Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin
Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin
Was ist Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin?
Steckbrief
Berufstyp: Studienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/Fachärztin Weiterbildungsart: Weiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern Weiterbildungsdauer: 5 Jahre
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Die Weiterbildung findet an Universitäts- oder Hochschulkliniken bzw. anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung (z.B. Praxen von niedergelassenen Ärzten) statt.Lernorte sindan Kliniken/in Praxen: z.B. Untersuchungs- und Behandlungsräume, Krankenstationen, Operationssäle, Büroräumeggf. bei externen Bildungsanbietern: Schulungsräumeggf. zu Hause (bei kombinierten Lernformen)
▶ Steckbrief
BerufstypStudienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/FachärztinWeiterbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der LandesärztekammernWeiterbildungsdauer5 JahreAufgaben und TätigkeitenFachärzte und Fachärztinnen für Arbeitsmedizin unterstützen Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberinnen dabei, ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten bei Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Unfallverhütung nachzukommen. Bei Planung, Einrichtung oder Umbau von Arbeitsplätzen beraten sie präventiv. Sie erstellen Gefährdungsbeurteilungen, entwickeln Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, beraten und unterweisen die betrieblichen Ersthelfer und Ersthelferinnen. Zudem betreuen sie die Beschäftigten, einschließlich Auszubildende, Schwangere oder Menschen mit Behinderungen im betrieblichen Umfeld. Sie führen arbeitsmedizinische Vorsorge- oder Tauglichkeitsuntersuchungen durch, begleiten die Wiedereingliederung nach längerer Erkrankung und erarbeiten ggf. Vorschläge für einen Arbeitsplatzwechsel. Darüber hinaus können sie auch in der staatlichen Gewerbeaufsicht oder wissenschaftlichen Forschung und Lehre tätig sein.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe Fachärzte und Fachärztinnen für Arbeitsmedizin finden Beschäftigung in erster Liniein einschlägigen Facharztpraxenbei betriebsärztlichen Dienstenin der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Gesundheits- oder Gewerbeaufsichtsämtern, in staatlichen Forschungseinrichtungenin Forschungseinrichtungen der gesetzlichen UnfallversicherungsträgerArbeitsorteFachä...
▶ Vergütung
Die Weiterbildung findet im Rahmen einer ärztlichen Tätigkeit statt. Die dabei erreichte Vergütung ist abhängig vom jeweiligen Arbeitgeber und der Dauer der Tätigkeit als Arzt bzw. Ärztin.Bei einer Tätigkeit im Geltungsbereich des Tarifvertrags für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ärzte) kommt es zum Beispiel zu folgender Vergütung: 5.627 € bis 7.223 € (monatlich brutto)Quelle:Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ärzte)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Weiterbildungsdauer
5 Jahre (Vollzeit)
▶ Weiterbildungsaufbau
Aufbau der Weiterbildung laut Muster-Weiterbildungsordnung der BundesärztekammerAngehende Fachärzte und -ärztinnen für Arbeitsmedizin absolvieren eine fünfjährige Weiterbildung im Gebiet Arbeitsmedizin.Facharzt-Weiterbildung im Gebiet ArbeitsmedizinDauer: 60 Monate, davon24 Monate in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung360 Stunden Kurs-Weiterbildung in Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin
▶ Weiterbildungskosten
Für die Durchführung der Weiterbildung während der hauptberuflichen Ausübung einer ärztlichen Tätigkeit werden von den angehenden Fachärzten und -ärztinnen keine Kosten erhoben. Für die Teilnahme an Kursen, die auch durch die Weiterbildungsordnung vorgeschrieben sein kann, fallen gewöhnlich Gebühren an. Es können Prüfungsgebühren erhoben werden.
