Was ist Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Informatik →Der Beruf Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:
- Economics Data Science and Policy
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Informatik
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3D Interaction Games
Master · Merz Akademie Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Stuttgart
Administrative Computer Science
Bachelor · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Advanced Driver Assistance Systems
Master · Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Advanced Media Technology
Master · Hochschule RheinMain
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitBerichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt, Juni 2025: Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe im Kontext der TransformationWeitere InformationsangeboteBig Data InsiderComputerWeekly.deDev InsiderIKT-Branchenbild 2024: Volkswirtschaftliche Kennzahlen, Innovations- und GründungsgeschehenInformatik AktuellInformatik-SpektrumIT-Business - Channel-Portal für IT und Cloud Computingit-daily.netkaggle.com - Your Home for Data ScienceMade in Germany. Die nationale KI-Strategie der BundesregierungNachhaltigkeits Management Forum / Sustainability Management ForumQuantentechnologien. Rahmenprogramm der BundesregierungSustainable Computing. Informatics and Systems
▶ Trends
CO2-KreislaufwirtschaftCarbon Capture and Utilization (CCU) bezeichnet die Abscheidung von Kohlenstoffdioxid (CO2) aus Abgasen, die dann einen weiteren Nutzungszyklus durchlaufen. CCU zielt also auf eine direkte Wiederverwendung ab. Bei Carbon Capture and Storage (CCS) ist das Ziel hingegen die Speicherung von aus der Atmosphäre entzogenem CO2. CCU trägt zur Reduzierung von Emissionen bei und wirkt dem Treibhauseffekt entgegen. Techniken wie die (modifizierte) Photosynthese, Gasfermentation oder Elektrobiosynthese ermöglichen den Gewinn verschiedener Erzeugnisse, z.B. synthetische Kraftstoffe, Futtermittel, Farbstoffe oder auch Leichtbaumaterialien. Fach- und Führungskräfte werden sich mit entsprechenden Weiterbildungen auf die verschiedenen Anwendungsgebiete vorbereiten.Smart ForestrySmart Forestry nutzt und vernetzt moderne Sensorik, Datenanalytik und Künstliche Intelligenz, um Wälder effizient zu bewirtschaften und bestehende Waldfrühwarnsysteme zu verbessern. Sensoren erfassen Umweltdaten wie Temperatur, Trockenheit oder Baumgesundheit in Echtzeit. Mittels Mobilfunk werden diese Daten weitergeleitet, gesammelt und von Fachkräften bewertet, um rasch datengestützte Entscheidungen treffen zu können. Ziel ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die Klimaanpassung, Kostenersparnis und eine schnelle Reaktion auf Risiken.QuantencomputingQuantencomputer sind Rechner, die Quantenmechanik nutzen und dadurch ihre Rechenleistung bei komplexen Problemen exponentiell steigern können....
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Programmieren von umwelttechnischen Datenbankenz.B. Analysieren bestehender Informationssysteme unter ökologischen GesichtspunktenInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Dokumentieren der Anforderungen neuer IT-Projekte in Pflichtenheften
▶ Arbeitsorte
Umweltinformatiker und Umweltinformatikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Computerräumenin Besprechungs- und Schulungsräumenin IT-LaborsDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Angewandte InformatikAnwenderberatung, Anwender-Support (IT)ArbeitsvorbereitungBetriebswirtschaftslehreComputermathematikDatenbankadministration, -management, -organisationDatenübernahme, DatenaufbereitungEntwicklungGrafische DatenverarbeitungInformationstechnik, ComputertechnikIT-OrganisationLogikModellbildung, Simulation (IT)Netzwerkadministration, -management, -organisationProgrammierenSoftwaretechnik, Software-EngineeringSystembetreuung, Systemadministration, SystemverwaltungSystemsoftware (Entwicklung, Programmierung, Analyse)UmweltinformatikUmweltinformationssystemeWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AlgorithmenDigitales Wertstoff- und AbfallmanagementElektronikEnterprise Application Integration (EAI)ForschungInternet-, IntranettechnikIT-AnwendertrainingIT-KoordinationKI-ProgrammierassistentenLehrtätigkeit (Hochschule)MathematikMikrocomputer-, MikroprozessortechnikQualitätsmanagementTechnische InformatikUmweltwissenschaftenWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Betriebssysteme"Kompetenzgruppe "Datenbanken, Datenverwaltungssysteme"Kompetenzgruppe "Finanz- und Rechnungswesen"Kompetenzgruppe "Netzprotokolle"Kompetenzgruppe "Netzwerktechnik"Kompetenzgruppe "Netzwerkzertifizierungen"Kompetenzgruppe "Programmiersprachen, Programmbibliotheken, Entwicklungsumgebungen"
