Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte
Rechtsanwaltsfachangestellte/r
Was ist Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Rechtswesen (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Rechtsanwaltsfachangestellte werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Rechtsanwaltskanzleien): Büroräume mit BildschirmarbeitsplätzenBerufsschule: Unterrichtsräume
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im Rechtswesen (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Rechtsanwaltsfachangestellte vereinbaren Besprechungstermine mit Mandanten und führen Akten und Register sowie Termin-, Fristen- und Wiedervorlagekalender. Sie fertigen Schriftsätze an, beispielsweise für Zivil- und Strafprozesse oder Miet- und Arbeitsgerichtsstreitigkeiten. Zudem berechnen sie Forderungen und bereiten Schriftstücke für Mahnverfahren und Zwangsvollstreckungen vor. Darüber hinaus berechnen sie Gebühren, stellen Rechnungen, überwachen und verbuchen Zahlungseingänge und bearbeiten die Korrespondenz.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Rechtsanwaltsfachangestellte finden Beschäftigung in erster Linie in Rechtsanwaltskanzleien.Arbeitsorte:Rechtsanwaltsfachangestellte arbeiten in erster Liniein BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [8.0%]8mittlerer Bildungsabschluss [57.0%]57Hochschulreife [32.0%]32Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erst...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungRechtsanwaltsfachangestellte/rBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Rechtsanwaltsfachangestellte vereinbaren Besprechungstermine mit Mandanten und führen Akten und Register sowie Termin-, Fristen- und Wiedervorlagekalender. Sie fertigen Schriftsätze an, beispielsweise für Zivil- und Strafprozesse oder Miet- und Arbeitsgerichtsstreitigkeiten. Zudem berechnen sie Forderungen und bereiten Schriftstücke für Mahnverfahren und Zwangsvollstreckungen vor. Darüber hinaus berechnen sie Gebühren, stellen Rechnungen, überwachen und verbuchen Zahlungseingänge und bearbeiten die Korrespondenz.Wo arbeitet man?Rechtsanwaltsfachangestellte finden Beschäftigung in erster Linie in Rechtsanwaltskanzleien.WeitereBerufe im Büro und SekretariatBerufe rund um Recht und Verwaltung
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Mandanten- oder BeteiligtenbetreuungBüro- und ArbeitsorganisationRechnungswesen und -kontrolleGesetze und Verordnungen in der Rechtspflegezivilrechtliches MandatVergütung und Kosten im zivilrechtlichen MandatAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Beruf und Ausbildungsbetrieb präsentierenArbeitsabläufe im Team organisierenschuldrechtliche Regelungen bei der Vorbereitung und Abwicklung von Verträgen anwendenAnsprüche außergerichtlich geltend machenZwischenprüfung am Anfang des 2. Ausbildungsjahres2. und 3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. Ausbildungsjahrzwangsvollstreckungsrechtliches MandatZahlungsverkehrAusbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:2. Ausbildungsjahr:Aufgaben im Personalbereich wahrnehmenGeschäftsprozesse erfassen, kontrollieren und bewertenwirtschaftliche Einflüsse auf betriebliche Entscheidungen beurteilensachenrechtliche Regelungen bei der Auftragsbearbeitung anwendenAufgaben im gerichtlichen Mahnwesen selbstständig bearbeitendas zivilrechtliche Mandat im erstinstanzlichen Verfahren bearbeiten3. Ausbildungsjahr:Rechtsbehelfs- und Rechtsmittelverfahren begleitenVorgänge in der Zwangsvollstreckung bearbeitenin familien- und erbrechtlich...
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Gespräche adressatenorientiert führt und auf Mandanten- oder Beteiligtenverhalten angemessen reagiertwelche rechtlichen Voraussetzungen zur Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr zu beachten sindwie man betriebliche Berechnungen unter Berücksichtigung des kaufmännischen Rechnens durchführt, insbesondere Prozent- und Zinsberechnungenwie die Grundlagen des grenzüberschreitenden Rechtsverkehrs zu unterscheiden und zu berücksichtigen sindwie man Mahn- und Kündigungsschreiben entwirftwie man den Mandanten den Ablauf eines zivilrechtlichen Verfahrens erläutert, auch in englischer Sprache, und entsprechende Maßnahmen einleitetwie Auszüge aus Schuldnerverzeichnissen eingeholt werdenwie Vergütungsvereinbarungen entworfen und Honorare abgerechnet werdenwie man Gerichtskostenvorschüsse zu verschiedenen Verfahrensarten berechnetwie man Zahlungsvorgänge abwickelt, überwacht, kontrolliert und dokumentiertDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Aufgaben im gerichtlichen Mahnwesen selbstständig bearbeiten)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Schriftverkehr führen, Termine vereinbaren, Akten anlegenUmgebung: Bildschirmarbeit in Büroräumen, KundenverkehrAnforderungen:Organisatorische Fähigkeiten und Flexibilität (z.B. beim Vereinbaren von Terminen mit Mandanten, beim Einstellen auf die Anliegen unterschiedlicher Mandanten)Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Einhalten von Fristen und Gerichtsterminen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen)Mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen (z.B. im Kontakt mit Mandanten, beim Korrespondieren mit Mandanten)Kundenorientierung (z.B. Eingehen auf die Bedürfnisse der Mandanten, z.B. bei Vertretungsaufträgen für einen Rechtsstreit)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Rechtsanwaltskanzleien (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 958 €2. Ausbildungsjahr: 1.089 €3. Ausbildungsjahr: 1.189 €Quelle:Bundesrechtsanwaltskammer (Empfehlung), Stand Januar 2026Die Empfehlung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Wirtschaft/Recht: z.B. um Mandanten/Mandantinnen in Rechtsangelegenheiten zu informierenDeutsch: z.B. um Verträge und Schriftstücke fehlerfrei zu formulierenMathematik: z.B. um Kosten und Zinsen zu berechnenEnglisch: z.B. um englischsprachige Auskünfte erteilen und einholen zu können
