Bestattungsfachkraft (Ausbildung)
Was ist Bestattungsfachkraft (Ausbildung)?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk, in Industrie und Handel sowie im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Bestattungsfachkraft (Ausbildung) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Bestattungsfachkräfte werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Bestattungsunternehmen): Büroräume, Verkaufsräume, Krematorien, im Freien am GrabBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in Bad Kissingen (Bayern):Staatliche Berufsschule Bad Kissingenfür die Länder Berlin, Brandenburg und Niedersachsen in Hannover (Niedersachsen):BBS Berufsbildende Schulen Springe der Region HannoverQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk, in Industrie und Handel sowie im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Bestattungsfachkräfte betreuen bei einem Todesfall die Hinterbliebenen, beraten sie, klären mit ihnen die Details der Bestattung ab und koordinieren die damit zusammenhängenden Arbeiten. Verstorbene überführen sie zunächst z.B. ins Bestattungsinstitut, wo sie sie hygienisch und kosmetisch versorgen, dann zum Bestattungsort. Sie richten Särge oder Urnen her, legen Gräber an und gestalten die Trauerfeierlichkeiten. Zu ihren kaufmännischen Aufgaben gehören die Vermittlung von Bestattungsvorsorgeverträgen, die Kostenkalkulation und die Abrechnung mit Krankenkassen, Versicherungsgesellschaften und Kunden.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bestattungsfachkräfte finden Beschäftigungin Bestattungsinstitutenauf Friedhöfenin Krematorien in FriedhofsverwaltungenArbeitsorte:Bestattungsfachkräfte arbeiten in erster Liniein Geschäfts- und Büroräumenin Werkstättenim Freien am Grabin Aufbahrungshallen und KrematorienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [16.0%]16mittle...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungBestattungsfachkraftBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Bestattungsfachkräfte betreuen bei einem Todesfall die Hinterbliebenen, beraten sie, klären mit ihnen die Details der Bestattung ab und koordinieren die damit zusammenhängenden Arbeiten. Verstorbene überführen sie zunächst z.B. ins Bestattungsinstitut, wo sie sie hygienisch und kosmetisch versorgen, dann zum Bestattungsort. Sie richten Särge oder Urnen her, legen Gräber an und gestalten die Trauerfeierlichkeiten. Zu ihren kaufmännischen Aufgaben gehören die Vermittlung von Bestattungsvorsorgeverträgen, die Kostenkalkulation und die Abrechnung mit Krankenkassen, Versicherungsgesellschaften und Kunden.Wo arbeitet man?Bestattungsfachkräfte finden Beschäftigungin Bestattungsinstitutenauf Friedhöfenin Krematorien in FriedhofsverwaltungenWeitereBerufe im Bestattungswesen
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Durchführen von Trauerfeiern, Beisetzungen und Bestattungen (grabtechnische Arbeiten)Riten und Gebräucheberufsbezogene Rechtsvorschriften, Normen und technische UnterlagenBe- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen, Durchführen warenkundlicher Arbeiten1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:sich in Ausbildung und Betrieb orientierenGeschäftsprozesse dokumentierenWaren, Materialien und Dienstleistungen bereithaltenFriedhöfe verwalten und würdigenBestattungsverträge abschließen und abrechnenBestattungen und Trauerfeiern planenBestattungen und Trauerfeiern ausrichtendas Bestattungsunternehmen marktorientiert präsentierenZwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefung der Kenntnisse aus den ersten 18 AusbildungsmonatenBearbeiten von BestattungsaufträgenDurchführen von Trauerfeiern, Beisetzungen und Bestattungen (Versorgung von Verstorbenen; Vorbereiten, Organisieren und Durchführen von Bestattungen)psychologische MaßnahmenBestattungsvorsorge3. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Verst...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:was bei der Durchführung friedhofstechnischer Arbeiten zu beachten istwie technische Unterlagen anzufertigen und anzuwenden sindwie Abläufe geplant, Ergebnisse kontrolliert, Verwaltungsvorgänge bearbeitet und qualitätssichernde Maßnahmen angewendet werden könnenwie Verstorbene überführt, aufbewahrt und aufgebahrt werdenwie man Bestattungsaufträge bearbeitet und Angehörige zum Thema Bestattungsvorsorge berätwas es bei der Betreuung und Beratung der Angehörigen unter Berücksichtigung der jeweiligen Trauersituation zu berücksichtigen gilt (Anwendung trauerpsychologischer Maßnahmen)wie man Verstorbene nach hygienischen und thanatopraktischen Grundsätzen versorgtwas bei Erd-, Feuer- und Seebestattungen, Urnenbeisetzungen und Trauerfeiern beachtet werden musswelche behördlichen Formalitäten den Angehörigen abgenommen werden können und wie Trauerdrucksachen und -anzeigen abgefasst werdenDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Bestattungen und Trauerfeiern planen, das Bestattungsunternehmen marktorientiert präsentieren)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Angehörige von Verstorbenen betreuen und beraten, Bestattungsaufträge bearbeiten und durchführen, kaufmännisch-verwaltende Tätigkeiten erledigen, Verstorbene versorgen und transportierenUmgebung: z.T. in künstlich beleuchteten Räumen, z.B. Werkstätten, Aufbahrungshallen, Krematorien, im FreienKleidung: Arbeitskleidung (Anzug und Krawatte bzw. Kostüm oder Hosenanzug), z.T. Schutzkleidung (z.B. Einweghandschuhe, Mundschutz)Arbeitszeit: z.T. BereitschaftsdiensteAnforderungen: Einfühlungsvermögen (z.B. beim Umgang mit trauernden Hinterbliebenen)Psychische Stabilität (z.B. beim Anblick Verstorbener)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Gestalten von Todesanzeigen oder beim Vorbereiten der Verstorbenen für die Bestattung)Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden über Bestattungsarten bzw. in der Bestattungsvorsorge) Kunden- und Serviceorientierung (z.B. beim Eingehen auf individuelle Wünsche der Hinterbliebenen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Bestattungsgewerbe (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 750 €2. Ausbildungsjahr: 905 €3. Ausbildungsjahr: 1.021 €Die Empfehlung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Beispiel öffentlicher Dienst (kommunale Arbeitgeber) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.368 €2. Ausbildungsjahr: 1.418 €3. Ausbildungsjahr: 1.464 €Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Deutsch: z.B. um Traueranzeigen zu verfassenMathematik: z.B. um Bestattungsverträge abzurechnenWerken: z.B. um Särge auszustattenPsychologie/Ethik: z.B. um mit Angehörigen pietätvoll umzugehen
