Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin
Tierheilpraktiker/in
Was ist Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin?
Steckbrief
Berufstyp: Ausbildungsberuf AusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt) Ausbildungsdauer: Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und LernformLernorteBildungseinrichtung und ggf. Praktikumsbetrieb
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced General Dental Practice
Master · Dresden University of Technology
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Healthcare – Interprofessionelle Gesundheitsversorgung
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Tierheilpraktiker/innen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtungbei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer) und Fernunterricht: zu Hause, ggf. Unterrichtsräume bei Präsenzphasenbei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheitenggf. im Praktikum: Tierarztpraxen oder Praxen von Tierheilpraktikern und Tierheilpraktikerinnen
▶ Steckbrief
BerufstypAusbildungsberuf AusbildungsartSchulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt)AusbildungsdauerUnterschiedlich, je nach Bildungsangebot und LernformLernorteBildungseinrichtung und ggf. PraktikumsbetriebWas macht man in diesem Beruf?Tierheilpraktiker/innen untersuchen erkrankte Groß- und Kleintiere und wenden zur Heilung Naturheilverfahren wie klassische Homöopathie oder Akupunktur an. Dabei betrachten sie das erkrankte Tier ganzheitlich und analysieren dessen Vor- bzw. Krankengeschichte. Abhängig von dem, was sie selbst beobachten und was die Tierhalter ihnen schildern, erheben sie den Befund und entwickeln mögliche therapeutische Ansätze. Sie beraten die Tierhalter über die unterschiedlichen Behandlungsmethoden sowie die richtige Ernährung und Haltung der Tiere und setzen Mittel ein, die die Selbstheilungskräfte der Tiere stärken sollen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Tierheilpraktiker/innen finden Beschäftigung in tierheilpraktischen Praxen.Arbeitsorte:Tierheilpraktiker/innen arbeiten in erster Liniein Praxisräumenbei Hausbesuchen in Privathaushaltenauf Höfen und in StällenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin BüroräumenWelche Vorbildung wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildend...
▶ Ausbildungsdauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform
▶ Ausbildungskosten
Je nach Bildungsgang z.B.:LehrgangsgebührenPrüfungsgebührenKosten für Fachliteratur und ArbeitsmittelKosten für auswärtige Unterbringung
▶ Ausbildungsinhalte
Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:Grundlagen der Veterinärmedizin: z.B. Anatomie, Physiologie und Pathologie, Überblick über schulmedizinische Therapiemethoden, Methoden der Anamnese, Diagnosemethoden, Injektionstechniken Grundlagen der Naturheilkunde: z.B. Wirkungsweise, Möglichkeiten und Grenzen der Naturheilkunde, Grundlagen der Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Bach-Blütentherapie Erste-Hilfe-Maßnahmen: z.B. Überprüfung der Vitalfunktionen, Versorgung des Notfallpatienten, Notfallausrüstung und -medikamenteTierhaltungsberatung: z.B. Verhaltenskunde und artgerechte Tierhaltung, Umgang mit dem Tierpatienten und dem TierbesitzerGesetzeskunde: z.B. Hygienevorschriften, Arzneimittelgesetz und Futtermittelverordnung, Tierseuchengesetz und Infektionsschutzgesetz, HeilpraktikergesetzGrundwissen Praxisführung: Gewerbeanmeldung, Versicherungen, Werbung, Finanzamt und SteuernPraktikumIst ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, arbeiten die angehenden Tierheilpraktiker und Tierheilpraktikerinnen in Tierarztpraxen, Tierheimen oder bei Tierheilpraktikern und Tierheilpraktikerinnen.
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Theoretischer Unterricht:Unterrichtszeit Unterricht i.d.R. am Wochenende oder am Abend bzw. BlockunterrichtLernformbei Präsenzveranstaltungen: Teilnahme am Unterricht an der Bildungseinrichtung zusammen mit anderen angehenden Tierheilpraktikern und Tierheilpraktikerinnen (ggf. nicht am Wohnort), Aufarbeitung der Inhalte zu Hausebei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer): ausschließliches Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme (vorwiegend im Klassenverband von zu Hause aus)bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Präsenzveranstaltungen im Klassenverband an der Bildungseinrichtung und selbstgestaltetes Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme von zu Hause ausbei Fernunterricht: individuelle Bearbeitung des Lernstoffs von zu Hause aus (hohe Anforderungen an Selbstdisziplin und Arbeitsorganisation); ggf. zusätzlich Präsenzphasen an der BildungseinrichtungPraktische Übungen/Praktikum:ggf. praktische Mitarbeit (unter Anleitung), z.B. in Praxen von Tierheilpraktikern und Tierheilpraktikerinnen oder in TierarztpraxenAnforderungen:Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Erheben der Symptomatik, bei der Behandlung von Tieren)Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Eingehen auf die Sorgen, Ängste und Fragen der Tierhalter, beim Erläutern von Therapiemöglichkeiten)Kontaktbereitschaft und psychische Stabilität (...