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte/r an:Bereich Recht und VerwaltungRechtsanwalts- und Notarfachangestellter/Rechtsanwalts- und NotarfachangestellteNotarfachangestellter/NotarfachangestelltePatentanwaltsfachangestellter/PatentanwaltsfachangestellteJustizfachangestellter/JustizfachangestellteGemeinsamkeit:Schriftsätze vorbereiten, Akten führen und Mandanten betreuen bzw. Auskünfte erteilenBereich Büro und SekretariatSteuerfachangestellter/SteuerfachangestellteKaufmann/Kauffrau für BüromanagementGemeinsamkeit:Schriftverkehr erledigen, Termine überwachen und Kunden bzw. Mandanten betreuen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1971:Erstmalige Anerkennung des Berufs Rechtsanwaltsgehilfe/-gehilfin1987:Staatliche Anerkennung des Berufs Rechtsanwaltsfachangestellte/r1995:Aufhebung des Vorläuferberufs Rechtsanwaltsgehilfe/Rechtsanwaltsgehilfin 2015:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung für die Berufe Rechtsanwaltsfachangestellte/r, Notarfachangestellte/r, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r, Patentanwaltsfachangestellte/r. Die ReNoPat-Ausbildungsordnung berücksichtigt u.a. verstärkt Aspekte wie Mandantenbetreuung, elektronischer sowie grenzüberschreitender Rechtsverkehr.2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Rechtsanwaltsfachangestellte/r ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Rechtswesen (Ausbildungsbereich Freie Berufe).
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungRechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Rechtsanwaltsfachangestellte vor allem in Rechtsanwaltskanzleien.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Finanz- und Rechnungswesen bis hin zu Büro und Sekretariat.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Rechtsfachwirt/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Rechtswissenschaft erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Sekretariatsservice für Anwaltskanzleien.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 1.941 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 57 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 32 Prozent besaßen die Hochschulreife. 8 Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, 1 Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [8.0%]8mittlerer Bildungsabschluss [57.0%]57Hochschulreife [32.0%]32Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildungen zum Rechtsanwaltsfachangestellten und zur Rechtsanwaltsfachangestellten, zum Notarfachangestellten und zur Notarfachangestellten, zum Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten sowie zum Patentanwaltsfachangestellten und zur Patentanwaltsfachangestellten (ReNoPat-Ausbildungsverordnung - ReNoPatAusbV) vom 29.08.2014 (BGBl. I S. 1490), geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 24.06.2022 (BGBl. I S. 959)Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe Rechtsanwaltsfachangestellter und Rechtsanwaltsfachangestellte, Notarfachangestellter und Notarfachangestellte, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter und Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, Patentanwaltsfachangestellter und Patentanwaltsfachangestellte (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 27.06.2014)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Rechtsanwaltsfachangestellte vereinbaren Besprechungstermine mit Mandanten und führen Akten und Register sowie Termin-, Fristen- und Wiedervorlagekalender. Sie fertigen Schriftsätze an, beispielsweise für Zivil- und Strafprozesse oder Miet- und Arbeitsgerichtsstreitigkeiten. Zudem berechnen sie Forderungen und bereiten Schriftstücke für Mahnverfahren und Zwangsvollstreckungen vor. Darüber hinaus berechnen sie Gebühren, stellen Rechnungen, überwachen und verbuchen Zahlungseingänge und bearbeiten die Korrespondenz.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Rechtsanwaltsfachangestellte finden Beschäftigung in erster Linie in Rechtsanwaltskanzleien.Arbeitsorte:Rechtsanwaltsfachangestellte arbeiten in erster Liniein BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [1.0%]Hauptschulabschluss* [8.0%]8mittlerer Bildungsabschluss [57.0%]57Hochschulreife [32.0%]32Sonstige [2.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Organisatorische Fähigkeiten und Flexibilität (z.B. beim Vereinbaren von Terminen mit Mandanten, beim Einstellen auf die Anliegen unterschiedlicher Mandanten)Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Einhalten von Fristen und Gerichtsterminen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen)Mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen (z.B. im Kontakt mit Mandanten, beim Korrespondieren mit Mandanten)Kundenorientierung (z.B. Eingehen auf die Bedürfnisse der Mandanten, z.B. bei Vertretungsaufträgen für einen Rechtsstreit)Schulfächer:Wirtschaft/Recht (z.B. um Mandanten/Mandantinnen in Rechtsangelegenheiten zu informieren)Deutsch (z.B. um Verträge und Schriftstücke fehlerfrei zu formulieren)Mathematik (z.B. um Kosten und Zinsen zu berechnen)Englisch (z.B. um englischsprachige Auskünfte erteilen und einholen zu können)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 958 €2. Ausbildungsjahr: 1.089 €3. Ausbildungsjahr: 1.189 €
Ist Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte in Deutschland typischerweise? ▼
Rechtsanwaltsfachangestellte werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Rechtsanwaltskanzleien): Büroräume mit BildschirmarbeitsplätzenBerufsschule: Unterrichtsräume
Wie hoch ist das typische Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellter/Rechtsanwaltsfachangestellte in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.