Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin
Pflegewissenschaftler/in
Was ist Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin?
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Medien
Ausbildungsoffensive Pflege (2019 - 2023) Zweiter BerichtBedingungen digitalen Lernens in der Altenpflege am Beispiel der TechnikbereitschaftBKK Gesundheitsreport 2025Digitalisierung in der Pflege. Wie intelligente Technologien die Arbeit professionell Pflegender verändernGesundheit-studieren.com - Der Wegweiser zu deinem StudiumHeilberufeScienceMonitoring zur Umsetzung der Pflegeausbildungen - Ergebnisse der ersten Erhebungswelle 2022/2023 aus dem BIBB-PflegepanelOnline-Ratgeber PflegePflegePflege & Gesellschaft (P&G)Pflege-Report 2024 - Ankunft der Babyboomer: Herausforderungen für die PflegePflegewissenschaftPflegezeitschriftQualifizierungskonzept "TransCareKult". Ein Materialband für Trainer/innen in Gesundheitsberufen
▶ Trends
Big Data in der WissenschaftForschende in verschiedenen Fachbereichen können durch Big Data große Datensätze auswerten. Sie können z.B. in der medizinischen Forschung Risikofaktoren für Krankheiten identifizieren oder komplexe Interaktionen zwischen Proteinen in Medikamenten aufdecken. Auf der Grundlage umfangreicher Datenanalysen treffen sie dann fundierte Entscheidungen. So ermöglicht es Big Data, bei der Erforschung neuer Technologien effizienter zu arbeiten, bessere Produkte zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen müssen sich mit dieser Methodik auseinandersetzen, um relevante Informationen herausfiltern und auswerten zu können.Soft Robotik in der MedizinSoft Robotik ist ein Forschungsgebiet, das sich mit der Entwicklung von Robotern aus weichen, flexiblen Materialien befasst. Weiche Roboter bestehen z.B. aus Gummi oder Silikon. Sie stehen im starken Gegensatz zu anderen Robotern aus starren Materialien. Forscherteams konnten bereits biologisch abbaubare, künstliche Muskeln erzeugen, die sich ausdehnen und zusammenziehen. In der Medizin kann Soft Robotik eingesetzt werden, um Medikamente präzise zu verabreichen. In der Pflege und im Bereich der Rehabilitation können weiche Serviceroboter Menschen im Alltag unterstützen. Beschäftigte aus den Bereichen Medizintechnik, Pflege und Rehabilitation werden sich mit diesem Trend auseinandersetzen.Digitalisierung in der PflegeDie stationäre und ambulante Pflege wird immer digitaler un...
▶ Interessen
Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. bedarfsgerechtes Weiterentwickeln von Pflegekonzepten für eine Klinikz.B. Konzipieren von Maßnahmen der Qualitätssicherung für Pflegestandardsz.B. Erforschen der Entstehung von PflegebedürftigkeitInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Organisieren und Koordinieren der Pflegeplanungz.B. Verfassen von Jahresberichten für den PflegedienstInteresse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. Unterrichten in der pflegerischen Aus- und Weiterbildung
▶ Arbeitsorte
Pflegewissenschaftler und Pflegewissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Schulungs- und Unterrichtsräumen, in Hörsälenin Patientenzimmern oder Untersuchungs- und Behandlungsräumenim Homeoffice bzw. mobil
▶ Kompetenzen
Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:AbrechnungGeriatrie, Gerontologie (Pflege, Assistenz)Gesundheitsplanung, -managementGesundheitsvorsorge (Prävention)KalkulationPflege-, MedizinpädagogikPflegedokumentationPflegemanagementPflegeorganisationPflegewissenschaftenQualitätsmanagementTherapie- und PflegeroboterWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Altentherapie, GerontotherapieArbeits-, Betriebs-, OrganisationspsychologieBetriebswirtschaftslehreDidaktikDisease-Management-Programme (DMP)Elektronische Pflegedokumentation - ePDFachpublikationen erstellenForschungGesundheitsökonomieGesundheitspolitikKosten- und LeistungsrechnungKrankenhausmanagement, -ökonomieKundenberatung, -betreuungLehrtätigkeit (Hochschule)Öffentliches GesundheitswesenPersonalwesenPflegeberatungSozialmanagementTelemedizinVortragstätigkeitWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Gesundheitsverwaltungs- und Praxissoftware"
▶ Digitalisierung
