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Tierbestatter/Tierbestatterin

Tierbestatter/in

Grundberuf Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 82402

Was ist Tierbestatter/Tierbestatterin?

In Deutschland sind **Tierbestatter/Tierbestatterinnen** Fachkräfte, die würdevolle und bedeutungsvolle Trauerfeiern für verstorbene Haustiere organisieren. Diese Fachkräfte bieten Tierhaltern nach dem Verlust ihrer geliebten Begleiter Unterstützung und Beratungsdienste an, informieren über Bestattungsoptionen und planen alle Details gemeinsam mit den Tierhaltern. Zu ihren Aufgaben gehören der Transport verstorbener Tiere von deren Zuhause oder Tierarztpraxen zu einem Tierkrematorium oder Bestattungsinstitut, die Organisation von Gedenkfeiern auf Wunsch der Tierhalter sowie die Durchführung von Einäscherungen oder Bestattungen. Des Weiteren können sie Tierurnen, Särge und Gedenkartikel verkaufen und Dienstleistungen wie die Gestaltung von Grabstätten und die Grabpflege anbieten. Ihre beruflichen Tätigkeiten beschränken sich nicht auf die Außendiensttätigkeit; sie erledigen auch Büro- und Verwaltungsaufgaben, stellen Rechnungen aus, führen Buchhaltung und beantworten Kundenanfragen telefonisch oder schriftlich.

**Tierbestatter/Tierbestatterinnen** sind typischerweise in Tierbestattungsinstituten, Tierfriedhöfen oder Tierkrematorien angestellt. Ihre Arbeitsumgebungen umfassen sowohl Büro- und Verwaltungsbereiche als auch Tierfriedhöfe, Krematorien, Abschiedsräume oder Außenbereiche. Während ihrer Arbeit können sie auf verschiedene Bedingungen treffen, wie manuelle Aufgaben (z.B. das Graben von Tiergräbern), Bürotätigkeiten (z.B. Beratung und administrative Aufgaben) und die Arbeit im Freien während Trauerfeiern. Der Umgang mit Gerüchen bei der Vorbereitung verstorbener Tiere für die Bestattung und die empathische Kommunikation mit trauernden Tierhaltern sind ebenfalls wichtige Bestandteile dieses Berufs.

Dieser Beruf wird in Deutschland typischerweise über eine berufliche Ausbildung (Ausbildung) erlernt. Obwohl in den Quellinformationen keine spezifische Ausbildungsdauer genannt wird, deutet die Beschreibung als „Grundberuf“ auf die Existenz eines offiziellen Berufsausbildungsprogramms in diesem Bereich hin. Diese Ausbildung vermittelt grundlegende Kompetenzen wie die Vorbereitung von Bestattungen, das Einsargen, das Graben von Gräbern, die Kundenberatung, die Organisation von Trauerfeiern und die Urnenbeisetzung. Zusätzlich können ergänzende Fähigkeiten wie Rechnungsstellung, Desinfektion und Friedhofsrecht für die Ausübung des Berufs wichtig sein.

Für türkische Studierende, die eine Karriere in diesem Bereich in Deutschland anstreben, ist es unerlässlich, zunächst über gute Deutschkenntnisse zu verfügen (im Allgemeinen Niveau B2 oder C1). Sich über den Anerkennungsprozess (Denklik) für in der Türkei erworbene Diplome oder Zertifikate zu informieren und die notwendigen Verfahren abzuschließen, ist ebenfalls ein entscheidender Schritt im Bewerbungsprozess. Dieser Beruf ist ein emotional herausforderndes, aber äußerst bedeutungsvolles Feld, das Tierliebe, Empathie für Menschen und ausgeprägte organisatorische Fähigkeiten erfordert.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Tierbestatter/Tierbestatterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

aktion tierDas Recht der Tieredu und das tierHaustiermagazinTFA-WissenTIERethik - Zeitschrift zur Mensch-Tier-Beziehung

Arbeitsorte

Tierbestatter und -bestatterinnen arbeiten meistin Geschäfts- und Büroräumenauf Tierfriedhöfen bzw. in Tierkrematorien, in Trauerhallen oder im Freien

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:BestattungsvorsorgeEinsargenGrabmachenKalkulationKundenberatung, -betreuungTrauer-, Beisetzungsfeiern durchführenUrnenbeisetzungWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AbrechnungDesinfektionFriedhofsrechtSärge und SargausstattungenTrauerbegleitungTrauergesprächVerkaufVertragsgestaltung, Vertragsausarbeitung

