Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin
Sprachtherapeut/in
Was ist Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Forschung SpracheForum LogopädieGehirn & GeistLogos - Portal und Fachzeitschrift für akademische Sprachtherapie und LogopädiePraxis SpracheSeminars in Speech and LanguageSprache - Stimme - GehörSprachförderung und Sprachtherapie in Schule und Praxis
▶ Arbeitsorte
Sprachtherapeuten und -therapeutinnen arbeiten meistin Behandlungszimmernin Büroräumen
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:Legasthenie (Test, Diagnose etc.)Logopädie, SprachtherapiePhonetikPhoniatrieSprecherziehungStimmbildungWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AbrechnungAphasiologieAtemtherapieAudiologie, PädaudiologieDokumentation (Therapieverlauf)Förderpläne (erstellen, umsetzen etc.)FrühförderungGesundheitsvorsorge (Prävention)HeilmittelkatalogHeilpädagogik, BehindertenpädagogikKinder- und JugendlichentherapiePsychologiePsychosomatikRehabilitationStottertherapie
▶ Arbeitssituation
Sprachtherapeuten und -therapeutinnen behandeln Kinder in Therapie- und Unterrichtsräumen. Zudem beraten sie Eltern sowie Erzieher/innen und Lehrer/innen. Gegebenenfalls suchen sie ihre Patienten auch in deren Zuhause auf. Am Computer dokumentieren und evaluieren sie Behandlungsverläufe und rechnen Leistungen ab.Sprachtherapeuten und -therapeutinnen führen Therapien selbstständig durch, arbeiten aber auch mit Ärzten und Ärztinnen, in vielen Fällen auch mit anderen sprachtherapeutischen Fachkräften, heil-, sonder-, sozialpädagogischem Betreuungspersonal und/oder Pflegefachkräften zusammen. Sie wenden dabei ihre fundierten Fachkenntnisse in der Sprachtherapie an. Um den Erfolg einer Therapie zu unterstützen, schaffen sie eine angenehme Atmosphäre und bauen ein vertrauensvolles Verhältnis zu den oft sehr jungen oder sehr alten, häufig auch mehrfach beeinträchtigten Patienten auf. Dies erfordert ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen. Zudem benötigen Sprachtherapeuten und -therapeutinnen Geduld und Durchhaltevermögen, da sich sichtbare Erfolge teilweise erst nach längerer Therapie einstellen.
▶ Existenzgründung
Sprachtherapeuten und -therapeutinnen können sich z.B. mit einer eigenen Praxis selbstständig machen.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 3.878 € bis 4.691 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
GesundheitswesenKrankenhäuser, z.B. geriatrische Kliniken oder KrankenhausstationenSonstiges Gesundheitswesen a. n. g., z.B. Zentren für Logopädie, Stimm-, Sprech- und SprachtherapieErbringung von Dienstleistungen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten, klinischen und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen, ohne ärztliche TherapienFacharztpraxenKindergärten, KinderbetreuungKindergärten und Vorschulen, z.B. Sprachheil- und SonderkindergärtenTagesbetreuung von KindernSozialwesenSonstige soziale Betreuung von Menschen mit Behinderung, z.B. SprachheilschulenHeime und Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, stationäre Hilfen zur Erziehung, z.B. Frühfördereinrichtungen
▶ Zugang zur Tätigkeit
Arbeitgebende erwarten häufig eine Ausbildung in der Sprachtherapie oder ein entsprechendes Studium.
▶ Zugangsstudienfächer
Logopädie, Sprachtherapie (grundständig)Logopädie, Sprachtherapie (weiterführend)Rhetorik, Sprechwissenschaft (grundständig)Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Sprachtherapeuten und -therapeutinnen finden Beschäftigungin Hochschul-, Vorsorge- und Rehabilitationsklinikenin Zentren und Praxen für Logopädie, Stimm-, Sprech- und Sprachtherapiein Sprachheilkindergärten und -schulen sowie Sonderkindergärten für Kinder mit körperlichen, geistigen oder Lernbehinderungen
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Sprachtherapeut/inAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymSprachheiltherapeut/in
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Ein erweitertes Führungszeugnis kann für den Umgang mit Minderjährigen erforderlich sein.Beschäftigte in Gemeinschafts- und medizinischen Einrichtungen müssen gemäß Infektionsschutzgesetz ihre Masernimpfung oder -immunität nachweisen, wenn sie nach 1970 geboren sind.
