Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung)
Berufspädagoge/-pädagogin (Weiterbildung)
Was ist Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung)?
Steckbrief
Berufstyp: Weiterbildungsberuf Weiterbildungsart: Weiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung Teilnahme: an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlich Weiterbildungsdauer: Unterschiedlich, 5-21 Monate - je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und Lernform
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Sozialwissenschaften →Der Beruf Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Sozialwissenschaften:
- Arabistik/Islamwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Christianity in Global Transformations
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Geschichte
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Psychologie
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Sprechwissenschaft
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Wissenschaft vom Christlichen Orient
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräumebei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer) und Fernunterricht: zu Hause, ggf. Schulungsräume bei Präsenzphasenbei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten
▶ Steckbrief
BerufstypWeiterbildungsberufWeiterbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher RegelungTeilnahme an Vorbereitungslehrgängen nicht erforderlichWeiterbildungsdauerUnterschiedlich, 5-21 Monate - je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und LernformAufgaben und TätigkeitenBerufspädagogen und Berufspädagoginnen arbeiten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und entwickeln neue Bildungskonzepte und Methoden. Mithilfe verschiedener Lernmedien vermitteln sie fachspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten. Sie planen und organisieren betriebliche Aus- und Weiterbildungsprozesse und ermitteln die nötige Qualifikation. Zudem beraten und betreuen sie Teilnehmende z.B. in lernbegleitenden Gesprächen oder Beratungsangeboten. Sie nutzen pädagogische Methoden, um Kompetenzen festzustellen oder Teilnehmende zu beurteilen und entwickeln oder optimieren dafür Beurteilungssysteme und Prüfverfahren.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Berufspädagogen und Berufspädagoginnen finden Beschäftigungin Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, z.B. von Industrie- und Handelskammernin berufsbildenden SchulenArbeitsorte:Berufspädagogen und Berufspädagoginnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Seminar-, Besprechungs- und UnterrichtsräumenVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.: ein Weiterbildungsabschluss als Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin, Fachwirt/in, Fachkaufmann/-frau, Industrie-, Fach-...
▶ Weiterbildungsdauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform: Vollzeit: ca. 5-6 MonateTeilzeit: ca. 12-21 Monate
▶ Weiterbildungsaufbau
Stundenverteilung (beispielhaft):Lern- und Arbeitsmethodik: 10 StundenKernprozesse der beruflichen Bildung:Lernprozesse und Lernbegleitung: 150 StundenPlanungsprozesse: 150 StundenManagementprozesse: 150 StundenBerufspädagogisches Handeln in Bereichen der beruflichen Bildung:Berufsausbildung: 100 StundenWeiterbildung: 120 StundenPersonalentwicklung und -beratung: 120 StundenProjektarbeit: 25 StundenGesamtstundenzahl: 825 Stunden
▶ Weiterbildungskosten
Für den Besuch von Vorbereitungslehrgängen fallen in der Regel Lehrgangsgebühren an, für die Prüfung selbst Prüfungsgebühren. Ggf. entstehen weitere Kosten, z.B. für Arbeitsmaterialien, Fahrten zur Weiterbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.FörderungsmöglichkeitenWeiterbildungen können ggf. gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz finanziell gefördert werden. Weitere Informationen: Aufstiegs-BAföG - Aufstieg mit FörderungFörderung besonders begabter junger Fachkräfte: Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) - Weiterbildungsstipendium
▶ Weiterbildungsinhalte
