Zum Inhalt springen

Technomathematiker/Technomathematikerin

Technomathematiker/in

Grundberuf Informatik KldB B 41184

Was ist Technomathematiker/Technomathematikerin?

In Deutschland entwickeln Technomathematiker/Technomathematikerinnen mathematische Modelle für computergestützte Lösungen komplexer wissenschaftlicher und technischer Probleme und bearbeiten diese. Professionelle in diesem Bereich

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Informatik →

Der Beruf Technomathematiker/Technomathematikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:

Detaillierte Informationen

Medien

Archiv der Mathematik (AdM)Elemente der MathematikInternational Journal of Computer MathematicsMathematische ZeitschriftMonatshefte für MathematikZAMM - Journal of Applied Mathematics and Mechanics / Zeitschrift für Angewandte Mathematik und MechanikZeitschrift für Angewandte Mathematik und Physik (ZAMP)

Trends

QuantencomputingQuantencomputer sind Rechner, die Quantenmechanik nutzen und dadurch ihre Rechenleistung bei komplexen Problemen exponentiell steigern können. Sie sollen künftig z.B. dabei helfen, Krankheiten wie Alzheimer-Demenz oder Morbus Parkinson besser zu verstehen und maßgeschneiderte Medikamente zu entwickeln. Auch bei anderen praktischen Anwendungen, etwa der Verkehrssteuerung, der Materialwissenschaft oder im Finanzwesen könnte Quantencomputing nützlich sein. Quantencomputer werden bisher hauptsächlich in der Forschung eingesetzt. Fach- und Führungskräfte in der Informatik sollten sich mit den Entwicklungen auf diesem Gebiet beschäftigen. Informatik und Industrie 4.0Im Zuge der Industrie 4.0 digitalisieren und vernetzen Industrieunternehmen ihre gesamte Wertschöpfungskette. Informatiker und Informatikerinnen entwickeln dabei die Software für intelligente Produktionsstätten (Smart Factories), in denen Roboter Prozesse eigenständig steuern, Maschinenteile positionieren, verschrauben oder verschweißen. Mithilfe von Sensoren bestellen Maschinen künftig eigenständig Ersatzteile, fordern Techniker und Technikerinnen an oder bitten bei Engpässen Roboter anderer Fabriken um Unterstützung. Fachkräfte aus Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik arbeiten künftig noch enger zusammen und beschäftigen sich mit dieser Entwicklung.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Durchführen rechnergestützter Prozesssimulationenz.B. Lösen technischer Probleme mithilfe von RechenmodellenInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überwachen von Versuchsanordnungen im Labor

Arbeitsorte

Technomathematiker und Technomathematikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Rechenzentrenin Laborsin Hörsälen und Unterrichtsräumenbeim Kunden, z.B. in der Anwendungsberatung Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:AlgorithmenAngewandte MathematikAutomatisierungstechnik, ProzessautomatisierungComputermathematikEntwicklungForschungMechatronikModellbildung, Simulation (IT)Numerische MathematikProgrammierenTechnische KybernetikTheoretische InformatikWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AnalysisAnwendungstechnik, AnwendungsberatungElektrotechnikFachpublikationen erstellenFertigungstechnikGeometrieGroßrechnertechnik (Mainframe, IBM 3090)HochrechnungKundenberatung, -betreuungLehrtätigkeit (Hochschule)MaschinentechnikMess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)Numerische SimulationProjektmanagementProzessrechnertechnikQualitätsmanagementSoftwaretechnik, Software-EngineeringTechnische MechanikWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Engineering- und Entwicklungssysteme"Kompetenzgruppe "Programmiersprachen, Programmbibliotheken, Entwicklungsumgebungen"Kompetenzgruppe "Statistik-, Mathematiksoftware"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Technomathematiker/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Laserscanning (z.B. 3-D-Scans von Motoren zur Berechnung der Optimierung der Leistung nutzen)3-D-Simulation (z.B. 3-D-Simulationen zur Ermittlung der Auswirkung eines Fahrzeugseitenaufpralls erstellen)Augmented Reality Operation (z.B. Software für Datenbrillen schreiben, mit deren Hilfe Maschinen gewartet und repariert werden können)Blended Learning (z.B. Lehrmaterial für die Kombination von virtuellen Lernsettings und Präsenzveranstaltungen vorbereiten)Cognitive Computing (z.B. Computeranwendungen entwickeln, die Muster und Zusammenhänge in vorhandenen Datenbeständen erkennen)Computer-Aided Manufacturing - CAM (z.B. Regel- und Steuerungstechnik in Produktionsmaschinen mithilfe mathematischer Simulationen testen)Digitale Tafel (z.B. bei Vorlesungen an der Universität eine interaktive, digitale Tafel benutzen)Digitaler Zwilling (z.B. einen digitalen Zwilling berechnen, um Produktionsmaschinen zu testen und steuern)Echtzeitdatensysteme (z.B. Echtzeitdatensysteme für Produktionsanlagen entwickeln)Machine Learning (z.B. bei der Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz mitwirken)Massive Open Online Course - MOOC (z.B. Onlinekurse an einer Hochschule durchführen)Neuromorphic Computing (z.B. Berechnungen anstellen, u...

