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Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant

Arztassistent/in / Physician Assistant

Grundberuf Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 81333

Was ist Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant?

In Deutschland ist ein/e Arztassistent/in (Physician Assistant) eine hochqualifizierte medizinische Fachkraft, die Ärzte bei wichtigen Aufgaben in Diagnose- und Behandlungsprozessen unterstützt. Dieser Beruf zielt darauf ab, die Arbeitsbelastung von Ärzten im Gesundheitssystem zu verringern, die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und den Zugang zu Gesundheitsleistungen zu erleichtern. Arztassistenten arbeiten typischerweise in Krankenhäusern, Ambulanzen, Arztpraxen, Rehabilitationszentren oder anderen Gesundheitseinrichtungen. Ihre Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert und umfassen die Durchführung körperlicher Untersuchungen von Patienten, die Erhebung detaillierter Anamnesen, die aktive Teilnahme an diagnostischen Prozessen, die Erstellung von Behandlungsplänen sowie die Durchführung kleinerer chirurgischer Eingriffe oder medizinischer Interventionen unter ärztlicher Aufsicht. Darüber hinaus interpretieren sie Laborergebnisse, organisieren medizinische Unterlagen, bereiten Medikamentenrezepte vor und informieren Patienten über ihren Gesundheitszustand, Behandlungsmethoden und präventive Maßnahmen.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

aerzteblatt.deÄrzte Zeitung - Online MagazinAWMF online - Portal der wissenschaftlichen MedizinDMW Deutsche Medizinische Wochenschrifte:Med Systemmedizininfo-wundversorgung.deMEDI-LEARN - Für Medizinstudenten, Bewerber & junge ÄrzteMMW - Fortschritte der MedizinMTA DialogPAAM-Projekt (Physician Assistants in der Allgemeinmedizin)Physician Assistant. Fachmagazin für angewandte medizinische WissenschaftSpringer Medizin - Das Fachportal für ÄrzteVia medici

Trends

Digitalisierung in der PflegeDie stationäre und ambulante Pflege wird immer digitaler und verwendet zunehmend intelligente Technik, wie z.B. E-Health, technische Assistenzsysteme und Telematik. In Pilotstudien testen Pflegeeinrichtungen Pflegeroboter, die Pflegekräfte unterstützen sowie Serviceroboter, die betreuungsbedürftige Menschen z.B. durchs Gebäude begleiten. Der vermehrte Technikeinsatz verändert auch die Arbeits-, Kommunikations- und Entscheidungsprozesse. Pflegekräfte müssen sich daher kontinuierlich weiterbilden, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeitenz.B. Durchführen von kleineren Eingriffen wie Entnehmen von Blut, Verschließen von Wunden oder Anlegen von Verbändenz.B. Bedienen von medizinisch-technischen Geräten, Apparaten und Maschinenz.B. Umlagern von Patienten im VorbereitungsraumInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Erledigen der Operations- und Pflegedokumentationz.B. Entwerfen von Behandlungsplänenz.B. Organisieren der Verlegung von PatientenInteresse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. zugewandtes Informieren von Patienten über geplante Diagnose- und Therapiemaßnahmenz.B. einfühlsames Eingehen auf Patienten beim Erheben der VoranamneseInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Beurteilen der physischen und psychischen Situation der Patienten, um die notwendigen Betreuungs- und Versorgungsmaßnahmen einzuleiten

Arbeitsorte

Arztassistenten und Arztassistentinnen bzw. Physician Assistants arbeiten in erster Linie auf Krankenhausstationen, in Untersuchungs- und Patientenzimmernin Operationssälen, Sterilisations- und Aufwachräumenin Praxisräumenin Privaträumen von Patienten (bei Hausbesuchen)

