Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt
Schifffahrtskaufmann/-frau - Linienfahrt
Was ist Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Unternehmen der Linienschifffahrt oder in Schiffsmaklereien (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Linienschifffahrtsunternehmen oder Schiffsmaklereien): Büroräume, im Freien auf Schiffen oder im HafenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in Hamburg (Hamburg):Staatliche Handelsschule Berliner Tor (BS 05)für die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Kiel (Schleswig-Holstein):Regionales Bildungszentrum Wirtschaft KielQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in Unternehmen der Linienschifffahrt oder in Schiffsmaklereien (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt organisieren, planen und steuern den Transport von Gütern auf Schiffen, die nach festen Fahrplänen bestimmte Häfen ansteuern. Dabei akquirieren sie je nach Unternehmen entweder Transportaufträge für eigene Schiffe oder kaufen für Gütertransporte Frachtraum auf Schiffen anderer Eigner ein. Sie beraten Kunden über die jeweils wirtschaftlichste Transportmöglichkeit, über Frachtkosten, Versicherungen oder Zollbestimmungen und informieren über Transportmöglichkeiten im kombinierten Verkehr.Für die Schiffsabfertigung im Hafen bestellen sie Liegeplätze, melden Schiffe an, überwachen das Löschen bzw. das Verladen von Sendungen, kontrollieren Frachtpapiere, prüfen Sendungen auf Vollständigkeit und Unversehrtheit, bearbeiten z.B. Ladungspapiere. Vor dem Wiederauslaufen organisieren Schifffahrtskaufleute die Versorgung mit Treibstoff, Proviant oder sonstigem Schiffsbedarf. Schließlich erstellen sie Hafenkostenabrechnungen, rechnen mit Auftraggebern ab, prüfen eingehende Rechnungen und veranlassen Zahlungen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt finden Beschäftigungbei Linienreedereien und Linienagentenbei...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungSchifffahrtskaufmann/-frau der Fachrichtung LinienfahrtWas macht man in diesem Beruf?Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt organisieren, planen und steuern den Transport von Gütern auf Schiffen, die nach festen Fahrplänen bestimmte Häfen ansteuern. Dabei akquirieren sie je nach Unternehmen entweder Transportaufträge für eigene Schiffe oder kaufen für Gütertransporte Frachtraum auf Schiffen anderer Eigner ein. Sie beraten Kunden über die jeweils wirtschaftlichste Transportmöglichkeit, über Frachtkosten, Versicherungen oder Zollbestimmungen und informieren über Transportmöglichkeiten im kombinierten Verkehr.Für die Schiffsabfertigung im Hafen bestellen sie Liegeplätze, melden Schiffe an, überwachen das Löschen bzw. das Verladen von Sendungen, kontrollieren Frachtpapiere, prüfen Sendungen auf Vollständigkeit und Unversehrtheit, bearbeiten z.B. Ladungspapiere. Vor dem Wiederauslaufen organisieren Schifffahrtskaufleute die Versorgung mit Treibstoff, Proviant oder sonstigem Schiffsbedarf. Schließlich erstellen sie Hafenkostenabrechnungen, rechnen mit Auftraggebern ab, prüfen eingehende Rechnungen und veranlassen Zahlungen.Wo arbeitet man?Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt finden Beschäftigungbei Linienreedereien und Linienagentenbei Schiffs-/Befrachtungsmaklernbei SeehafenspeditionenWeitereBerufe im Büro und SekretariatBerufe rund um das Schiff und die SchifffahrtBerufe rund um Transport, Lager und Logistik
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (fachrichtungsübergreifend):Arbeitsorganisation, Information und KommunikationFachbezogenes EnglischKaufmännische Steuerung und KontrolleMarketingKlarierungEinsatz und Disposition von SeeschiffenSeeverkehrslogistikHaftung, Versicherung, SchadensabwicklungAusbildung in der Berufsschule in folgenden Lernfeldern:Den Schifffahrtsbetrieb präsentierenSeeschifffahrt betreibenGüter verladen und transportierenGeschäftsprozesse in Schifffahrtsunternehmen bewertenSeeschiffe disponieren und klarierenReisecharter anbahnen, abschließen und abwickelnVerfrachterhaftung für die gesamte Transportstrecke darstellen und beurteilen Verkehrsdienstleistungen im Linienverkehr verkaufen, dokumentieren und beurteilenDen betrieblichen Erfolg eines Schifffahrtsunternehmens kontrollierenZwischenprüfung in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (fachrichtungsbezogen):Marktbeobachtung und MarktanalyseIntermodale TransporteEinsatz und Disposition von Containern oder anderen LadungsträgernLadungsbuchung und Abwicklung der VerladungAusbildung in der Berufsschule in folgenden Lernfeldern:Finanzierungen für Schifffahrtsunternehmen planenSchiffe und Haftungsrisiken versichern, Schadensfälle abwickelnAus...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Informationen über Häfen und Schifffahrtswege erhebt und auswertet, unter Berücksichtigung geografischer und aktueller politischer Gegebenheitenwas man über Schiffsabfertigung und Klarierung wissen muss, beispielsweise wie man behördliche Vorschriften anwendet oder Lade- und Löscharbeiten mit dem Umschlagsbetrieb abstimmt und überwacht wie man mithilfe des Rechnungswesens kaufmännische Vorgänge steuern und kontrollieren kannwie man an der Entwicklung marktgerechter Leistungsangebote mitwirkt, wie man Kundenkontakte pflegt und Kunden gewinntwie man logistische Aufgabenstellungen ermittelt und wie man bei logistischen Abläufen mitwirken kannwelche Haftpflicht- und Kasko-Risiken es gibt, wie man Haftpflicht- und Kasko-Schäden bearbeitetwas man über Marktbeobachtung und -analyse wissen muss, beispielsweise wie man die Entwicklung der Transportmärkte beobachtet und analysiert oder Informationen über Fahrpläne, Reisezeiten, Ladungsströme und Tonnageeinsatz beschafft und auswertetwelche Abläufe und Rahmenbedingungen für den Containerverkehr gelten und wie man Vor- und Nachläufe mit verschiedenen Verkehrsträgern plantwas man über Ladungsbuchung und Abwicklung der Verladung wissen muss, zum Beispiel, wie man die Verladebereitschaft der Ladung sicherstellt, wie man Ladungsdokumente vor der Auslieferung der Ladung prüft und die Ladung zur Auslieferung freistelltDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Ke...