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Umweltinformatiker/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. Software für die Visualisierung von Umweltdaten entwickeln)Augmented Analytics (z.B. Software für die automatisierte ökologische Bewertung von Lieferunternehmen planen und entwickeln; Fertigungsprozesse auf ökologische Gesichtspunkte analysieren)Cognitive Computing (z.B. intelligente, selbstlernende Computersysteme zur Vermeidung von Umweltbelastungen entwickeln)Digitales Wertstoff- und Abfallmanagement (z.B. Software für effizientes Entsorgungsmanagement entwickeln)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. DM-Systeme zur Verwaltung umweltrelevanter Dokumente im Umweltcontrolling einsetzen)Forst-Management-Systeme (z.B. an der Entwicklung von Systemen zur digitalen Erfassung von Umweltdaten in Wäldern mitwirken)KI-gestütztes Wissensmanagement (z.B. umweltwissenschaftliche Wissensmanagementsysteme konzipieren und wissenschaftlich betreuen)KI-Programmierassistenten (z.B. geschriebenen Programmcode von KI-Software auf Fehler überprüfen lassen und diese beheben)Laborinformationssysteme - LIS (z.B. automatisierte Messungen und Versuchsreihen zur Überwachung von Umweltdaten entwickeln bzw. optimieren)Low Power Wide Area Network - LP-WAN (z.B. Sensoren in schwer zugänglichen oder weitläufigen Gebieten planen und insta...
▶ Arbeitssituation
Umweltinformatiker/innen erkennen ökologische Prozesse, Strukturen und Wechselwirkungen und bilden diese mithilfe der Informationstechnik ab. Dabei benötigen sie analytisches Denkvermögen, arbeiten mit großer Genauigkeit und Konzentration, bei langwierigen Projekten auch mit Geduld und Ausdauer. Interdisziplinäres Denken und Teamfähigkeit ermöglichen die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus anderen Bereichen. Im Beratungsgespräch mit Auftraggebern oder Kunden gehen sie auf deren Wünsche und Anforderungen ein, informieren über mögliche Lösungen und wägen deren Vor- und Nachteile fachkundig ab. In der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen der Studierenden. Wenn sie an internationalen Tagungen teilnehmen oder in internationalen Projektteams mitarbeiten, ist ihre interkulturelle Kompetenz gefragt, und sie kommunizieren in Englisch oder einer anderen Fremdsprache. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben.Umweltinformatiker/innen arbeiten im Büro, wo sie am Computer mit informations- und kommunikationstechnischen Systemen umgehen. In Besprechungs- bzw. Unterrichtsräumen führen sie Meetings, Schulungen oder Seminare durch.
▶ Existenzgründung
Umweltinformatiker und Umweltinformatikerinnen können z.B. als Berater und Beraterin für Unternehmen mit umweltorientierten IT-Produkten freiberuflich arbeiten.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.424 € bis 6.439 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
Softwareentwicklung, -bereitstellungEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware, z.B. Datenbankentwicklung oder Entwicklung von Software zur InformationsverarbeitungIT-DienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie, z.B. Hard- und SoftwareberatungBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte, z.B. DatenverarbeitungsdiensteIngenieurdienstleistungenSonstige Ingenieurbüros, z.B. im Bereich Umwelttechnik
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Umweltinformatik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Umweltinformatik (grundständig)Umweltinformatik (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Umweltinformatiker und Umweltinformatikerinnen finden Beschäftigung z.B.bei EDV-Dienstleistern, Software- und Datenbankanbietern in Ingenieurbüros für Umwelttechnik
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Umweltinformatiker/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheComputer scientist (m/f) (environmental computer science)Berufsbezeichnung in französischer SpracheInformaticien/Informaticienne (informatique pour l'environnement)
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten Übernahme anspruchsvoller Programmierarbeiten mit engen Fertigstellungsterminen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Analyse von Schwachstellen in IT-Systemen unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten; Durchführen langwieriger und umfangreicher Testläufe)Sorgfalt (z.B. genaues Prüfen von Anwendungslösungen im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Korrektheit, Effektivität, IT-Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln umweltrelevanter Anwendungen und Informationssysteme)Lernbereitschaft (z.B. kontinuierliche Weiterbildung zu den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Umweltinformatik durch Lesen von Fachliteratur oder Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen)
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Umweltinformatiker und Umweltinformatikerinnen nehmen eine Schnittstellenfunktion zwischen Management, Informationstechnologie sowie Umweltschutz ein. Mithilfe der Verfahren der angewandten Informatik entwickeln sie Umweltinformationssysteme und lösen ökonomische und ökologische Aufgabenstellungen im Bereich der Informationstechnologie.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