Arbeitssituation

Technomathematiker/innen stellen mithilfe mathematischer Methoden und Theorien Instrumentarien bereit, um technische Fragestellungen zu bearbeiten und Vorgänge und Prozesse zu simulieren. Dazu benötigen sie Konzentration, analytisches und logisches Denken, bei langwierigen Projekten auch Geduld und Ausdauer. Interdisziplinäres Denken und Teamfähigkeit ermöglichen die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus anderen Bereichen. Verhandlungsgeschick ist gefragt, um Auftraggeber von Lösungsvorschlägen zu überzeugen. In der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen ihrer Studierenden. Bei Forschungstätigkeiten arbeiten sie ggf. mit Fachkollegen aus anderen Ländern zusammen und kommunizieren dabei auch in Englisch oder einer anderen Fremdsprache. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben. Technomathematiker/innen arbeiten viel im Büro am Schreibtisch, wo sie am Computer mit Simulationssoftware umgehen. In Besprechungsräumen präsentieren sie Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten, z.B. mithilfe von Laptop und Beamer. In Unterrichtsräumen halten sie Seminare und Vorlesungen ab.

Existenzgründung

Technomathematiker und Technomathematikerinnen können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:Beratungeigenes Software- bzw. Systemhauseigener Betrieb für Computer- oder Multimediadienstleistungen

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 6.378 € bis 6.650 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Hochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenFachhochschulen, Duale Hochschulen, VerwaltungsfachhochschulenNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. mathematische oder medizinische Forschungsinstitute, Entwicklungsabteilungen in Unternehmen der Biotechnologie oder des Maschinen- und Anlagenbaus, des Kraftfahrzeugbaus, der Luft- und Raumfahrt, der Elektrotechnik oder in Unternehmen der UmwelttechnologieSoftwareentwicklung, -bereitstellungProgrammierungstätigkeiten a. n. g., z.B. Software- und SystemhäuserEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware, z.B. SoftwarehäuserEntwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, z.B. SoftwarehäuserIngenieurdienstleistungenIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen AnlagenIT-DienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie, z.B. Entwicklung von mathematischer AnwendersoftwareBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteMaschinenbau, WerkzeugbauInstallation von Industriemaschinen und -ausrüstungenHerstellung von allen anderen Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige a. n. g., z.B. im Materialprüfungslabor, in der QualitätskontrolleHerstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von MehrzweckindustrieroboternElektrische Anlagen und BauteileHerstellung von elektronischen Bauele...

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Technomathematik oder Mathematik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Mathematik (grundständig)Mathematik (weiterführend)Technomathematik (grundständig)Technomathematik (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Technomathematiker und Technomathematikerinnen finden Beschäftigung z.B.an Hochschulen und in Forschungsinstitutenin Software- und Systemhäusernin Ingenieurbüros für technische Fachplanung bei Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche, z.B. im Bereich Biotechnologie, Fahrzeugbau, IT oder in der Elektrobranche

Tätigkeitsbezeichnungen

Technomathematiker/inAbweichende Berufsbezeichnung der ehemaligen DDRDiplom-Mathematiker/Diplom-Mathematikerin (Uni) Fachrichtung Mathematische InformatikBerufsbezeichnungen in englischer SpracheMathematician (m/f)Research scientist (m/f) (maths)Berufsbezeichnung in französischer SpracheMathématicien/Mathématicienne

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten Übernahme anspruchsvoller Programmierarbeiten mit engen Fertigstellungsterminen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. langwieriges Entwickeln von mathematischen Lösungsverfahren für komplexe naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen)Sorgfalt (z.B. fehlerfreies Programmieren von Rechenprozessen für automatische Systeme)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln von mathematischen Modellen und Simulationen)Lernbereitschaft (z.B. kontinuierliche Weiterbildung zu den neuesten Entwicklungen im Bereich der Technomathematik)

Die Tätigkeit im Überblick

Technomathematiker und Technomathematikerinnen entwickeln und bearbeiten mathematische Modelle für die rechnerunterstützte Lösung komplexer naturwissenschaftlich-technischer Probleme.

