Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft
Helfer/in - Fischwirtschaft
Was ist Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. →Der Beruf Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswiss.:
- Nutzpflanzenwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Advisory and Innovation Services in Agri-Food Systems
Master · Universität Hohenheim
Agrar- und Gartenbauwissenschaften
Bachelor · Humboldt-Universität zu Berlin
Agrarbiologie
Bachelor · Universität Hohenheim
Agrarsystemtechnologien
Bachelor · Hochschule Osnabrück
Agrarsystemwissenschaften
Master · Technische Universität München
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Bildungsserver AgrarFisch & FangFischerei in Deutschland - Portal des Bundes und der LänderFischMagazinLeibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, BerlinOA Open AgrarOnlinehilfe für Lebensmittelhygiene
▶ Trends
Digitalisierung der FischwirtschaftInnovative Technologien wie Cloud-Vernetzung, Internet of Things (IoT) und Künstliche Intelligenz (KI) verändern die Fischwirtschaft. Sensoren überwachen bereits heute die Wasserqualität und melden Störungen automatisch. Maschinelles Lernen optimiert Fütterungsprozesse. Durch Bilderkennung können Fachkräfte Krankheiten der Tiere frühzeitig erkennen. Diese digitalen Verfahren machen die Aufzucht von Fischen, Krebsen und Muscheln nachhaltiger und effizienter. Die Blockchain-Technologie erhöht zudem die Sicherung und Rückverfolgung von Daten und sorgt für mehr Transparenz. Beschäftigte der Fischwirtschaft werden sich mit diesen innovativen Technologien und ihren Optimierungsmöglichkeiten auseinandersetzen.
▶ Arbeitsorte
Helfer und Helferinnen im Bereich Fischwirtschaft arbeiten meistim Freien, v.a. an Teichanlagenin Materiallagernin WerkstatträumenSie arbeiten ggf. auchin Schlacht-, Räucher- und Kühlräumen
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen:Beladen, EntladenBesatzfische einbringenFiletierenFischverarbeitung, FischwarenherstellungFischwirtschaft, FischzuchtForellenzuchtKarpfenzuchtKleine HochseefischereiKrabbenfischereiKüstenfischereiLadungs- und FangtechnikLagerarbeitMaschinenführung, Anlagenführung, -bedienungQualitätskontrolle (einfache Kontrolltätigkeit)ReinigenSeen- und FlussfischereiSortierenTeichwirtschaftTransportVerpackenWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Fischfanggeräte und Fischverarbeitungsanlagen"
▶ Arbeitssituation
Helfer/innen im Bereich Fischwirtschaft bedienen technische Geräte wie Wasserpumpen oder Fütterungsanlagen, arbeiten aber auch viel mit der Hand, z.B. wenn sie Fische ausnehmen. Beim Umgang mit Präparaten zur Algenbekämpfung oder Düngemitteln tragen sie Schutzhandschuhe, an und in Teichanlagen oder Zuchtbecken Hüftstiefel und Wathosen. In der Fischverarbeitung sind Kittel, Handschuhe und teilweise auch eine Kopfbedeckung erforderlich. Sie sind im Freien tätig, in Hallen, Bruthäusern, Schlacht-, Kühl- und Räucherräumen sowie ggf. auf Schiffen. Die Arbeitszeiten können jahreszeitlichen Schwankungen unterliegen. Brut- und Anzuchtbecken werden auch an Wochenenden überwacht.Um z.B. Futtersäcke zu tragen oder beim Abfischen zu helfen, müssen Helfer/innen im Bereich Fischwirtschaft kräftig zupacken können. Bei den Arbeiten beachten sie die Sicherheitsvorschriften, bei der Fischverarbeitung die Hygienevorschriften. Die Helfer/innen folgen den Anweisungen der Fachkräfte und führen alle Tätigkeiten sorgfältig aus.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 2.419 € bis 2.533 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Fischerei, Fischzucht, AquakulturMeeresfischereiErbringung von Dienstleistungen für Fischerei und AquakulturSüßwasserfischereiLandwirtschaftGemischte Landwirtschaft, z.B. land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit angeschlossener TeichwirtschaftAuch denkbar:FischFischverarbeitung, z.B. Herstellung von Fischmehl, Fischfilets oder Fischfertiggerichten
▶ Zugang zur Tätigkeit
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Fischwirtschaft erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. in der Fischhaltung.
