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Tierpsychologe/Tierpsychologin

Tierpsychologe/-psychologin

Grundberuf Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 81584

Was ist Tierpsychologe/Tierpsychologin?

In Deutschland ist ein Tierpsychologe/eine Tierpsychologin ein Fachmann/eine Fachfrau, der/die Tiere, insbesondere Haustiere (wie Hunde, Katzen und Pferde), mit Verhaltensstörungen oder auffälligem Verhalten mithilfe von Therapie- und Trainingsmethoden behandelt. Diese Spezialisten beraten Tierhalter, um die Lebensbedingungen und das Verhalten der Tiere zu verstehen. Anschließend beobachten sie die Tiere in relevanten Situationen, um die Ursachen der Verhaltensstörung oder Auffälligkeit zu ermitteln. Basierend auf den identifizierten Ursachen überweisen sie das Tier bei krankheitsbedingten Verhaltensänderungen gegebenenfalls zur tierärztlichen Untersuchung und Behandlung oder entwickeln und implementieren geeignete Verhaltenstherapien und Trainingsprogramme. Sie beziehen Tierhalter oft in den Therapieprozess ein, um die Beziehung zwischen Tier und Halter zu normalisieren. Ihre Arbeitsumfelder umfassen tierpsychologische und tierärztliche Praxen, Zoos und Tierparks sowie Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Sie arbeiten typischerweise in Behandlungsräumen, bei Klienten zu Hause (manchmal im Freien), in Tierställen oder in Büroumgebungen. Ihre Tätigkeit erfordert engen körperlichen Kontakt zu Tieren, kontinuierliche Kommunikation mit Tierhaltern und die Arbeit in medizinischen Einrichtungen.

Der Beruf des Tierpsychologen/der Tierpsychologin ist in Deutschland in der Regel eine Spezialisierung, die über private Bildungsinstitute oder Erwachsenenbildungsprogramme erworben wird. Es gibt keine spezifische staatlich anerkannte Ausbildung oder ein direkt für diesen Beruf vorgesehenes universitäres Studium (Bachelor-/Masterstudiengang); vielmehr wird er über Zertifikatsprogramme oder Weiterbildungen von spezialisierten Bildungseinrichtungen im Bereich der Tierpsychologie verfolgt.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Tierpsychologe/Tierpsychologin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

aktion tierdu und das tierEthologyTIERethik - Zeitschrift zur Mensch-Tier-BeziehungVetion.de - Internetportal für Tiermedizin und Tiergesundheit

Arbeitsorte

Tierpsychologen und Tierpsychologinnen arbeiten meistin Behandlungsräumenbei Kunden/Kundinnen, ggf. im Freienin Tierställenin Büroräumen

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:Kundenberatung, -betreuungTierpsychologieWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Gutachter-, SachverständigentätigkeitTierkrankheitenTierphysiologieVerhaltensbiologieZoologie

Arbeitssituation

Tierpsychologen und Tierpsychologinnen beobachten das Verhalten des jeweiligen Tieres und die Besonderheiten der Umgebung, in der dieses lebt, genau. Dazu benötigen sie eine gute Beobachtungsgabe und Geduld. Wenn sie feststellen, dass ein Tier nicht artgerecht gehalten wird, setzen sie ihre Überzeugungskraft ein, um den Tierhalter zu einer Änderung seines Verhaltens oder der Haltungsbedingungen des Tieres zu bewegen.Da Tierpsychologen und Tierpsychologinnen ihre Diagnose auch in der vertrauten Umgebung der Tiere erstellen, arbeiten sie teilweise an wechselnden Orten. Gutachten erstellen sie im Büro. Manche Tierpsychologen und Tierpsychologinnen bieten ihre Dienstleistung in veterinärmedizinischen Praxen an oder arbeiten in zoologischen Gärten und Tierparks. Die Arbeitszeit richtet sich nach den Anforderungen ihrer Klienten.

