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Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend)

Weiterbildung Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 72134

Was ist Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend)?

Der Beruf des Versicherungsmanagements (Fortgeschritten/Spezialisierung) beschreibt Fachkräfte, die in der komplexen rechtlichen und wirtschaftlichen Struktur des Versicherungssektors in Deutschland strategische und operative Managementaufgaben übernehmen. Expert:innen in diesem Bereich verstehen die Funktionsweise, Produkte und Dienstleistungen von Versicherungsunternehmen eingehend und können so innovative Lösungen für die Herausforderungen der Branche entwickeln. Fachkräfte in diesem Spezialisierungsbereich sind in kritischen Abteilungen von Versicherungsunternehmen tätig, wie z.B. Risikomanagement, Produktentwicklung, Vertriebsstrategien, Finanzanalysen, Compliance und Kundenbeziehungen. Sie arbeiten in der Regel bei großen Versicherungsgesellschaften, Maklerunternehmen, Finanzdienstleistern oder Beratungsfirmen. Die Arbeitsumgebungen sind meist bürobasiert und umfassen Teamarbeit, Kundeninteraktion und Datenanalyse. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nutzen sie effektiv spezielle Geschäftssoftware, Datenanalysetools, juristische Datenbanken und verschiedene Kommunikationsplattformen.

Um diese fortgeschrittene Spezialisierung in Deutschland zu erreichen, ist in der Regel ein Hochschulabschluss (z.B. Bachelor) in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder einem verwandten Fachbereich erforderlich, gefolgt von einem weiterführenden Studienprogramm im Bereich Versicherungen. Diese weiterführende Ausbildung kann in Form von Masterstudiengängen, spezialisierten Zertifikatsprogrammen oder fortgeschrittenen Kursen erfolgen, die bestimmte berufliche Qualifikationen vermitteln. Diese Programme vertiefen das vorhandene Wissen aus rechtlicher und wirtschaftlicher Perspektive und vermitteln die notwendigen Kompetenzen für Führungs- und Spezialistenpositionen in der Branche. Für internationale Studierende oder Fachkräfte, die in diesem Bereich in Deutschland Karriere machen möchten, ist es zunächst wichtig, die Anerkennung ihrer bestehenden Diplome in Deutschland zu prüfen. Deutschkenntnisse, insbesondere auf C1-Niveau und höher, sind von entscheidender Bedeutung, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein und eine Anstellung zu finden, da die Beherrschung rechtlicher und wirtschaftlicher Begriffe erforderlich ist. Dieser Spezialisierungsbereich ist ein gefragter Bereich im Versicherungssektor und bietet attraktive Gehaltsaussichten.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Module, z.B.:BankmanagementBusiness IntelligenceControlling und KostenmanagementCorporate GovernanceIndustriemanagementInternationale MakroökonomikManagement von WertschöpfungskettenMethoden der empirischen SozialforschungPersonal- und OrganisationsmanagementRechtswissenschaftenRisikomanagementRückversicherungVersicherungsmanagementVertriebssteuerungWirtschaftspolitikPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule ggf. Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Versicherungsunternehmen)

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Versicherungsunternehmen), Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend) sein:Bereich Management und UnternehmensführungBank, Finanzdienstleistungen (weiterführend)Finanz- und Rechnungswesen, Controlling (weiterführend)Risikomanagement (weiterführend)Unternehmensführung, Management (weiterführend)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (weiterführend)Wirtschaftswissenschaften (weiterführend)Unternehmensberatung (weiterführend)Gemeinsamkeiten:betriebswirtschaftliche Kenntnisse erwerbenunternehmerische Entscheidungen planen, organisieren, berechnen und umsetzen

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Versicherungsbetriebswirtschaft (grundständig)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:Englisch für Wirtschaftswissenschaftler und WirtschaftswissenschaftlerinnenRhetorikKonfliktmanagementPraktika z.B. in Versicherungsunternehmen bereiten gezielt auf das Berufsleben vor. Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach Versicherungsbetriebswirtschaft vertieft die im grundständigen Studienfach und ggf. während einer Berufstätigkeit erworbenen Kenntnisse.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Versicherungsbetriebswirtschaft gibt es auch als Teilzeitstudiengang.