▶ Weiterbildungsinhalte
Fachspezifische Inhalteübergreifende Inhalte, z.B. Gesetze, Verordnungen und Richtlinien, betriebliche Organisationsstrukturen und Ablaufprozesse, Grundlagen der Epidemiologie und Statistik, Grundlagen der Reise-, Tropen- und FlugmedizinFunktionsstörungen und Erkrankungen von Organsystemen, z.B. des Auges, Blutes, Endokriniums oder Gastrointestinaltraktes; von Hals, Nase und Ohren, Herzkreislaufsystem oder Psyche, sowie berufsbezogene RisikenPrimärprävention, z.B. Arbeitsplatzgestaltung, Ergonomie, Arbeitshygiene und UnfallpräventionSekundärprävention, z.B. Früherkennungsuntersuchungen bei Risikofaktoren, Eignungsuntersuchungen und Eignungsbeurteilungen Tertiärprävention, z.B. medizinische, arbeitsplatzbezogene, betriebliche und soziale Rehabilitationarbeitsbedingte Erkrankungen einschließlich BerufskrankheitenArbeitstoxikologieArbeit und psychische Gesundheit, z.B. Grundlagen der Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie einschließlich betrieblichem Konflikt- und Stressmanagementumweltmedizinische Risikofaktorenbetriebliches GesundheitsmanagementAllgemeine InhalteGrundlagen, z.B. ethische, wissenschaftliche und rechtliche Grundlagen ärztlichen Handelnspatientenbezogene Inhalte, z.B. Aufklärung und Befunddokumentationbehandlungsbezogene Inhalte, z.B. medizinische Notfallsituationen, insbesondere lebensrettende Sofortmaßnahmentechnisch-diagnostische Inhalte im Zusammenhang mit gebietsspezifischen Fragestellungen, z.B. Präanalytik und labortechnisch gestützte Nachweisver...
▶ Wichtige Vorkenntnisse
Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterbildung sind vor allem vertiefte Vorkenntnisse im Facharztgebiet Arbeitsmedizin: Bereits während des Studiums kann man entsprechende Wahlfächer belegen oder sich in praktischen Phasen spezialisieren (z.B. Teile der Famulatur in einer arbeitsmedizinischen Praxis oder Klinikabteilung ableisten). Auch nach dem Studium ist einschlägige Praxiserfahrung von Vorteil.Folgende Erfahrungen und Kenntnisse können hilfreich sein:Einsatz von Medizintechnik: z.B. um Untersuchungen mittels EKG oder Computertomografie durchzuführenWahlfach: z.B. Bildgebende DiagnostikNaturheilverfahren: z.B. um Einsatzmöglichkeiten und Wirkungen von Naturheilverfahren in der Rehabilitation zu kennenWahlfach: z.B. NaturheilverfahrenPsychologie: z.B. um mit Beschäftigten die Wiedereingliederung nach einer längeren Erkrankung zu besprechenWahlfächer: z.B. ärztliche Gesprächsführung, interkulturelle Kompetenz
▶ Weiterbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:In der KlinikPraktische Arbeit (unter Anleitung von weiterbildungsbefugten Ärzten/Ärztinnen): i.d.R. Ableisten vorgeschriebener praktischer Tätigkeiten während der Berufstätigkeit (z.B. Durchführen von Untersuchungen und Behandlungen)Unterweisungen: Teilnehmen an theoretischen und praktischen UnterweisungenUmgebung: Arbeiten unter besonderen Hygienebedingungen zur Vermeidung von InfektionenKleidung: Arztkittel, Handschuhe und ggf. MundschutzArbeitszeit: i.d.R. Schicht-, Nacht- und Bereitschaftsdienst nach festgelegtem Wechsel (auch samstags, sonn- und feiertags)Anforderungen:Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Überwachen von Arbeitssicherheits- und Unfallverhütungsmaßnahmen)Sorgfalt (z.B. bei Lungenfunktions-Untersuchungen)Teamarbeit (z.B. bei Zusammenarbeit mit Sicherheitsfachkräften, mit anderen Fachärzten und -ärztinnen)Flexibilität (z.B. rasches Eingreifen bei Not- oder Unfällen)Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen (z.B. im Umgang mit Patienten)Ggf. Lernveranstaltungenbei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräumebei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten
▶ Weiterbildungsalternativen