▶ Ausbildung im Ausland
Für eine Ausbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeit:Schweiz Ausbildungsangebote: Berufsverband der TierheilpraktikerInnen SchweizDokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Ausbildungsabschnitte und Lernaufenthalte zu dokumentieren.Weitere Informationen zum Europass
▶ Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Biologie: z.B. Wissen über Anatomie und Physiologie der Tiere Deutsch: z.B. um Tierhalter/-halterinnen zu beraten und Behandlungsmethoden zu erklärenChemie/Physik: z.B. um die Wirkungsweise verschiedener Therapien zu verstehen
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Tierheilpraktiker/in an:Bereich TiereTierphysiotherapeut/TierphysiotherapeutinTiermedizinischer Fachangestellter/Tiermedizinische FachangestellteTierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Forschung und KlinikTierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Tierheim und TierpensionTierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung ZooGemeinsamkeit:Tiere versorgen und pflegen, kranke Tiere behandeln bzw. dabei mitwirken
▶ Die Ausbildung im Überblick
Tierheilpraktiker/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungTierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Tierheilpraktiker/innen in tierheilpraktischen Praxen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung können Tierheilpraktiker/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von alternativen Therapien in der Tiermedizin bis hin zu Tierpsychologie.Beruflich weiterkommenMit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Tiermedizin erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Praxis.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker/zur Tierheilpraktikerin wird in der Regel von den Lehrgangsträgern intern geregelt. Viele Schulen orientieren sich jedoch an folgender Prüfungsordnung:Prüfungsordnung für die Kenntnisüberprüfung für Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin der Interessengemeinschaft deutscher Tierheilpraktikerverbände (IG THP) (Stand Januar 2025)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung vorausgesetzt.Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:Mindestalter (z.B. 18 bzw. 21 Jahre)Erfahrung im Umgang mit Tieren
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Tierheilpraktiker/innen untersuchen erkrankte Groß- und Kleintiere und wenden zur Heilung Naturheilverfahren wie klassische Homöopathie oder Akupunktur an. Dabei betrachten sie das erkrankte Tier ganzheitlich und analysieren dessen Vor- bzw. Krankengeschichte. Abhängig von dem, was sie selbst beobachten und was die Tierhalter ihnen schildern, erheben sie den Befund und entwickeln mögliche therapeutische Ansätze. Sie beraten die Tierhalter über die unterschiedlichen Behandlungsmethoden sowie die richtige Ernährung und Haltung der Tiere und setzen Mittel ein, die die Selbstheilungskräfte der Tiere stärken sollen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Tierheilpraktiker/innen finden Beschäftigung in tierheilpraktischen Praxen.Arbeitsorte:Tierheilpraktiker/innen arbeiten in erster Liniein Praxisräumenbei Hausbesuchen in Privathaushaltenauf Höfen und in StällenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin BüroräumenWelche Vorbildung wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung vorausgesetzt.Darüber hinaus werden z.B. ein Mindestalter sowie Erfahrung im Umgang mit Tieren gefordert.Worauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Erheben der Symptomatik, bei der Behandlung von Tieren)Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit (z.B. beim Eingehen auf die Sorgen, Ängste und Fragen der Tierhalter, beim Erläutern von Therapiemöglichkeiten)Kontaktbereitschaft und psychische Stabilität (z.B. für das Aufbauen und Vertiefen von Kontakten zu Tierhaltern, für das Wahren einer professionellen Distanz gegenüber Tierhaltern und ihren Tieren)Organisatorische Fähigkeiten (z.B. für das Erstellen von individuellen Behandlungsplänen)Schulfächer:Biologie (z.B. Wissen über Anatomie und Physiologie der Tiere)Deutsch (z.B. um Tierhalter/-halterinnen zu beraten und Behandlungsmethoden zu erklären)Chemie/Physik (z.B. um die Wirkungsweise verschiedener Therapien zu verstehen)Was verdient man in der Ausbildung?Während der Ausbildung erhält man keine Vergütung. Gegebenenfalls fallen Kosten an, z.B. Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren.
Ist Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin in Deutschland typischerweise? ▼
Tierheilpraktiker/innen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtungbei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer) und Fernunterricht: zu Hause, ggf. Unterrichtsräume bei Präsenzphasenbei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheitenggf. im Praktikum: Tierarztpraxen oder Praxen von Tierheilpraktikern und Tierheilpraktikerinnen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.