Studiengangsbezeichnungen

Beispiele Insurance (Master) Risk and Insurance (Master) Versicherungsmanagement (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Versicherungsbetriebswirtschaft bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Controlling oder Finanz- und Rechnungswesen.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts: erste Vorlesungen zu Versicherungsthemen1895:Gründung des ersten Seminars für Versicherungswissenschaft2. Hälfte des 20. Jahrhunderts:Gründung von Instituten für Versicherungswissenschaft an Hochschulen1990er-Jahre:Einrichtung eigenständiger Studiengänge der Versicherungsbetriebswirtschaft1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Business Administration (MBA)Master of Science (M.Sc.)Executive Master of Insurance (E.M.Insurance)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Versicherungsbetriebswirtschaft vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls müssen Englischkenntnisse nachgewiesen werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend) in Deutschland?

Der Beruf des Versicherungsmanagements (Fortgeschritten/Spezialisierung) beschreibt Fachkräfte, die in der komplexen rechtlichen und wirtschaftlichen Struktur des Versicherungssektors in Deutschland strategische und operative Managementaufgaben übernehmen. Expert:innen in diesem Bereich verstehen die Funktionsweise, Produkte und Dienstleistungen von Versicherungsunternehmen eingehend und können so innovative Lösungen für die Herausforderungen der Branche entwickeln. Fachkräfte in diesem Spezialisierungsbereich sind in kritischen Abteilungen von Versicherungsunternehmen tätig, wie z.B. Risikomanagement, Produktentwicklung, Vertriebsstrategien, Finanzanalysen, Compliance und Kundenbeziehungen. Sie arbeiten in der Regel bei großen Versicherungsgesellschaften, Maklerunternehmen, Finanzdienstleistern oder Beratungsfirmen. Die Arbeitsumgebungen sind meist bürobasiert und umfassen Teamarbeit, Kundeninteraktion und Datenanalyse. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nutzen sie effektiv spezielle Geschäftssoftware, Datenanalysetools, juristische Datenbanken und verschiedene Kommunikationsplattformen.

Um diese fortgeschrittene Spezialisierung in Deutschland zu erreichen, ist in der Regel ein Hochschulabschluss (z.B. Bachelor) in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre oder einem verwandten Fachbereich erforderlich, gefolgt von einem weiterführenden Studienprogramm im Bereich Versicherungen. Diese weiterführende Ausbildung kann in Form von Masterstudiengängen, spezialisierten Zertifikatsprogrammen oder fortgeschrittenen Kursen erfolgen, die bestimmte berufliche Qualifikationen vermitteln. Diese Programme vertiefen das vorhandene Wissen aus rechtlicher und wirtschaftlicher Perspektive und vermitteln die notwendigen Kompetenzen für Führungs- und Spezialistenpositionen in der Branche. Für internationale Studierende oder Fachkräfte, die in diesem Bereich in Deutschland Karriere machen möchten, ist es zunächst wichtig, die Anerkennung ihrer bestehenden Diplome in Deutschland zu prüfen. Deutschkenntnisse, insbesondere auf C1-Niveau und höher, sind von entscheidender Bedeutung, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein und eine Anstellung zu finden, da die Beherrschung rechtlicher und wirtschaftlicher Begriffe erforderlich ist. Dieser Spezialisierungsbereich ist ein gefragter Bereich im Versicherungssektor und bietet attraktive Gehaltsaussichten.

Ist Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Versicherungsbetriebswirtschaft vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls müssen Englischkenntnisse nachgewiesen werden.

Wo arbeiten Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Versicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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