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Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo

Tierpfleger/in - Zoo

Was ist Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo?

Was macht man in diesem Beruf?Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo betreuen Tiere aller Gattungen - von Zwergkaninchen über exotische Fische bis hin zu Gorillas, Wölfen oder Greifvögeln. Sie versorgen sie mit Futter und richten verhaltensgerechte Tierunterkünfte ein, die sie auch reinigen und instand halten. Um die Tiere zu beschäftigen, gestalten sie zum Beispiel die Fütterung so, dass sich die Tiere ihr Futter selbst suchen oder erjagen müssen.Sie beobachten das Verhalten und die physische Verfassung der Tiere, um bei ersten Anzeichen von Verhaltensstörungen, Stress oder Krankheiten sofort reagieren zu können. Zudem züchten sie Wildtiere wie Löwen und Tiger oder vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und wirken ggf. bei der Aufzucht der Jungtiere mit. Auch stehen sie Besuchern für Fragen zur Verfügung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo finden Beschäftigung in zoologischen Gärtenin Naturparksbei Betreibern von Aquarien und TerrarienArbeitsorte:Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo arbeiten in erster Liniein Freigehegenin Ställenin Futterküchen auf BrutstationenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [10.0%]10mittlerer Bildungsabschluss [36.0%]36Hochschulreife [53.0%]53Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen der Anzeichen von Tiererkrankungen, Trächtigkeit, Verhaltensauffälligkeiten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. für das genaue Einhalten der Futtermengen oder Medikamentendosierung, bei der artgerechten Haltung von Tieren)Handwerkliches Geschick (z.B. für das Säubern, Einrichten und Instandhalten von Tierunterkünften)Kundenorientierung (z.B. Fragen von Zoobesuchern beantworten)Schulfächer:Biologie (z.B. um Tiere zu pflegen und ihre biologischen Daten zu erfassen oder um Tierarten zu züchten)Mathematik (z.B. um Futterrationen und -mischungen zu berechnen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.368 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.418 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.464 € (öffentlicher Dienst)

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. →

Der Beruf Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswiss.:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Freizeitwirtschaft und Unterhaltung, z.B. zoologische Gärten, Tierparks, Aquarien oder Terrarien): Ställe, Käfige, Untersuchungsräume, FreigehegeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland in Ettlingen (Baden-Württemberg): Bertha-von-Suttner-Schule Ettlingenfür die Länder Bayern und Hessen in Triesdorf (Bayern): Staatliches Berufliches Schulzentrum Ansbach-Triesdorffür die Länder Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Berlin (Berlin): Peter-Lenné-Schule Oberstufenzentrum Natur und Umweltfür die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Neumünster (Schleswig-Holstein): Elly-Heuss-Knapp-Schule, Landesberufsschule für TierpflegerQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo betreuen Tiere aller Gattungen - von Zwergkaninchen über exotische Fische bis hin zu Gorillas, Wölfen oder Greifvögeln. Sie versorgen sie mit Futter und richten verhaltensgerechte Tierunterkünfte ein, die sie auch reinigen und instand halten. Um die Tiere zu beschäftigen, gestalten sie zum Beispiel die Fütterung so, dass sich die Tiere ihr Futter selbst suchen oder erjagen müssen.Sie beobachten das Verhalten und die physische Verfassung der Tiere, um bei ersten Anzeichen von Verhaltensstörungen, Stress oder Krankheiten sofort reagieren zu können. Zudem züchten sie Wildtiere wie Löwen und Tiger oder vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und wirken ggf. bei der Aufzucht der Jungtiere mit. Auch stehen sie Besuchern für Fragen zur Verfügung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo finden Beschäftigung in zoologischen Gärtenin Naturparksbei Betreibern von Aquarien und TerrarienArbeitsorte:Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo arbeiten in erster Liniein Freigehegenin Ställenin Futterküchen auf BrutstationenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:A...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungTierpfleger/in der Fachrichtung ZooWas macht man in diesem Beruf?Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo betreuen Tiere aller Gattungen - von Zwergkaninchen über exotische Fische bis hin zu Gorillas, Wölfen oder Greifvögeln. Sie versorgen sie mit Futter und richten verhaltensgerechte Tierunterkünfte ein, die sie auch reinigen und instand halten. Um die Tiere zu beschäftigen, gestalten sie zum Beispiel die Fütterung so, dass sich die Tiere ihr Futter selbst suchen oder erjagen müssen.Sie beobachten das Verhalten und die physische Verfassung der Tiere, um bei ersten Anzeichen von Verhaltensstörungen, Stress oder Krankheiten sofort reagieren zu können. Zudem züchten sie Wildtiere wie Löwen und Tiger oder vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und wirken ggf. bei der Aufzucht der Jungtiere mit. Auch stehen sie Besuchern für Fragen zur Verfügung.Wo arbeitet man?Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo finden Beschäftigung in zoologischen Gärtenin Naturparksbei Betreibern von Aquarien und TerrarienWeitereBerufe mit Tieren