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Allgemeinmedizin (Pflege, Assistenz)AnatomieChirurgie (Pflege, Assistenz)Dialyse (Pflege, Assistenz)Innere Medizin (Pflege, Assistenz)Intensivmedizin (Pflege, Assistenz)Krankenhausinformationssysteme - KISMedizinische DokumentationOperationsdienst (Assistenz)PatientenbetreuungWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AbrechnungAnästhesie (Pflege, Assistenz)BlutentnahmeBüro- und VerwaltungsarbeitenDiagnoseEndoskopie (Pflege, Assistenz)Fachterminologie (medizinisch)Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)Gesundheitspädagogik, -beratungGesundheitsvorsorge (Prävention)GesundheitswissenschaftenIndikationKrankenhaus-, PraxishygieneKrankheitslehreNotfallmedizin (nichtärztlich)Patientenaufnahme, -verwaltungPharmakologiePraxisverwaltungssysteme - PVSRettungsmaßnahmen, Erste HilfeWundversorgungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Gesundheitsverwaltungs- und Praxissoftware"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Arztassistenten und -assistentinnen bzw. Physician Assistants ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Elektronische Patientenakte - ePA (z.B. ärztliche Diagnosen, Laborwerte und andere Gesundheitsdaten elektronisch erfassen und übermitteln, um eine optimal vernetzte Gesundheitsversorgung zu ermöglichen)KI-Agenten (z.B. den KI-Agenten Patientendaten überwachen lassen, um Termine für Routineuntersuchungen zu koordinieren und zu verschicken)Krankenhausinformationssysteme - KIS (z.B. mit Krankenhausinformationssystemen medizinische und administrative Daten erfassen, bearbeiten und verteilen)Praxisverwaltungssysteme - PVS (z.B. mithilfe von Praxisverwaltungssystemen Untersuchungen organisieren und Behandlungspläne überwachen)Telemedizin (z.B. Patienten/Patientinnen in einer Online-Video-Sprechstunde über Eingriffe, Diagnosen und Therapiemöglichkeiten informieren)Vernetzte Tourenplanung und Leistungserfassung - vTL (z.B. Leistungsdokumentation und Abrechnungen für Hausbesuche softwaregestützt erstellen)Virtuelles Training (z.B. medizinische Eingriffe mithilfe von Simulationsverfahren trainieren)Wearable Technology (z.B. Daten von medizinischen Wearables, etwa einem Langzeit-EKG, auswerten)

Arbeitssituation

Arztassistenten und -assistentinnen bzw. Physican Assistants übernehmen nach ärztlicher Weisung medizinische und organisatorische Aufgaben. Der Umgang mit Patienten setzt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein voraus. Bei Untersuchungen, Behandlungen und auch bei Dokumentationsaufgaben ist eine sorgfältige, präzise und konzentrierte Arbeitsweise erforderlich. Mit psychischen Belastungen, z.B. bei schweren Erkrankungen oder dem Tod eines Patienten, müssen Arztassistenten und -assistentinnen bzw. Physican Assistants umgehen können. Sie arbeiten eng mit medizinischem und pflegerischem Personal zusammen. Da viele Patienten vor einer Operation Angst haben bzw. unsicher sind, ist Einfühlungsvermögen wichtig. Über Patientendaten bewahren sie Verschwiegenheit. Wenn sie Ärzten und Ärztinnen bei operativen Eingriffen assistieren oder Wunden versorgen, beachten sie die Arbeits- und Hygienevorschriften genau und tragen sterile Arbeitskleidung wie Einweghandschuhe, Arbeitskittel, -hosen und -schuhe sowie Haarschutzhauben. Die OP- und Behandlungsräume, in denen sie sich oft aufhalten, werden künstlich beleuchtet. Arztassistenten und -assistentinnen bzw. Physican Assistants kommen mit Desinfektionsmitteln in Berührung, sind in wechselnden Diensten - auch nachts und am Wochenende - tätig und leisten Bereitschaftsdienste. Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben wie das Erstellen von Operationsberichten, Entlassungsbriefen und andere Aufgaben im Dokumentationsmanagement erledigen sie in Bü...

