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Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau

Immobilienkaufmann/-frau

Ausbildung Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 61312

Was ist Gayrimenkul Uzmanı (Immobilienkaufmann/frau)?

Was macht man in diesem Beruf?Immobilienkaufleute arbeiten in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. Sie bewirtschaften Grundstücke, Wohnhäuser und gewerbliche Immobilien, vermieten und verwalten, kaufen, verkaufen oder vermitteln Objekte, organisieren Objektbesichtigungen und wickeln Wohnungsübernahmen ab. Sie wirken bei der Planung und Organisation von Neubau-, Sanierungs- oder Modernisierungsprojekten mit und nehmen fertige Bauten ab. In der Wohnungs- oder Gebäudeverwaltung beraten sie z.B. Mieter und Eigentümer, bearbeiten Schadensmeldungen und veranlassen Instandsetzungsarbeiten. Sie führen Mieter- bzw. Eigentümerversammlungen durch und organisieren das technische Gebäudemanagement. Darüber hinaus bereiten sie Finanzierungskonzepte vor, erstellen Bau- und Betriebskostenabrechnungen, Wirtschafts- und Finanzpläne oder wirken in der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle mit. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit entwickeln sie u.a. Marketingmaßnahmen. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Immobilienkaufleute finden Beschäftigung in Wohnungsbauunternehmen, bei Bauträgern, bei Immobilien- und Projektentwicklernin Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften, bei Immobilienmaklern und -verwalternin Immobilienabteilungen z.B. von Banken, Bausparkassen, Versicherungenbei Industriebetrieben, im Facility-Management, bei Stadt- und KommunalverwaltungenArbeitsorte:Immobilienkaufleute arbeiten in erster Liniein Büroräumenim Außendienst, z.B. in Wohnquartieren und (Bau-)ProjektenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [29.0%]29Hochschulreife [68.0%]68Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick (z.B. Angebote für den Kauf oder Verkauf von Immobilien einholen und bewerten, Kaufverhandlungen führen)Kommunikationsfähigkeit, Kunden- und Serviceorientierung (z.B. auf Kundenwünsche eingehen)Beobachtungsgabe und organisatorische Fähigkeiten (z.B. bautechnische Mängel feststellen, Reparatur, Sanierungs- oder Wartungsarbeiten veranlassen)Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen (z.B. langwierige Beratungs- und Verkaufsgespräche führen)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Finanzierungspläne aufzustellen)Wirtschaft (z.B. um Jahresabschlüsse vorzubereiten)Deutsch (z.B. um Kauf- und Mietanzeigen zu verfassen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.230 €2. Ausbildungsjahr: 1.340 €3. Ausbildungsjahr: 1.450 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Immobilienkaufleute werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. immobilienwirtschaftliche Handelsbetriebe): Büroräume, Grundstücke, Gebäude, WohnungenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Immobilienkaufleute arbeiten in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. Sie bewirtschaften Grundstücke, Wohnhäuser und gewerbliche Immobilien, vermieten und verwalten, kaufen, verkaufen oder vermitteln Objekte, organisieren Objektbesichtigungen und wickeln Wohnungsübernahmen ab. Sie wirken bei der Planung und Organisation von Neubau-, Sanierungs- oder Modernisierungsprojekten mit und nehmen fertige Bauten ab. In der Wohnungs- oder Gebäudeverwaltung beraten sie z.B. Mieter und Eigentümer, bearbeiten Schadensmeldungen und veranlassen Instandsetzungsarbeiten. Sie führen Mieter- bzw. Eigentümerversammlungen durch und organisieren das technische Gebäudemanagement. Darüber hinaus bereiten sie Finanzierungskonzepte vor, erstellen Bau- und Betriebskostenabrechnungen, Wirtschafts- und Finanzpläne oder wirken in der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle mit. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit entwickeln sie u.a. Marketingmaßnahmen. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Immobilienkaufleute finden Beschäftigung in Wohnungsbauunternehmen, bei Bauträgern, bei Immobilien- und Projektentwicklernin Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften, bei Immobilienmaklern und -verwalternin Immobilienabteilungen z.B. von Banken, Bausparka...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungImmobilienkaufmann/-frauBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Immobilienkaufleute arbeiten in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. Sie bewirtschaften Grundstücke, Wohnhäuser und gewerbliche Immobilien, vermieten und verwalten, kaufen, verkaufen oder vermitteln Objekte, organisieren Objektbesichtigungen und wickeln Wohnungsübernahmen ab. Sie wirken bei der Planung und Organisation von Neubau-, Sanierungs- oder Modernisierungsprojekten mit und nehmen fertige Bauten ab. In der Wohnungs- oder Gebäudeverwaltung beraten sie z.B. Mieter und Eigentümer, bearbeiten Schadensmeldungen und veranlassen Instandsetzungsarbeiten. Sie führen Mieter- bzw. Eigentümerversammlungen durch und organisieren das technische Gebäudemanagement. Darüber hinaus bereiten sie Finanzierungskonzepte vor, erstellen Bau- und Betriebskostenabrechnungen, Wirtschafts- und Finanzpläne oder wirken in der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle mit. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit entwickeln sie u.a. Marketingmaßnahmen. Wo arbeitet man?Immobilienkaufleute finden Beschäftigung in Wohnungsbauunternehmen, bei Bauträgern, bei Immobilien- und Projektentwicklernin Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften, bei Immobilienmaklern und -verwalternin Immobilienabteilungen z.B. von Banken, Bausparkassen, Versicherungenbei Industriebetrieben, im Facility-Management, bei Stadt- und KommunalverwaltungenWeitereBerufe im Büro und SekretariatBerufe rund um Ge...

