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Wildheger/Wildhegerin

Wildheger/in

Was ist Wildheger/Wildhegerin?

In Deutschland ist ein Wildheger/eine Wildhegerin (Wildhüter/in) dafür verantwortlich, eine gesunde und artenreiche Wildtierpopulation aufrechtzuerhalten, die an die regionalen und kulturellen Gegebenheiten angepasst ist und dem Bundesjagdgesetz entspricht. Diese Fachkräfte schützen und entwickeln die Lebensräume der Wildtiere durch Biotoppflege; sie sichern die Nahrungsversorgung und richten Futterstellen für schwierige Zeiten wie den Winter ein. Gleichzeitig zählen sie Wildtierpopulationen, legen in Zusammenarbeit mit Jägern Jagdquoten fest und regulieren jagdbedingte Schäden, indem sie Wildtier- und Waldschutzziele in Einklang bringen. Zu ihren Aufgaben gehört auch der Schutz der Wildtiere vor Wilderern, Krankheiten und streunenden Tieren sowie die Sicherstellung der Einhaltung relevanter Schutz- und Jagdvorschriften.

Ihre Arbeitsumgebung ist in der Regel im Freien, in Jagdrevieren und an häufig wechselnden Orten, wobei sie manchmal auch im Büro tätig sein können. Sie können in privaten oder staatlichen Jagdrevieren, Wildparks und Forstämtern angestellt sein. Ihre Arbeit umfasst meist handwerkliche Tätigkeiten in der Natur, die zu Fuß und im Stehen ausgeführt werden; sie können verschiedenen Wetterbedingungen wie Kälte, Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt sein. Sie können technologische Hilfsmittel wie Wildkameras einsetzen, direkten Kontakt zu Tieren haben und manchmal bei der Arbeit auf Hochsitzen der Gefahr eines Sturzes ausgesetzt sein.

Der Beruf des Wildhegers/der Wildhegerin gilt in Deutschland als „Grundberuf“. Obwohl in den Quellen keine spezifische Dauer einer Ausbildung (berufliches Bildungsprogramm) oder ein Studium (universitäre Ausbildung) angegeben ist, sind für die Arbeit in diesem Bereich in der Regel spezielle Kenntnisse und Erfahrungen im Natur-, Forst- oder Jagdschutz erforderlich. Für internationale Studierende und Fachkräfte, die eine Karriere in diesem Bereich anstreben, sind gute Deutschkenntnisse von entscheidender Bedeutung. Die Beherrschung der deutschen Wildtier- und Forstgesetzgebung sowie das Sammeln praktischer Erfahrungen sind für den beruflichen Erfolg von Vorteil.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. →

Der Beruf Wildheger/Wildhegerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswiss.:

Detaillierte Informationen

Medien

AFZ-DerWaldDJZ Deutsche Jagdzeitungforstpraxis.de - Das Portal für Förster, Forstunternehmer und WaldbesitzerFTI Forsttechnische InformationenJÄGERwaldwissen.net - Wald, Forstpraxis, Waldwirtschaft

Arbeitsorte

Wildheger und Wildhegerinnen arbeiten meistim Freien, oft an wechselnden Einsatzorten im JagdrevierSie arbeiten ggf. auchin Büroräumen

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:NaturschutzWildbestandskontrolleWildhegeWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:ArtenschutzJagdbetrieb, -wirtschaftJägerprüfung (Jagdschein)LandschaftspflegeNatur- und LandschaftsschutzrechtTiere fütternTierkrankheitenTierschutzTierseuchenbekämpfung, TierüberwachungWaldbrandschutz

