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Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin

Rettungssanitäter/in

Ausbildung Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 81342

Was ist Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin?

Was macht man in diesem Beruf? Rettungssanitäter/innen fahren bei einem Rettungseinsatz den Rettungs- oder Notarztwagen. Sie unterstützen Notfallsanitäter/innen bei der Versorgung von Notfallpatienten bis zur Übernahme der Behandlung durch den Notarzt oder die Notärztin. Während des Transports zum Krankenhaus beobachten sie lebenswichtige Körperfunktionen von Verletzten und erhalten die Funktionen aufrecht. Neben Notfalleinsätzen führen sie Krankentransporte und Patientenfahrdienste durch. Als verantwortliche Beifahrer/innen betreuen sie die Patienten unterwegs. Nach einem Einsatz säubern und desinfizieren Rettungssanitäter/innen die Fahrzeuge und das Rettungsmaterial und stellen die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge sicher. Sie dokumentieren Rettungseinsätze oder Krankentransporte in Einsatzberichten und Notfallprotokollen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Rettungssanitäter/innen finden Beschäftigung in erster Liniebei Rettungs- und Krankentransportdienstenbei städtischen FeuerwehrenArbeitsorte:Rettungssanitäter/innen arbeiten in erster Liniein Rettungs-, Notarzt- oder Krankentransportwagenan wechselnden Einsatzorten (z.B. Privatwohnungen, Straßen und Autobahnen, Sportplätze)in der Rettungsleitstelle oder Einsatzzentralein der RettungswacheWelche Vorbildung wird erwartet?Vorausgesetzt wird in einzelnen Bundesländern mindestens ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.Darüber hinaus werden z.B. ein Mindestalter, ein Führungszeugnis, ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung sowie eine Bescheinigung über einen Erste-Hilfe-Lehrgang verlangt. Worauf kommt es an?Anforderungen: Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. beim Versorgen von Patienten, bei Einsatzfahrten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Durchführen der Ersten Hilfe am Einsatzort, beim Vorbereiten des Rettungsfahrzeugs) Einfühlungsvermögen (z.B. beim Betreuen von Patienten am Einsatzort und während des Transports) Psychische Stabilität (z.B. bei der Konfrontation mit schweren Verletzungen oder dem Tod von Unfallopfern)Gute körperliche Konstitution (z.B. Patienten auf Tragen heben und zum Einsatzfahrzeug transportieren)Schulfächer:Chemie (z.B. um Wirkungsweise von Medikamenten zu verstehen)Biologie (z.B. um Störungen der Vitalfunktionen zu verstehen)Physik (z.B. um Rettungsfahrzeuge vorzubereiten)Deutsch (z.B. um Einsätze korrekt zu dokumentieren)Mathematik (z.B. um Medikamentendosierungen zu berechnen)Psychologie (z.B. um in Stresssituationen empathisch mit Patienten/Patientinnen umzugehen)Sport (z.B. um Patienten/Patientinnen zum Einsatzfahrzeug zu transportieren)Was verdient man in der Ausbildung?Während der Aus- bzw. Weiterbildung erhält man keine Vergütung. Gegebenenfalls fallen Kosten an, z.B. Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren.

Steckbrief

Berufstyp: Aus- bzw. Weiterbildungsberuf AusbildungsartSchulische Aus- bzw. Weiterbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (landesrechtlich geregelt) Ausbildungsdauer: Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und LernformLernorteBildungseinrichtung und Rettungswache bzw. Krankenhaus (im Praktikum)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Rettungssanitäter/innen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung (i.d.R. staatlich anerkannte Ausbildungsstätten für den Rettungsdienst)bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheitenim Praktikum: Rettungswachen, Krankenhäuser

