung dokumentieren und das Erreichen überprüfen)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Informationsbeschaffung, -erschließung, -aufbereitungInformations-Broker/Informations-BrokerinWissensmanager/inLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Computertechnik und Software, z.B.: Betriebssysteme, Netzwerksysteme, Programmiersprachen, Content-Management-Systeme (CMS), Datenbankmanagementsysteme, Cloud-Computing-AnwendungenRecherche- und Arbeitsunterlagen, z.B.: Lehrbücher, Fachzeitschriften, Kataloge, Forschungspublikationen, Vorlesungsmaterialien, Wissensstrukturdiagramme, Wissenslandkarten, Datenschutzregelungen, Manuskripte, Unterrichtsmaterialien, LehrpläneBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Beamer

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Informationswissenschaftler und Informationswissenschaftlerinnen entwickeln Methoden, um Wissen zu übermitteln, auszutauschen und zu speichern, und bewerten dafür vorhandene Informationsmittel. Sie legen Verfahren zur Datenerfassung, Indexierung und Klassifikation fest, nutzen Thesauri und geben aufbereitete Informationen in Datenbanken ein. Um die Nutzung zu erleichtern, entwerfen sie benutzerfreundliche, oft multilingual gestaltete Schnittstellen und erforschen neue Ansätze wie das semantische Web zur Verbesserung der Informationsqualität. Im Bereich E-Learning testen sie Lernmethoden und analysieren in der Forschung Nutzungsmuster von sozialen Netzwerken, Suchmaschinen oder Blogs. An Hochschulen unterrichten sie, bereiten Veranstaltungen vor und betreiben wissenschaftliche Forschung, wobei eigenständige Tätigkeiten meist erst nach Masterabschluss und Promotion möglich sind.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Informations- und Dokumentationswesen, Informationsmanagement, Programmierung).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Bibliotheks-, Informationswissenschaft oder Informationsmanagement.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Nutzungs- und Bedarfsanalysen erstellenArbeits- und Geschäftsprozesse im Hinblick auf den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik untersuchenvorhandenes Wissen erfassen und den Wissensbedarf ermittelnAnwendungssoftware für Arbeitsabläufe sowie zur Informationsverarbeitung entwickelnDaten aufbereiten, beschreiben und speichernInformationen aller Art zur Speicherung in Datenbanken aufbereitenDokumente inhaltlich mit Dokumentationssprachen erschließen, z.B. anhand eines Thesaurus oder mit KlassifikationenVerfahren zur automatischen Indexierung von Texten entsprechend auswählen, maschinelle Textanalyse einsetzengeeignete Datenbankkonzepte entwickelnkommerziell erhältliche oder selbst erstellte Software auf ihre Eignung für die Datenverwaltung untersuchenInformationssysteme nutzerfreundlich gestaltenBenutzungsschnittstellen (Mensch-Maschine-Schnittstellen) konzipieren, auf Nutzerfreundlichkeit achtendie grafische Gestaltung von Bildschirmoberflächen bei multimedialen Anwendungen entwerfenGrafiksoftware einsetzen und an die zu gestaltenden Informationssysteme anpassenSuchmaschinen entwickeln und verbessernInternet- und Intranet-Seiten grafisch entwerfen und gestaltenInformationstexte schreiben und für die Darstellung im Internet/Intranet aufbereitenDatenbanken in Webseiten einbindenSuchsysteme elektronisch publizieren, z.B. als OnlinedatenbankenForschung und Lehre z.B. neue Lehr- und Lernmethoden im Bereich des E-Learnings beschreiben und erproben; Informationsindustrie...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Informationswissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Informationsbeschaffung, -erschließung, -aufbereitungArchivar/ArchivarinBibliothekar/BibliothekarinData ScientistWirtschaftsinformatiker/Wirtschaftsinformatikerin (Hochschule)Gemeinsamkeiten:Informationen recherchieren, sammeln und aufbereitenbei Informations- und Dokumentationsdienstleistungen fachspezifische Datenverarbeitungssysteme und Software anwendenTätigkeitsfeld Redaktion, Journalismus, LektoratJournalist/JournalistinGemeinsamkeiten:Informationen recherchierenDaten, Quellen oder Informationen erschließen und aufbereitenInformationen und Daten ordnen, systematisieren und dokumentierenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Informationswissenschaftler/innen entwickeln Systeme für die schnelle und nutzergerechte Bereitstellung von Informationen. Zu diesem Zweck wählen sie Informationen aus, sammeln und bewerten sie und präsentieren sie in jeweils passend gestalteten Informationssystemen.Informationen nutzbar machenSie