Arbeitssituation

Wildheger/innen legen Futterstellen von Hand an und pflegen diese. Sie arbeiten die meiste Zeit im Freien und beobachten das Wild zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten. Dabei sitzen sie stundenlang bei jeder Witterung auf dem Hochsitz. In der Regel tragen sie Forstkleidung, festes Schuhwerk und führen ein Fernglas mit sich.Bei der Wildbeobachung brauchen Wildheger/innen ein gutes Auge und Ausdauer. Verantwortungsbewusst sorgen sie dafür, dass die einschlägigen jagdrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden. Wenn sie in einem Wildpark oder Wildtiergehege beschäftigt sind, benötigen sie zudem umweltpädagogische Fähigkeiten, da sie für die Besucher attraktive und lehrreiche Begegnungen mit Wildtieren konzipieren und durchführen. Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein, etwa bei der Anpflanzung von Wildfutterpflanzen.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 2.815 € bis 2.956 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Forstwirtschaft, JagdForstwirtschaftJagd, Fallenstellerei und damit verbundene Tätigkeiten, z.B. private oder staatliche JagdreviereFreizeitwirtschaft, UnterhaltungNaturparks, insbesondere WildtiergehegeÖffentliche VerwaltungAllgemeine öffentliche Verwaltung, z.B. Forstämter

Zugang zur Tätigkeit

Arbeitgebende erwarten häufig eine Aus- oder Weiterbildung im Jagdwesen.

Arbeitsbereiche/Branchen

Wildheger und Wildhegerinnen sind beschäftigt in privaten oder staatlichen Jagdrevieren in Wildtiergehegenbei Forstämtern

Sonstige Zugangsbedingungen

Ein Jagdschein berechtigt zur Jagd. Für die Erteilung des Jagdscheins ist eine bestandene Jägerprüfung nachzuweisen. Für land- oder forstwirtschaftliche Zweck kann eine Berechtigung zum Führen von Zugmaschinen und selbstfahrenden Arbeitsmaschinen notwendig sein.

Die Tätigkeit im Überblick

Wildheger und Wildhegerinnen erhalten nach Maßgabe des Bundesjagdgesetzes einen an landschaftliche und landeskulturelle Verhältnisse angepassten artenreichen und gesunden Wildbestand.

Stellen- und Bewerberbörsen

ajb AgrarjobbörseKarrero by top agrarStellenblatt.de

Verbände und Organisationen

Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)ver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband der Landwirtschaftskammern e.V.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

betreuender Umgang mit Tieren (z.B. an geeigneten Plätzen Futterstellen einrichten und regelmäßig mit artgerechtem Futter auffüllen)Kundenkontakt (z.B. bei Führungen in Wildparks)Arbeit im Gehen und StehenHandarbeit (z.B. artgerechte Winterbehausungen errichten)Arbeit im Freien (z.B. Lebensgrundlage der Waldtiere im Revier pflegen und sichern)Arbeit in größeren Höhen mit Absturzgefährdung (auf Hochsitzen)Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (Witterungseinflüsse im Wald)

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Einrichtungen und Zubehör, z.B.: Winterbehausungen, Futterplätze, Futtermittel, Fernglas Unterlagen, z.B.: Jagd- und Naturschutzgesetze, Tierschutzgesetz, Rechts- und Sicherheitsvorschriften

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Wildheger und Wildhegerinnen arbeiten in der Biotophege. Sie stellen die Äsungsmöglichkeiten des Wildes sicher und richten Futterstellen für Notzeiten ein. Zudem führen sie Bestandszählungen durch und stimmen mit Jägern und Jägerinnen Abschussquoten ab, um Wildschäden zu regulieren. Dabei berücksichtigen sie Natur-, Tier- sowie Forstschutz und wägen die teils unterschiedlichen Ziele gegeneinander ab. Außerdem sind sie für den Jagdschutz zuständig, z.B. Schutz Wild vor Wilderern, Seuchen oder wildernden Tieren und Einhaltung von Schutz- und Jagdvorschriften.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Revierjagdmeister/RevierjagdmeisterinRevierjäger/Revierjägerin

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Forst- und Jagdwirtschaft, Baumpflege oder Umwelt- und Naturschutz).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch eine Aufstiegsweiterbildung (z.B. als Revierjagdmeister/in) oder ein grundständigesStudium (z.B. im Studienfach Forstwissenschaft, -wirtschaft).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Biotope bewahren und gestalten die Lebensgrundlagen des Jagdwildes und der Tierarten, die nicht dem Jagdrecht unterliegen, pflegen und sichern biotopgerechte Bäume, Büsche sowie Hecken anpflanzen und pflegen Feuchtgebiete pflegenNistkästen aufhängen und reinigen Ruhezonen ausweisenWildäsungsmöglichkeiten und Futterstellen anlegen, auffüllen und pflegen Wild in Notzeiten füttern, z.B. im Winter Wildäcker anlegen, Wildwiesen pflegen, Verbissgehölze anpflanzen, Wildfutterpflanzen landwirtschaftlich kultivieren Futtermittel einkaufen und lagern, Silos anlegen, Fütterungen beschicken Wildschäden regulieren und verhüten Wildschäden im Forst erkennen Wildbestand zählen, ggf. Wildkameras aufstellenzusammen mit Jägern/Jägerinnen Abschussquoten festlegen Jungpflanzen schützenWild schützen Wild vor Wilderern und wildernden Tieren schützen Wildkrankheiten und Seuchen erkennen, vermeiden und bekämpfen

Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit

Bundesjagdgesetz vom 29.09.1976 (BGBl. I S. 2849), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 87)

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Wildheger/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Berufsjäger/BerufsjägerinJäger (Berufsjäger)/Jägerin (Berufsjägerin)Revierjäger/RevierjägerinRevierjagdmeister/RevierjagdmeisterinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Wildheger/Wildhegerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Wildheger/Wildhegerin in Deutschland?

In Deutschland ist ein Wildheger/eine Wildhegerin (Wildhüter/in) dafür verantwortlich, eine gesunde und artenreiche Wildtierpopulation aufrechtzuerhalten, die an die regionalen und kulturellen Gegebenheiten angepasst ist und dem Bundesjagdgesetz entspricht. Diese Fachkräfte schützen und entwickeln die Lebensräume der Wildtiere durch Biotoppflege; sie sichern die Nahrungsversorgung und richten Futterstellen für schwierige Zeiten wie den Winter ein. Gleichzeitig zählen sie Wildtierpopulationen, legen in Zusammenarbeit mit Jägern Jagdquoten fest und regulieren jagdbedingte Schäden, indem sie Wildtier- und Waldschutzziele in Einklang bringen. Zu ihren Aufgaben gehört auch der Schutz der Wildtiere vor Wilderern, Krankheiten und streunenden Tieren sowie die Sicherstellung der Einhaltung relevanter Schutz- und Jagdvorschriften.

Ihre Arbeitsumgebung ist in der Regel im Freien, in Jagdrevieren und an häufig wechselnden Orten, wobei sie manchmal auch im Büro tätig sein können. Sie können in privaten oder staatlichen Jagdrevieren, Wildparks und Forstämtern angestellt sein. Ihre Arbeit umfasst meist handwerkliche Tätigkeiten in der Natur, die zu Fuß und im Stehen ausgeführt werden; sie können verschiedenen Wetterbedingungen wie Kälte, Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt sein. Sie können technologische Hilfsmittel wie Wildkameras einsetzen, direkten Kontakt zu Tieren haben und manchmal bei der Arbeit auf Hochsitzen der Gefahr eines Sturzes ausgesetzt sein.

Der Beruf des Wildhegers/der Wildhegerin gilt in Deutschland als „Grundberuf“. Obwohl in den Quellen keine spezifische Dauer einer Ausbildung (berufliches Bildungsprogramm) oder ein Studium (universitäre Ausbildung) angegeben ist, sind für die Arbeit in diesem Bereich in der Regel spezielle Kenntnisse und Erfahrungen im Natur-, Forst- oder Jagdschutz erforderlich. Für internationale Studierende und Fachkräfte, die eine Karriere in diesem Bereich anstreben, sind gute Deutschkenntnisse von entscheidender Bedeutung. Die Beherrschung der deutschen Wildtier- und Forstgesetzgebung sowie das Sammeln praktischer Erfahrungen sind für den beruflichen Erfolg von Vorteil.

Ist Wildheger/Wildhegerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Wildheger/Wildhegerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Wildheger/Wildhegerin qualifiziert werden?

Arbeitgebende erwarten häufig eine Aus- oder Weiterbildung im Jagdwesen.

Wo arbeiten Wildheger/Wildhegerin in Deutschland typischerweise?

Wildheger und Wildhegerinnen arbeiten meistim Freien, oft an wechselnden Einsatzorten im JagdrevierSie arbeiten ggf. auchin Büroräumen

Wie hoch ist das typische Gehalt für Wildheger/Wildhegerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 2.815 € bis 2.956 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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