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Organisation, Information und Kommunikationkaufmännische Steuerung und KontrolleMarktorientierungImmobilienbewirtschaftungErwerb, Veräußerung und Vermittlung von ImmobilienAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:die Berufsausbildung selbstständig mitgestaltendas Immobilienunternehmen repräsentierenWerteströme und Werte erfassen und dokumentierenWohnräume vermietenWohnräume verwalten und Bestände pflegengewerbliche Objekte bewirtschaftenGrundstücke erwerben und entwickelnBauprojekte entwickeln und begleitenWohnungseigentum begründen und verwaltenZwischenprüfung in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. AusbildungsjahrBegleitung von BauvorhabenInhalte der zwei gewählten WahlqualifikationseinheitenAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern: Immobilien vermitteln und mit Immobilien handelnImmobilien finanzierengesamtwirtschaftliche Einflüsse bei immobilienwirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigenJahresabschlussarbeiten vornehmen und Informationen zur Unternehmenssteuerung bereitstellenAbschlussprüfung nach dem 3...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:was bei der Planung und Durchführung von Kundengesprächen und Wohnungsbesichtigungen zu berücksichtigen istwie man Mietverträge unterschriftsreif vorbereitetauf welche Weise man Mietpreise kalkuliert, Mietpreisveränderungen plant und umsetztwie man Rechnungen erstellt und prüft, Zahlungen vorbereitet und veranlasst, wie man Zahlungseingänge kontrolliert und Zahlungsrückstände anmahntwie man Immobilien nach Lage, Beschaffenheit und Nutzungsmöglichkeiten beurteiltwie man Wohnungseigentümerversammlungen vor- und nachbereitetwelche Rechte und Pflichten die Wohnungseigentümer und die Verwaltung habenwie man Bauteile, Materialien und Produkte und ihre Anwendungsbereiche unterscheidetwie man Investitions- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchführtwie Liquiditäts- und Belastungspläne aufzustellen sindDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. gewerbliche Objekte bewirtschaften, Wohnungseigentum begründen und verwalten, das Immobilienunternehmen repräsentieren)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Immobilien und Grundstücke erwerben, verwalten, vermieten oder verkaufen, Mieter beraten, Finanzierungskonzepte erstellen Umgebung: Bildschirmarbeit in Büroräumen, wechselnde Arbeitsorte, z.B. Haus- und Wohnungsabnahmen, -besichtigungenArbeitszeit: unregelmäßige Arbeitszeiten (teilweise Abend- und Wochenendarbeit)Anforderungen:Kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick (z.B. Angebote für den Kauf oder Verkauf von Immobilien einholen und bewerten, Kaufverhandlungen führen)Kommunikationsfähigkeit, Kunden- und Serviceorientierung (z.B. Kunden beraten, auf individuelle Kundenwünsche eingehen)Beobachtungsgenauigkeit und organisatorische Fähigkeiten (z.B. bautechnische Mängel feststellen, Reparatur, Sanierungs- oder Wartungsarbeiten veranlassen)Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen (z.B. langwierige Beratungs- und Verkaufsgespräche führen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Großbritannien, IrlandIntensivkurs "Professional Development Programme (PDP)", ggf. mit Erwerb der Zusatzqualifikation "Kaufmann/-frau International Certificate"Ort: European College of Business and Management (ECBM), London und DublinDauer: 3 WochenWeitere Informationen zum Intensivkurs Professional Development Programme (PDP)Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.230 €2. Ausbildungsjahr: 1.340 €3. Ausbildungsjahr: 1.450 €Quelle:Tarifregister Nordrhein-Westfalen, Stand Januar 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Finanzierungspläne aufzustellenWirtschaft: z.B. um Jahresabschlüsse vorzubereitenDeutsch: z.B. um Kauf- und Mietanzeigen zu verfassen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/inDie Zusatzqualifikation "Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende" befähigt angehende Kaufleute, Telefonate und Schriftverkehr in einer Fremdsprache wie Englisch zu führen. Auszubildende absolvieren eine schriftliche und mündliche Prüfung. Die zuständige Industrie- und Handelskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:IHK Köln - Fremdsprache für kaufmännische AuszubildendeDie Zusatzqualifikation "Privates Vermögensmanagement" vermittelt ergänzend zur Erstausbildung Kenntnisse in Finanzdienstleistungen und Immobilien. Die Auszubildenden besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht z.B. in Privatkundenberatung zu Individualversicherungen, Baufinanzierungen, Vermögensplanung und legen eine schriftliche und mündliche Prüfung ab. Die zuständige Industrie- und Handelskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:IHK Heilbronn-Franken - Zusatzqualifikation Privates Vermögensmanagement