Arbeitssituation

Tierbestatter/innen legen von Hand Grabstellen an und stellen Erinnerungsstücke her. Wenn sie verstorbene Tiere für Trauerfeiern oder Bestattungen vorbereiten, sind sie Tierhaaren, Staub und Gerüchen ausgesetzt. Sie beachten sorgfältig die Hygienevorschriften und tragen Schutzkleidung, z.B. Einweghandschuhe und Mundschutz. Im Büro beraten sie Kunden oder bearbeiten den Schriftverkehr. Bei Tierbestattungen sind sie im Freien tätig. Gegebenenfalls sind sie unterwegs, um verstorbene Tiere ins Tierkrematorium bzw. Tierbestattungsinstitut zu überführen.Beim Umgang mit trauernden Tierbesitzern sind Kontaktbereitschaft und Einfühlungsvermögen erforderlich. Psychische Stabilität ist nötig, um eine professionelle Distanz wahren zu können. Ihre Kommunikationsfähigkeit stellen Tierbestatter/innen beim Beraten der Kunden und beim Abhalten von Trauerfeiern unter Beweis. Für das Eingehen auf individuelle Wünsche sind Kunden- und Serviceorientierung nötig.

Existenzgründung

Tierbestatter und -bestatterinnen können sich z.B. mit einem Tierbestattungsunternehmen selbstständig machen.

Verdienst/Einkommen

Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten bei dieser beruflichen Tätigkeit können nicht getroffen werden.

Branchen im Einzelnen

BestattungswesenBestattungsinstitute, hier: TierbestattungsinstituteFriedhöfe und Krematorien, hier: Tierfriedhöfe und Tierkrematorien

Zugang zur Tätigkeit

Es gibt keinen bestimmten Bildungsgang, eine Ausbildung im Bestattungswesen kann aber hilfreich sein.

Arbeitsbereiche/Branchen

Tierbestatter und -bestatterinnen finden Beschäftigung in Tierbestattungsinstitutenauf Tierfriedhöfenin Tierkrematorien

Sonstige Zugangsbedingungen

Ein Führerschein der Klasse B ist üblicherweise notwendig, um verstorbene Tiere zu überführen.

Die Tätigkeit im Überblick

Tierbestatter und -bestatterinnen organisieren würdevolle Bestattungen für Tiere.

Stellen- und Bewerberbörsen

SVBTTierheim JobsVetContactVetion.devetline.de

Verbände und Organisationen

Bundesverband der Tierbestatter e.V. BVTDeutscher Tierschutzbund e.V.Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V. (DVG)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Handarbeit (z.B. Tiergräber anlegen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Beratungs- und Verwaltungsarbeiten erledigen)Arbeit im Freien (z.B. bei Tierbestattungen)Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. verstorbene Tiere für Bestattungen vorbereiten)KundenkontaktUmgang mit problembelasteten Menschen (z.B. trauernde Tierbesitzer beraten)

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Waren und Zubehör, z.B.: Tierurnen, Tiersärge, Gedenkartikel, TextilienUnterlagen, z.B.: Rechnungen, Informationsmaterialien, Terminkalender, Schriftverkehr, Friedhofs- und Bestattungsvorschriften, HygienevorschriftenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Tierbestatter und -bestatterinnen unterstützen und beraten Tierhalter und -halterinnen nach dem Ableben ihres Tieres. Sie informieren über Bestattungsformen und planen die Einzelheiten gemeinsam. Häufig bieten sie eine Auswahl an Tierurnen oder -särgen an und verkaufen ggf. auch Erinnerungsstücke. Sie holen die verstorbenen Tiere von zu Hause oder von Tierarztpraxen ab und bringen sie ins Tierkrematorium bzw. -bestattungsinstitut. Nach Wunsch der Besitzer und Besitzerinnen halten sie Trauerfeiern ab, organisieren Einäscherungen oder setzen die Tiere in Särgen bei. Zudem führen sie Büro- und Verwaltungstätigkeiten aus, erstellen Rechnungen und erledigen die Buchhaltung.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Bestattungsfachkraft (Ausbildung)

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Trauerbegleitung, Gesprächsführung oder Finanz- und Rechnungswesen).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch eine Ausbildung (z.B. als Bestattungsfachkraft), eine Aufstiegsweiterbildung (z.B. durch die Prüfung als Bestattermeister bzw. -meisterin oder Fachwirt bzw. Fachwirtin im Bestattungswesen) oder ein grundständigesStudium (z.B. im Studienfach Dienstleistungs-, Servicemanagement).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen: Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Tierhalter/innen nach dem Tod ihres Tieres beraten und betreuenüber die verschiedenen Möglichkeiten der Tierbestattung informieren mit den Tierbesitzern und -besitzerinnen die Details der Bestattung festlegenTierurnen, -särge sowie Gedenkartikel verkaufenTierbestattungen organisieren und durchführen verstorbene Tiere ins Tierbestattungsinstitut bzw. Tierkrematorium überführenauf Wunsch der Tierhalter/innen eine Trauerfeier abhalten, dafür die Tiere zurechtmachen und aufbahrenbei Feuerbestattung die Einäscherung organisieren, anschließend die Urnenbeisetzung durchführen oder die Asche den Haltern bzw. Halterinnen übergebenbei Erdbestattung Grabstelle anlegen, Beerdigung durchführen, ggf. die Grabpflege auf dem Tierfriedhof übernehmenorganisatorische und administrative Aufgaben erledigen Bestattungsaufträge erfassen und bearbeitenAnfragen telefonisch oder schriftlich beantwortenRechnungen erstellenBuchhaltung durchführen

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Tierbestatter/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):BestattungsfachkraftEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Tierbestatter/Tierbestatterin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Tierbestatter/Tierbestatterin in Deutschland?

