Zum Inhalt springen

Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte

Rechtsschutzbeauftragte/r

Grundberuf Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 73183

Was ist Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte?

Rechtsschutzbeauftragte sind Fachleute, die in Deutschland Mitgliedern verschiedener Vereine, Verbände und öffentlicher Einrichtungen Informationen und Beratung in rechtlichen Angelegenheiten bieten. Dieser Beruf ist ein grundlegender Beruf, der die Bereiche Recht und Wirtschaft umfasst.

Zu den Hauptaufgaben dieser Fachleute gehören die Beratung und Unterstützung bei rechtlichen Problemen, die sich aus Dienstleistungsbeziehungen ergeben, sowie die Klärung berufsgruppenspezifischer rechtlicher Probleme. Darüber hinaus erläutern sie detailliert die rechtlichen Konsequenzen von Arbeitsunfällen, die während der Ausübung der Tätigkeit auftreten, für Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Sie prüfen sorgfältig Anträge auf Rechtsschutz und leiten diese zur Gewährung des Schutzes an die zuständigen Vorstände oder Behörden weiter. In der öffentlichen Verwaltung gehört es auch zu ihren Aufgaben, die strikte Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu überwachen, die rechtliche Umsetzbarkeit von Forderungen zu prüfen sowie Rechtsfälle zu dokumentieren und zu verwalten. Ihre Arbeitsumgebung sind in der Regel Büros und Besprechungsräume; unter den heutigen Bedingungen können sie jedoch bei Bedarf auch von zu Hause oder mobil arbeiten.

Für diesen Beruf ist in Deutschland in der Regel ein Hochschulstudium (Studium) im Bereich der Rechtswissenschaften oder eine darauf aufbauende weiterführende

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Arbeit und RechtEuropäisches JustizportalGewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR)Versicherungsrecht (VersR)Zeitschrift für Versicherungswesen

Trends

Künstliche Intelligenz (KI) im RechtsbereichDie Digitalisierung im Rechtsbereich ist noch in der Entwicklung. Dennoch unterstützen moderne Technologien bereits Fachkräfte bei der Automatisierung einfacher juristischer Standardfälle oder bei der Erstellung einfacher Verträge. Doch in Kernaufgaben wie z.B. der Rechtsprechung ist Legal Tech noch schwer vorstellbar: Es sind nach wie vor Menschen, die gerichtliche Entscheidungen treffen. Nichtsdestotrotz sollten sich Juristen und Juristinnen in Zukunft darauf einstellen, dass sich der Rechtsmarkt durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Legal Tech verändern könnte.

Arbeitsorte

Rechtschutzbeauftragte arbeiten meistin Büro- und BesprechungsräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:Kundenberatung, -betreuungRechtswissenschaftenÜberwachungsaufgabenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:DatenschutzRechtsvertretungVereins/-VerbandsorganisationWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Rechtsgebiete"

Arbeitssituation

Rechtsschutzbeauftragte beraten ihre Klienten kompetent auf den jeweiligen juristischen Gebieten und wenden dabei ihr fundiertes Fachwissen an, das sie stets aktuell halten. Im Umgang mit Kunden sind sie freundlich und sachlich und stellen komplizierte rechtliche Sachverhalte verständlich dar. Schwierige Rechtsfragen klären sie mit Gespür für Analyse und Problemlösung.Der Arbeitsalltag von Rechtsschutzbeauftragten spielt sich im Wesentlichen in Büro- und Besprechungsräumen ab. Gelegentlich fallen auch Außentermine mit Kunden an.

Existenzgründung

Rechtsschutzbeauftragte können sich z.B. mit einer Anwaltspraxis im Bereich der Rechtsschutzberatung selbstständig machen. Sie benötigen dazu die Erlaubnis für außergerichtliche Rechtsberatung.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.279 € bis 6.594 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Öffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung, hier: Behörden aller ArtWirtschafts-, Berufsverbände, GewerkschaftenWirtschafts- und Arbeitgeberverbände, BerufsorganisationenPolitische Parteien, Verbände, OrganisationenVerbraucherorganisationenAlle anderen Interessenvertretungen und Vereinigungen a. n. g.Politische Parteien und Vereinigungen

Zugang zur Tätigkeit

Arbeitgebende erwarten i.d.R. ein Studium, meistens im Bereich Rechtswissenschaft, oder eine darauf aufbauende Weiterbildung.

Zugangsstudienfächer

Öffentliches Recht (grundständig)Öffentliches Recht (weiterführend)Rechtswissenschaft (Erste juristische Prüfung)Rechtswissenschaft (grundständig außer Erste juristische Prüfung)Rechtswissenschaft (weiterführend)Wirtschaftsrecht (grundständig)Wirtschaftsrecht (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Rechtschutzbeauftragte finden Beschäftigung bei Behörden aller Artbei Innungen, Industrie- und Handelskammern sowie bei Handwerkskammernbei Arbeitgeberverbändenbei Gewerkschaften bei Verbraucherorganisationen

Die Tätigkeit im Überblick

Rechtschutzbeauftragte geben Auskünfte in Rechtsfragen und beraten Mitglieder und Mitgliederinnen von Verbänden, Vereinigungen und Behörden.