Computerwoche.deEarthworks-jobs.comFachinformatiker.degolemgreenjobs.deheise jobsinformatik-personal.deitjobs.rocksIT-Positionen.deitstepsIT-TreffNachhaltigeJobs.denature careersWILA-Arbeitsmarkt
▶ Verbände und Organisationen
Bundesverb. Informationswirt., Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom)CEPIS - Council of European Professional Informatics SocietiesDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI)IG Metall (IGM)Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) e.V.Umweltbundesamt (UBA)VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU)Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. Mitarbeiter/innen anleiten und führen, Studierende unterrichten und betreuen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. auf einen effizienten Einsatz von Forschungs- und Entwicklungsgeldern achten)Kundenkontakt (z.B. während eines Projekts Rücksprache mit dem Kunden halten)Bildschirmarbeit (Arbeit mit Betriebs-, Datenbank- und Netzwerksystemen, Programmiersprachen und Anwendungsprogrammen)Arbeit in BüroräumenArbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Informationsbeschaffung, -erschließung, -aufbereitungData-Warehouse-Analyst/Data-Warehouse-AnalystinIT-Koordination, -Organisation, -ManagementIT-Manager/IT-ManagerinIT-Organisator/IT-OrganisatorinLeiter/Leiterin der SoftwareentwicklungLeiter/Leiterin der ITIT-Dispatcher/IT-DispatcherinIT-SicherheitDatenschutzbeauftragter/DatenschutzbeauftragteEthical HackerIT-Sicherheitskoordinator/IT-SicherheitskoordinatorinIT-SystementwicklungSoftware-ArchitectDevOps EngineerLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinSoftwareentwicklungMobile DeveloperSoftwareentwickler/SoftwareentwicklerinWeb DeveloperVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Unterlagen, z.B.: Datenverarbeitungs-Konzepte, Pflichtenhefte, Hard- und Softwaredokumentationen, Benutzeranleitungen, Schulungsunterlagen, Rechtsvorschriften (z.B. Umwelt- und Datenschutzbestimmungen)Computertechnik und Software, z.B.: Datenverarbeitungsanlagen, Betriebssysteme, Netzwerksysteme, Umweltinformationssysteme, Entwicklersoftware, Testwerkzeuge, Simulationsprogramme zur Visualisierung von ProzessenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Umweltinformatiker und Umweltinformatikerinnen optimieren IT-Prozesse in Unternehmen unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten mit Methoden der angewandten Informatik. Sie planen und programmieren ressourcen- und umweltschonende Anwendungen und testen diese anschließend. Bestehende Systeme und Prozesse prüfen sie z.B. auf ihre Umweltverträglichkeit und schlagen Verbesserungen vor. Zur Unterstützung und Beratung des Managements sammeln sie Daten, bereiten sie auf und visualisieren sie. Mithilfe verlässlicher Umweltinformationssysteme sorgen sie u.a. für ein effizientes Umweltcontrolling. Auch die Schulung von Anwendern ist ein mögliches Einsatzgebiet.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Umweltschutz, Softwareentwicklung, IT-Projektmanagement oder Forschung und Entwicklung).Darüber hinaus kann sich der Trend zur Digitalisierung in der Kreislaufwirtschaft zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Umweltinformatiker/innen entwickeln. Das Thema Quantencomputing bietet ebenso Weiterbildungspotenzial.
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Umweltinformatik oder Informatik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Analyse und Konzeptionbestehende Informationssysteme und (Fertigungs-)Prozesse analysieren und unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten optimierenAnforderungen an neue Programme feststellen, Pflichtenheft für IT-Projekte und Programmierungsvorhaben erstellenumweltrelevante Anwendungen und Informationssysteme entwerfen und realisieren (programmieren, konfigurieren, implementieren, testen, optimieren) Softwaresysteme an die Erfordernisse des Unternehmens anpassen und dabei ökonomische und ökologische Vorgaben berücksichtigenSchnittstellen und Datenflüsse klärenBenutzeranleitungen und Online-Handbücher verfassenBeratung und Schulung umweltrelevante Daten sammeln und informationstechnisch aufbereiten, z.B. zur Unterstützung und Beratung des Managements im UmweltcontrollingFachkräfte und Anwender beraten und schulen, Schulungskonzepte und -unterlagen erstellenOrganisation und Koordination Entwicklung und Implementierung neuer Programme koordinierenDatenverarbeitungs-Konzepte erstellen, Arbeitsabläufe und -prozesse IT-gestützt im Modell darstellen, visualisieren, steuern und vernetzenDatenbanken konzipieren und pflegen; Schnittstellen für Datenbankzugriffe und Anwenderprogramme mit Datenbankzugriffen programmierenAufgaben im Bereich Netzwerkmanagement wahrnehmenDatenverwaltungssysteme entwickeln und einführenIT- und Datensicherheit berücksichtigenIT-Projekte (mit entsprechender Erfahrung auch IT-Abteilungen) leitenForschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwir...