Lernprozesse und Lernbegleitung, z.B. lern- und entwicklungstheoretische Grundlagen, didaktische Aufbereitung und Umsetzung, methodische Planung und GestaltungPlanungsprozesse, z.B. Ermittlung von betrieblichem Bildungsbedarf, Bewerber- und Teilnehmergewinnung, Kooperation mit Bildungsnetzwerken und Partner/innen, Umsetzung von Aus- und WeiterbildungsordnungenManagementprozesse, z.B. Management und Controlling beruflicher und betrieblicher Bildungsprozesse, Qualitätsmanagement, FinanzplanungBerufsausbildung, z.B. Planen einer Berufsausbildung, Lernbegleitung von Auszubildenden, Prüfen und PrüfungsgestaltungWeiterbildung, z.B. Coaching und Bildungsberatung, Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen, Führung und Qualifizieren von WeiterbildendenPersonalentwicklung und -beratung, z.B. Kompetenzentwicklung, Qualifikationsanalyse und Qualifizierungsprogramme, lernförderliche Arbeitsformen, Beratung von Führungskräftenspezielle berufspädagogische Funktionen, z.B. lehrende, entwickelnde und planende, beratende, prüfende und zertifizierende Funktionen, Management- und Führungsfunktionen
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Bereichen sind gute Voraussetzungen, um die Weiterbildungsprüfung erfolgreich zu bestehen:Pädagogik/Didaktik: z.B. um Lernende im Betrieb zu begleiten und beurteilenMathematik: z.B. um die Kosten von Bildungsmaßnahmen zu ermittelnManagement/Marketing: z.B. um die Management- und Führungsfunktionen eines Betriebes zu übernehmen
▶ Weiterbildungssituation
Die Weiterbildung besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht.Je nach Bildungsanbieter sollte man sich auf folgende Bedingungen einstellen:Unterrichtszeitbei Vollzeitunterricht: ganztägiger Unterricht an mindestens vier Wochentagenbei Teilzeitunterricht: i.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am AbendLernformbei Präsenzveranstaltungen: Unterricht im Klassenverband an der Bildungseinrichtung (ggf. nicht am Wohnort)bei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer): ausschließliches Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme (vorwiegend im Klassenverband von zu Hause aus)bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Präsenzveranstaltungen im Klassenverband an der Bildungseinrichtung und selbstgestaltetes Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme von zu Hause ausbei Fernunterricht: individuelle Bearbeitung des Lernstoffs von zu Hause aus (hohe Anforderungen an Selbstdisziplin und Arbeitsorganisation); ggf. zusätzlich Präsenzphasen an der Bildungseinrichtung
▶ Weiterbildung im Ausland
Für eine Weiterbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeit:ÖsterreichWeiterbildungsangebote: Berufsförderungsinstitut Steiermark(z.B. mit dem Suchbegriff "Berufspädagoge" oder "Berufspädagogin")Dokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Lernaufenthalte zu dokumentieren.Weitere Informationen zum Europass
▶ Weiterbildungsvergütung
Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.
▶ Weiterbildungsalternativen
Folgende Weiterbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Berufspädagoge/-pädagogin an:Bereich Erziehung, Schule, Aus- und WeiterbildungFachlehrkraft für berufliche/allgemeinbildende SchulenInternationaler Meister/Internationale MeisterinGemeinsamkeit:theoretische und praktische Kenntnisse vermitteln
▶ Entwicklung der Weiterbildung
2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungGeprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin
▶ Die Weiterbildung im Überblick
Geprüfter Berufspädagoge bzw. Geprüfte Berufspädagogin ist eine berufliche Weiterbildung. Die Prüfung ist bundesweit einheitlich geregelt.Für die Zulassung zur Prüfung ist es nicht erforderlich, an einem Lehrgang teilzunehmen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Berufspädagogik an Hochschulen zu studieren.
▶ Perspektiven nach der Weiterbildung
Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Weiterbildung arbeiten Berufspädagogen und -pädagoginnen z.B. in Aus- und Weiterbildungseinrichtungen oder in berufsbildenden Schulen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von betrieblicher Aus- und Fortbildung bis hin zu Personalentwicklung.Beruflich weiterkommenMit ihrem Weiterbildungsabschluss können Berufspädagogen und -pädagoginnen auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung Zugang zu einem Studium erhalten und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Berufspädagogik erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Dienstleistungsbetrieb im Bereich Betriebspädagogik.