Steckbrief

BerufstypAus- bzw. Weiterbildungsberuf AusbildungsartSchulische Aus- bzw. Weiterbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (landesrechtlich geregelt)AusbildungsdauerUnterschiedlich, je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und LernformLernorteBildungseinrichtung und Rettungswache bzw. Krankenhaus (im Praktikum)Was macht man in diesem Beruf? Rettungssanitäter/innen fahren bei einem Rettungseinsatz den Rettungs- oder Notarztwagen. Sie unterstützen Notfallsanitäter/innen bei der Versorgung von Notfallpatienten bis zur Übernahme der Behandlung durch den Notarzt oder die Notärztin. Während des Transports zum Krankenhaus beobachten sie lebenswichtige Körperfunktionen von Verletzten und erhalten die Funktionen aufrecht. Neben Notfalleinsätzen führen sie Krankentransporte und Patientenfahrdienste durch. Als verantwortliche Beifahrer/innen betreuen sie die Patienten unterwegs. Nach einem Einsatz säubern und desinfizieren Rettungssanitäter/innen die Fahrzeuge und das Rettungsmaterial und stellen die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge sicher. Sie dokumentieren Rettungseinsätze oder Krankentransporte in Einsatzberichten und Notfallprotokollen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Rettungssanitäter/innen finden Beschäftigung in erster Liniebei Rettungs- und Krankentransportdienstenbei städtischen FeuerwehrenArbeitsorte:Rettungssanitäter/innen arbeiten in erster Liniein Rettungs-, Notarzt- oder Krankentransportwagenan wechselnden Einsatzorten (z.B. Privatwohnungen,...

Ausbildungsdauer

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und Lernform

Ausbildungsaufbau

Die Lehrgänge sind unterschiedlich strukturiert und von unterschiedlicher Dauer. Beispielsweise bestehen sie aus Lernbereichen oder Modulen, die aufeinander aufbauen.Beispiel für ein UnterrichtsprogrammTheoretische Ausbildung: 160 StundenKlinikpraktikum: 160 StundenRettungswachenpraktikum: 160 StundenAbschlusslehrgang und Prüfung: 40 StundenGesamtstundenzahl:520 Unterrichtsstunden

Ausbildungskosten

Je nach Bildungsgang z.B.:LehrgangsgebührenPrüfungsgebührenKosten für Fachliteratur und ArbeitsmittelKosten für auswärtige Unterbringung

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:Rechtsgrundlagen im Rettungsdienst Dokumentation von EinsätzenBeachtung hygienischer Standards im Rettungsdienst (zum Beispiel persönliche Hygiene, Vorgehen bei Infektionskrankheiten)Grundlagen in Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie Störungen von Vitalfunktionen (beispielsweise Schockzustände)Versorgung von Patienten mit Schmerzen, Atemproblemen, Erstversorgung von Traumapatienten, Durchführen von Wiederbelebungsmaßnahmen Betreuung, Lagerung, Transport von Notfallpatienten, Verletzten und HilfsbedürftigenArzneimittel in der Notfallmedizin, ihre Wirkung und NebenwirkungenVorbereitung von Rettungsfahrzeugen für den EinsatzPraktikumIm Praktikum arbeiten die angehenden Rettungssanitäter/innen z.B. auf der Rettungswache und in einer Klinik (z.B. in den Abteilungen Notaufnahme, allgemeine Pflegestation, Operationsbereich einschließlich Anästhesie und Intensiv- oder Wachstation).

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Theoretischer Unterricht:Unterrichtszeitbei Vollzeit: ganztägiger Unterricht an mindestens vier Wochentagenbei Teilzeit: Unterricht i.d.R. am Wochenende oder am Abend bzw. BlockunterrichtLernformbei Präsenzveranstaltungen: Teilnahme am Unterricht an der Bildungseinrichtung zusammen mit anderen angehenden Rettungssanitätern und -sanitäterinnen (ggf. nicht am Wohnort), Aufarbeitung der Inhalte zu Hausebei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Präsenzveranstaltungen im Klassenverband an der Bildungseinrichtung und selbstgestaltetes Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme von zu Hause ausPraktische Übungen/Praktikum:praktische Mitarbeit (unter Anleitung), z.B. bei Krankentransport- und Rettungsdiensten, städtischen FeuerwehrenAnforderungen: Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. beim Versorgen von Patienten, bei Einsatzfahrten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Durchführen der Ersten Hilfe am Einsatzort, beim Vorbereiten des Rettungsfahrzeugs) Einfühlungsvermögen (z.B. beim Betreuen von Patienten am Einsatzort und während des Transports)Psychische Stabilität (z.B. bei der Konfrontation mit schweren Verletzungen oder dem Tod von Unfallopfern)Gute körperliche Konstitution (z.B. Patienten auf Tragen heben und zum Einsatzfahrzeug transportieren)

Ausbildung im Ausland

Für eine Aus- bzw. Weiterbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeit: ÖsterreichAus- bzw. Weiterbildungsangebote: AMS Ausbildungskompass(z.B. mit dem Suchbegriff "Rettungssanitäter")Dokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Ausbildungsabschnitte und Lernaufenthalte zu dokumentieren.Weitere Informationen zum Europass

