Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin
Schädlingsbekämpfer/in
Was ist Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Schädlingsbekämpfer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Dienstleistungsbetriebe für Schädlingsbekämpfung und Hygienedienstleister): beim Kunden in Gebäuden, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in Berlin (Berlin):Knobelsdorff-Schule Oberstufenzentrum Bautechnik Ifür die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen):Hans-Schwier-BerufskollegQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Schädlingsbekämpfer/innen ergreifen verschiedene Maßnahmen, um Menschen, Tiere, Pflanzen, Vorräte, Materialien und Gebäude vor Schädlingen zu schützen. Ist es bereits zu einem Schädlingsbefall gekommen, untersuchen sie die Räumlichkeiten, wählen die jeweils erforderlichen Bekämpfungsmittel aus und wenden diese umweltbewusst an. Sie dokumentieren alle Maßnahmen und die dabei verwendeten Stoffe. Die Beratung der Kunden nimmt einen besonders hohen Stellenwert ein. Schädlingsbekämpfer/innen geben Auskunft über das Gefährdungspotenzial, die Möglichkeiten und Dauer der Bekämpfung, über die Wirkungsweisen der Bekämpfungsmittel sowie über Sicherheits- und Vorbeugemaßnahmen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Schädlingsbekämpfer/innen finden Beschäftigungin Dienstleistungsbetrieben für Schädlingsbekämpfung und bei Hygienedienstleisternbei Versuchs- und Herstellungsbetrieben für Schädlingsbekämpfungsmittelbei Gesundheits-, Pflanzenschutz- und Landwirtschaftsämtern sowie ForstverwaltungenArbeitsorte:Schädlingsbekämpfer/innen arbeiten in erster Linie in öffentlichen Gebäudenin Betriebsräumlichkeiten, in Lagerräumen und -hallenin Privathaushaltenim FreienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. I...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungSchädlingsbekämpfer/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Schädlingsbekämpfer/innen ergreifen verschiedene Maßnahmen, um Menschen, Tiere, Pflanzen, Vorräte, Materialien und Gebäude vor Schädlingen zu schützen. Ist es bereits zu einem Schädlingsbefall gekommen, untersuchen sie die Räumlichkeiten, wählen die jeweils erforderlichen Bekämpfungsmittel aus und wenden diese umweltbewusst an. Sie dokumentieren alle Maßnahmen und die dabei verwendeten Stoffe. Die Beratung der Kunden nimmt einen besonders hohen Stellenwert ein. Schädlingsbekämpfer/innen geben Auskunft über das Gefährdungspotenzial, die Möglichkeiten und Dauer der Bekämpfung, über die Wirkungsweisen der Bekämpfungsmittel sowie über Sicherheits- und Vorbeugemaßnahmen.Wo arbeitet man?Schädlingsbekämpfer/innen finden Beschäftigungin Dienstleistungsbetrieben für Schädlingsbekämpfung und bei Hygienedienstleisternbei Versuchs- und Herstellungsbetrieben für Schädlingsbekämpfungsmittelbei Gesundheits-, Pflanzenschutz- und Landwirtschaftsämtern sowie ForstverwaltungenWeitereBerufe rund um Sauberkeit und HygieneBerufe rund um Schutz und Sicherheit
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Rechtsvorschriften und NormenKommunikation und InformationPlanen von ArbeitsabläufenBedienen und Warten von BetriebsmittelnUmgang mit und Anwendung von GefahrstoffenUmgang mit und Anwendung von SchädlingsbekämpfungsmittelnSichern des ArbeitsbereichesFeststellen von Schädlingsbefall im Gesundheits- und Vorratsschutz, Holz- und Bautenschutz sowie im PflanzenschutzPlanen und Durchführen von Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen im Gesundheits- und Vorratsschutz, im Holz- und Bautenschutz sowie im Pflanzenschutz1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Infrastruktur beim Kunden ermittelndauerhafte Maßnahmen im Gesundheits- und Vorratsschutz in einem Lebensmittel in den Verkehr bringenden Betrieb planen und durchführenakute Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen im Gesundheits- und Vorratsschutz planen und ausführenakute Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen im Holzschutz entwickeln und umsetzenakute Pilzbekämpfungsmaßnahmen im Bautenschutz entwickeln und umsetzenakute Taubenabwehrmaßnahmen im Bautenschutz entwickeln und umsetzendauerhafte Maßnahmen im Gesundheits- und Vorratsschutz in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen durchführenakute Maßnahmen...