▶ Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin vom 21.08.2009 (BGBl. I S. 2927), zuletzt geändert durch Artikel 48 der Verordnung vom 09.12.2019 (BGBl. I S. 2153)Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin - Rahmenplan mit Lernzielen, 2022 (Deutscher Industrie- und Handelskammertag - DIHK)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung
Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.: ein Weiterbildungsabschluss als Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin, Fachwirt/in, Fachkaufmann/-frau, Industrie-, Fach- oder Handwerksmeister/inoderein Hochschulstudium bzw. ein Fachschulabschlussodereine Abschlussprüfung in einem anerkannten AusbildungsberufSowie jeweils entsprechende Berufserfahrung und eine erfolgreiche Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung) in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenBerufspädagogen und Berufspädagoginnen arbeiten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und entwickeln neue Bildungskonzepte und Methoden. Mithilfe verschiedener Lernmedien vermitteln sie fachspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten. Sie planen und organisieren betriebliche Aus- und Weiterbildungsprozesse und ermitteln die nötige Qualifikation. Zudem beraten und betreuen sie Teilnehmende z.B. in lernbegleitenden Gesprächen oder Beratungsangeboten. Sie nutzen pädagogische Methoden, um Kompetenzen festzustellen oder Teilnehmende zu beurteilen und entwickeln oder optimieren dafür Beurteilungssysteme und Prüfverfahren.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Berufspädagogen und Berufspädagoginnen finden Beschäftigungin Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, z.B. von Industrie- und Handelskammernin berufsbildenden SchulenArbeitsorte:Berufspädagogen und Berufspädagoginnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Seminar-, Besprechungs- und UnterrichtsräumenVoraussetzungenVoraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.: ein Weiterbildungsabschluss als Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin, Fachwirt/in, Fachkaufmann/-frau, Industrie-, Fach- oder Handwerksmeister/in oderein Hochschulstudium bzw. ein Fachschulabschluss odereine Abschlussprüfung in einem anerkannten AusbildungsberufSowie jeweils entsprechende Berufserfahrung und eine erfolgreiche Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung.Inhalte der WeiterbildungDie Inhalte können je nach Bildungsangebot variieren.Lernprozesse und Lernbegleitung, z.B. lern- und entwicklungstheoretische Grundlagen, didaktische Aufbereitung und Umsetzung, methodische Planung und GestaltungPlanungsprozesse, z.B. Ermittlung von betrieblichem Bildungsbedarf, Bewerber- und Teilnehmergewinnung, Kooperation mit Bildungsnetzwerken und Partner/innen, Umsetzung von Aus- und WeiterbildungsordnungenManagementprozesse, z.B. Management und Controlling beruflicher und betrieblicher Bildungsprozesse, Qualitätsmanagement, FinanzplanungBerufsausbildung, z.B. Planen einer Berufsausbildung, Lernbegleitung von Auszubildenden, Prüfen und PrüfungsgestaltungWeiterbildung, z.B. Coaching und Bildungsberatung, Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen, Führung und Qualifizieren von WeiterbildendenPersonalentwicklung und -beratung, z.B. Kompetenzentwicklung, Qualifikationsanalyse und Qualifizierungsprogramme, lernförderliche Arbeitsformen, Beratung von Führungskräftenspezielle berufspädagogische Funktionen, z.B. lehrende, entwickelnde und planende, beratende, prüfende und zertifizierende Funktionen, Management- und Führungsfunktionen
Ist Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung ist i.d.R.: ein Weiterbildungsabschluss als Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin, Fachwirt/in, Fachkaufmann/-frau, Industrie-, Fach- oder Handwerksmeister/inoderein Hochschulstudium bzw. ein Fachschulabschlussodereine Abschlussprüfung in einem anerkannten AusbildungsberufSowie jeweils entsprechende Berufserfahrung und eine erfolgreiche Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung.
Wo arbeiten Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung) in Deutschland typischerweise? ▼
Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung finden an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen statt.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräumebei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer) und Fernunterricht: zu Hause, ggf. Schulungsräume bei Präsenzphasenbei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten
Wie hoch ist das typische Gehalt für Geprüfter Berufspädagoge/Geprüfte Berufspädagogin (Weiterbildung) in Deutschland? ▼
Die Teilnahme an einer Weiterbildung wird nicht vergütet.