Ausbildungsvergütung

Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Chemie: z.B. um Wirkungsweise von Medikamenten zu verstehenBiologie: z.B. um Störungen der Vitalfunktionen zu verstehenPhysik: z.B. um Rettungsfahrzeuge vorzubereitenDeutsch: z.B. um Einsätze korrekt zu dokumentierenMathematik: z.B. um Medikamentendosierungen zu berechnenPsychologie: z.B. um in Stresssituationen empathisch mit Patienten/Patientinnen umzugehenSport: z.B. um Patienten/Patientinnen zum Einsatzfahrzeug zu transportieren

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Rettungssanitäter/in an:Bereich RettungsdienstStaatlich geprüfter Disponent/Staatlich geprüfte Disponentin einer Integrierten LeitstelleNotfallsanitäter/NotfallsanitäterinGemeinsamkeit:Patienten in medizinischen Notfällen betreuenBereich MedizinPflegeassistent/PflegeassistentinGesundheits- und Krankenpflegehelfer/Gesundheits- und KrankenpflegehelferinGemeinsamkeit:bei der Versorgung und Betreuung von Patienten mitwirken

Entwicklung der Ausbildung

1977:Beschluss über die Grundsätze zur Ausbildung des Personals im Rettungsdienst des Bund-Länder-Ausschusses "Rettungswesen"1978:Verordnung über die Tätigkeit als Rettungssanitäter/in in Bayern Vorgaben zu Ausbildung und PrüfungAb Mitte der 1990er-Jahre:Ausbildungs- und Prüfungsordnungen der Bundesländer, z.B. Sachsen-Anhalt2008:Empfehlungen für die Ausbildung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern des Bund-Länder-Ausschusses2019:Empfehlung für eine Verordnung über die Ausbildung und Prüfung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern des Ausschusses "Rettungswesen". Zusammenfassung der bisher acht Ausbildungsziele zu vier Themenbereichen sowie stärkere Berücksichtigung psychosozialer Aspekte in Notfall- und Rettungssituationen. Zunahme der fachlich-theoretischen Ausbildungsanteile an Ausbildungsstätten für Rettungssanitäter und -sanitäterinnen.

Die Ausbildung im Überblick

Rettungssanitäter/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung im Rettungsdienst, die landesrechtlich geregelt ist. Je nach Bildungsanbieter können z.B. Zugangsvoraussetzungen und Dauer der Aus- bzw. Weiterbildung unterschiedlich sein.

Verkürzungen/Verlängerungen

Ausbildungsverkürzungen sind in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen der Bundesländer geregelt. Gleichwertige Inhalte einer anderen Ausbildung, z.B. als Rettungshelfer bzw. Rettungshelferin, können i.d.R. auf die Ausbildung angerechnet werden.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Die Aus- bzw. Weiterbildung ist nur in den genannten Bundesländern rechtlich geregelt und führt dort zu folgender Abschlussbezeichnung:Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein:Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Rettungssanitäter/innen vor allem bei Krankentransport- und Rettungsdiensten sowie bei Blutspendediensten, städtischen Feuerwehren oder bei Katastrophenhilfswerken.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Rettungssanitäter/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Rettungsdienst bis hin zu Hygiene im Gesundheitsbereich.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Ausbilder/in für Erste Hilfe zu absolvieren.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sanitäts-, Rettungswesen erwerben.

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und EmpfehlungenRegelung auf BundesebeneGesetz zum Schutz der arbeitenden Jugend (Jugendarbeitsschutzgesetz - JArbSchG) vom 12.04.1976 (BGBl. I S. 965), zuletzt geändert durch Artikel 53 des Gesetzes vom 23.10.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 323)Regelungen auf LandesebeneBayerische Rettungssanitäterverordnung (BayRettSanV) vom 23.04.2015 (Bay.GVBl. S. 134), geändert durch Verordnung vom 26.03.2019 (Bay.GVBl. S. 98)Hamburgische Verordnung über die Ausbildung und Prüfung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern (Hamburgische Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter - HmbAPORettSan) vom 27.06.2023 (HmbGVBl. S. 222)Hessische Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter (APORettSan) vom 01.10.2021 (Hess.GVBl. S. 662), zuletzt geändert durch Artikel 69 der Verordnung vom 16.12.2025 (Hess.GVBl. Nr. 110)Verordnung zur Ausbildung und Prüfung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern (Ausbildungs- und Prüfungsverordnung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern - RettSanAPrV M-V) vom 11.02.2025 (GVOBl. M-V S. 98), berichtigt am 04.03.2025 (GVOBl. M-V S. 110)Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter (APVO-RettSan) vom 22.06.2021 (Nds. GVBl. S. 400), geändert durch Verordnung vom 15.02.2023 (Nds. GVBl. S. 16)Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter sowie Rettungshelferinnen und Rettun...