Existenzgründung

Tierpsychologen und Tierpsychologinnen können sich selbstständig machen oder freiberuflich tätig werden, z.B. mit einer Praxis im Bereich Tierpsychologie und Tierberatung.

Verdienst/Einkommen

Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten bei dieser beruflichen Tätigkeit können nicht getroffen werden.

Branchen im Einzelnen

TiermedizinVeterinärwesen a. n. g., z.B. tierpsychologische PraxenFreizeitwirtschaft, UnterhaltungBotanische und zoologische Gärten sowie NaturparksErwachsenenbildung, sonstiger UnterrichtBerufliche Erwachsenenbildung, z.B. an Ausbildungsinstituten für Tierpsychologie

Zugang zur Tätigkeit

Arbeitgebende erwarten häufig eine einschlägige Aus- oder Weiterbildung bzw. ein Studium im Bereich Tiermedizin.

Zugangsstudienfächer

Tiermedizin (grundständig)Tiermedizin (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Tierpsychologen und Tierpsychologinnen finden Beschäftigung z.B.in tierpsychologischen und veterinärmedizinischen Praxenin zoologischen Gärten und Tierparksin der Erwachsenenbildung, z.B. an Ausbildungsinstituten für Tierpsychologie

Die Tätigkeit im Überblick

Tierpsychologen und Tierpsychologinnen therapieren verhaltensgestörte und -auffällige Tiere.

Stellen- und Bewerberbörsen

life-science Karriere ServicesVetContactVetion.devetline.de

Verbände und Organisationen

ATM Akademie für Tiernaturheilkunde und Tierphysiotherapie GmbHver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftVerband freier Tierheilpraktiker e.V.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Kundenkontakt (z.B. Gespräche mit dem Tierhalter/der Tierhalterin über die Haltungsbedingungen und Behandlung der Tiere führen)betreuender Umgang mit TierenArbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen (z.B. in veterinärmedizinischen Praxen)Arbeit in Tierställen (z.B. in zoologischen Gärten und Tierparks)enger Körperkontakt mit Tieren (z.B. verhaltensgestörte und -auffällige Tiere therapieren)

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Tiere, z.B.: Hunde, Katzen, PferdeUnterlagen, z.B.: Fragebögen, Abrechnungen, Gutachten, TierschutzgesetzBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Tierpsychologen und Tierpsychologinnen analysieren und therapieren Verhaltensstörungen oder -auffälligkeiten bei Haustieren wie Hunden, Katzen oder Pferden. Sie sprechen mit den Tierhaltern und Tierhalterinnen über die Probleme und beobachten die Tiere in den entsprechenden Situationen. Je nach Ursache der Verhaltensstörung veranlassen sie eine tierärztliche Behandlung oder konzipieren entsprechende Verhaltenstherapien und führen diese durch. Dabei beziehen sie oft auch die Tierhalter und Tierhalterinnen mit ein.Sie dokumentieren Therapie- bzw. Trainingsmaßnahmen sowie die Entwicklung der Tiere und rechnen ihre Leistungen ab. Zudem unterweisen sie Tierhalter und Tierhalterinnen im zukünftigen Umgang mit den Tieren, um Rückfälle in unerwünschte Verhaltensweisen zu vermeiden.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Tierheilpraktiker/TierheilpraktikerinGeprüfter Tierpflegemeister/Geprüfte TierpflegemeisterinTierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Forschung und KlinikTierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Tierheim und TierpensionTierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung ZooTierphysiotherapeut/Tierphysiotherapeutin

