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Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

Fachangestellte/r - Arbeitsmarktdienstleistungen

Ausbildung Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 73212

Was ist Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen?

Was macht man in diesem Beruf?Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen erteilen persönlich oder telefonisch Auskünfte, z.B. bei Fragen zur Arbeitslosmeldung. Sie helfen Kunden beim Ausfüllen von Anträgen auf Geldleistungen (z.B. Arbeitslosengeld, Kindergeld, Leistungen zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung, Bürgergeld). Bei der anschließenden Bearbeitung berücksichtigen sie stets sowohl die gesetzlichen Vorschriften als auch interne Qualitätsrichtlinien. Außerdem unterstützen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen Fachkräfte aus den Bereichen Berufsberatung und Arbeitsvermittlung und wirken im Fallmanagement mit. So informieren sie Kunden etwa über Unterstützungsangebote anderer Stellen, z.B. zum Thema Schuldnerberatung. Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen übernehmen auch interne Serviceaufgaben, vor allem in den Bereichen Personal, Finanzen und Controlling.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen finden Beschäftigung in örtlichen Agenturen für Arbeitin Jobcentern nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II)bei FamilienkassenArbeitsorte:Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin der Eingangszone im Service CenterWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [47.0%]47Hochschulreife [50.0%]50Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Berechnen von Leistungen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen der Arbeitsuchenden)Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten von Kunden, für das Erteilen von Auskünften)Lernbereitschaft (z.B. bei Änderungen in den sozial- und arbeitsrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen)Flexibilität (z.B. bei wechselnden Aufgaben wie Sachbearbeitung am PC, Kundentelefonaten, Abrechnen mit Kostenträgern)Schulfächer:Deutsch (z.B. um mit der Kundschaft zu kommunizieren und Formulare auszufüllen)Mathematik (z.B. um Leistungsansprüche zu ermitteln)Wirtschaft/Recht/Politik/Sozialkunde (z.B. um die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu bewerten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.368 €2. Ausbildungsjahr: 1.418 €3. Ausbildungsjahr: 1.464 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (Agenturen für Arbeit und Jobcenter nach Sozialgesetzbuch (SGB) II): Büroräume, Eingangszone, Service CenterBerufsschule: Unterrichtsräume Die praktische Ausbildung wird durch eine überbetriebliche Ausbildung ergänzt. Außerdem führen die Auszubildenden z.B. Projektarbeiten durch und absolvieren Kommunikationstrainings, Hospitationen und ein Betriebspraktikum.

Aktuelles

Ausbildung soll modernisiert werdenDie Ausbildung Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen soll modernisiert werden, um sie an Veränderungen in der beruflichen Praxis anzupassen. Kundenverhalten und -kommunikation haben sich gewandelt, durch Digitalisierung und Automatisierung haben sich die beruflichen Anforderungen verändert. Die neue Ausbildungsordnung soll eine flexiblere Ausbildung ermöglichen, unabhängig von sich ändernden Organisationsformen, und Rahmenbedingungen für das mobile Ausbilden schaffen. Zukünftig soll die Ausbildung in den Wahlqualifikationen Arbeitsmarkt, Leistungsgewährung sowie Interne Dienstleistungen möglich sein. Inhaltlich ist eine Anpassung an das modernisierte Kompetenzmodell der Bundesagentur für Arbeit vorgesehen. Auch soll ein Fokus auf benachteiligungs- und extremismusfreie Kommunikation sowie Kundenorientierung gelegt werden. Änderungen sind auch bei der Prüfungsstruktur geplant: Künftig soll die Abschlussprüfung in zwei auseinanderfallenden Teilen durchgeführt werden.