Folgende Weiterbildungen können Alternativen für den Beruf Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin sein:Bereich MedizinFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Allgemeinmedizin (Hausarzt/Hausärztin)Facharzt/Fachärztin Fachrichtung AnästhesiologieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung AugenheilkundeFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Frauenheilkunde und GeburtshilfeFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Haut- und GeschlechtskrankheitenFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Innere MedizinFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und AngiologieFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Endokrinologie und DiabetologieFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und GastroenterologieFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Hämatologie und OnkologieFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und InfektiologieFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und KardiologieFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und NephrologieFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und PneumologieFacharzt/Fachärztin für Innere Medizin und RheumatologieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Kinder- und JugendmedizinFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Physikalische und Rehabilitative MedizinFacharzt/Fachärztin Fachrichtung UrologieGemeinsamkeiten:Patienten/Patientinnen beraten und aufklärenUntersuchungen und Behandlungen durchführen
▶ Entwicklung der Weiterbildung
1924:Beschluss der ersten Facharztordnung auf dem Deutschen Ärztetag ("Leitsätze zur Anerkennung und praktischen Tätigkeit von Fachärzten"): Beschränkung der ärztlichen Tätigkeit auf das Fachgebiet (keine gleichzeitige hausärztliche Tätigkeit), Etablierung von 14 Facharztbezeichnungen und festgelegten Weiterbildungszeiten1929:Arbeitsmedizin wird 1929 in Lyon von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Begriff eingeführt1937:Erlass einer neuen Berufs- und Facharztordnung, erste Nennung von Zusatzbezeichnungen1968:Beschluss der ersten (Muster-)Weiterbildungsordnung: Trennung der Weiterbildungsordnung von der Berufsordnung, Einführung neuer Gebiete1974:Neuordnung der Heilberufs- bzw. Kammergesetze der Länder, u.a. Einführung einer mündlichen Prüfung als Abschluss der Facharzt-Weiterbildung1976:Einführung der Gebietsbezeichnung Arbeitsmedizin durch den deutschen Ärztetag 1992:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung: Abschaffung der bisherigen Teilgebiete zugunsten von Schwerpunkten, Nennung der Arbeitsmedizin als eigenes Facharztgebiet2003:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung: Reduzierung der Facharzt-Gebiete 2010:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung2013:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung: Änderung bei der Anerkennung von ausländischen Facharzt-Weiterbildungen2018:Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung: Änderungen an Facharztgebieten und -schwerpunkten sowie an der Weiterbildungsstruktur
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungFacharzt für Arbeitsmedizin/Fachärztin für Arbeitsmedizin
▶ Die Weiterbildung im Überblick
Facharzt bzw. Fachärztin für Arbeitsmedizin ist eine berufliche Weiterbildung an Hochschulkliniken und anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung, z.B. niedergelassene Praxen. Sie dauert i.d.R. 5 Jahre. Die Landesärztekammern regeln die Details gemäß der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer.Die Weiterbildung führt zur Facharztprüfung.
▶ Perspektiven nach der Weiterbildung
Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Weiterbildung arbeiten Fachärzte und -ärztinnen für Arbeitsmedizin i.d.R. in Facharztpraxen, bei betriebsärztlichen Diensten und bei Gesundheitsämtern.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernFür Ärzte und Ärztinnen sind Weiterbildungen zur fachbezogenen beruflichen Anpassung gesetzlich vorgeschrieben. Durch Anpassungsweiterbildung hält man seine Fachkenntnisse aktuell, bringt sie auf den neuesten Stand und erweitert sie. Das Themenspektrum reicht dabei von Ergonomie bis hin zu Gesundheitsmanagement.Daneben kann man seine Fachkenntnisse vertiefen und sich spezialisieren oder sich Wissen auf neuen Gebieten aneignen. Naheliegend ist eine Zusatz-Weiterbildung, die zur Übernahme weiterer Aufgaben befähigt und zum Tragen einer Zusatzbezeichnung berechtigt, z.B. Flugmedizin.Beruflich weiterkommenEin weiterführendes Masterstudium kann helfen, beruflich voranzukommen, beispielsweise im Studienfach Gesundheitsmanagement, -ökonomie.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Praxis.