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (fachrichtungsübergreifend) und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:berufsspezifische RegelungenArbeitsorganisationKommunikation und InformationSystematik, Anatomie, Physiologie und Verhalten von TierenPflegen, Halten und Versorgen von TierenTransportieren von TierenEinrichten, Reinigen, Desinfizieren und Instandhalten von TierunterkünftenErkennen von Krankheiten, Schutz der TiergesundheitMitwirken bei Behandlungen und EingriffenLagern, Zubereiten, Verwenden von Futter und EinstreuAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:sich in das Berufsleben einfindenTierunterkünfte einrichten und instand haltenmit Tieren umgehenbedarfsgerecht füttern und tränkentierartgemäße Körperpflege durchführenTiere transportierenkranke Tiere erkennen und versorgen Fortpflanzung, Zucht und Aufzucht planen und durchführenbetriebsspezifische Abläufe planen und durchführen Zwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (fachrichtungsspezifisch) und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Bestimmen, Pflegen und Versorgen von Wildtieren und Haustieren gefährdeter RassenBetreuen von Wildtieren und Haustieren gefährdeter RassenAusgestalten und Instandhalten zoospezifisch...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:welche Tier- und Artenschutzbestimmungen es gibt und wie sie angewendet werden wie Futtertiere gepflegt, gehalten und versorgt werdenwie man trächtige und neugeborene Tiere versorgtwie die zoologische Systematik aufgebaut ist, wie Tiere sich verhalten und wie ihre anatomische Struktur istwie Krankheitsanzeichen festgestellt werden und welche Maßnahmen man ergreifen kannwie man die in zoologischen Gärten gehaltenen Tierarten züchtetwie Gehege, Volieren, Aquarien und Terrarien artgerecht eingerichtet, ausgestaltet und instand gehalten werdenwie man Besucher über Aufgaben und Bedeutung des Betriebes und die Tätigkeit von Tierpflegern und -pflegerinnen informiert welche Tötungsmethoden es gibt und wie man sie fachgerecht durchführtwie man technische Anlagen und Sicherheitseinrichtungen kontrolliert und wartetDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Wildtiere und gefährdete Haustierrassen betreuen und züchten, Öffentlichkeitsarbeit durchführen)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Ställe und Käfige reinigen und desinfizieren, Tiere versorgenUmgebung: Gerüche in den Ställen und Käfigen, Kontakt mit Tierhaaren und Ausscheidungen von Tieren, Witterungseinflüsse im FreienKleidung: Arbeitskleidung (z.B. Kittel, Gummistiefel, Handschuhe, ggf. Mundschutz)Arbeitszeit: Arbeit auch an Wochenenden und Feiertagen, ggf. SchichtdienstAnforderungen:Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen der Anzeichen von Tiererkrankungen, Trächtigkeit, Verhaltensauffälligkeiten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. für das genaue Einhalten der Futtermengen oder Medikamentendosierung, bei der artgerechten Haltung von Tieren)Handwerkliches Geschick (z.B. für das Säubern, Einrichten und Instandhalten von Tierunterkünften)Kundenorientierung (z.B. Fragen von Zoobesuchern beantworten)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel öffentlicher Dienst (kommunale Arbeitgeber) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.368 €2. Ausbildungsjahr: 1.418 €3. Ausbildungsjahr: 1.464 €Quelle:TVAöD-BBiG, Stand Mai 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Im Bereich Tierpflege liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Biologie: z.B. um Tiere zu pflegen und ihre biologischen Daten zu erfassen oder um Tierarten zu züchtenMathematik: z.B. um Futterrationen und -mischungen zu berechnen

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Tierpfleger/in der Fachrichtung Zoo an:Bereich TiereTierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Tierheim und TierpensionTierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Forschung und KlinikPferdewirt/Pferdewirtin Fachrichtung Pferdehaltung und ServicePferdewirt/Pferdewirtin Fachrichtung PferdezuchtTiermedizinischer Fachangestellter/Tiermedizinische FachangestellteTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung GeflügelhaltungTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung ImkereiTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung RinderhaltungTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung SchäfereiTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung SchweinehaltungFischwirt/Fischwirtin Fachrichtung Aquakultur und BinnenfischereiGemeinsamkeit:Tiere pflegen und versorgen

