Risikomanagement (weiterführend)
Was ist Risikomanagement (weiterführend)?
Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulabschluss (Bachelor oder Master) in einem relevanten Fachgebiet wie Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften, Ingenieurwesen oder Mathematik erforderlich, gefolgt von der Absolvierung eines **Weiterbildungsprogramms** (Spezialisierung) im **Risikomanagement**. Diese Weiterbildungsprogramme zielen üblicherweise darauf ab, vorhandenes Wissen zu vertiefen und praktische Fähigkeiten zu entwickeln, indem sie sich auf einen spezifischen Fachbereich konzentrieren. In einigen Fällen kann auch mehrjährige Berufserfahrung in einem relevanten Bereich ein wichtiges Zulassungskriterium für diese Weiterbildungsprogramme sein.
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Risikomanagement (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
▶ Studiendauer
Regelstudiendauer: 2-4 Semester
▶ Studienkosten
Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)
▶ Studieninhalte
Module, z.B.:Changemanagement und agile ProjektmethodenForschung und Entwicklung, Produktion, Beschaffung, Logistik, Supply-Chain-RisikenIntercultural management, conflict management and marketingIT-Risiken und DatenanalyseJahresabschlussanalyse, Risiko-ControllingLegal foundations for sustainability & risk managementMathematik/Statistik, Risikoanalyse und -simulationPersonal- und MarketingrisikenRechtliche Grundlagen des Risikomanagements Risk identification and quantification, risk governance and risk tools Risk leadership, risk strategySicherungsinstrumenteSocial responsibility, sustainability strategy & reportingStrategisches Risikomanagement und InvestitionVolkswirtschaftliche Risiken und InvestitionPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule ggf. Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in der öffentlichen Verwaltung), Exkursionen
▶ Studiensituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in der öffentlichen Verwaltung), Berufseinstieg vorbereiten
▶ Studienalternativen
Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Risikomanagement (weiterführend) sein:Bereich Management und UnternehmensführungVersicherungsbetriebswirtschaft (weiterführend)Bank, Finanzdienstleistungen (weiterführend)Finanz- und Rechnungswesen, Controlling (weiterführend)Unternehmensführung, Management (weiterführend)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (weiterführend)Unternehmensberatung (weiterführend)Wirtschaftswissenschaften (weiterführend)Gemeinsamkeit:Risiken, die die erfolgreiche Weiterentwicklung eines Unternehmens gefährden können, identifizieren, analysieren und bewertenBereich Mathematik und StatistikFinanz-, Wirtschaftsmathematik (weiterführend)Gemeinsamkeit:mathematisch-statistische Methoden bei Finanz-, Kredit- und Vermögensanalysen anwenden
▶ Zugangsstudienfächer
Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Versicherungsbetriebswirtschaft (grundständig)Bank, Finanzdienstleistungen (grundständig)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (grundständig)Finanz- und Rechnungswesen, Controlling (grundständig)
▶ Zusatzqualifikationen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:Umgang mit ERP-ProgrammenRhetorikProjektmanagementPraktika z.B. in der öffentlichen Verwaltung oder in der Unternehmensberatung bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass
▶ Das Studium im Überblick
Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit. Studierende können sich auf Themen wie Risikoabschätzung und Nachhaltigkeitsmanagement spezialisieren. Daneben gibt es Masterstudiengänge, die ein breites Spektrum des Risikomanagements abdecken.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Risikomanagement gibt es auch als Fern- und Teilzeitstudiengang.
▶ Studiengangsbezeichnungen
BeispieleControlling, Finanzen und Risikomanagement (Master)Quantitative Finance and Data Science (Master)Risikomanagement (Management von unternehmerischen Risiken) (Master)Risikomanagement und Compliancemanagement (Master)Risikomanagement und Finanzanalyse (Master)Risk Assessment and Sustainability Management (Master)Risk Management and Treasury (Master)Sustainability and Risk Management (Master)
▶ Mögliche Tätigkeitsfelder
Für Masterabsolventen des Risikomanagements bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Risikoanalyse, -management, Controlling oder Unternehmensberatung.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Entwicklung des Studienfachs
1960:verstärkte Beschäftigung mit der Bewertung von Unternehmensrisiken durch große WirtschaftsunternehmenEntstehung von Risikomanagementinstrumenten und -methoden in verschiedenen Wirtschaftsbereichen: technisches Risikomanagement für Maschinen- und ProduktsicherheitProjektrisikomanagement zur Analyse, Bewertung und Steuerung von Projektrisiken IT-Risikomanagement für Datensicherheitstrategisches ManagementErlass von Richtlinien und Rechtsnormen zur Verbesserung der Unternehmensüberwachung durch Gesetzgebende und Wirtschaftsorganisationen1988:Erlass der ersten Basler Eigenkapitalvereinbarung: Vorschriften und Überprüfungsprozesse im Bankaufsichtswesen1998:Erlass des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden2006:Einrichtung erster eigenständiger Studiengänge
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Arts (M.A.)Master of Science (M.Sc.)
▶ Vergütung während des Studiums
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.
▶ Rechtliche Regelungen für das Studium
BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach
▶ Zugangsvoraussetzungen für das Studium
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium in einer inhaltlich naheliegenden Disziplin vorausgesetzt, z.B. Betriebswirtschaftslehre.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls müssen Englischkenntnisse nachgewiesen werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Risikomanagement (weiterführend)
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Risikomanagement (weiterführend) in Deutschland? ▼
In Deutschland identifizieren und analysieren Spezialisten im Bereich Risikomanagement (Advanced Level) finanzielle, operative, strategische und rechtliche Risiken, denen Unternehmen oder Institutionen begegnen können, und entwickeln sowie implementieren anschließend Strategien, um die negativen Auswirkungen dieser Risiken zu minimieren. Diese Fachkräfte sind dafür verantwortlich, potenzielle Gefahren proaktiv zu erkennen, Risikobewertungsmodelle zu erstellen und Maßnahmen zur Risikominderung zu konzipieren. Ihre Arbeitsumfelder sind typischerweise Unternehmensstrukturen, in denen Wirtschaft und Recht aufeinandertreffen, wie Banken, Versicherungen, große Industrieunternehmen, Beratungsfirmen oder öffentliche Institutionen. Bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten nutzen sie häufig komplexe Datenanalysesoftware, statistische Modellierungstools und Systeme zur Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Hochschulabschluss (Bachelor oder Master) in einem relevanten Fachgebiet wie Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften, Ingenieurwesen oder Mathematik erforderlich, gefolgt von der Absolvierung eines Weiterbildungsprogramms (Spezialisierung) im Risikomanagement. Diese Weiterbildungsprogramme zielen üblicherweise darauf ab, vorhandenes Wissen zu vertiefen und praktische Fähigkeiten zu entwickeln, indem sie sich auf einen spezifischen Fachbereich konzentrieren. In einigen Fällen kann auch mehrjährige Berufserfahrung in einem relevanten Bereich ein wichtiges Zulassungskriterium für diese Weiterbildungsprogramme sein.
Ist Risikomanagement (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Risikomanagement (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).
Wie kann ich in Deutschland als Risikomanagement (weiterführend) qualifiziert werden? ▼
Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium in einer inhaltlich naheliegenden Disziplin vorausgesetzt, z.B. Betriebswirtschaftslehre.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls müssen Englischkenntnisse nachgewiesen werden.
Wo arbeiten Risikomanagement (weiterführend) in Deutschland typischerweise? ▼
Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Risikomanagement (weiterführend) in Deutschland? ▼
Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.