Verdienst/Einkommen

Es liegen keine tarifvertraglichen Informationen vor.

Branchen im Einzelnen

GesundheitswesenKrankenhäuser, z.B. allgemeine Krankenhäuser, Fach- und HochschulklinikenFacharztpraxen, z.B. Praxisgemeinschaften, medizinische Versorgungszentren, ÄrztehäuserArztpraxen für Allgemeinmedizin, z.B. Praxen auf dem Land

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Bereich arbeiten möchte. braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Medizinischen Assistenz.

Zugangsstudienfächer

Medizinische Assistenz (grundständig)Medizinische Assistenz (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Arztassistenten und Arztassistentinnen bzw. Physician Assistants finden Beschäftigung in allgemeinen Krankenhäusern, Fach- oder Universitätsklinikenim ambulanten Bereich, z.B. in Praxisgemeinschaften, medizinischen Versorgungszentren, Ärztehäusernggf. bei Blut- bzw. Plasmaspendezentren

Tätigkeitsbezeichnungen

Arztassistent/in / Physician AssistantAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymMedizinassistent/inBerufsbezeichnung in englischer SprachePhysician assistant (m/f)

Sonstige Zugangsbedingungen

Beschäftigte in Gemeinschafts- und medizinischen Einrichtungen müssen gemäß Infektionsschutzgesetz ihre Masernimpfung oder -immunität nachweisen, wenn sie nach 1970 geboren sind.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei personellen Engpässen im Krankenhaus engagiert zusätzliche Schicht-, Nacht- oder Bereitschaftsdienste zu übernehmen)Sorgfalt (z.B. genaues und exaktes Arbeiten bei Untersuchungen oder chirurgischen Eingriffen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. sorgfältiges Beachten der Hygienevorschriften, um Infektionen zu verhindern)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Organisieren und Koordinieren der Arbeitsabläufe bei Patientenaufnahmen oder bei Verlegung von Patienten)Verschwiegenheit (z.B. Stillschweigen über Krankengeschichte und generell über persönliche Daten der Patienten wahren)Psychische Belastbarkeit (z.B. Bewahren der Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit auch bei mehrstündigen Operationen)Psychische Stabilität (z.B. zugewandtes Verhalten und gleichzeitige professionelle Distanz beim Umgang mit Kranken oder Unfallverletzten)Kommunikationsfähigkeit (z.B. individuelles Eingehen auf Patienten; ausführliches und allgemein verständliches Erläutern von Diagnosen und Behandlungen)Beherrschtheit / Selbstkontrolle (z.B. Ruhe bewahren...

Die Tätigkeit im Überblick

Arztassistenten und Arztassistentinnen bzw. Physician Assistants führen auf ärztliche Anordnung patientenbezogene Tätigkeiten aus und erledigen medizinisch-organisatorische Aufgaben.

Stellen- und Bewerberbörsen

DocCheck JobsFédération Hospitalière de FranceGesundheit.Jobskliniken.dekrankenhaus-stellen.demedicaltopjobs.deMedi-KarriereMedische Vacaturebankmedizinerkarriere.deMedizinischer-Stellenmarkt.depraktischArztpraxisstellen.chStaffSanté.frvalmedi.de

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)BundesärztekammerDeutsche Gesellschaft für Physician Assistants e.V.Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) e.V.Deutscher Hochschulverband Physician Assistant (DHPA) e.V.Marburger Bundver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Wunden versorgen, Hygienevorschriften beachten)Umgang mit kranken und verletzten Menschengefühlsmäßig belastende Situationen und Tätigkeiten (z.B. mit Schmerzen, Ängsten und Schamgefühlen der Patienten/Patientinnen umgehen können)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. beim Nähen von Platzwunden)Gruppen-, Teamarbeit (z.B. in Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen Zusammenarbeit mit Ärzten/Ärztinnen und dem medizinischen und pflegerischen Personal)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Ultraschall- und Überwachungsgeräte)Bildschirmarbeit (z.B. Operationsberichte und Entlassungsbriefe erstellen, mit spezieller Praxissoftware Patientenakten aufrufen und bearbeiten)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. sterile Einweghandschuhe, Arbeitskittel und Mundschutz)Arbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxenenger Körperkontakt mit Menschen (z.B. Verbände wechseln, Patienten auf dem OP-Tisch lagern)InfektionsgefahrBereitschaftsdienst, RufbereitschaftSchichtarbeit