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:was bei der Bedienung der zur Schädlingsbekämpfung eingesetzten Geräte zu beachten ist und wie man für ihre Funktionstüchtigkeit sorgtnach welchen Kriterien man Schädlingsbekämpfungsmittel und ihre Anwendungsverfahren unterscheidetwie man Schädlinge erkennt und bestimmt und den Schädlingsbefall im Innen- und Außenbereich feststelltwie Außen- und Innenbereich sowie Transportwege gegen den Zulauf bzw. Zuflug von Schädlingen abzusichern sind und wie Schädlinge mit physikalischen und biotechnischen Verfahren bekämpft werdenwie man den befallenen Ort eingrenzt, die Stärke des Befalls einschätzt sowie die Ursachen für den Befall ermittelt nach welchen Kriterien man das Verfahren auswählt und wie die Schädlingsbekämpfung mit chemischen und biologischen Verfahren durchzuführen istwie man Gefahrstoffe auswählt, lagert, transportiert, anwendet und entsorgtwas bei der Erstellung einer Dokumentation zu Befall, Maßnahmen und Ergebnis zu beachten istwie man Kunden berät und kundenorientiert arbeitetwelche rechtlichen Grundlagen und Normen bei der Schädlingsbekämpfung zu beachten und anzuwenden sind und wie man mit den zuständigen Behörden zusammenarbeitetDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z...
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Taubenabwehrgitter an Gebäuden anbringen, Befallskontrollen durchführen, Fallen aufstellenUmgebung: wechselnde Arbeitsorte, z.B. Büro, bei Kunden in Wohn-, Büro-, Krankenhäusern, Industrieanlagen, im Freien Kleidung: Schutzkleidung (z.B. Schutzanzug, Handschuhe, Atemschutz)Anforderungen:Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Durchführen von Entwesungen beim Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln)Beobachtungsgenauigkeit und Umsicht (z.B. Ermitteln von Art, Umfang und Ursachen des Schädlingsbefalls, bei Arbeiten auf Leitern und Gerüsten)Kundenorientierung (z.B. bei der Kundenberatung über Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.:Verschiedene europäische LänderAuslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in"Dauer: mindestens 3 WochenZugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Gebäudereinigerhandwerk (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €3. Ausbildungsjahr: 1.300 €Quelle:Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Januar 2025Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Biologie/Chemie/Physik: z.B. um die Wirkweise unterschiedlicher Stoffe zu verstehenMathematik: z.B. um Dosierungen von Bekämpfungsmitteln zu berechnenDeutsch: z.B. um Kunden/Kundinnen in Hygienefragen zu beraten
▶ Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.:Europaassistent/in
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Schädlingsbekämpfer/in an:Bereich Sauberkeit und HygieneDesinfektor/DesinfektorinGebäudereiniger/GebäudereinigerinGemeinsamkeit:Ursachen von Hygienemängeln und Gesundheitsgefahren beseitigenBereich AusbauHolz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin Fachrichtung HolzschutzGemeinsamkeit:Schädlinge bekämpfen und Präventivmaßnahmen durchführen
▶ Entwicklung der Ausbildung
2004:Anerkennung des Berufs und des Berufsbilds Schädlingsbekämpfer/inAusbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz tritt in Kraft2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Schädlingsbekämpfer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungSchädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernEine gute Startposition können sich angehende Schädlingsbekämpfer/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in".Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Schädlingsbekämpfer/innen in Dienstleistungsbetrieben für Schädlingsbekämpfung und bei Hygiene-Dienstleistern.