Zum Inhalt springen

Technische Informatik (weiterführend)

Weiterbildung Informatik KldB B 43124

Was ist Technische Informatik (weiterführend)?

In Deutschland repräsentiert dieser Beruf, bekannt als "Technische Informatik (weiterführend)", eine fortgeschrittene Spezialisierung im Bereich der Informations- und Computerwissenschaften. Fachleute, die in diesem Bereich arbeiten, übernehmen kritische Rollen bei der Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Optimierung komplexer technischer Informationssysteme. Sie arbeiten typischerweise an der Schnittstelle zwischen Hardware und Software, um die nahtlose Integration beider Komponenten und deren Ver-

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Informatik →

Der Beruf Technische Informatik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Computerlaborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Pflichtmodule, z.B.:AlgorithmentheorieAutonome mobile SystemeComputational EngineeringDatenbank- und InformationssystemeEntwurf eingebetteter SystemeImage Processing and Computer GraphicsInternet of ThingsKünstliche IntelligenzMikroelektronikNetzwerkalgorithmenSoftwaretechnikWahlmodule, z.B.:Architekturen der digitalen SignalverarbeitungData Science and Digital LibrariesVisual AnalyticsVerteilte EchtzeitsystemePraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Unternehmen der IT-Branche, auch im Ausland), Forschungsprojekte

Auswahlverfahren

Die Hochschulen führen ggf. Eignungsprüfungen oder Auswahlgespräche durch.

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Praktische Übungen: z.B. in Computerräumen und -labors Hardware und selbst entwickelte Software testen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Unternehmen der IT-Branche, auch im Ausland), Berufseinstieg vorbereiten

Studium im Ausland

Studierende können Teile des Studiums im Ausland durchlaufen, z.B.:Großbritannien, Italien, NorwegenEuropäischer Masterstudiengang "European Master Embedded Computing Systems (EMECS)"Hochschulen: Technische Universität Kaiserslautern, University of Southampton (Großbritannien), Politecnico Di Torino (Italien), Norwegian University of Science and Technology (Norwegen)Abschluss: Master of Science (M.Sc.)Weitere Informationen: Technische Universität Kaiserslautern: European Master in Embedded Computing Systems

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Technische Informatik (weiterführend) sein:Bereich Hard- und SoftwareentwicklungInformatik (weiterführend)Softwaretechnik (weiterführend)Ingenieurinformatik, Computational Engineering (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse über Methoden und Konzepte der Informatik erwerbenInformationen verarbeiten und dafür nötige Software und Datenbanken entwickelnBereich Informations- und KommunikationstechnikInformations-, Kommunikationstechnik (weiterführend)Fahrzeuginformatik, -elektronik (weiterführend)Automatisierungstechnik (weiterführend)Robotik, Autonome Systeme (weiterführend)Mikroelektronik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse in Informationssystemtechnik, Elektrotechnik und Informatik erwerbenInformationen verarbeiten und technische Abläufe steuernBereich Künstliche IntelligenzKünstliche Intelligenz (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Kenntnisse über Methoden und Konzepte der Künstlichen Intelligenz erwerbenDaten verarbeiten und dafür nötige Software und Tools entwickeln

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Technische Informatik (grundständig)Ingenieurinformatik, Computational Engineering (grundständig)Systems Engineering (grundständig)Informatik (grundständig)Softwaretechnik (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:FremdsprachenPräsentationstechnikenSelbst- oder ZeitmanagementAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule wie z.B. Architekturen der digitalen Signalverarbeitung können Zusatzqualifikationen vermitteln.Praktika z.B. in Unternehmen der IT-Branche bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit, z.B. zu Methoden der praktischen Informatik, informationsverarbeitenden Systeme, mathematischen Grundlagen der Informatik oder Hard- und Softwareentwicklung.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Technische Informatik gibt es auch als Lehramts-, Fern- oder Teilzeitstudiengang.

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleAngewandte Informatik/Infotronik (Master)Embedded Systems Design (Master)IT-Engineering (Master)IT und Automation (Master)Mobile Systeme (Master)Research in Computer and Systems Engineering (Master)Technische Informatik (Master)Technische Informatik - Security und Industrial Internet of Things (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Technischen Informatik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. IT-Qualitätssicherung, -Testing oder IT-Koordination, -Organisation, -Management.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

1960er-Jahre:Begründung erster Studiengänge der Informatik in Karlsruhe, München und Wien Technische Informatik zunächst Teilgebiet von Informatikstudiengängen: Entwicklung von Rechnersystemen für ingenieurwissenschaftliche, naturwissenschaftliche und medizinische Anwendungsbereiche1970er-Jahre:schnelle Ausbreitung der Informationstechnik durch die Entwicklung der Mikroprozessortechnik20. bis 21. Jahrhundert:Etablierung eigenständiger Studiengänge mit verschiedenen Schwerpunkten1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Engineering (M.Eng.)Master of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Technische Informatik vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Bei dualen Studiengängen wird i.d.R. ein Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (sog. Praxispartner) vorausgesetzt.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Technische Informatik (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Technische Informatik (weiterführend) in Deutschland?

In Deutschland repräsentiert dieser Beruf, bekannt als "Technische Informatik (weiterführend)", eine fortgeschrittene Spezialisierung im Bereich der Informations- und Computerwissenschaften. Fachleute, die in diesem Bereich arbeiten, übernehmen kritische Rollen bei der Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Optimierung komplexer technischer Informationssysteme. Sie arbeiten typischerweise an der Schnittstelle zwischen Hardware und Software, um die nahtlose Integration beider Komponenten und deren Ver-

Ist Technische Informatik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Technische Informatik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Technische Informatik (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Technische Informatik vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Bei dualen Studiengängen wird i.d.R. ein Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (sog. Praxispartner) vorausgesetzt.Gegebenenfalls sind Englischkenntnisse nachzuweisen.

Wo arbeiten Technische Informatik (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Computerlaborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Technische Informatik (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.