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen erteilen persönlich oder telefonisch Auskünfte, z.B. bei Fragen zur Arbeitslosmeldung. Sie helfen Kunden beim Ausfüllen von Anträgen auf Geldleistungen (z.B. Arbeitslosengeld, Kindergeld, Leistungen zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung, Bürgergeld). Bei der anschließenden Bearbeitung berücksichtigen sie stets sowohl die gesetzlichen Vorschriften als auch interne Qualitätsrichtlinien. Außerdem unterstützen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen Fachkräfte aus den Bereichen Berufsberatung und Arbeitsvermittlung und wirken im Fallmanagement mit. So informieren sie Kunden etwa über Unterstützungsangebote anderer Stellen, z.B. zum Thema Schuldnerberatung. Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen übernehmen auch interne Serviceaufgaben, vor allem in den Bereichen Personal, Finanzen und Controlling.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen finden Beschäftigung in örtlichen Agenturen für Arbeitin Jobcentern nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II)bei FamilienkassenArbeitsorte:Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin der Eingangszone im Service CenterWelcher Schulabschluss wird e...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungFachangestellte/r für ArbeitsmarktdienstleistungenBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen erteilen persönlich oder telefonisch Auskünfte, z.B. bei Fragen zur Arbeitslosmeldung. Sie helfen Kunden beim Ausfüllen von Anträgen auf Geldleistungen (z.B. Arbeitslosengeld, Kindergeld, Leistungen zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung, Bürgergeld). Bei der anschließenden Bearbeitung berücksichtigen sie stets sowohl die gesetzlichen Vorschriften als auch interne Qualitätsrichtlinien. Außerdem unterstützen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen Fachkräfte aus den Bereichen Berufsberatung und Arbeitsvermittlung und wirken im Fallmanagement mit. So informieren sie Kunden etwa über Unterstützungsangebote anderer Stellen, z.B. zum Thema Schuldnerberatung. Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen übernehmen auch interne Serviceaufgaben, vor allem in den Bereichen Personal, Finanzen und Controlling.Wo arbeitet man?Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen finden Beschäftigung in örtlichen Agenturen für Arbeitin Jobcentern nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II)bei FamilienkassenWeitereBerufe im Büro und SekretariatBerufe im Gesundheits- und SozialmanagementBerufe rund um Personalwesen und PersonaldienstleistungBerufe rund um Recht und Verwaltung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem RahmenlehrplanAusbildung im Betrieb und in der überbetrieblichen Ausbildung:kundenorientierte KommunikationRechtsanwendungenDienstleistungen des Arbeitsmarktausgleichs und der sozialen Sicherunginterne DienstleistungenAusbildung in der Berufsschule in folgenden Lernfeldern:1. und 2. Ausbildungsjahr:die Ausbildung verantwortlich mitgestaltendas Gesamtsystem der sozialen Sicherung erfassenKunden zu Leistungen des Betriebes beratenden Betrieb präsentierenLeistungsansprüche unter Beachtung privatrechtlicher Tatbestände prüfenpersonalwirtschaftliche Prozesse mitgestaltenKunden soziale Leistungen erläuternbei der Haushaltsführung mitwirkendie Stellung des Betriebes im System der sozialen Marktwirtschaft beurteilenZwischenprüfung am Anfang des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:beim Erlassen von Bescheiden mitwirkenwirtschaftspolitische Einflüsse auf den Arbeitsmarkt beurteilenWirtschaftlichkeitsprüfungen durchführenKunden zu sozialen Hilfen beratenberufsbezogenes Projekt planen, durchführen und auswertenAbschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Anliegen und unterschiedliche Lebenslagen von Kunden erkennt und angemessen darauf reagiertwie man Informationen aufbereitet und adressatengerecht kommuniziertwie Konflikte erkannt, analysiert und versachlicht werden könnenwie man aus schriftlichen und mündlichen Informationen den wesentlichen Sachverhalt ermittelt, Lösungsvorschläge entwickelt und weitere Handlungsschritte einleitetwie man Rechtsgrundlagen bei Fachaufgaben anwendet und sich in neues Recht einarbeitetwie man Unterlagen für die Beratung und Vermittlung vorbereitet und Kundendaten erfasst Kunden über das Beratungs- und Vermittlungsangebot und die entsprechenden Dienstleistungen zu informierenwie man Anliegen prüft, weiterleitet und abschließend klärtwelche Leistungen der sozialen Sicherung nach dem Zweiten und Dritten Buch Sozialgesetzbuch es gibt, wie man Ansprüche prüft und über Anträge entscheidetwie man Personalangelegenheiten unter Beachtung arbeits- und sozialrechtlicher Bestimmungen bearbeitetDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. das Gesamtsystem der sozialen Sicherung erfassen, beim Erlassen von Bescheiden mitwirken)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): bei der Arbeits- und Ausbildungsvermittlung mitwirken, Leistungsanträge bearbeiten, Kundenanliegen entgegennehmen, Auskünfte erteilenUmgebung: Bildschirmarbeit in Büroräumen, z.T. KundenverkehrAnforderungen:Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Berechnen von Leistungen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen der Arbeitsuchenden)Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Erteilen von Auskünften)Lernbereitschaft (z.B. bei Änderungen in den sozial- und arbeitsrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen)Flexibilität (z.B. bei wechselnden Aufgaben wie Sachbearbeitung am PC, Kundentelefonate, Abrechnen mit Kostenträgern)An der BerufsschuleUnterricht als Blockunterricht

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Bundesagentur für Arbeit (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.368 €2. Ausbildungsjahr: 1.418 €3. Ausbildungsjahr: 1.464 €Quelle:Bundesagentur für Arbeit (TVN-BA), Stand Mai 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Deutsch: z.B. um mit der Kundschaft zu kommunizieren und Formulare auszufüllenMathematik: z.B. um Leistungsansprüche zu ermittelnWirtschaft/Recht/Politik/Sozialkunde: z.B. um die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu bewerten

