Zum Inhalt springen

Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin

Pädagogische/r Psychologe/Psychologin

Grundberuf Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 81614

Was ist Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin?

Pädagogische Psychologen in Deutschland analysieren die Psychologie des Denkens, Handelns und Fühlens von Menschen in bildungsbezogenen Situationen und beraten in psychologischen Fragen in Bereichen wie Bildung, Unterstützung, Unterricht und Lehre. Diese Profession

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

▶ Medien

Beruf und Berufung: PsychologieDiskurs Kindheits- und JugendforschungGehirn & Geistpsychologie.dePsychologie in Erziehung und UnterrichtPsychologie studierenPsychologische Rundschaurp Report PsychologieZeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische PsychologieZeitschrift für Pädagogische PsychologieZeitschrift für Psychologie

▶ Trends

Digitalisierung im BildungsbereichDie Digitalisierung verändert das Lernen in der Schule und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Digitale Elemente erweitern klassische Unterrichtskonzepte, Bildungsangebote finden zunehmend online oder in hybrider Form statt. Neue Lernformen wie Social Learning fördern die Zusammenarbeit von Lehrenden und Lernenden via Internet, z.B. mithilfe von Chats oder Mikroblogs. Über interaktive Tools können Lernende Inhalte an mobilen Endgeräten nutzen. Cloudbasierte Lernplattformen und Lern-Apps sowie personalisierte Lernangebote, die Inhalte an Vorkenntnisse und Lernerfolge anpassen oder spielerische Elemente in den Lernprozess integrieren (Gamification) erweitern das Angebot. Fach- und Führungskräfte im Bildungswesen werden die Entwicklungen in diesem Bereich verfolgen und in ihre Arbeit integrieren.

▶ Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Analysieren von Eltern-Kind-Interaktionen unter sozialpsychologischen Gesichtspunktenz.B. Diagnostizieren von Leistungspotenzialen und -hemmnissenz.B. Entwickeln von Konzepten zur Optimierung der Lernumgebung in der ErwachsenenbildungInteresse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. Umsetzen von Trainings- und Präventionskonzepten in der Berufsberatungz.B. Beraten über soziale oder persönliche Lerneinflüsse wie Prüfungsängste, Lernmotivation oder Burn-outInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Koordinieren der Aufnahme, Verlegung und Entlassung von Patienten

▶ Arbeitsorte

Pädagogische Psychologen und Psychologinnen arbeiten in erster Liniein Untersuchungs- und Behandlungsräumen, Sprechzimmernin Unterrichtsräumen und Klassenzimmernin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Hörsälen oder Seminarräumen (bei Lehrtätigkeit)

▶ Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Differentielle und PersönlichkeitspsychologieDokumentation (Erziehung)Dokumentation (soziale Arbeit)EntwicklungspsychologieErziehungswissenschaft, PädagogikIndikationPädagogische Psychologie, SchulpsychologiePsychologische DiagnostikSozialpsychologieWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AngehörigenberatungBildungsberatungCoachingDidaktikElternarbeitErziehungsberatungFachpublikationen erstellenForschungGesprächstherapieGutachter-, SachverständigentätigkeitKinder- und JugendlichentherapieKrisenintervention, NotfallpsychologieLehrtätigkeit (Hochschule)MediationSchulorganisation, SchulverwaltungSchulrechtSupervisionVerhaltenstherapieVortragstätigkeitWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Personengruppen"