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Sprachtherapeuten und -therapeutinnen behandeln u.a. Sprach- und Kommunikationsstörungen bei Personen aller Altersgruppen.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
DBS Sprachtherapeutendkm-stellenmarkt.deGesundheit.Jobskliniken.deMedische VacaturebankMedizinischer-Stellenmarkt.desocialnetsozialeberufe.deStaffSanté.frStellenmarkt Ergotherapie/Logopädietherapeutenonline.deZeeuwse Zorgsector
▶ Verbände und Organisationen
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V.Deutsche Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e.V. (DGSS)Deutschen Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie e.V. (dbs)Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)European speech and language therapy association (ESLA)Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. (ISAAC)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für PersonenUmgang mit Menschen mit Behinderungen (auch Patienten mit geistigen oder körperlichen Behinderungen behandeln)Umgang mit Kindern und JugendlichenArbeit unter den Augen von Kunden/Kundinnen und Gästen (unter den Augen von Patienten und Angehörigen)gefühlsmäßig belastende Situationen und TätigkeitenArbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (in Unterrichtsräumen von Förderkindergärten, Sprachheilkindergärten und -schulen)Arbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen (in Therapieräumen z.B. von Hochschul-, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken oder von Zentren für Sprachtherapie)enger Körperkontakt mit Menschen (bei speziellen Behandlungsmethoden wie der Stimm- oder Schlucktherapie)
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Ein zentraler Bestandteil der Tätigkeit ist es, Patienten und Patientinnen mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Hör-, Schluck- und Kommunikationsstörungen zu beraten, zu untersuchen und zu behandeln. Dabei nutzen Sprachtherapeuten und Sprachtherapeutinnen folgende Arbeitsmittel:Daten und Unterlagen, z.B.: Patientendaten, Förderungs- und Therapiepläne, Evaluationen, Behandlungsberichte, LeistungsabrechnungenTechnische Geräte, z.B.: Mess- und Prüfgeräte wie Audiometer, Ton- und BildaufzeichnungsgeräteLehrmaterial und Zubehör, z.B.: Aufgabenkarten, Memo-Spiele, logopädischer Spiegel, Gymnastikmatten und -bänderBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Sprachtherapeuten und -therapeutinnen behandeln Personen, die von logopädischen Störungsbildern betroffen sind. Dazu zählen z.B. Kinder mit verzögerter Sprachentwicklung oder Erwachsene mit Sprachbeeinträchtigungen aufgrund von Unfällen oder Erkrankungen. Sie ermitteln mithilfe von teils standardisierten Tests Art und Ausprägung der Störung. Sie untersuchen dabei ihr z.B. Sprachverständnis und erstellen anhand ihres Befundes einen Förderungs- oder Therapieplan. Sie beziehen nicht nur sprachwissenschaftliche, sondern auch medizinische und ggf. psychologische Erkenntnisse mit ein. Sie prüfen abschließend im Rahmen einer Evaluation, ob die Behandlung den gewünschten Erfolg zeigt.
▶ Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten
Staatlich geprüfter Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/Staatlich geprüfte Atem-, Sprech- und StimmlehrerinLogopäde/Logopädin (Ausbildung)
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Logopädie, Gesundheitsförderung, Gesundheitsberatung).
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch eine Aufstiegsweiterbildung (z.B. als Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen), ein grundständiges oder weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Logopädie, Sprachtherapie).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Diagnosen erstellensprachtherapeutisch relevante Befunde erhebensprachtherapeutische Testverfahren auswählenArt und Ausprägung der Störung ermitteln, dafür z.B. Sprachverständnis untersuchensprachtherapeutische Maßnahmen anwendenTherapiekonzept entwickeln, Förder- und Behandlungspläne aufstellenVorgehen mit Patienten/Patientinnen bzw. Angehörigen besprechenBehandlungsverlauf dokumentieren und auswertenOrganisations- und Verwaltungsaufgaben erledigenggf. eine eigene Praxis leiten
▶ Rechtliche Regelungen für die Tätigkeit
Gesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz - BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.09.1984 (BGBl. I S. 1229), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 19.07.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 245)
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Sprachtherapeut/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. ohne Einarbeitung):Staatlich geprüfter Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/Staatlich geprüfte Atem-, Sprech- und StimmlehrerinLogopäde/Logopädinfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Klinischer Linguist/Klinische Linguistinfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Atemtherapeut/Atemtherapeutinin angrenzenden Berufen:Fachkraft für SprachförderungEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin in Deutschland? ▼
In Deutschland sind Sprachtherapeuten (Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin) wichtige Fachkräfte im Gesundheitswesen, die Sprach- und Kommunikationsstörungen behandeln, die bei Menschen jeden Alters auftreten. Dieser Beruf ist im Allgemeinen logopädisch.
Ist Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin qualifiziert werden? ▼
Arbeitgebende erwarten häufig eine Ausbildung in der Sprachtherapie oder ein entsprechendes Studium.
Wo arbeiten Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin in Deutschland typischerweise? ▼
Sprachtherapeuten und -therapeutinnen arbeiten meistin Behandlungszimmernin Büroräumen
Wie hoch ist das typische Gehalt für Sprachtherapeut/Sprachtherapeutin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 3.878 € bis 4.691 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.