Entwicklung der Ausbildung

1949:Anerkennung des Lehrberufs Tierpfleger1984:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz mit den beiden Fachrichtungen Haus- und Versuchstierpflege sowie Zootierpflege1999:Neue Ausbildungsordnung mit zusätzlicher Fachrichtung Tierheim- und Pensionstierpflege2003:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung mit den drei Fachrichtungen Forschung und Klinik, Tierheim und Tierpension sowie Zoo. Die Ausbildungsordnung berücksichtigt z.B. neue Inhalte wie Kundenorientierung und Kommunikation.Aufhebung des Vorläuferberufs Tierpfleger/in - Zootierpflege2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Die Ausbildung im Überblick

Tierpfleger/in der Fachrichtung Zoo ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handel.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungTierpfleger/Tierpflegerin - Fachrichtung Zoo

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo bei Betreibern von zoologischen Gärten, Naturparks, Tier- bzw. Wildgehegen oder Aquarien und Terrarien.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Tierpflege bis hin zu Tierzucht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Tierpflegemeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Biologie erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer Tierpension.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 240 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 53 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 36 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. 10 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [10.0%]10mittlerer Bildungsabschluss [36.0%]36Hochschulreife [53.0%]53Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Tierpfleger/zur Tierpflegerin (TierpflAusbV) vom 03.07.2003 (BGBl. I S. 1093)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Tierpfleger/Tierpflegerin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 16.05.2003)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo betreuen Tiere aller Gattungen - von Zwergkaninchen über exotische Fische bis hin zu Gorillas, Wölfen oder Greifvögeln. Sie versorgen sie mit Futter und richten verhaltensgerechte Tierunterkünfte ein, die sie auch reinigen und instand halten. Um die Tiere zu beschäftigen, gestalten sie zum Beispiel die Fütterung so, dass sich die Tiere ihr Futter selbst suchen oder erjagen müssen.Sie beobachten das Verhalten und die physische Verfassung der Tiere, um bei ersten Anzeichen von Verhaltensstörungen, Stress oder Krankheiten sofort reagieren zu können. Zudem züchten sie Wildtiere wie Löwen und Tiger oder vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und wirken ggf. bei der Aufzucht der Jungtiere mit. Auch stehen sie Besuchern für Fragen zur Verfügung.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo finden Beschäftigung in zoologischen Gärtenin Naturparksbei Betreibern von Aquarien und TerrarienArbeitsorte:Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo arbeiten in erster Liniein Freigehegenin Ställenin Futterküchen auf BrutstationenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [10.0%]10mittlerer Bildungsabschluss [36.0%]36Hochschulreife [53.0%]53Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen der Anzeichen von Tiererkrankungen, Trächtigkeit, Verhaltensauffälligkeiten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. für das genaue Einhalten der Futtermengen oder Medikamentendosierung, bei der artgerechten Haltung von Tieren)Handwerkliches Geschick (z.B. für das Säubern, Einrichten und Instandhalten von Tierunterkünften)Kundenorientierung (z.B. Fragen von Zoobesuchern beantworten)Schulfächer:Biologie (z.B. um Tiere zu pflegen und ihre biologischen Daten zu erfassen oder um Tierarten zu züchten)Mathematik (z.B. um Futterrationen und -mischungen zu berechnen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.368 € (öffentlicher Dienst)2. Ausbildungsjahr: 1.418 € (öffentlicher Dienst)3. Ausbildungsjahr: 1.464 € (öffentlicher Dienst)

Ist Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo in Deutschland typischerweise?

Tierpfleger/innen der Fachrichtung Zoo werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Freizeitwirtschaft und Unterhaltung, z.B. zoologische Gärten, Tierparks, Aquarien oder Terrarien): Ställe, Käfige, Untersuchungsräume, FreigehegeBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland in Ettlingen (Baden-Württemberg): Bertha-von-Suttner-Schule Ettlingenfür die Länder Bayern und Hessen in Triesdorf (Bayern): Staatliches Berufliches Schulzentrum Ansbach-Triesdorffür die Länder Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Berlin (Berlin): Peter-Lenné-Schule Oberstufenzentrum Natur und Umweltfür die Länder Brandenburg (Auszubildende aus dem Umkreis Berlin besuchen nach Absprachen zwischen Berlin und Brandenburg die Berufsschule in Berlin), Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Neumünster (Schleswig-Holstein): Elly-Heuss-Knapp-Schule, Landesberufsschule für TierpflegerQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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