▶ Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Pädagogische Psychologen und Psychologinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:Affective Computing (z.B. KI-Anwendungen, die menschliche Emotionen erkennen, einsetzen, um Leistungshemmnisse und -potenziale zu analysieren)Dokumentenmanagementsysteme - DMS (z.B. Forschungsergebnisse zu psychologischen Aspekten des Lernens und Lehrens dokumentieren)Game Based Learning (z.B. spielerische Elemente im Lehr- bzw. Lernkontext einsetzen)Lernplattformen und -Apps (z.B. cloudbasierte Lernplattformen konzipieren und einsetzen, um Lehr- und Lernsituationen zu optimieren)Predictive Analytics (z.B. mittels Datenauswertungen Vorhersagen treffen, welche Faktoren ein Lernumfeld positiv oder negativ beeinflussen)Therapie- und Pflegeroboter (z.B. Therapieroboter in Interventions-, Trainings- und Präventionskonzepte integrieren)Virtuelles Klassenzimmer (z.B. E-Learning-Anwendungen unterstützend in der Erwachsenenbildung einsetzen, um Lernschwierigkeiten zu bewältigen)

▶ Arbeitssituation

Pädagogische Psychologen und Psychologinnen tragen eine hohe Verantwortung für die Verbesserung der Lern- und Lehrsituationen ihrer Klienten. Bei Befunderhebungen, Behandlungen und Dokumentationsaufgaben ist eine sorgfältige und konzentrierte Arbeitsweise erforderlich. Im Gespräch mit Klienten und Angehörigen benötigen Pädagogische Psychologen und Psychologinnen Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zuzuhören. Sie bewahren dabei die notwendige innere Distanz, um Therapieverläufe objektiv beurteilen zu können. Da Therapien oft von nur kleinen Fortschritten, aber auch von Rückfällen gekennzeichnet sind, benötigen sie ein hohes Maß an Frustrationstoleranz sowie Durchhaltevermögen und Geduld. In allen psychologischen Beratungssituationen beachten sie die Schweigepflicht. Ggf. stimmen sie sich eng mit Lehrkräften und Erziehungsberechtigten ab. Dabei ist ein klares Ausdrucks- bzw. Kommunikationsvermögen unentbehrlich.Pädagogische Psychologen und Psychologinnen setzen standardisierte Tests, Fragebögen und apparative Verfahren zur Diagnose und Behandlung lernpsychologischer Störungen ein. Im Büro am Computer dokumentieren sie Diagnose und Behandlungsverlauf. Hier wie auch in Behandlungsräumen führen sie Beratungs- und Therapiegespräche mit Klienten aller Altersstufen und/oder ihren Angehörigen. In Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche wird nach festgelegtem Wechsel auch samstags sowie sonn- und feiertags Bereitschaftsdienst geleistet.

▶ Existenzgründung

Pädagogische Psychologen und Psychologinnen können z.B. in folgenden Bereichen freiberuflich arbeiten:als Berater/in im Bildungsbereich z.B. in der Berufsbildungin einer eigenen Praxis

▶ Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.279 € bis 6.594 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

▶ Branchen im Einzelnen

Allgemeinbildende SchulenGrundschulenAllgemeinbildende weiterführende SchulenBerufsbildende SchulenBerufsbildende weiterführende SchulenÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung der Bildung, z.B. in der staatlichen Schulverwaltung und -aufsichtÖffentliche Verwaltung des Sozialwesens, z.B. bei Beratungsstellen für Eltern, Kinder und JugendlicheErwachsenenbildung, sonstiger UnterrichtErbringung von Dienstleistungen für Erziehung und Unterricht a. n. g.Kindergärten, KinderbetreuungVorklassen, SchulkindergärtenHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitätenFachhochschulen, Duale Hochschulen, VerwaltungsfachhochschulenGesundheitswesenErbringung von Dienstleistungen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten, klinischen und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen, ohne ärztliche Therapien

▶ Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Pädagogischen Psychologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

▶ Zugangsstudienfächer

Pädagogische Psychologie (grundständig)Pädagogische Psychologie (weiterführend)Psychologie (grundständig)Psychologie (weiterführend)Psychotherapie (grundständig)Psychotherapie (weiterführend)

▶ Arbeitsbereiche/Branchen

Pädagogische Psychologen und Psychologinnen finden Beschäftigung z.B.in Schulen und anderen Bildungseinrichtungenbei sozialen Beratungsstellenin der psychologischen Forschung und Lehre

▶ Tätigkeitsbezeichnungen

Pädagogische/r Psychologe/PsychologinBerufsbezeichnung in englischer SpracheEducational psychologist (m/f)Berufsbezeichnung in französischer SprachePsychologue (m/f) de l'Education

▶ Sonstige Zugangsbedingungen

Beschäftigte in Gemeinschafts- und medizinischen Einrichtungen müssen gemäß Infektionsschutzgesetz ihre Masernimpfung oder -immunität nachweisen, wenn sie nach 1970 geboren sind.