Stellen- und Bewerberbörsen

Math-Jobs

Verbände und Organisationen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsche Mathematiker-Vereinigung e.V. (DMV)Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. Studierende unterrichten und betreuen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. auf die effiziente Verwendung von Forschungs- und Entwicklungsbudgets achten)Bildschirmarbeit (z.B. Simulationssoftware entwickeln)Arbeit in Büroräumen (z.B. Forschungsprojekte planen und konzipieren)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:IT-Anwendungsberatung, -TrainingEthical HackerIT-Koordination, -Organisation, -ManagementIT-Organisator/IT-OrganisatorinIT-Manager/IT-ManagerinLeiter/Leiterin der SoftwareentwicklungIT-Dispatcher/IT-DispatcherinLeiter/Leiterin der ITLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinSoftwareentwicklungSoftwareentwickler/SoftwareentwicklerinVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Datenverwaltungssysteme, Computertechnik und Software, z.B.: Datenbanken, Netzwerksysteme, Betriebssysteme, Simulationssoftware, CAD-Systeme, AnwendungsprogrammeDaten und Unterlagen, z.B.: Steuerungskonzepte, Softwaredokumentationen, Onlinehandbücher, Präsentationsunterlagen, Normen, RechtsvorschriftenBüroausstattung und Präsentationsmittel, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Beamer

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Technomathematiker und Technomathematikerinnen entwickeln mathematische Methoden, Modelle und Simulationen in Bereichen wie z.B. der Astronomie, Mechanik, Medizin oder den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften. Dadurch lösen sie komplexe technische Probleme auf rechnerischem statt experimentellem Weg, z.B. die Auswirkungen eines Seitenaufpralls auf die Insassen eines Fahrzeugs in der Fahrzeugentwicklung. Bei der Projektierung, Entwicklung und Realisierung automatischer Systeme führen sie die mathematische Planung durch, programmieren Rechenprozesse, werten Daten aus und präsentieren den beteiligten Fachkräften die Ergebnisse und Optimierungsvorschläge.In der wissenschaftlichen Forschung entwickeln sie z.B. abstrakte Modelle für reale Systeme oder Fragestellungen, veröffentlichen Forschungsergebnisse und unterrichten an Hochschulen.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Mathematik, Softwaretechnik, Forschung und Entwicklung).Darüber hinaus kann sich der Trend, smarte IT-Systeme für Anwendungen der digitalisierten Arbeitswelt (Industrie 4.0) zu konzipieren, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Technomathematiker/innen entwickeln. Das Thema Quantencomputing bietet ebenso Weiterbildungspotenzial.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Technomathematik, Mathematik oder Computermathematik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