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Immobilienkaufmann/-frau an:Bereich Geld, Versicherungen und ImmobilienBankkaufmann/BankkauffrauKaufmann/Kauffrau für Versicherungen und FinanzanlagenGemeinsamkeit:Kunden in Finanzierungs- und Vermögensfragen beim Immobilienkauf beratenBereich Büro und SekretariatKaufmann/Kauffrau für BüromanagementGemeinsamkeit:Büro- und Verwaltungsarbeiten übernehmen

Entwicklung der Ausbildung

1981:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Kaufmann/-frau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft tritt in Kraft1996:Neuordnung des Berufs (Anpassung an zahlreiche Neuerungen in der Immobilienbranche) 2006:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Immobilienkaufmann/-frau tritt in Kraft, u.a. unter Berücksichtigung von Facility-Management, Controlling und internationalem MarketingAufhebung des Vorläuferberufs Kaufmann/Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Immobilienkaufmann/-frau ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (Ausbildungsbereich Industrie und Handel).

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussbezeichnung Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Immobilienkaufleute verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. in den Bereichen Fremdsprachen für kaufmännische Auszubildende oder privates Vermögensmanagement.Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Immobilienkaufleute in Wohnungsbauunternehmen, bei Immobilien- und Projektentwicklern oder Immobilienmaklern. Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Immobilienwirtschaft bis hin zu Vertragsrecht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Immobilienfachwirt/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Immobilienwirtschaft erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Maklerunternehmen für Immobilien.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 3.219 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 68 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 29 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 2 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [29.0%]29Hochschulreife [68.0%]68Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird durch Wahlqualifikationseinheiten vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.:Steuerung und Kontrolle im UnternehmenGebäudemanagementMaklergeschäfteBauprojektmanagementWohnungseigentumsverwaltung

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau (ImmobKfmAusbV) vom 14.02.2006 (BGBl. I S. 398)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 13.01.2006)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Gayrimenkul Uzmanı (Immobilienkaufmann/frau)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Immobilienkaufleute arbeiten in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. Sie bewirtschaften Grundstücke, Wohnhäuser und gewerbliche Immobilien, vermieten und verwalten, kaufen, verkaufen oder vermitteln Objekte, organisieren Objektbesichtigungen und wickeln Wohnungsübernahmen ab. Sie wirken bei der Planung und Organisation von Neubau-, Sanierungs- oder Modernisierungsprojekten mit und nehmen fertige Bauten ab. In der Wohnungs- oder Gebäudeverwaltung beraten sie z.B. Mieter und Eigentümer, bearbeiten Schadensmeldungen und veranlassen Instandsetzungsarbeiten. Sie führen Mieter- bzw. Eigentümerversammlungen durch und organisieren das technische Gebäudemanagement. Darüber hinaus bereiten sie Finanzierungskonzepte vor, erstellen Bau- und Betriebskostenabrechnungen, Wirtschafts- und Finanzpläne oder wirken in der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle mit. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit entwickeln sie u.a. Marketingmaßnahmen. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Immobilienkaufleute finden Beschäftigung in Wohnungsbauunternehmen, bei Bauträgern, bei Immobilien- und Projektentwicklernin Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften, bei Immobilienmaklern und -verwalternin Immobilienabteilungen z.B. von Banken, Bausparkassen, Versicherungenbei Industriebetrieben, im Facility-Management, bei Stadt- und KommunalverwaltungenArbeitsorte:Immobilienkaufleute arbeiten in erster Liniein Büroräumenim Außendienst, z.B. in Wohnquartieren und (Bau-)ProjektenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [29.0%]29Hochschulreife [68.0%]68Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick (z.B. Angebote für den Kauf oder Verkauf von Immobilien einholen und bewerten, Kaufverhandlungen führen)Kommunikationsfähigkeit, Kunden- und Serviceorientierung (z.B. auf Kundenwünsche eingehen)Beobachtungsgabe und organisatorische Fähigkeiten (z.B. bautechnische Mängel feststellen, Reparatur, Sanierungs- oder Wartungsarbeiten veranlassen)Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen (z.B. langwierige Beratungs- und Verkaufsgespräche führen)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Finanzierungspläne aufzustellen)Wirtschaft (z.B. um Jahresabschlüsse vorzubereiten)Deutsch (z.B. um Kauf- und Mietanzeigen zu verfassen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.230 €2. Ausbildungsjahr: 1.340 €3. Ausbildungsjahr: 1.450 €

Ist Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau in Deutschland typischerweise?

Immobilienkaufleute werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. immobilienwirtschaftliche Handelsbetriebe): Büroräume, Grundstücke, Gebäude, WohnungenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Wie hoch ist das typische Gehalt für Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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