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Pflegewissenschaftler/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Dienstpläne und Pflegekonzepte erstellen)E-Invoicing (z.B. Pflegesätze mit Krankenkassen und anderen Leistungsträgern abrechnen)Elektronische Pflegedokumentation - ePD (z.B. die elektronische Pflegedokumentation kontrollieren)Exoskelette (z.B. an der Entwicklung von Exoskeletten für Pflegefachkräfte mitwirken)Open Data (z.B. Open Data für eigene Untersuchungen nutzen)Telecare (z.B. an der Entwicklung von Telecare-Systemen und -Prozessen mitwirken)Therapie- und Pflegeroboter (z.B. an der Entwicklung von Robotern mit kommunikativen und therapeutischen Funktionen mitwirken)
▶ Arbeitssituation
Pflegewissenschaftler/innen tragen Verantwortung für die fachgerechte Pflege in Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen und Pflegeheimen. Sie benötigen Pflegefachwissen und Organisationstalent sowie pädagogische und psychologische Fähigkeiten, um Pflegekonzepte auszuarbeiten und Pflegepläne aufzustellen. Sie kennen die pflegerechtlichen und sozialrechtlichen Bedingungen der Pflege und wenden diese an. Gleichzeitig achten sie auf die Kosten. Führungskompetenzen und pädagogisches Geschick beweisen sie, wenn sie Aufgaben an Mitarbeiter/innen übertragen und diese anleiten oder aus- und weiterbilden. Kommunikationsstärke und Durchsetzungsvermögen sind bei der Teamleitung ebenso gefragt wie bei der Abstimmung mit anderen Fachkräften, der Geschäftsleitung, Ärzten bzw. Ärztinnen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Gesundheitsbehörden. Wenn plötzlich Komplikationen bei Patienten auftreten, bewahren Pflegewissenschaftler/innen Ruhe, handeln umsichtig und treffen schnell fachlich richtige Entscheidungen. Im Umgang mit pflegebedürftigen Personen - alten Menschen, Kranken, Kindern usw. - gehen sie einfühlsam auf deren Bedürfnisse ein, wahren aber dennoch professionelle Distanz.Pflegewissenschaftler/innen erstellen im Büro am Computer Dienstpläne oder Jahresberichte. Für die organisatorischen Aufgaben sind E-Mail, Telefon und Telefax unverzichtbar. Mit spezieller Software dokumentieren sie die Pflegemaßnahmen und rechnen die Kosten ab. Für Teambesprechungen sowie Schulungen od...
▶ Existenzgründung
Pflegewissenschaftler und Pflegewissenschaftlerinnen können sich z.B. mit einem ambulanten Pflege- und Sozialdienst selbstständig machen.
▶ Verdienst/Einkommen
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.048 € bis 6.097 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Branchen im Einzelnen
GesundheitswesenKrankenhäuserAmbulante Pflegedienste, z.B. Pflege- und BetreuungsdiensteSonstiges Gesundheitswesen a. n. g., z.B. Erbringung von Beratungs-, Informations-, Servicedienstleistungen im GesundheitsbereichSozialwesenPflegeheimeSeniorenwohnheime und Wohnheime für Menschen mit BehinderungSonstige soziale Beratungsdienste, z.B. Caritas, DiakonieSonstiges Sozialwesen a. n. g. (ohne Jugendarbeit und soziale Beratungsdienste), z.B. SozialstationenÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung des Gesundheitswesens, z.B. kommunale Einrichtungen im Bereich der Pflege wie z.B. PflegestützpunktePolitische Parteien, Verbände, OrganisationenAlle anderen Interessenvertretungen und Vereinigungen a. n. g., z.B. Verbände der SozialversicherungsträgerHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenFachhochschulen, Duale Hochschulen, VerwaltungsfachhochschulenBerufsbildende SchulenBerufsbildende weiterführende SchulenPostsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des GesundheitswesensPostsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des Sozialwesens
▶ Zugang zur Tätigkeit
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Pflegemanagement, -wissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
▶ Zugangsstudienfächer
Pflegemanagement, -wissenschaft (grundständig)Pflegemanagement, -wissenschaft (weiterführend)
▶ Arbeitsbereiche/Branchen
Pflegewissenschaftler und Pflegewissenschaftlerinnen finden Beschäftigung z.B.in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, z.B. in Kliniken oder Alten- und Pflegeheimenin kommunalen Einrichtungen im Bereich der Pflegebei Sozial- und Wohlfahrtsverbändenbei Verbänden der Sozialversicherungsträgeran Hochschulenan Pflegeschulen
▶ Tätigkeitsbezeichnungen
Pflegewissenschaftler/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheCare manager (m/f)
▶ Sonstige Zugangsbedingungen
Beschäftigte in Gemeinschafts- und medizinischen Einrichtungen müssen gemäß Infektionsschutzgesetz ihre Masernimpfung oder -immunität nachweisen, wenn sie nach 1970 geboren sind.