▶ Rechtliche Regelungen für die Weiterbildung
Die zuständigen Landesärztekammern erlassen Weiterbildungsordnungen.Beispiel für die Regelung einer Ärztekammer: Weiterbildungsordnung (WBO) der Landesärztekammer Baden-Württemberg vom 18.05.2020, geändert durch Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg vom 07.01.2025 (ber. 04/2025)Übersicht über die Landesärztekammern
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung
Die Zulassung zur Weiterbildung setzt die Approbation als Arzt bzw. Ärztin voraus. Auch eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes ermöglicht die Teilnahme.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin in Deutschland? ▼
Aufgaben und TätigkeitenFachärzte und Fachärztinnen für Arbeitsmedizin unterstützen Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberinnen dabei, ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten bei Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Unfallverhütung nachzukommen. Bei Planung, Einrichtung oder Umbau von Arbeitsplätzen beraten sie präventiv. Sie erstellen Gefährdungsbeurteilungen, entwickeln Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, beraten und unterweisen die betrieblichen Ersthelfer und Ersthelferinnen. Zudem betreuen sie die Beschäftigten, einschließlich Auszubildende, Schwangere oder Menschen mit Behinderungen im betrieblichen Umfeld. Sie führen arbeitsmedizinische Vorsorge- oder Tauglichkeitsuntersuchungen durch, begleiten die Wiedereingliederung nach längerer Erkrankung und erarbeiten ggf. Vorschläge für einen Arbeitsplatzwechsel. Darüber hinaus können sie auch in der staatlichen Gewerbeaufsicht oder wissenschaftlichen Forschung und Lehre tätig sein.Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe Fachärzte und Fachärztinnen für Arbeitsmedizin finden Beschäftigung in erster Liniein einschlägigen Facharztpraxenbei betriebsärztlichen Dienstenin der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Gesundheits- oder Gewerbeaufsichtsämtern, in staatlichen Forschungseinrichtungenin Forschungseinrichtungen der gesetzlichen UnfallversicherungsträgerArbeitsorteFachärzte und Fachärztinnen für Arbeitsmedizin arbeiten in erster Liniein Untersuchungs- und Behandlungsräumenin Büroräumenin allen Räumlichkeiten und ggf. in Außenbereichen der betreuten BetriebeDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben)in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)VoraussetzungenDie Zulassung zur Weiterbildung setzt die Approbation als Arzt bzw. Ärztin voraus. Auch eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes ermöglicht die Teilnahme.Inhalte der WeiterbildungFachspezifische Inhalteübergreifende Inhalte, z.B. Gesetze, Verordnungen und Richtlinien, betriebliche Organisationsstrukturen und Ablaufprozesse, Grundlagen der Epidemiologie und Statistik, Grundlagen der Reise-, Tropen- und FlugmedizinFunktionsstörungen und Erkrankungen von Organsystemen, z.B. des Auges, Blutes, Endokriniums oder Gastrointestinaltraktes; von Hals, Nase und Ohren, Herzkreislaufsystem oder Psyche, sowie berufsbezogene RisikenPrimärprävention, z.B. Arbeitsplatzgestaltung, Ergonomie, Arbeitshygiene und UnfallpräventionSekundärprävention, z.B. Früherkennungsuntersuchungen bei Risikofaktoren, Eignungsuntersuchungen und Eignungsbeurteilungen Tertiärprävention, z.B. medizinische, arbeitsplatzbezogene, betriebliche und soziale Rehabilitationarbeitsbedingte Erkrankungen einschließlich BerufskrankheitenArbeitstoxikologieArbeit und psychische Gesundheit, z.B. Grundlagen der Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie einschließlich betrieblichem Konflikt- und Stressmanagementumweltmedizinische Risikofaktorenbetriebliches GesundheitsmanagementAllgemeine InhalteGrundlagen, z.B. ethische, wissenschaftliche und rechtliche Grundlagen ärztlichen Handelnspatientenbezogene Inhalte, z.B. Aufklärung und Befunddokumentationbehandlungsbezogene Inhalte, z.B. medizinische Notfallsituationen, insbesondere lebensrettende Sofortmaßnahmentechnisch-diagnostische Inhalte im Zusammenhang mit gebietsspezifischen Fragestellungen, z.B. Präanalytik und labortechnisch gestützte NachweisverfahrenWas verdient man während der Weiterbildung?Die Weiterbildung findet im Rahmen einer ärztlichen Tätigkeit statt. Bei einer Tätigkeit im Geltungsbereich des Tarifvertrags für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ärzte) kommt es z.B. zu folgender Vergütung: 5.627 € bis 7.223 € (monatlich brutto).
Ist Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin qualifiziert werden? ▼
Die Zulassung zur Weiterbildung setzt die Approbation als Arzt bzw. Ärztin voraus. Auch eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes ermöglicht die Teilnahme.
Wo arbeiten Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin in Deutschland typischerweise? ▼
Die Weiterbildung findet an Universitäts- oder Hochschulkliniken bzw. anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung (z.B. Praxen von niedergelassenen Ärzten) statt.Lernorte sindan Kliniken/in Praxen: z.B. Untersuchungs- und Behandlungsräume, Krankenstationen, Operationssäle, Büroräumeggf. bei externen Bildungsanbietern: Schulungsräumeggf. zu Hause (bei kombinierten Lernformen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Arbeitsmedizin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.