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Vorausgesetzt wird in einzelnen Bundesländern mindestens ein Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.Darüber hinaus wird für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung je nach Bundesland z.B. gefordert: Mindestalter von 18 JahrenFührungszeugnisNachweis der gesundheitlichen und körperlichen Eignung durch ein ärztliches Attest Bescheinigung über einen Erste-Hilfe-LehrgangJugendliche unter 18 Jahren müssen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.Rettungshelfer/innen, die den verkürzten Aufbaulehrgang zum Rettungssanitäter/zur Rettungssanitäterin als Weiterbildung absolvieren wollen, müssen zusätzlich ein Zeugnis über den Abschluss als Rettungshelfer/in vorlegen, das nicht älter als 2 Jahre sein darf.Ein Nachweis über den Masernschutz ist für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf? Rettungssanitäter/innen fahren bei einem Rettungseinsatz den Rettungs- oder Notarztwagen. Sie unterstützen Notfallsanitäter/innen bei der Versorgung von Notfallpatienten bis zur Übernahme der Behandlung durch den Notarzt oder die Notärztin. Während des Transports zum Krankenhaus beobachten sie lebenswichtige Körperfunktionen von Verletzten und erhalten die Funktionen aufrecht. Neben Notfalleinsätzen führen sie Krankentransporte und Patientenfahrdienste durch. Als verantwortliche Beifahrer/innen betreuen sie die Patienten unterwegs. Nach einem Einsatz säubern und desinfizieren Rettungssanitäter/innen die Fahrzeuge und das Rettungsmaterial und stellen die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge sicher. Sie dokumentieren Rettungseinsätze oder Krankentransporte in Einsatzberichten und Notfallprotokollen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Rettungssanitäter/innen finden Beschäftigung in erster Liniebei Rettungs- und Krankentransportdienstenbei städtischen FeuerwehrenArbeitsorte:Rettungssanitäter/innen arbeiten in erster Liniein Rettungs-, Notarzt- oder Krankentransportwagenan wechselnden Einsatzorten (z.B. Privatwohnungen, Straßen und Autobahnen, Sportplätze)in der Rettungsleitstelle oder Einsatzzentralein der RettungswacheWelche Vorbildung wird erwartet?Vorausgesetzt wird in einzelnen Bundesländern mindestens ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.Darüber hinaus werden z.B. ein Mindestalter, ein Führungszeugnis, ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung sowie eine Bescheinigung über einen Erste-Hilfe-Lehrgang verlangt. Worauf kommt es an?Anforderungen: Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. beim Versorgen von Patienten, bei Einsatzfahrten)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Durchführen der Ersten Hilfe am Einsatzort, beim Vorbereiten des Rettungsfahrzeugs) Einfühlungsvermögen (z.B. beim Betreuen von Patienten am Einsatzort und während des Transports) Psychische Stabilität (z.B. bei der Konfrontation mit schweren Verletzungen oder dem Tod von Unfallopfern)Gute körperliche Konstitution (z.B. Patienten auf Tragen heben und zum Einsatzfahrzeug transportieren)Schulfächer:Chemie (z.B. um Wirkungsweise von Medikamenten zu verstehen)Biologie (z.B. um Störungen der Vitalfunktionen zu verstehen)Physik (z.B. um Rettungsfahrzeuge vorzubereiten)Deutsch (z.B. um Einsätze korrekt zu dokumentieren)Mathematik (z.B. um Medikamentendosierungen zu berechnen)Psychologie (z.B. um in Stresssituationen empathisch mit Patienten/Patientinnen umzugehen)Sport (z.B. um Patienten/Patientinnen zum Einsatzfahrzeug zu transportieren)Was verdient man in der Ausbildung?Während der Aus- bzw. Weiterbildung erhält man keine Vergütung. Gegebenenfalls fallen Kosten an, z.B. Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren.

Ist Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin in Deutschland typischerweise?

Rettungssanitäter/innen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sindbei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung (i.d.R. staatlich anerkannte Ausbildungsstätten für den Rettungsdienst)bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheitenim Praktikum: Rettungswachen, Krankenhäuser

Wie hoch ist das typische Gehalt für Rettungssanitäter/Rettungssanitäterin in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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