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Helfer und Helferinnen im Bereich Fischwirtschaft finden Beschäftigung in erster Liniein der Fischhaltung und Fischzuchtin land- und forstwirtschaftlichen Betrieben mit angeschlossener Teichwirtschaftin der Fluss- und Seen-, aber auch in der Hochsee- und KüstenfischereiDarüber hinaus finden sie auch Beschäftigungin Fischverarbeitungsbetrieben
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Helfer/in - FischwirtschaftAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymHelfer/in - Fischerei
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Für land- oder forstwirtschaftliche Zweck kann eine Berechtigung zum Führen von Zugmaschinen und selbstfahrenden Arbeitsmaschinen notwendig sein.
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Helfer und Helferinnen im Bereich Fischwirtschaft übernehmen meist einfachere Aufgaben in Betrieben der Fischerei und Fischwirtschaft oder in der gemischten Land- und Forstwirtschaft.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
ajb Agrarjobbörse
▶ Verbände und Organisationen
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)Verband der Landwirtschaftskammern e.V.
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Handarbeit (z.B. Düngen von Gewässern)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Teichdurchlüfter oder Wasserpumpen bedienen)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Hüftstiefel, Wathosen, Gummischürzen und -handschuhe)Arbeit im FreienArbeit im/am WasserArbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. beim Verarbeiten der Fische in Schlacht-, Räucher- und Kühlräumen)wechselnde Arbeitsorte (zwischen Teichanlagen, Schlacht-, Kühl- und Räucherräumen wechseln)Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. Witterungseinflüsse im Freien)Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. Fischabfälle entsorgen)Arbeit mit starken Erschütterungen, Stößen, Schwingungen (Vibrationen) (z.B. beim Arbeiten auf hoher See auch bei starkem Wellengang)Schmutzarbeit (z.B. beim Arbeiten an den Teichen bei feuchter Witterung oder beim Schlachten)Umgang mit Chemikalien (z.B. Spezialpräparate zur Algenbekämpfung oder Düngemittel)ständig wiederkehrende ArbeitsvorgängeUnfallgefahr (z.B. bei hohem Seegang)unregelmäßige Arbeitszeiten (z.B. in der Zeit des Abfischens)schweres Heben und Tragen (z.B. Futtersäcke einlagern oder beim Abfischen helfen)produktionsorientierter Umgang mit Tieren (z.B. beim Ausnehmen von Fischen in Fischverarbeitungsbetrieben)Gruppen-, Teamarbeit (z.B. mit der Schiffsbesatzung während der Fangfahrt zusammenarbeiten)Arbeit im Gehen und Stehen
▶ Job- und Besetzungsalternativen
Job- und BesetzungsalternativenHelfer/Helferin in der Landwirtschaft
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Helfer und Helferinnen im Bereich Fischwirtschaft nutzen je nach Tätigkeit folgende Arbeitsmittel:Tiere, z.B.: Fischarten und Meerestiere wie Forellen, Karpfen, Schleien, Garnelen, Krebse, Krabben Anlagen und Geräte, z.B.: künstliche Teiche und Behälter, Hälterungen, computergesteuerte Versorgungssysteme, Fütterungsautomaten, elektronische Fühler, Teichpumpen, Teichdurchlüfter, Verpackungsmaschinen, VakuumgeräteWasserfahrzeuge und Zubehör, z.B.: Arbeitsboote, Kescher, Netze, Sortierbretter, Bottiche, Transporttanks, FuttersäckeHilfsstoffe, z.B.: Dünge-, Algen- und Unkrautvernichtungsmittel
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Helfer und Helferinnen im Bereich Fischwirtschaft unterstützen Fachkräfte bei der Aufzucht und Vermehrung von Fischen sowie bei der Instandhaltung von Teichen oder Becken. Sie helfen z.B. bei der physikalischen, chemischen und biologischen Aufbereitung des Wassers, entnehmen Proben und kontrollieren nach Anweisung den pH-Wert. Außerdem wirken sie bei der Düngung von Gewässern und der Bekämpfung von Algen und Unkraut mit. Nach Vorgabe kontrollieren, warten und reparieren sie Geräte und Maschinen. Sie arbeiten auch beim Fischfang und Abfischen der Teiche mit. In der Fischverarbeitung nehmen sie die Tiere aus, verpacken sie und bereiten Fische und Fischprodukte für den Verkauf vor.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Fischerei, Hygiene oder Lebensmittel).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Mit einer Berufsausbildung kann man beruflich dauerhaft Fuß fassen, z.B. als Fischwirt/in der Fachrichtung Aquakultur und Binnenfischerei. Mit mehrjähriger Berufserfahrung kann man die Ausbildung ggf. in verkürzter Form absolvieren.Eine Externenprüfung ermöglicht den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf auch ohne Absolvieren einer Ausbildung. Voraussetzung hierfür ist i.d.R. eine mehrjährige Berufserfahrung. In Kursen zur Vorbereitung auf eine Externenprüfung kann man fachtheoretische Kenntnisse und fachpraktische Fähigkeiten ergänzen und vertiefen. Auch berufsbegleitende Nachqualifizierungsmaßnahmen, bei denen einzelne Module zertifiziert werden, erlauben den Zugang zur Externenprüfung.Eine Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen. Für Helfer/innen im Bereich Fischwirtschaft mit mehrjähriger Berufserfahrung besteht auch ohne Berufsabschluss die Möglichkeit, z.B. zur Meisterprüfung in der Fischwirtschaft zugelassen zu werden.Für die Teilnahme an vielen Aus- und Weiterbildungsangeboten werden bestimmte Schulabschlüsse vorausgesetzt. In Seminaren und Lehrgängen kann man sich z.B. auf das Nachholen eines Hauptschulabschlusses oder mittleren Bildungsabschlusses vorbereiten.