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Umweltinformatiker/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungIngenieur/Ingenieurin für Umweltschutz/UmwelttechnikBioinformatiker/BioinformatikerinUmweltwissenschaftler/UmweltwissenschaftlerinGemeinsamkeiten:Kenntnisse aus der Softwaretechnologie einsetzenDatenbanken und Benutzeroberflächen entwickelnDaten aufbereiten und auswertenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Umweltinformatiker/innen nehmen eine Schnittstellenfunktion zwischen Management, Informationstechnologie sowie Umweltschutz ein. Mithilfe der Verfahren der angewandten Informatik entwickeln sie Umweltinformationssysteme und lösen ökonomische und ökologische Aufgabenstellungen im Bereich der Informationstechnologie.Zwischen Ökonomie und Ökologie Der Umweltschutz nimmt in Unternehmen - nicht zuletzt aufgrund stärkerer gesetzlicher Reglementierungen - einen immer größeren Stellenwert ein. Aspekte wie Kostenminimierung und Effizienz gelten nicht mehr als Widerspruch zu einer umweltorientierten Unternehmenspraxis. Umweltinformatiker/innen sind aufgrund ihres interdisziplinären Wissens im den Bereichen Informatik, Betriebswirtschaftslehre sowie Umwelt- und Ingenieurwissenschaften in der Lage, Methoden und Verfahren der Informationstechnologie unter Gesichtspunkten der Ökologie und Ökonomie zu analysieren, zu gestalten und zu optimieren.Breites Aufgabenspektrum Umweltinformatiker/innen sind in Unternehmen an unterschiedlichen Stellen einsetzbar: Sie programmieren Anwendungen, die Umweltbelastungen durch betriebliche Aktivitäten vermeiden und ein effektives Umweltmanagement ermöglichen, beispielsweise eine Software zur ökologischen und ökonomischen Bewertung von Lieferanten. Außerdem führen sie Messungen und Versuchsreihen durch, um bestehende Systeme sowie (Fertigungs-)Prozesse zu analysieren, stellen anhand der Ergebnisse Verbesserungspotenziale fest und entwickeln Op...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwenden stochastischer Methoden bei der Entwicklung umweltbezogener Anwendungen)figural-räumliches Denken (z.B. Entwickeln von Software zur Visualisierung und 3-D-Simulation umweltrelevanter Daten)Technisches Verständnis (z.B. Auswahl geeigneter Hardware-Lösungen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Koordinieren der Programmierung, Integration, Betreuung und Wartung neuer Programme)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. überschlägiges Berechnen des Enwicklungsbudgets für Software zur Analyse von Umweltbelastungen)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. umfangreiche Programmierarbeiten am Computer ausführen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Bildschirm mit Betriebs-, Datenbank- und Netzwerksystemen, Programmiersprachen und Anwendungsprogrammen arbeiten)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen von Anwendern, Kunden oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Umweltinformatiker/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Informatiker/Informatikerinfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Leiter/Leiterin der ITLeiter/Leiterin der SoftwareentwicklungSoftware-ArchitectSoftwareentwickler/Softwareentwicklerinin angrenzenden Berufen:Informatiker/Informatikerin (Weiterbildung)Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Umweltinformatiker/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. umfangreiche Programmierarbeiten am Computer ausführen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Bildschirm mit Betriebs-, Datenbank- und Netzwerksystemen, Programmiersprachen und Anwendungsprogrammen arbeiten)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückfragen von Anwendern, Kunden oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Umweltinformatiker/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungIngenieur/Ingenieurin für Umweltschutz/UmwelttechnikBioinformatiker/BioinformatikerinGemeinsamkeiten:Kenntnisse aus der Softwaretechnologie einsetzenDatenbanken und Benutzeroberflächen entwickelnDaten aufbereiten und auswertenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin in Deutschland? ▼
Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin nehmen in Deutschland eine wichtige Position ein und schlagen eine Brücke zwischen Management, Informationstechnologie und Umweltschutz. Sie entwickeln Umweltinformationssysteme unter Anwendung von Methoden der angewandten Informatik, Information
Ist Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Umweltinformatik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin in Deutschland typischerweise? ▼
Umweltinformatiker und Umweltinformatikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Computerräumenin Besprechungs- und Schulungsräumenin IT-LaborsDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Umweltinformatiker/Umweltinformatikerin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 5.424 € bis 6.439 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.