mathematische Methoden und Verfahren anwenden, z.B. Definitionen und Axiome zur Lösung technischer Fragestellungen in bspw. Elektrotechnik, Maschinenbau, Raumfahrttechnische Prozesse unter Einbeziehung künstlicher Intelligenz simulierentechnische Fragestellungen mathematisch beschreiben und optimieren, z.B. hinsichtlich Motoren, Karosserien, Turbinen oder chemischer ReaktorenForschung und LehreModelle entwickeln und Versuchsanordnungen simulierenmathematische und stochastische Methoden ermitteln und anwendenForschungsprojekte planen und konzipieren, Forschungsaufträge akquirieren, Forschungsmittel einwerbenVorträge auf Fachtagungen und -kongressen halten, Forschungsergebnisse und -methoden vortragen, Artikel in Fachzeitschriften veröffentlichenLehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Übungen, Praktika) konzipieren, vorbereiten und durchführenLehrmaterialien, Skripte, Übungs- und Praktikumsanleitungen erarbeitenStudien- und Prüfungsarbeiten vorbereiten, durchführen und korrigierenTechnische MathematikAnsätze für eine mathematische Struktur der Probleme finden, abstrakte Modelle für eine mathematische Bearbeitung entwickelnProbleme mithilfe der elektronischen Datenverarbeitung bearbeiten, Ergebnisse darstellen, auswerten und bestätigen bei der Prozesssteuerung mitarbeiten, z.B. Testen von Anlagen, Roboter- und Maschinendiagnose, Produktions- und Montagesteuerung, Energieüberwachung und -steuerungComputergrafiksysteme (z.B. CAD-Systeme) auf- und ausbauenSimulationssoftware en...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Technomathematiker/in an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungIngenieur/Ingenieurin für Technische KybernetikInformatiker/InformatikerinIngenieur/Ingenieurin für technische InformatikIngenieur/Ingenieurin für AutomatisierungstechnikIngenieur/Ingenieurin für Robotik, Autonome SystemeIngenieur/Ingenieurin für MechatronikWirtschaftsmathematiker/WirtschaftsmathematikerinWirtschaftsinformatiker/Wirtschaftsinformatikerin (Hochschule)Systemwissenschaftler/SystemwissenschaftlerinIngenieur/Ingenieurin für Informations-, KommunikationstechnikGemeinsamkeiten:Methoden und Verfahren der Mathematik und Informatik für Automatisierungszwecke anwendenSoftware für technische Anwendungen entwickelnHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Technomathematiker/innen entwickeln und bearbeiten mathematische Modelle für die rechnerunterstützte Lösung komplexer naturwissenschaftlich-technischer Probleme. Modelle und SimulationenMathematische Modelle ermöglichen es, Systeme wie Motoren, ICE-Lokomotiven, Reaktoren, Flugzeuge oder auch den menschlichen Körper zu simulieren. So lassen sich Vorhersagen treffen, z.B. zum Verhalten einer Fahrzeugkarosserie bei einem Aufprall oder zu Luftverwirbelungen durch Flugzeugtragflächen. Um eventuelle Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden, z.B. durch Änderungen der Konstruktion oder der vorgesehenen Materialien, spielen Technomathematiker/innen oft unzählige alternative Layouts und Steuerungskonzepte auf dem Computer durch und vergleichen sie miteinander. Forschung und LehreAn Hochschulen und in Forschungsinstituten befassen sich Technomathematiker/innen z.B. mit der Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Methoden, Bilder bzw. Systeme der realen Welt in die virtuelle Welt der Modelle und der Software zu übertragen. Interdisziplinäres Denken ist dabei gefragt, denn die Technomathematik überschneidet sich mit Fachgebieten wie Informatik, Ingenieurwissenschaften, Elektro-, Informations- und Kommunikationstechnik, Medizintechnik, Maschinenbau.In der Hochschullehre konzipieren Technomathematiker/innen Vorlesungen und bereiten Seminare, Übungen und Praktika vor. Dafür erarbeiten sie Lehrmaterialien und Übungsanleitungen. Ferner haben sie Studien- und Prüfungsarbeiten zu...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Lösen komplexer naturwissenschaftlich-technischer Fragestellungen mithilfe mathematischer Theorien und Methoden)figural-räumliches Denken (z.B. Anwenden von Computergrafiksystemen zur räumlichen Darstellung eines Bauteils)Technisches Verständnis (z.B. Verstehen technischer Zusammenhänge beim Entwickeln von Testsoftware)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Übernahme von Koordinationsaufgaben in interdisziplinären Entwicklungsteams)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. mathematisches Berechnen eines Werkstücks)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Simulationssoftware am Bildschirm entwickeln)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Ergebnisse einer rechnergestützten Prozesssimulation diskutieren)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Technomathematiker/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Computermathematiker/Computermathematikerinin angrenzenden Berufen:Mathematiker/MathematikerinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Technomathematiker/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Simulationssoftware am Bildschirm entwickeln)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Ergebnisse einer rechnergestützten Prozesssimulation diskutieren)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Technomathematiker/in an:Tätigkeitsfeld Verfahrens-, ProduktentwicklungInformatiker/InformatikerinIngenieur/Ingenieurin für technische InformatikIngenieur/Ingenieurin für Technische KybernetikIngenieur/Ingenieurin für Robotik, Autonome SystemeSystemwissenschaftler/SystemwissenschaftlerinGemeinsamkeiten:Methoden und Verfahren der Mathematik und Informatik für Automatisierungszwecke anwendenSoftware für technische Anwendungen entwickelnHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Technomathematiker/Technomathematikerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Technomathematiker/Technomathematikerin in Deutschland?

In Deutschland entwickeln Technomathematiker/Technomathematikerinnen mathematische Modelle für computergestützte Lösungen komplexer wissenschaftlicher und technischer Probleme und bearbeiten diese. Professionelle in diesem Bereich

Ist Technomathematiker/Technomathematikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Technomathematiker/Technomathematikerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Technomathematiker/Technomathematikerin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Technomathematik oder Mathematik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Technomathematiker/Technomathematikerin in Deutschland typischerweise?

Technomathematiker und Technomathematikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Rechenzentrenin Laborsin Hörsälen und Unterrichtsräumenbeim Kunden, z.B. in der Anwendungsberatung Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Technomathematiker/Technomathematikerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 6.378 € bis 6.650 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.