In Deutschland sind Tierbestatter/Tierbestatterinnen Fachkräfte, die würdevolle und bedeutungsvolle Trauerfeiern für verstorbene Haustiere organisieren. Diese Fachkräfte bieten Tierhaltern nach dem Verlust ihrer geliebten Begleiter Unterstützung und Beratungsdienste an, informieren über Bestattungsoptionen und planen alle Details gemeinsam mit den Tierhaltern. Zu ihren Aufgaben gehören der Transport verstorbener Tiere von deren Zuhause oder Tierarztpraxen zu einem Tierkrematorium oder Bestattungsinstitut, die Organisation von Gedenkfeiern auf Wunsch der Tierhalter sowie die Durchführung von Einäscherungen oder Bestattungen. Des Weiteren können sie Tierurnen, Särge und Gedenkartikel verkaufen und Dienstleistungen wie die Gestaltung von Grabstätten und die Grabpflege anbieten. Ihre beruflichen Tätigkeiten beschränken sich nicht auf die Außendiensttätigkeit; sie erledigen auch Büro- und Verwaltungsaufgaben, stellen Rechnungen aus, führen Buchhaltung und beantworten Kundenanfragen telefonisch oder schriftlich.

Tierbestatter/Tierbestatterinnen sind typischerweise in Tierbestattungsinstituten, Tierfriedhöfen oder Tierkrematorien angestellt. Ihre Arbeitsumgebungen umfassen sowohl Büro- und Verwaltungsbereiche als auch Tierfriedhöfe, Krematorien, Abschiedsräume oder Außenbereiche. Während ihrer Arbeit können sie auf verschiedene Bedingungen treffen, wie manuelle Aufgaben (z.B. das Graben von Tiergräbern), Bürotätigkeiten (z.B. Beratung und administrative Aufgaben) und die Arbeit im Freien während Trauerfeiern. Der Umgang mit Gerüchen bei der Vorbereitung verstorbener Tiere für die Bestattung und die empathische Kommunikation mit trauernden Tierhaltern sind ebenfalls wichtige Bestandteile dieses Berufs.

Dieser Beruf wird in Deutschland typischerweise über eine berufliche Ausbildung (Ausbildung) erlernt. Obwohl in den Quellinformationen keine spezifische Ausbildungsdauer genannt wird, deutet die Beschreibung als „Grundberuf“ auf die Existenz eines offiziellen Berufsausbildungsprogramms in diesem Bereich hin. Diese Ausbildung vermittelt grundlegende Kompetenzen wie die Vorbereitung von Bestattungen, das Einsargen, das Graben von Gräbern, die Kundenberatung, die Organisation von Trauerfeiern und die Urnenbeisetzung. Zusätzlich können ergänzende Fähigkeiten wie Rechnungsstellung, Desinfektion und Friedhofsrecht für die Ausübung des Berufs wichtig sein.

Für türkische Studierende, die eine Karriere in diesem Bereich in Deutschland anstreben, ist es unerlässlich, zunächst über gute Deutschkenntnisse zu verfügen (im Allgemeinen Niveau B2 oder C1). Sich über den Anerkennungsprozess (Denklik) für in der Türkei erworbene Diplome oder Zertifikate zu informieren und die notwendigen Verfahren abzuschließen, ist ebenfalls ein entscheidender Schritt im Bewerbungsprozess. Dieser Beruf ist ein emotional herausforderndes, aber äußerst bedeutungsvolles Feld, das Tierliebe, Empathie für Menschen und ausgeprägte organisatorische Fähigkeiten erfordert.

Ist Tierbestatter/Tierbestatterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Tierbestatter/Tierbestatterin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Tierbestatter/Tierbestatterin qualifiziert werden?

Es gibt keinen bestimmten Bildungsgang, eine Ausbildung im Bestattungswesen kann aber hilfreich sein.

Wo arbeiten Tierbestatter/Tierbestatterin in Deutschland typischerweise?

Tierbestatter und -bestatterinnen arbeiten meistin Geschäfts- und Büroräumenauf Tierfriedhöfen bzw. in Tierkrematorien, in Trauerhallen oder im Freien

Wie hoch ist das typische Gehalt für Tierbestatter/Tierbestatterin in Deutschland?

Aussagen zu den Verdienstmöglichkeiten bei dieser beruflichen Tätigkeit können nicht getroffen werden.

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