▶ Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. engagiertes und zeitlich flexibles Durchführen der psychosozialen Betreuung im Rahmen des Bereitschaftsdienstes von Beratungsstellen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Fortsetzen von Interventions- und Fördermaßnahmen auch bei kleinen Fortschritten oder Rückschlägen)Sorgfalt (z.B. exaktes Auswerten psychologischer Testverfahren zur Feststellung von Leistungsmerkmalen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. Übernehmen von Verantwortung für Kinder und Jugendliche mit lernpsychologischen Störungen; gewissenhaftes Erstellen von psychologischen Gutachten)Entscheidungsfähigkeit (z.B. sicheres und schnelles Entscheiden über Maßnahmen der pädagogisch-psychologischen Intervention, Prävention oder Förderung)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Konzipieren und Durchführen von Sozialtrainings und Lehrerfortbildungen)Verschwiegenheit (z.B. Wahren von Stillschweigen über psychische Störungen und Erkrankungen von Patienten)Psychische Belastbarkeit (z.B. konzentriertes Arbeiten auch bei hohem Patientenaufkommen und langen Dienstzeiten in Sozialberatungsstell...

▶ Die Tätigkeit im Überblick

Pädagogische Psychologen und Psychologinnen analysieren die Psychologie des Denkens, Handelns und Fühlens von Menschen in pädagogisch relevanten Situationen und beraten zu psychologischen Aspekten von Bildung, z.B. in Erziehung, Förderung, Unterricht und Lehre.

▶ Stellen- und Bewerberbörsen

BFAS Bundesverband der Freien AlternativschulenbkeLehrer.bizLeibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)PsycCareersPsychJobPsychologieJobsStellenangebote/Praxisbörse DGVT-Berufsverband Psychosoziale Berufe e.V.

▶ Verbände und Organisationen

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs)Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

▶ Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (für die psychische Gesundheit der Patienten und Klienten Verantwortung übernehmen)Umgang mit Kindern und Jugendlichen (z.B. Lernstörungen von Kindern und Jugendlichen analysieren und behandeln)gefühlsmäßig belastende Situationen und Tätigkeiten (z.B. bei der Konfrontation mit Missbrauchsopfern)Gruppen-, Teamarbeit (z.B. bei therapeutischen Maßnahmen mit Lehrkräften, therapeutischen und medizinischen Fachkräften zusammenarbeiten)Bildschirmarbeit (z.B. Konzipieren von Lehrerfortbildungen und Beratungskonzepten)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. in Behandlungs- und Therapieräumen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Berichte und Gutachten anfertigen)Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft (z.B. in Beratungsstellen)

▶ Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Bildungs-, BerufsberatungBerufseinstiegsbegleiter/BerufseinstiegsbegleiterinBerufsberater/BerufsberaterinJobcoachBildungs-, Studienberater/Bildungs-, StudienberaterinErwachsenenbildungVerhaltenstrainer, Kommunikationstrainer/Verhaltenstrainerin, KommunikationstrainerinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinNichtärztliche Behandlung, TherapieLerntherapeut/LerntherapeutinSpieltherapeut/SpieltherapeutinSozialberatung, -arbeitErziehungsberater/ErziehungsberaterinRechtlicher Betreuer/Rechtliche BetreuerinJugendberater/JugendberaterinCoach / Supervisor/Coach / SupervisorinPeer-Berater/Peer-BeraterinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche MitarbeiterinPsychologische Analyse, Beratung, TherapiePsychoonkologe/Psychoonkologin

