Wirtschaftsphysik (weiterführend)
Was ist Wirtschaftsphysik (weiterführend)?
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, musst du zunächst ein **Hochschulstudium** (Bachelor- und in der Regel Masterabschluss) in Physik, Mathematik, Informatik oder einem verwandten Ingenieurwesen abgeschlossen haben. Die Bezeichnung „**Weiterbildung**“ (Fortbildung/Spezialisierung) weist darauf hin, dass die Spezialisierung in diesem Bereich üblicherweise durch ein Masterprogramm oder eine spezielle postdoktorale Ausbildung erfolgt. Diese fortgeschrittenen Ausbildungen bereiten Fachkräfte auf die Bedürfnisse der Branche vor, indem sie grundlegendes wissenschaftliches Wissen mit geschäftsspezifischen angewandten Kompetenzen ergänzen.
Für **internationale Studierende** oder Fachkräfte, die in Deutschland eine Karriere in diesem Bereich anstreben, sind die entsprechenden **Hochschulabschlüsse** aus der Türkei...
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Informatik →Der Beruf Wirtschaftsphysik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:
- Economics Data Science and Policy
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Informatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3D Interaction Games
Master · Merz Akademie Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Stuttgart
Administrative Computer Science
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Advanced Driver Assistance Systems
Master · Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Advanced Media Technology
Master · Hochschule RheinMain
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Module, z.B.:Dynamik von FinanzmärktenFestkörperphysikKern-, Teilchen- und AstrophysikKontrolltheorieMathematik und InformatikMolekülphysikNichtgleichgewichtsprozesse im FinanzbereichRisikomanagementStrategisches ManagementRechnungswesen und WirtschaftsprüfungTechnologie- und ProzessmanagementUnternehmensführung und ControllingPraktische Studieninhalte:Ggf. Praktika (z.B. in einem Versicherungsunternehmen)
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmen Praktische Übungen: z.B. zu physikalischen Messtechniken Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in einem Versicherungsunternehmen), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Wirtschaftsphysik (weiterführend) sein:Bereich PhysikAngewandte Naturwissenschaft (weiterführend)Physik (weiterführend)Physikingenieurwesen (weiterführend)Gemeinsamkeiten:naturwissenschaftliche Erkenntnisse für die anwendungs- und produktbezogene Forschung und Entwicklung nutzbar machenExperimente durchführen und Messergebnisse mit mathematischen Methoden auswertenBereich WirtschaftswissenschaftenWirtschaftsingenieurwesen (weiterführend)Industriebetriebswirtschaft (weiterführend)Gemeinsamkeit:Kenntnisse zur Planung und Verbesserung von Betriebsabläufen im Hinblick auf technische Effizienz und größtmögliche Wirtschaftlichkeit erwerben
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Wirtschaftsphysik (grundständig)Physik (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:FremdsprachenZeitmanagementArbeitsmethodikRhetorikPraktika z.B. in Versicherungsunternehmen bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach Wirtschaftsphysik vertieft die im grundständigen Studienfach und ggf. während einer Berufstätigkeit erworbenen Kenntnisse in speziellen Bereichen der Physik sowie der Wirtschaftswissenschaften.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen der Wirtschaftsphysik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Management, Unternehmensführung, Marketing, Werbung oder Vertrieb, Verkauf.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
Ende des 20. Jahrhunderts:Begründung der Wirtschaftsphysik als akademische Disziplin zunächst im angelsächsischen Raum1998:Etablierung des ersten eigenständigen Studiengangs; Verknüpfung von Physik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussgradMaster of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Wirtschaftsphysik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Wirtschaftsphysik (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Wirtschaftsphysik (weiterführend) in Deutschland? ▼
Der Beruf Wirtschaftsphysik (Vertiefte Spezialisierung) in Deutschland beschreibt Fachkräfte, die innovative Lösungen für komplexe wirtschaftliche und kommerzielle Probleme entwickeln. Du nutzt dabei die tiefgreifenden Prinzipien der Physik, mathematische Modellierungsfähigkeiten und die leistungsstarken Werkzeuge der Computerwissenschaften. Diese Fachleute übernehmen typischerweise Aufgaben wie die Vorhersage von Marktverhalten durch die Analyse großer Datensätze, die Bewertung finanzieller Risiken, die Optimierung von Produktionsprozessen oder die Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien. Deine Arbeitsumgebung findest du meist in Branchen wie Banken, Versicherungsgesellschaften, Beratungsfirmen, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (F&E) oder Technologieunternehmen, wo du in interdisziplinären Teams zusammenarbeitest. Bei der Erfüllung deiner Aufgaben setzt du aktiv verschiedene IT-Tools ein, insbesondere fortgeschrittene Statistiksoftware, Simulationsprogramme und Programmiersprachen wie Python und R.
Um diesen Beruf in Deutschland ausüben zu können, musst du zunächst ein Hochschulstudium (Bachelor- und in der Regel Masterabschluss) in Physik, Mathematik, Informatik oder einem verwandten Ingenieurwesen abgeschlossen haben. Die Bezeichnung „Weiterbildung“ (Fortbildung/Spezialisierung) weist darauf hin, dass die Spezialisierung in diesem Bereich üblicherweise durch ein Masterprogramm oder eine spezielle postdoktorale Ausbildung erfolgt. Diese fortgeschrittenen Ausbildungen bereiten Fachkräfte auf die Bedürfnisse der Branche vor, indem sie grundlegendes wissenschaftliches Wissen mit geschäftsspezifischen angewandten Kompetenzen ergänzen.
Für internationale Studierende oder Fachkräfte, die in Deutschland eine Karriere in diesem Bereich anstreben, sind die entsprechenden Hochschulabschlüsse aus der Türkei...
Ist Wirtschaftsphysik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Wirtschaftsphysik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Wirtschaftsphysik (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Wirtschaftsphysik vorausgesetzt.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.
Wo arbeiten Wirtschaftsphysik (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten statt.Lernorte sind an der Universität: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Laborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Wirtschaftsphysik (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.