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen an:Bereich Gesundheits- und SozialmanagementSozialversicherungsfachangestellter/Sozialversicherungsfachangestellte Fachrichtung allgemeine KrankenversicherungSozialversicherungsfachangestellter/Sozialversicherungsfachangestellte Fachrichtung knappschaftliche SozialversicherungSozialversicherungsfachangestellter/Sozialversicherungsfachangestellte Fachrichtung landwirtschaftliche SozialversicherungSozialversicherungsfachangestellter/Sozialversicherungsfachangestellte Fachrichtung gesetzliche RentenversicherungSozialversicherungsfachangestellter/Sozialversicherungsfachangestellte Fachrichtung gesetzliche UnfallversicherungGemeinsamkeiten:Büro-, Verwaltungs- und Organisationsaufgaben im Gesundheits- und Sozialmanagement übernehmenKunden informierenBereich Recht und VerwaltungVerwaltungsfachangestellter/Verwaltungsfachangestellte Fachrichtung BundesverwaltungVerwaltungsfachangestellter/Verwaltungsfachangestellte Fachrichtung Handwerksorganisation und Industrie- und HandelskammernVerwaltungsfachangestellter/Verwaltungsfachangestellte Fachrichtung LandesverwaltungVerwaltungsfachangestellter/Verwaltungsfachangestellte Fachrichtung Kirchenverwaltung in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in DeutschlandVerwaltungsfachangestellter/Verwaltungsfachangestellte Fachrichtung KommunalverwaltungGemeinsamkeiten:Büro- und Verwaltungsaufgaben erledigenKunden informieren und betreuen...

Entwicklung der Ausbildung

1988:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Fachangestellte/r für Arbeitsförderung tritt in Kraft2012:Modernisierte Ausbildungsordnung für den Beruf "Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen" Zentrale Inhalte der neuen Verordnung: geänderte Rechtsanwendungen, Kommunikation mit Kunden, DienstleistungsaspektAufhebung des Vorläuferberufs Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsförderung2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungFachangestellter für Arbeitsmarktdienstleistungen/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen im Kundenbereich der Agenturen für Arbeit, in Jobcentern nach SGB II und in Familienkassen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Personalberatung und -vermittlung bis hin zu Sozialrecht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Verwaltungsbetriebswirt/in abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Arbeitsmarktmanagement erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 777 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 50 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 47 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 2 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [47.0%]47Hochschulreife [50.0%]50Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen und zur Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen (ArbMDFAngAusbV) vom 24.05.2012 (BGBl. I S. 1206)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Fachangestellter für Arbeitsmarktdienstleistungen/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 22.03.2012)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen erteilen persönlich oder telefonisch Auskünfte, z.B. bei Fragen zur Arbeitslosmeldung. Sie helfen Kunden beim Ausfüllen von Anträgen auf Geldleistungen (z.B. Arbeitslosengeld, Kindergeld, Leistungen zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung, Bürgergeld). Bei der anschließenden Bearbeitung berücksichtigen sie stets sowohl die gesetzlichen Vorschriften als auch interne Qualitätsrichtlinien. Außerdem unterstützen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen Fachkräfte aus den Bereichen Berufsberatung und Arbeitsvermittlung und wirken im Fallmanagement mit. So informieren sie Kunden etwa über Unterstützungsangebote anderer Stellen, z.B. zum Thema Schuldnerberatung. Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen übernehmen auch interne Serviceaufgaben, vor allem in den Bereichen Personal, Finanzen und Controlling.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen finden Beschäftigung in örtlichen Agenturen für Arbeitin Jobcentern nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II)bei FamilienkassenArbeitsorte:Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin der Eingangszone im Service CenterWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [2.0%]mittlerer Bildungsabschluss [47.0%]47Hochschulreife [50.0%]50Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Berechnen von Leistungen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen der Arbeitsuchenden)Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten von Kunden, für das Erteilen von Auskünften)Lernbereitschaft (z.B. bei Änderungen in den sozial- und arbeitsrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen)Flexibilität (z.B. bei wechselnden Aufgaben wie Sachbearbeitung am PC, Kundentelefonaten, Abrechnen mit Kostenträgern)Schulfächer:Deutsch (z.B. um mit der Kundschaft zu kommunizieren und Formulare auszufüllen)Mathematik (z.B. um Leistungsansprüche zu ermitteln)Wirtschaft/Recht/Politik/Sozialkunde (z.B. um die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu bewerten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.368 €2. Ausbildungsjahr: 1.418 €3. Ausbildungsjahr: 1.464 €

Ist Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen in Deutschland typischerweise?

Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (Agenturen für Arbeit und Jobcenter nach Sozialgesetzbuch (SGB) II): Büroräume, Eingangszone, Service CenterBerufsschule: Unterrichtsräume Die praktische Ausbildung wird durch eine überbetriebliche Ausbildung ergänzt. Außerdem führen die Auszubildenden z.B. Projektarbeiten durch und absolvieren Kommunikationstrainings, Hospitationen und ein Betriebspraktikum.

Wie hoch ist das typische Gehalt für Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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