▶ Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Im Mittelpunkt der Tätigkeit von Pädagogischen Psychologen und Psychologinnen stehen Menschen mit z.T. schweren Lernproblemen. Um diese fachgerecht zu beraten und zu unterstützen, werden u.a. folgende Arbeitsmittel eingesetzt:Unterlagen, z.B.: Patientenakten, Interventions- und Lernkonzepte, Struktur-, Prozess- oder sonstige Umfeldanalysen, Interview-, Test- und Erfassungsbögen, Gutachten, Fachpublikationen, RechtsvorschriftenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

▶ Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Pädagogische Psychologen und Psychologinnen analysieren psychologische Faktoren, die Lern- bzw. Lehrsituationen behindern oder fördern. Damit unterstützen sie Lernende und Lehrende dabei, ein Umfeld optimalen Lehrens und Lernens herzustellen. Sie analysieren Interaktionen zwischen Kindern und Eltern, Schülern bzw. Schülerinnen und Lehrkräften unter entwicklungs- und sozialpsychologischen Gesichtspunkten. Sie diagnostizieren und prognostizieren auch Leistungshemmnisse und -potenziale und leiten Maßnahmen der Intervention, Prävention oder Förderung ein. In der Bildungs-, Berufsberatung, in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung und der Erwachsenenbildung entwickeln sie Konzepte und Maßnahmen, um Lernumgebungen und -erfolge zu optimieren.

▶ Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Fachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für Kinder und Jugendliche

▶ Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Lernpädagogik, Elternberatung, Supervision, Psychologie).

▶ Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als Fachpsychotherapeut/in für Kinder und Jugendliche).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Pädagogische Psychologie, Coaching, Beratung, Supervision oder Psychologie.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

▶ Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

psychologische Komponenten von Erziehungs-, Unterrichts- und Sozialisationsprozessen beschreiben und erklären Interaktionen untersuchen, z.B. Eltern-Kind- bzw. Lehrkraft-Schüler/in oder Schüler/in-Schüler/in-Interaktion und deren Folgen für die beteiligten Personen; entwicklungspsychologische und sozialpsychologische Erkenntnisse berücksichtigenMaßnahmen der pädagogisch-psychologischen Intervention, Prävention oder Förderung einleiten; Lehr- und Lernsituationen optimieren bzw. verändernpädagogisch-psychologische Diagnostik anwenden und weiterentwickeln, z.B. auch Erfolge von Interventionsmaßnahmen überprüfenBildung, Beratung, Therapiepsychologischen Analyse und Beratung: entwicklungspsychologische und sozialpsychologische Erkenntnisse anwenden; psychologische Interventionskonzepte ausarbeiten und durchführenBildungs- und Berufsberatung: Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen für das schulische und berufliche Lernen ergreifen; Interventions-, Trainings- und Präventionskonzepte entwickeln und umsetzen, z.B. Stress- und Zeitmanagement; Beratungskonzepte für Übergangsphasen einführen, z.B. von der Primar- zur Sekundarstufe oder von der Schule zum Berufbetrieblichen Aus- und Weiterbildung: Bildungs- und Beratungskonzepte konzipieren und evaluieren; Lehrpersonen unterstützen, Probleme und Möglichkeiten der Lehre zu erkennen und Methoden erfolgreich anzuwenden; Leistungshemmnisse von Lernenden diagnostizieren und prognostizierenErwachsenenbildung: Menschen dabei unterstützen, Le...