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Telefondienst übernehmen, Fahrpläne von Linienschiffen recherchieren, Formulare ausfüllenUmgebung: Büroräume (Bildschirmarbeit), Lager- oder Frachtumschlagshallen (Maschinenlärm), Lagerplätze im Freien (Kälte, Hitze, Regen, Zugluft)Kleidung: z.T. Schutzkleidung (z.B. Helm und Sicherheitsschuhe, Signalwesten bzw. -jacken im Hafenbereich)Arbeitszeit: z.T. SchichtarbeitAnforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Bearbeiten von Ladungsdokumenten oder beim Planen von Transportrouten) Kaufmännisches Denken (z.B. beim Entwickeln marktgerechter Angebote oder Analysieren von Transport- und Ladungsmärkten) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. bei der Kundenberatung) Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen (z.B. beim Aushandeln von Transportkonditionen, Vereinbaren von Lieferterminen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Großbritannien, IrlandIntensivkurs "Professional Development Programme (PDP)", ggf. mit Erwerb der Zusatzqualifikation "Kaufmann/-frau International Certificate"Ort: European College of Business and Management (ECBM), London und DublinDauer: 3 WochenWeitere Informationen zum Intensivkurs Professional Development Programme (PDP)Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel privates Verkehrsgewerbe (Schifffahrt) (monatlich brutto - je nach Bundesland):1. Ausbildungsjahr: 935 € bis 1.100 €2. Ausbildungsjahr: 1.011 € bis 1.225 €3. Ausbildungsjahr: 1.115 € bis 1.350 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Mathematik: z.B. um Transportkosten zu kalkulieren oder Frachtrechnungen zu erstellenErdkunde/Geografie: z.B. um Reiserouten von Frachtschiffen zu planenEnglisch: z.B. für Geschäftsprozesse im internationalen SchiffsverkehrWirtschaft: z.B. um marktgerechte Leistungsangebote zu entwickeln und Stückgutladungen zu buchenDeutsch: z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/inDie Zusatzqualifikation "Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende" befähigt angehende Kaufleute, Telefonate und Schriftverkehr in einer Fremdsprache wie Englisch zu führen. Auszubildende absolvieren eine schriftliche und mündliche Prüfung. Die zuständige Industrie- und Handelskammer erteilt weitere Informationen, z.B.:IHK Köln - Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Schifffahrtskaufmann/-frau der Fachrichtung Linienfahrt an:Bereich Schiff und SchifffahrtSchifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung TrampfahrtGemeinsamkeit:den Transport von Gütern über See organisieren, planen und steuernBereich Transport, Lager und LogistikKaufmann/Kauffrau im Eisenbahn- und StraßenverkehrKaufmann/Kauffrau für Spedition und LogistikdienstleistungLuftverkehrskaufmann/LuftverkehrskauffrauGemeinsamkeit:Beförderungen und Transporte planen und organisieren
▶ Entwicklung der Ausbildung
1975:Erstmalige Anerkennung des Berufs Schifffahrtskaufmann/-frau der Fachrichtung LinienschifffahrtAusbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Schifffahrtskaufmann/-frau tritt in KraftAufhebung des Vorläuferberufs Kaufmann/-frau für Reederei- und Schiffsmaklergewerbe1979:Anerkennung des Berufs Schifffahrtskaufmann/-frau der Fachrichtung Linienfahrt (Linienreederei, Linienagent)Neue Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Schifffahrtskaufmann/-frauAufhebung des Vorläuferberufs Schifffahrtskaufmann/-frau der Fachrichtung Linienschifffahrt 2004:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung, u.a. mit Berücksichtigung neuer Qualitätsanforderungen hinsichtlich der Englischkompetenzen, logistischer Anforderungen des Kunden, neuer Informations- und KommunikationstechnikenÄnderung der Fachrichtungsbezeichnung Linienfahrt (Linienreederei, Linienagent) in Linienfahrt 2011:Änderung der AusbildungsordnungEinbeziehung auch anderer Ladungsträger außer Containern2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens...