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Tierpsychologie, Tierpflege, Tierhaltung).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch ein grundständiges oder weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Tiermedizin).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Anamnese erstellenpersönliches Gespräch mit Tierhalter/in führen, um Lebensbedingungen und Verhaltensweisen von Mensch und Tier zu ergründenVerhalten des betroffenen Tieres beobachtenGründe für Verhaltensstörung bzw. -auffälligkeit des Tieres bestimmenVerhaltenstherapie bzw. Trainingsmaßnahmen konzipieren und durchführen Tiere durch zielgerichtetes Training beim Um- bzw. Neulernen von Verhaltensweisen unterstützen Tierhalter/innen ggf. einbeziehen, um das Verhältnis zwischen Tier und Halter/in zu normalisierenTierhalter/innen über den richtigen Umgang mit ihren Tieren beraten, um Rückfälle in unerwünschte Verhaltensweisen zu vermeidenfür tierärztliche Untersuchung und Behandlung sorgen, wenn die Verhaltensänderungen auf Erkrankungen basierenLeistungen abrechnen, Rechnungen erstellenggf. Gutachten erstellen, z.B. zum Aggressionspotenzial von verhaltensauffälligen Tieren

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Tierpsychologe/-psychologin an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Biologe/BiologinTierlehrer/TierlehrerinVerhaltensforscher/VerhaltensforscherinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Tierpsychologe/Tierpsychologin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Tierpsychologe/Tierpsychologin in Deutschland?

In Deutschland ist ein Tierpsychologe/eine Tierpsychologin ein Fachmann/eine Fachfrau, der/die Tiere, insbesondere Haustiere (wie Hunde, Katzen und Pferde), mit Verhaltensstörungen oder auffälligem Verhalten mithilfe von Therapie- und Trainingsmethoden behandelt. Diese Spezialisten beraten Tierhalter, um die Lebensbedingungen und das Verhalten der Tiere zu verstehen. Anschließend beobachten sie die Tiere in relevanten Situationen, um die Ursachen der Verhaltensstörung oder Auffälligkeit zu ermitteln. Basierend auf den identifizierten Ursachen überweisen sie das Tier bei krankheitsbedingten Verhaltensänderungen gegebenenfalls zur tierärztlichen Untersuchung und Behandlung oder entwickeln und implementieren geeignete Verhaltenstherapien und Trainingsprogramme. Sie beziehen Tierhalter oft in den Therapieprozess ein, um die Beziehung zwischen Tier und Halter zu normalisieren. Ihre Arbeitsumfelder umfassen tierpsychologische und tierärztliche Praxen, Zoos und Tierparks sowie Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Sie arbeiten typischerweise in Behandlungsräumen, bei Klienten zu Hause (manchmal im Freien), in Tierställen oder in Büroumgebungen. Ihre Tätigkeit erfordert engen körperlichen Kontakt zu Tieren, kontinuierliche Kommunikation mit Tierhaltern und die Arbeit in medizinischen Einrichtungen.

Der Beruf des Tierpsychologen/der Tierpsychologin ist in Deutschland in der Regel eine Spezialisierung, die über private Bildungsinstitute oder Erwachsenenbildungsprogramme erworben wird. Es gibt keine spezifische staatlich anerkannte Ausbildung oder ein direkt für diesen Beruf vorgesehenes universitäres Studium (Bachelor-/Masterstudiengang); vielmehr wird er über Zertifikatsprogramme oder Weiterbildungen von spezialisierten Bildungseinrichtungen im Bereich der Tierpsychologie verfolgt.

Ist Tierpsychologe/Tierpsychologin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Tierpsychologe/Tierpsychologin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Tierpsychologe/Tierpsychologin qualifiziert werden?

Arbeitgebende erwarten häufig eine einschlägige Aus- oder Weiterbildung bzw. ein Studium im Bereich Tiermedizin.

Wo arbeiten Tierpsychologe/Tierpsychologin in Deutschland typischerweise?

Tierpsychologen und Tierpsychologinnen arbeiten meistin Behandlungsräumenbei Kunden/Kundinnen, ggf. im Freienin Tierställenin Büroräumen

Wie hoch ist das typische Gehalt für Tierpsychologe/Tierpsychologin in Deutschland?

Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten bei dieser beruflichen Tätigkeit können nicht getroffen werden.

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