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Umgang mit Gefahrstoffen bis hin zu Umweltrecht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Umweltschutzfachwirt/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Biologie erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit Dienstleistungen oder Beratung in Fragen der Vorbeugung und Bekämpfung von Schädlingsbefall.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 48 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 50 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 31 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. 19 Prozent verfügten über die Hochschulreife. Jeweils 6 Prozent der Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen hatten vor Ausbildungsbeginn an einer Berufsvorbereitungsmaßnahme, an einer betrieblichen Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen oder eine Berufsfachschule absolviert. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [31.0%]31mittlerer Bildungsabschluss [50.0%]50Hochschulreife [19.0%]19*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Schädlingsbekämpfer/zur Schädlingsbekämpferin (SchädlBekAusbV) vom 15.07.2004 (BGBl. I S. 1638)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2004)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Schädlingsbekämpfer/innen ergreifen verschiedene Maßnahmen, um Menschen, Tiere, Pflanzen, Vorräte, Materialien und Gebäude vor Schädlingen zu schützen. Ist es bereits zu einem Schädlingsbefall gekommen, untersuchen sie die Räumlichkeiten, wählen die jeweils erforderlichen Bekämpfungsmittel aus und wenden diese umweltbewusst an. Sie dokumentieren alle Maßnahmen und die dabei verwendeten Stoffe. Die Beratung der Kunden nimmt einen besonders hohen Stellenwert ein. Schädlingsbekämpfer/innen geben Auskunft über das Gefährdungspotenzial, die Möglichkeiten und Dauer der Bekämpfung, über die Wirkungsweisen der Bekämpfungsmittel sowie über Sicherheits- und Vorbeugemaßnahmen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Schädlingsbekämpfer/innen finden Beschäftigungin Dienstleistungsbetrieben für Schädlingsbekämpfung und bei Hygienedienstleisternbei Versuchs- und Herstellungsbetrieben für Schädlingsbekämpfungsmittelbei Gesundheits-, Pflanzenschutz- und Landwirtschaftsämtern sowie ForstverwaltungenArbeitsorte:Schädlingsbekämpfer/innen arbeiten in erster Linie in öffentlichen Gebäudenin Betriebsräumlichkeiten, in Lagerräumen und -hallenin Privathaushaltenim FreienWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)Hauptschulabschluss* [31.0%]31mittlerer Bildungsabschluss [50.0%]50Hochschulreife [19.0%]19*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Durchführen von Entwesungen beim Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln)Beobachtungsgenauigkeit und Umsicht (z.B. Ermitteln von Art, Umfang und Ursachen des Schädlingsbefalls, bei Arbeiten auf Leitern und Gerüsten)Kundenorientierung (z.B. bei der Kundenberatung über Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen)Schulfächer:Biologie/Chemie/Physik (z.B. um die Wirkweise unterschiedlicher Stoffe zu verstehen)Mathematik (z.B. um Dosierungen von Bekämpfungsmitteln zu berechnen)Deutsch (z.B. um Kunden/Kundinnen in Hygienefragen zu beraten)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.000 €2. Ausbildungsjahr: 1.150 €3. Ausbildungsjahr: 1.300 €
Ist Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin in Deutschland typischerweise? ▼
Schädlingsbekämpfer/innen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Dienstleistungsbetriebe für Schädlingsbekämpfung und Hygienedienstleister): beim Kunden in Gebäuden, im FreienBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:für die Länder Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in Berlin (Berlin):Knobelsdorff-Schule Oberstufenzentrum Bautechnik Ifür die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen):Hans-Schwier-BerufskollegQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Schädlingsbekämpfer/Schädlingsbekämpferin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.