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. in Zwangshaltungen arbeiten, etwa beim Abfischen von Teichen)Körperkraft (z.B. schwere Netze einholen; größere Behälter mit Fischen bewegen)Körperbeweglichkeit (z.B. Fanggeräte wie Reusen, Stellnetze, Hamen ausbringen bzw. stellen)Körperliche Ausdauer (z.B. beim Bauen von Anlagen der Teichwirtschaft und Fischhaltung helfen)Robuste Gesundheit (z.B. im Freien und am Wasser bei allen Witterungsbedingungen tätig sein; in Kühlräumen arbeiten)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Netze auswerfen und einholen; Fische zerlegen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Geschlechtsprodukte von Laichfischen abstreifen)Ausreichende Bewegungskoordination (z.B. auf schwankenden Booten arbeiten)Sehvermögen für die Ferne - auch korrigiert (z.B. das Verhalten von Fischen beobachten)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. mit Prüfgeräten regelmäßig die Qualität des Wassers überprüfen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. Desinfektionsmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen)Belastbares Herz-Kreislaufsystem (z.B. bei anstrengenden Arbeiten wie dem Abfischen von Teichen oder dem Einholen schwerer Netze)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen...
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. in Zwangshaltungen arbeiten, etwa beim Abfischen von Teichen)Muskelschwäche, fehlende Muskelkraft (z.B. schwere Netze einholen; größere Behälter mit Fischen bewegen)Eingeschränkte Beweglichkeit (z.B. Fanggeräte wie Reusen, Stellnetze, Hamen ausbringen bzw. stellen)Mangelnde körperliche Ausdauer (z.B. beim Bauen von Anlagen der Teichwirtschaft und Fischhaltung helfen)Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. im Freien und am Wasser bei allen Witterungsbedingungen tätig sein; in Kühlräumen arbeiten)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Netze auswerfen und einholen; Fische zerlegen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Geschlechtsprodukte von Laichfischen abstreifen)Störungen der Bewegungskoordination, Gleichgewichtsstörungen (z.B. auf schwankenden Booten arbeiten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Ferne (z.B. das Verhalten von Fischen beobachten)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. mit Prüfgeräten regelmäßig die Qualität des Wassers überprüfen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widersta...
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft in Deutschland? ▼
In Deutschland übernehmen Hilfskräfte in der Aquakultur in Fischerei- und Aquakulturbetrieben oder in gemischten Land- und Forstwirtschaftsbetrieben in der Regel einfachere Aufgaben. Personen, die in diesem Beruf tätig sind, sind für die Aufzucht von Fischen und
Ist Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft qualifiziert werden? ▼
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht vorausgesetzt. Helfer und Helferinnen im Bereich Fischwirtschaft erhalten i.d.R. eine Einweisung am Arbeitsplatz. Praktische Erfahrungen sind ggf. vorteilhaft, z.B. in der Fischhaltung.
Wo arbeiten Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft in Deutschland typischerweise? ▼
Helfer und Helferinnen im Bereich Fischwirtschaft arbeiten meistim Freien, v.a. an Teichanlagenin Materiallagernin WerkstatträumenSie arbeiten ggf. auchin Schlacht-, Räucher- und Kühlräumen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Helfer/Helferin in der Fischwirtschaft in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 2.419 € bis 2.533 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.