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternative bietet sich für den Beruf Bestattungsfachkraft an:Bereich Büro und SekretariatKaufmann/Kauffrau für BüromanagementGemeinsamkeit:kaufmännische und verwaltende Aufgaben erledigen
▶ Entwicklung der Ausbildung
2003:Anerkennung des Berufs Bestattungsfachkraft (Erprobungsphase)2007:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Bestattungsfachkraft ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk, in Industrie und Handel sowie im öffentlichen Dienst.Daneben besteht die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Bestatter/zur Bestatterin zu absolvieren.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungBestattungsfachkraft
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Bestattungsfachkräfte verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Bestattungsfachkräfte vorwiegend in Bestattungsinstituten, Krematorien oder Friedhofsverwaltungen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Trauerbegleitung bis hin zu Finanz- und Rechnungswesen.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Bestattermeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Dienstleistungs-, Servicemanagement erwerben.Sich selbstständig machenWer sich selbstständig machen möchte, kann z.B. ein eigenes Bestattungsunternehmen gründen.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es in den Ausbildungsbereichen Handwerk, Industrie und Handel sowie öffentlicher Dienst insgesamt 348 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 48 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 35 Prozent besaßen die Hochschulreife. 16 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 1 Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [16.0%]16mittlerer Bildungsabschluss [48.0%]48Hochschulreife [35.0%]35*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zur Bestattungsfachkraft (BestAusbV) vom 07.05.2007 (BGBl. I S. 673), berichtigt am 29.03.2007 (BGBl. I S. 957)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Bestattungsfachkraft (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.03.2007)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Bestattungsfachkraft (Ausbildung)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Bestattungsfachkraft (Ausbildung) in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Bestattungsfachkräfte betreuen bei einem Todesfall die Hinterbliebenen, beraten sie, klären mit ihnen die Details der Bestattung ab und koordinieren die damit zusammenhängenden Arbeiten. Verstorbene überführen sie zunächst z.B. ins Bestattungsinstitut, wo sie sie hygienisch und kosmetisch versorgen, dann zum Bestattungsort. Sie richten Särge oder Urnen her, legen Gräber an und gestalten die Trauerfeierlichkeiten. Zu ihren kaufmännischen Aufgaben gehören die Vermittlung von Bestattungsvorsorgeverträgen, die Kostenkalkulation und die Abrechnung mit Krankenkassen, Versicherungsgesellschaften und Kunden.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Bestattungsfachkräfte finden Beschäftigungin Bestattungsinstitutenauf Friedhöfenin Krematorien in FriedhofsverwaltungenArbeitsorte:Bestattungsfachkräfte arbeiten in erster Liniein Geschäfts- und Büroräumenin Werkstättenim Freien am Grabin Aufbahrungshallen und KrematorienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [16.0%]16mittlerer Bildungsabschluss [48.0%]48Hochschulreife [35.0%]35*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen: Einfühlungsvermögen (z.B. beim Umgang mit trauernden Hinterbliebenen)Psychische Stabilität (z.B. beim Anblick Verstorbener)Sorgfalt und Umsicht (z.B. beim Gestalten von Todesanzeigen oder beim Vorbereiten der Verstorbenen für die Bestattung)Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Beraten der Kunden über Bestattungsarten bzw. in der Bestattungsvorsorge) Kunden- und Serviceorientierung (z.B. beim Eingehen auf individuelle Wünsche der Hinterbliebenen)Schulfächer:Deutsch (z.B. um Traueranzeigen zu verfassen)Mathematik (z.B. für das Abrechnen von Bestattungsverträgen)Werken/Technik (z.B. um Särge auszustatten)Psychologie/Ethik (z.B. für einen pietätvollen Umgang mit den Angehörigen und den Verstorbenen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 750 € (Bestattungsgewerbe), 1.368 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 905 € (Bestattungsgewerbe), 1.418 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.021 € (Bestattungsgewerbe), 1.464 € (öffentlicher Dienst)
Ist Bestattungsfachkraft (Ausbildung) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Bestattungsfachkraft (Ausbildung)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Bestattungsfachkraft (Ausbildung) qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Bestattungsfachkraft (Ausbildung)" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Bestattungsfachkraft (Ausbildung) in Deutschland typischerweise? ▼
Bestattungsfachkräfte werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Bestattungsunternehmen): Büroräume, Verkaufsräume, Krematorien, im Freien am GrabBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in Bad Kissingen (Bayern):Staatliche Berufsschule Bad Kissingenfür die Länder Berlin, Brandenburg und Niedersachsen in Hannover (Niedersachsen):BBS Berufsbildende Schulen Springe der Region HannoverQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Bestattungsfachkraft (Ausbildung) in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.