▶ Die Ausbildung im Überblick
Schifffahrtskaufmann/-frau der Fachrichtung Linienfahrt ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Unternehmen der Linienschifffahrt oder in Schiffsmaklereien (Ausbildungsbereich Industrie und Handel).
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussbezeichnung Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau - Fachrichtung Linienfahrt
▶ Ausbildungsvergütung (Hamburg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel privates Verkehrsgewerbe (Schifffahrt) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.100 €2. Ausbildungsjahr: 1.225 €3. Ausbildungsjahr: 1.350 €Quelle:Handelskammer Hamburg, Stand Mai 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende.Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt bei spezialisierten Linienreedereien oder in Frachtumschlagsunternehmen wie Schiffsmaklerbüros und -agenturen.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Transportlogistik bis hin zu Zollabwicklung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Schiffs-, Reedereimanagement erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Reederei oder als Linienagent/in.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 90 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 87 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 13 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [13.0%]13Hochschulreife [87.0%]87Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Schifffahrtskaufmann/zur Schifffahrtskauffrau (SchKfmAusbV) vom 22.07.2004 (BGBl. I S. 1874), geändert durch Artikel 1 Verordnung vom 09.06.2011 (BGBl. I S. 1075)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12.12.2003)
▶ Ausbildungsvergütung (Schleswig-Holstein)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel privates Verkehrsgewerbe (Schifffahrt) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 935 €2. Ausbildungsjahr: 1.011 €3. Ausbildungsjahr: 1.115 €Quelle:IHK Schleswig-Holstein, Stand März 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt organisieren, planen und steuern den Transport von Gütern auf Schiffen, die nach festen Fahrplänen bestimmte Häfen ansteuern. Dabei akquirieren sie je nach Unternehmen entweder Transportaufträge für eigene Schiffe oder kaufen für Gütertransporte Frachtraum auf Schiffen anderer Eigner ein. Sie beraten Kunden über die jeweils wirtschaftlichste Transportmöglichkeit, über Frachtkosten, Versicherungen oder Zollbestimmungen und informieren über Transportmöglichkeiten im kombinierten Verkehr.Für die Schiffsabfertigung im Hafen bestellen sie Liegeplätze, melden Schiffe an, überwachen das Löschen bzw. das Verladen von Sendungen, kontrollieren Frachtpapiere, prüfen Sendungen auf Vollständigkeit und Unversehrtheit, bearbeiten z.B. Ladungspapiere. Vor dem Wiederauslaufen organisieren Schifffahrtskaufleute die Versorgung mit Treibstoff, Proviant oder sonstigem Schiffsbedarf. Schließlich erstellen sie Hafenkostenabrechnungen, rechnen mit Auftraggebern ab, prüfen eingehende Rechnungen und veranlassen Zahlungen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt finden Beschäftigungbei Linienreedereien und Linienagentenbei Schiffs-/Befrachtungsmaklernbei SeehafenspeditionenArbeitsorte:Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt arbeiten in erster Linie in Büroräumen. Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Hafen, an Bord von Schiffen sowie im Homeoffice bzw. mobil.Welcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [13.0%]13Hochschulreife [87.0%]87Worauf kommt es an?Anforderungen: Sorgfalt (z.B. beim Bearbeiten von Ladungsdokumenten oder beim Planen von Transportrouten) Kaufmännisches Denken (z.B. beim Entwickeln marktgerechter Angebote oder Analysieren von Transport- und Ladungsmärkten) Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit (z.B. bei der Kundenberatung) Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen (z.B. beim Aushandeln von Transportkonditionen, Vereinbaren von Lieferterminen)Schulfächer:Mathematik (z.B. um Transportkosten zu kalkulieren oder Frachtrechnungen zu erstellen)Erdkunde/Geografie (z.B. um Reiserouten von Frachtschiffen zu planen)Englisch (z.B. für Geschäftsprozesse im internationalen Schiffsverkehr)Wirtschaft (z.B. um marktgerechte Leistungsangebote zu entwickeln und Stückgutladungen zu buchen)Deutsch (z.B. um Kunden/Kundinnen zu beraten )Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):1. Ausbildungsjahr: 935 € bis 1.100 €2. Ausbildungsjahr: 1.011 € bis 1.225 €3. Ausbildungsjahr: 1.115 € bis 1.350 €
Ist Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt in Deutschland typischerweise? ▼
Schifffahrtskaufleute der Fachrichtung Linienfahrt werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Linienschifffahrtsunternehmen oder Schiffsmaklereien): Büroräume, im Freien auf Schiffen oder im HafenBerufsschule: UnterrichtsräumeHinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in Hamburg (Hamburg):Staatliche Handelsschule Berliner Tor (BS 05)für die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Kiel (Schleswig-Holstein):Regionales Bildungszentrum Wirtschaft KielQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Schifffahrtskaufmann/Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienfahrt in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.