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Lehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche MitarbeiterinStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer Forschungsgruppe

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Ein zentraler Bestandteil der Tätigkeit von Arztassistenten und -assistentinnen bzw. Physician Assistants ist das Untersuchen, Versorgen und Beraten kranker und pflegebedürftiger Menschen. Dabei gehen sie mit folgenden Arbeitsmitteln um:Medizinische Geräte, z.B.: Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Ultraschallgeräte, Überwachungsmonitore, Absaug- und Beatmungsgeräte, VakuumpumpenMedikamente und Medizinprodukte, z.B.:Infusionslösungen, Schmerzmittel, Salben, Verbandsmaterialien, Abdecktücher, Skalpelle, Klemmen, Scheren, Wundhaken, Kanülen, Desinfektions- und Sterilisationsmittel Unterlagen, z.B.: (elektronische) OP-/Patientenakten, Arztbriefe, Behandlungspläne, OP-Protokolle, Handhabungs- und Verfahrensvorgaben, Qualitätsrichtlinien, HygienevorschriftenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Arztassistenten und Arztassistentinnen bzw. Physician Assistants unterstützen unter ärztlicher Aufsicht Ärzte bzw. Ärztinnen z.B. in Kliniken und im ambulanten Bereich bei delegierbaren medizinischen Aufgaben. Sie versorgen Wunden, nehmen Blut ab, legen Venenkanülen, bereiten Patienten und Patientinnen auf Operationen vor und assistieren bei Eingriffen. Zudem betreuen sie diese auf der Station, beraten sie, klären über Eingriffe und Maßnahmen auf, erläutern Befunde und nehmen an Visiten teil. Sie führen Anamnesen und Untersuchungen durch, schlagen Behandlungspläne vor und erledigen organisatorisch-verwaltende Aufgaben wie z.B. die Verlegung von Patienten oder die Dokumentation von Befunden.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen medizinisch-technische Assistenz, Operationsdienst oder medizinische Dokumentation).Darüber hinaus kann sich der Trend zur Digitalisierung der Pflege zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Arztassistenten und -assistentinnen bzw. Physician Assistants entwickeln.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Medizinische Assistenz oder Pflegemanagement, -wissenschaft.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

delegierbare medizinische Aufgaben durchführen Blut abnehmen, Wunden versorgen (nach Erstversorgung durch Ärzte/Ärztinnen), Venenkanülen legen, Diabeteswerte ermittelnbei komplexen Untersuchungen und Eingriffen assistieren, Dialysen überwachen im ambulanten Bereich nach Delegation durch den Hausarzt/die Hausärztin: Hausbesuche durchführenAssistenzaufgaben im Operationssaal wahrnehmenPatienten vorbereiten, an (Überwachungs-)Geräte anschließen, Eingriffstellen desinfizieren, Patienten steril abdeckenwährend Operationen assistieren, z.B. Wundränder offenhalten, Flüssigkeiten absaugen, kleinere Operationswunden verschließenPatienten betreuen und beraten, Anamnesen erhebenadressatengerecht mit Patienten kommunizieren, dabei z.B. über Eingriffe, Diagnosen und Therapien informierenAufnahmegespräche führenVoranamnesen und Untersuchungen durchführen, Behandlungspläne vorbereiten, z.B. im Vorfeld von Patientengesprächen durch Ärzte und Ärztinnenorganisatorische Aufgaben wahrnehmenzusätzliche Untersuchungen organisieren, z.B. MRT oder Röntgenaufnahmen Einhaltung von Behandlungsplänen überwachen, Therapiemaßnahmen bzw. therapeutische Teams koordinierenVisiten vor- und nachbereiten, an Visiten teilnehmendie Verlegung oder Überweisung von Patienten organisierenAufgaben im Qualitätsmanagement und in der Arbeitsorganisation übernehmenadministrative Aufgaben ausführen, z.B. Operationsberichte und Entlassungsbriefe erstellen, Befunde, Leistungen, Behandlungsabläufe dokumentieren