▶ Arbeits- und Sozialverhalten
Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten und zupackenden Übernahme von Planungs-, Organisations- und Führungsaufgaben im Pflegemanagement)Sorgfalt (z.B. genaues und fehlerfreies Arbeiten beim Abrechnen von Pflegesätzen mit Krankenkassen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. Überwachen der Einhaltung von Pflegestandards in der Pflegeeinrichtung, um die Gesundheit der Patienten wiederherzustellen oder zu erhalten)Entscheidungsfähigkeit (z.B. sicheres und schnelles Entscheiden bei erforderlichen Änderungen im Ablauf auf der Pflegestation)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln von Pflege- und Betreuungskonzepten und Umsetzen von Pflegemodellen)Verschwiegenheit (z.B. Stillschweigen bewahren über persönliche und medizinische Daten der Patienten)Psychische Belastbarkeit (z.B. vielfältigen Anforderungen von Pflegebedürftigen, Pflegepersonal, Vorgesetzten aus der Geschäftsleitung, Ärzten und Ärztinnen sowie Gesundheitsbehörden gleichzeitig gerecht werden)Psychische Stabilität (z.B. zugewandtes Verhalten und gleichzeitige professionelle Distanz bei schwer oder...
▶ Die Tätigkeit im Überblick
Pflegewissenschaftler und Pflegewissenschaftlerinnen leiten Versorgungsbereiche in Kliniken, Pflegeheimen und anderen Pflegeeinrichtungen. Sie nehmen Experten- bzw. Gutachtertätigkeiten wahr und sind in der Pflegeforschung tätig.
▶ Stellen- und Bewerberbörsen
BibliomedPflegeBMJ CareersDeutsche PflegejobsGesundheit.JobsJobbörse GesundheitswirtschaftKU-Stellenmarktmedicaltopjobs.deMedidooMedische VacaturebankPflegejob.deSpringer Medizinvalmedi.deZeeuwse Zorgsector
▶ Verbände und Organisationen
AVG e.V. - AnbieterVerband qualitätsorientierter GesundheitspflegeeinrichtungenBerufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - DBfK Bundesverband e.V.Deutscher Pflegerat e.V. - DPRDeutscher Pflegeverband e.V. (DPV)Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. Standort Kölnver.di - Vereinte DienstleistungsgewerkschaftZentrum für Qualität in der Pflege (ZQP)
▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen
Verantwortung für Personen (z.B. Personalführung für einen Pflegebereich, Pflegedienst, eine Pflegeeinrichtung wahrnehmen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. Budget des Pflegedienstes überwachen)Umgang mit alten MenschenUmgang mit kranken und verletzten MenschenUmgang mit Menschen mit BehinderungenBildschirmarbeit (z.B. Gutachten nach aktueller Gesetzeslage für Krankenversicherungen erstellen, Pflegedokumentation)Arbeit in BüroräumenArbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen (z.B. Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen
▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten
Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Gesundheitsberatung, -förderungDiabetesassistent/DiabetesassistentinLehrtätigkeit an beruflichen/berufsbildenden SchulenLeiter/Leiterin einer PflegeschuleLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinSozial-, GesundheitsmanagementLeiter/Leiterin einer AltenpflegeeinrichtungSozialberatung, -arbeitFachberater/Fachberaterin für AltenhilfeWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel
Unterlagen, z.B.: Pflege- und Qualitätskonzepte, Dienstpläne, Pflegedokumentationen, Budget- und Haushaltspläne, Jahresberichte, Abrechnungsunterlagen, Gutachten, Lehrpläne, UnterrichtsmaterialienBüroausstattung und Präsentationsmittel, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Beamer, Flipchart
▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Pflegewissenschaftler und Pflegewissenschaftlerinnen arbeiten im Pflegemanagement und in der Pflegeforschung. Sie leiten die Pflegedienste von Kliniken oder Pflegeheimen, Einrichtungen der Tagespflege oder ambulante Pflegedienste. Außerdem entwickeln sie z.B. Pflegekonzepte und stellen Pflegedokumentationen sicher. Sie rechnen auch Pflegesätze mit Krankenkassen ab und erstellen als Sachverständige Gutachten zu Pflegegraden. In der Forschung analysieren und interpretieren sie wissenschaftliche Fragestellungen z.B. zu Pflegemodellen und veröffentlichen die Ergebnisse. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten eröffnen sich i.d.R. erst nach einem Masterstudium und einer Promotion.
▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)
Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Pflegemanagement, -pädagogik, Gesundheitsmanagement oder Forschung und Entwicklung).Darüber hinaus kann sich der Trend zur Digitalisierung der Pflege zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Pflegewissenschaftler/innen entwickeln.
▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)
Aufstiegsweiterbildung baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als Qualitätsbeauftragte/r im Gesundheits- und Sozialwesen).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Pflegemanagement, -wissenschaft, Gesundheitsmanagement, -ökonomie oder Medizin-, Pflegepädagogik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
PflegemanagementPflegeprozesse organisieren, z.B. Dienstpläne, Anweisungen, Pflegeplanung und -dokumentationPflegekonzepte entwickeln, Pflegemodelle umsetzen und Standards einhaltenRichtlinien zur Pflegequalität erstellen und deren Umsetzung kontrollierenPflegesatzverhandlungen führen und mit Krankenkassen abrechnenBudget und Wirtschaftlichkeit überwachen sowie an Haushalts- und Wirtschaftsplänen mitwirkenPflegedokumentation koordinieren, v.a. auch im Hinblick auf PflegeübergabenPersonalbedarf und -entwicklung planen, z.B. Personalentwicklungskonzepte erstellenPersonalführung im Pflegebereich, Pflegedienst oder in einer Pflegeeinrichtung wahrnehmenGutachten erstellen, z.B. für Krankenversicherungen oder zur Pflegequalität von EinrichtungenMaßnahmen zur Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements konzipieren und evaluierenWissenschaft und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirken, z.B. Fragestellungen zu Pflegemodellen oder -konzepten wissenschaftlich bearbeitenForschungsberichte verfassenVorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, Unterricht vor- und nachbereiten, ggf. Prüfungen abnehmen
▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)
Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Pflegewissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Sozial-, GesundheitsmanagementGesundheitsmanager/GesundheitsmanagerinPflegefachmann/Pflegefachfrau (Hochschule)Gemeinsamkeiten:in Einrichtungen des Gesundheits- oder Sozialwesens Managementaufgaben übernehmenFachkompetenz im Bereich Gesundheitsökonomie einsetzenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.
▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Pflegewissenschaftler/innen leiten pflegerische Versorgungsbereiche in Kliniken, Pflegeheimen und anderen Pflegeeinrichtungen, nehmen Experten- bzw. Gutachtertätigkeiten wahr und sind in der Pflegeforschung tätig.GesundheitsmanagementPflegewissenschaftler/innen sorgen dafür, dass alle Abläufe auf der Station, im Heim oder innerhalb eines ambulanten Pflegedienstes reibungslos funktionieren. Sie organisieren die Pflegeschichten, legen fest, nach welchen Richtlinien und Standards gepflegt wird, und achten darauf, dass diese eingehalten werden.Im Case-Management ermitteln sie den konkreten Hilfsbedarf für pflegebedürftige Personen und koordinieren die Zusammenarbeit der in die Pflege einbezogenen Personen und Institutionen, damit medizinische und soziale Dienstleistungen optimal aufeinander abgestimmt sind. Oder sie arbeiten an der Verbesserung des gesamten Versorgungssystems innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs. Pflegewissenschaftler/innen erstellen Pflegekonzepte, planen Budgets oder rechnen Pflegesätze mit den Krankenkassen und anderen Leistungsträgern ab. Als Experten bei Krankenversicherungen erstellen sie auf der Grundlage der aktuellen Gesetzeslage Gutachten, etwa zur Festlegung der Pflegegrade. Auch für juristische Verfahren, beispielsweise in Straf- und Entschädigungssachen, erstellen sie entsprechende Gutachten.Wissenschaftliche Forschung und LehreWie können Pflegekonzepte bedarfsgerecht (weiter)entwickelt werden? Welche Auswirkungen hat die demografisch...
▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten
Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.FähigkeitenBeobachtungsgenauigkeit (z.B. Beurteilen der stationären Abläufe hinsichtlich der Einhaltung von Pflegestandards)Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für aktuelle Pflegemodelle, Pflegetheorien und Pflegekonzepte)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Erstellen von Dienstplänen, Dienstanweisungen und Arbeitsanordnungen)Kenntnisse und FertigkeitenVerständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Rückfragen des Pflegepersonals und von Anliegen der Klienten/Klientinnen)Textverständnis (z.B. Lesen und Verstehen von pflegewissenschaftlicher Fachliteratur, Pflege- und Qualitätskonzepten)Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Erstellen von Gutachten, etwa zu Pflegeeinrichtungen und -leistungen)
▶ Charakteristische körperliche Anforderungen
Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Robuste Gesundheit (z.B. Kontakt mit kranken oder infizierten Menschen)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Pflegesatzverhandlungen führen und mit Krankenkassen abrechnen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. die Pflegedokumentation der Mitarbeiter überprüfen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Anliegen von medizinischem bzw. pflegerischem Personal anhören)(Intaktes) Belastbares Nervensystem (z.B. mit kranken und pflegebedürftigen Menschen umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen
Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Pflegewissenschaftler/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Fachberater/Fachberaterin für AltenhilfeLeiter/Leiterin einer AltenpflegeeinrichtungLeiter/Leiterin einer Pflegeschulein angrenzenden Berufen:Pflegedienstleiter/PflegedienstleiterinPflegepädagoge/Pflegepädagoginmit niedrigerem Qualifikationsniveau:Staatlich anerkannter Stationsleiter/Staatlich anerkannte Stationsleiterin in der Krankenpflege/Altenpflege oder KinderkrankenpflegeEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen
▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
Die Tätigkeit als Pflegewissenschaftler/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte
▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen
Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. Kontakt mit kranken oder infizierten Menschen)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Pflegesatzverhandlungen führen und mit Krankenkassen abrechnen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. die Pflegedokumentation der Mitarbeiter überprüfen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Anliegen von medizinischem bzw. pflegerischem Personal anhören)Schwere vegetative oder nervliche Erkrankungen (z.B. mit kranken und pflegebedürftigen Menschen umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.
▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)
Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Pflegewissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Sozial-, GesundheitsmanagementGesundheitsmanager/GesundheitsmanagerinPflegefachmann/Pflegefachfrau (Hochschule)Gemeinsamkeiten:in Einrichtungen des Gesundheits- oder Sozialwesens Managementaufgaben übernehmenFachkompetenz im Bereich Gesundheitsökonomie einsetzenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin in Deutschland? ▼
In Deutschland sind Pflegewissenschaftler Fachkräfte, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Pflegeeinrichtungen die Pflegebereiche leiten, als Experten und Gutachter tätig sind und Pflegestudien durchführen. Diese Fachkräfte arbeiten in den Bereichen Pflegemanagement und Pflegeforschung; sie leiten die Pflegeeinheiten von Kliniken, Alten- und Pflegeheimen, Tagespflegeeinrichtungen oder mobilen Pflegediensten. Zu ihren Aufgaben gehören die Entwicklung von Pflegekonzepten, die Implementierung von Pflegemodellen,
Ist Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.
Wie kann ich in Deutschland als Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin qualifiziert werden? ▼
Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Pflegemanagement, -wissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.
Wo arbeiten Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin in Deutschland typischerweise? ▼
Pflegewissenschaftler und Pflegewissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin BesprechungsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchin Schulungs- und Unterrichtsräumen, in Hörsälenin Patientenzimmern oder Untersuchungs- und Behandlungsräumenim Homeoffice bzw. mobil
Wie hoch ist das typische Gehalt für Pflegewissenschaftler/Pflegewissenschaftlerin in Deutschland? ▼
Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.048 € bis 6.097 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.