untersuchen, wie relevantes (vorwiegend digital vorliegendes) Wissen ausgewertet, bereitgestellt, gesucht und gefunden werden kann. Im digitalen Zeitalter wird Wissen in erster Linie durch Webdatenbanken oder Bibliotheksdatenbanken gespeichert. Die Informationswissenschaft geht der Frage nach, wie dieses Wissen geordnet werden muss, damit die Nutzer schnell zu relevanten Ergebnissen kommen. Eine Möglichkeit sind etwa thematische Sortierungen wie in Bibliotheken, eine andere Möglichkeit bietet die Kategorisierung von Videos auf Videoportalen.Informationswissenschaftler/innen analysieren, wie Suchmaschinen funktionieren, nach welchen Kriterien sie etwa die Ergebnisse in der Trefferliste sortieren. Sie entwickeln und konstruieren z.B. Suchmaschinen, erschließen digitale Inhalte, suchen und finden professionell Informationen in Datenbanken und im Web oder implementieren maschinelle Übersetzungsprogramme.In der Informations- und Internetwirtschaft gestalten sie Websites, optimieren Suchmaschinen oder entwickeln Anwendungen im E-Commerce. In Unternehmen aller Art können sie Intranets konzipieren und einführen, Sprachsoftware entwickeln oder Systeme für Wissensmanagement und...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwenden mathematischer Methoden bei der Entwicklung von Informationssoftware)verbales (sprachliches) Denken (z.B. Verstehen und Bewerten von vorhandenem Wissen, um den Wissensbedarf ableiten zu können)figural-räumliches Denken (z.B. Verstehen der Strukturen von Betriebs- und Netzwerkplänen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Organisieren von Suchmaschinenoptimierungen)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Berechnen der Parameter von Datenbanken und Informationssystemen)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Kunden bei der Anpassung von IT-Anwendungen an bestehende Systeme beraten; Schulungen und Vorlesungen halten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Computer Software für Wissenstransfersysteme und Datenbankkonzepte entwickeln, grafische Oberflächen für multimediale Anwendungen entwerfen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückmeldungen von Probanden und Auftraggebern verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Informationswissenschaftler/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Informations-Broker/Informations-Brokerinin angrenzenden Berufen:Dokumentar/DokumentarinInformationsmanager/InformationsmanagerinWissensmanager/inEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Informationswissenschaftler/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Kunden bei der Anpassung von IT-Anwendungen an bestehende Systeme beraten; Schulungen und Vorlesungen halten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Computer Software für Wissenstransfersysteme und Datenbankkonzepte entwickeln, grafische Oberflächen für multimediale Anwendungen entwerfen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückmeldungen von Probanden und Auftraggebern verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Informationswissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Informationsbeschaffung, -erschließung, -aufbereitungArchivar/ArchivarinData ScientistWirtschaftsinformatiker/Wirtschaftsinformatikerin (Hochschule)Gemeinsamkeiten:Informationen recherchieren, sammeln und aufbereitenbei Informations- und Dokumentationsdienstleistungen fachspezifische Datenverarbeitungssysteme und Software anwendenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin in Deutschland?

Informationswissenschaftler (Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin) in Deutschland sind Experten, die innovative Systeme und Methoden entwickeln, um Informationen schnell, effizient und benutzerorientiert bereitzustellen. Professionelle in diesem Berufsfeld

Ist Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Bibliotheks-, Informationswissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin in Deutschland typischerweise?

Informationswissenschaftler und Informationswissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büro- und Besprechungsräumenin Lesesälen, Archiv- und Bibliotheksräumenin Hörsälen und SeminarräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchan wechselnden Arbeitsorten, z.B. beim Kunden vor Ortim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Informationswissenschaftler/Informationswissenschaftlerin in Deutschland?

Aufgrund des großen beruflichen Spektrums sind keine repräsentativen Angaben möglich.

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