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Arztassistenten und -assistentinnen bzw. Physician Assistants führen auf ärztliche Anordnung patientenbezogene Tätigkeiten aus und erledigen medizinisch-organisatorische Aufgaben.Vielfältige EinsatzmöglichkeitenArztassistenten und -assistentinnen bzw. Physician Assistants übernehmen Tätigkeiten, die nicht unter den sogenannten Arztvorbehalt fallen, die also nicht zwingend von Ärzten/Ärztinnen ausgeübt werden müssen. Diese können sich dadurch auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. In Krankenhäusern können Arztassistenten und -assistentinnen bzw. Physician Assistants in nahezu allen Abteilungen tätig sein - von chirurgischen über internistische, neurologische bis hin zu pädiatrischen oder gerontologischen Stationen. Sie nehmen z.B. Blut ab, assistieren bei komplexen Untersuchungen und Notfallbehandlungen oder überwachen Dialysen. Im Wundmanagement übernehmen sie Aufgaben wie das Anlegen von Vakuumverbänden, das Entfernen von Drainagen oder das Verschließen von Wunden. Sie bereiten Patienten für operative Eingriffe vor, schließen sie an die (Überwachungs-)Geräte an, desinfizieren die Eingriffsstellen und decken die Patienten steril ab. Wenn sie bei Operationen assistieren, halten sie z.B. Wundränder auseinander, saugen Flüssigkeiten ab, übernehmen ggf. kleinere Eingriffe wie das Entnehmen eines Blutgefäßes, halten die Fäden beim Schließen der OP-Wunden und schneiden sie ab. Sie betreuen die frisch operierten Patienten auf der Station und nehmen an ärztlichen Visit...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenfigural-räumliches Denken (z.B. Verstehen und Interpretieren von Röntgenaufnahmen, Computertomografien oder Ultraschallbildern)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Wahrnehmen von indirekten Patientenreaktionen)Daueraufmerksamkeit (z.B. Überwachen von Patienten/Patientinnen während der Eingriffe)Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für Personen und deren Krankengeschichte)Umstellungsfähigkeit (z.B. schnelles Wechseln zwischen verschiedenen Tätigkeiten und Patienten/Patientinnen)Fingergeschick (z.B. Geben von Injektionen; Nähen von Platzwunden)Handgeschick (z.B. Durchführen von medizinischen Untersuchungen, etwa Puls und Blutdruck messen, Körperstellen abtasten)Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. richtiges und schnelles Reagieren bei medizinischen Notfällen, insbesondere in lebensbedrohlichen Situationen)Auge-Hand-Koordination (z.B. Absaugen von Flüssigkeiten im Operationsgebiet)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Koordinieren der Aufnahme, Verlegung und Entlassung von Patienten/Patientinnen; Vorbereiten von Besprechungen und Visiten)Kenntnisse und FertigkeitenVerständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen ärztlicher Anweisungen)Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Beraten und Informieren von Patienten/Patientinnen zur Gesundheitsvorsorge und zu Therapiemöglichkeiten)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Patienten in der OP-Schleuse umlagern)Körperkraft (z.B. Patienten in der OP-Schleuse anheben)Körperliche Ausdauer (z.B. bei lange dauernden Operationen)Robuste Gesundheit (z.B. Kontakt mit infektiösen Patienten)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Verbände anlegen, mit chirurgischen Instrumenten arbeiten)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Blutentnahmen durchführen; Präzisions- und Feinarbeit bei der Anwendung minimalinvasiver Operationsmethoden)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Patienten vor und nach Operationen betreuen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. gewünschte Instrumente während Operationen zureichen oder positionieren; Injektionen durchführen)Räumliches Sehvermögen (z.B. bei kleineren Eingriffen assistieren und Instrumente korrekt positionieren)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Anweisungen von Ärzten und Ärztinnen verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Haut reizenden Desinfektions- und Sterilisationsmitteln in Berührung kommen; Schutzkleidung und -handschuhe tragen)Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. sterile Gesichtsmasken tragen; Desinfektionsmitteldämpfe einatmen)(Intaktes) Belastbares Nervensystem (z.B. hoher Stress bei ungünstigem OP-Verlauf oder -Ergebnis; mit schwerk...