Stellen- und Bewerberbörsen

beck-stellenmarktDIHKInteramt.deKarriere-Jurapublicjobs.chStellenblatt.deTalentRocket Juratotallylegal

Verbände und Organisationen

Bundesverband Deutscher Rechtsbeistände/ Rechtsdienstleister e.V.ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Beachtung vielfältiger Vorschriften und gesetzlicher Vorgaben (z.B. sich in die jeweilige Rechtslage einarbeiten, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen überwachen)Kundenkontakt (Rechtsberatung und Rechtsauskunft erteilen)Bildschirmarbeit (z.B. das Internet zur Recherche nutzen)Arbeit in Büroräumen

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Unterlagen, z.B.: Rechtsschutzvorschriften, Gesetzes- und Urteilssammlungen, Gesetzeskommentare, Unfallberichte, GutachtenDatenverwaltungssysteme, z.B.: RechtsdatenbankenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Videokonferenztools

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Rechtsschutzbeauftragte unterstützen z.B. Verbände und Vereine in Rechtsfragen. Sie beraten auch bei Rechtsproblemen, die mit einem Dienstverhältnis zusammenhängen. Dabei erklären sie die rechtlichen Sachverhalte so, dass sie für Laien gut verständlich sind.In der öffentlichen Verwaltung überwachen sie z.B. die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Fachanwalt/Fachanwältin

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht oder Öffentliche Verwaltung).Darüber hinaus kann sich der Trend, Künstliche Intelligenz z.B. zur Untersuchung und Auswertung juristischer Texte einzusetzen, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Rechtsschutzbeauftragte entwickeln.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich durch ein weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Öffentliches Recht).Nach ihrem Studienabschluss können Rechtsschutzbeauftragte zudem eine Weiterbildung z.B. als Fachanwalt/Fachanwältin absolvieren.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

bei Rechtsproblemen im dienstlichen Umfeld beraten und unterstützenRechtsprobleme klären, z.B. berufsgruppenspezifische Probleme bei Arbeitsunfällen während der Dienstzeit rechtliche Folgen für Arbeitgebende oder Beschäftigte erläuternRechtsschutzanträge prüfen und zur Gewährung des Rechtsschutzes weiterleiten, z.B. an den VorstandBehörden, Verbände und Vereine rechtlich beratenin der öffentlichen Verwaltung über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen wachen rechtliche Durchsetzbarkeit von Anliegen überprüfenRechtsfälle dokumentieren und verwalten

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Rechtschutzbeauftragte/r an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Jurist/JuristinWirtschaftsjurist/Wirtschaftsjuristinfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Jurist/Juristin - EuroparechtJurist/Juristin - InformationsrechtJurist/Juristin - öffentliches RechtJurist/Juristin - SozialrechtEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte in Deutschland?

Rechtsschutzbeauftragte sind Fachleute, die in Deutschland Mitgliedern verschiedener Vereine, Verbände und öffentlicher Einrichtungen Informationen und Beratung in rechtlichen Angelegenheiten bieten. Dieser Beruf ist ein grundlegender Beruf, der die Bereiche Recht und Wirtschaft umfasst.

Zu den Hauptaufgaben dieser Fachleute gehören die Beratung und Unterstützung bei rechtlichen Problemen, die sich aus Dienstleistungsbeziehungen ergeben, sowie die Klärung berufsgruppenspezifischer rechtlicher Probleme. Darüber hinaus erläutern sie detailliert die rechtlichen Konsequenzen von Arbeitsunfällen, die während der Ausübung der Tätigkeit auftreten, für Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Sie prüfen sorgfältig Anträge auf Rechtsschutz und leiten diese zur Gewährung des Schutzes an die zuständigen Vorstände oder Behörden weiter. In der öffentlichen Verwaltung gehört es auch zu ihren Aufgaben, die strikte Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu überwachen, die rechtliche Umsetzbarkeit von Forderungen zu prüfen sowie Rechtsfälle zu dokumentieren und zu verwalten. Ihre Arbeitsumgebung sind in der Regel Büros und Besprechungsräume; unter den heutigen Bedingungen können sie jedoch bei Bedarf auch von zu Hause oder mobil arbeiten.

Für diesen Beruf ist in Deutschland in der Regel ein Hochschulstudium (Studium) im Bereich der Rechtswissenschaften oder eine darauf aufbauende weiterführende

Ist Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte qualifiziert werden?

Arbeitgebende erwarten i.d.R. ein Studium, meistens im Bereich Rechtswissenschaft, oder eine darauf aufbauende Weiterbildung.

Wo arbeiten Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte in Deutschland typischerweise?

Rechtschutzbeauftragte arbeiten meistin Büro- und BesprechungsräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Rechtsschutzbeauftragter/Rechtsschutzbeauftragte in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.279 € bis 6.594 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.