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Arztassistent/in bzw. Physician Assistant an:Job- und Besetzungsalternativenmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Operationstechnischer Angestellter/Operationstechnische AngestellteOperationstechnischer Assistent/Operationstechnische AssistentinNicht-ärztlicher Praxisassistent/Nicht-ärztliche PraxisassistentinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Arztassistent/in bzw. Physician Assistant ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Patienten in der OP-Schleuse umlagern)Muskelschwäche, fehlende Muskelkraft (z.B. Patienten in der OP-Schleuse anheben)Mangelnde körperliche Ausdauer (z.B. bei lange dauernden Operationen)Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. Kontakt mit infektiösen Patienten)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Verbände anlegen, mit chirurgischen Instrumenten arbeiten)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Blutentnahmen durchführen; Präzisions- und Feinarbeit bei der Anwendung minimalinvasiver Operationsmethoden)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Patienten vor und nach Operationen betreuen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. gewünschte Instrumente während Operationen zureichen oder positionieren; Injektionen durchführen)Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. bei kleineren Eingriffen assistieren und Instrumente korrekt positionieren)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Anweisungen von Ärzten und Ärztinnen verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde...

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant in Deutschland?

In Deutschland ist ein/e Arztassistent/in (Physician Assistant) eine hochqualifizierte medizinische Fachkraft, die Ärzte bei wichtigen Aufgaben in Diagnose- und Behandlungsprozessen unterstützt. Dieser Beruf zielt darauf ab, die Arbeitsbelastung von Ärzten im Gesundheitssystem zu verringern, die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und den Zugang zu Gesundheitsleistungen zu erleichtern. Arztassistenten arbeiten typischerweise in Krankenhäusern, Ambulanzen, Arztpraxen, Rehabilitationszentren oder anderen Gesundheitseinrichtungen. Ihre Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert und umfassen die Durchführung körperlicher Untersuchungen von Patienten, die Erhebung detaillierter Anamnesen, die aktive Teilnahme an diagnostischen Prozessen, die Erstellung von Behandlungsplänen sowie die Durchführung kleinerer chirurgischer Eingriffe oder medizinischer Interventionen unter ärztlicher Aufsicht. Darüber hinaus interpretieren sie Laborergebnisse, organisieren medizinische Unterlagen, bereiten Medikamentenrezepte vor und informieren Patienten über ihren Gesundheitszustand, Behandlungsmethoden und präventive Maßnahmen.

Ist Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant qualifiziert werden?

Wer in diesem Bereich arbeiten möchte. braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Medizinischen Assistenz.

Wo arbeiten Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant in Deutschland typischerweise?

Arztassistenten und Arztassistentinnen bzw. Physician Assistants arbeiten in erster Linie auf Krankenhausstationen, in Untersuchungs- und Patientenzimmernin Operationssälen, Sterilisations- und Aufwachräumenin Praxisräumenin Privaträumen von Patienten (bei Hausbesuchen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Arztassistent/Arztassistentin / Physician Assistant in Deutschland?

Es liegen keine tarifvertraglichen Informationen vor.

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