▶ Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Pädagogische/r Psychologe/Psychologin an:Tätigkeitsfeld Psychologische Analyse, Beratung, TherapieGesundheits- und Rehabilitationspsychologe/Gesundheits- und RehabilitationspsychologinSportpsychologe/SportpsychologinGemeinsamkeiten:Menschen in sozialen oder gesundheitlichen Lern- und (Wieder-)Eingliederungsprozessen unterstützen und beratenorganisatorisch-verwaltende Aufgaben übernehmenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

▶ Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Pädagogische Psychologen und Psychologinnen analysieren die Psychologie des Denkens, Handelns und Fühlens von Menschen in pädagogisch relevanten Situationen und beraten zu psychologischen Aspekten von Bildung, z.B. in Erziehung, Förderung, Unterricht und Lehre.Tests, Beratungen und Konzepte Ob in der Bildungs- und Berufsberatung, der betrieblichen Aus- und Weiterbildung oder der Erwachsenenbildung, in der psychologischen Analyse und Beratung oder in Sozialberatungsstellen: Pädagogische Psychologen und Psychologinnen untersuchen Faktoren, die ein Lernumfeld positiv oder negativ beeinflussen. Sie eruieren Leistungen bzw. Leistungspotenziale von Lernenden, etwa an den Schwellen von der Primar- zur Sekundarstufe oder von der Schule zum Beruf. Beispielsweise beobachten sie einzelne Lernende oder Lerngruppen, z.B. Teilnehmergruppen in der Erwachsenenbildung, Schulklassen, Kleinkinder oder Personen mit Einschränkungen. Sie führen Gespräche mit Schülern und Schülerinnen sowie Lehrern und Lehrerinnen und wenden psychologische Testverfahren zur Erfassung von Leistungsmerkmalen an. Ihre Beobachtungen dokumentieren sie, dann bewerten sie die Ergebnisse der Erhebungen. Beispielsweise schließen sie auf mögliche Über- oder Unterforderungen, diagnostizieren Hochbegabungen, Teilleistungsschwächen oder andere Lernstörungen bzw. -hemmnisse und sprechen Empfehlungen für die Förderung der Betroffenen aus. Auch Eltern beraten sie in Fragen der Erziehung bzw. des richtigen Umgangs mit...

▶ Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenverbales (sprachliches) Denken (z.B. Analysieren von psychologischen Interviews; Verstehen von Zusammenhängen zwischen berichteten Sachverhalten)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Lernschwierigkeiten und Aufdecken von Ursache-Wirkung-Zusammenhängen; Erkennen von behandlungsbedürftigen Prüfungsängsten oder Burnout)Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für Personen und entwicklungspsychologische und sozialpsychologische Konzepte)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Koordinieren von Aufnahme, Verlegung, Entlassung von Patienten/Patientinnen sowie Leiten von Besprechungen und Visiten; Überwachen bzw. Leiten von Leistungsabrechnungen entsprechend den Rechtsvorschriften bzw. Entgeltsystemen)Pädagogisches Geschick (z.B. Fördern eines Umfelds optimalen Lehrens und Lernens, ggf. Durchführen von Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrende)Kenntnisse und FertigkeitenVerständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Anliegen der Patienten/Patientinnen)Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Informieren und Beraten zu psychologischen Aspekten von Bildung, etwa in Erziehung, Unterricht und Lehre)Textverständnis (z.B. Lesen und Verstehen aktueller Studien oder Fachliteratur)Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Anfertigen von Berichten und Gutachten zu Lern- bzw. Lehrsituationen; Dokumentieren von Befunden aus psychologisch...

▶ Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Gespräche mit Eltern, Lehrern oder Schülern führen; Förderungsmaßnahmen besprechen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Verhaltensbeobachtungen durchführen; nach aktuellen entwicklungspsychologischen Präventionskonzepten recherchieren; Fallstudien lesen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Schulungen halten; Anamnesen erheben)(Intaktes) Belastbares Nervensystem (z.B. mit gefühlsmäßig belastenden Situationen und Tätigkeiten umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

▶ Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Pädagogische/r Psychologe/Psychologin an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Fachpsychotherapeut/Fachpsychotherapeutin für Kinder und JugendlichePsychologe/Psychologinfür berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):Psychotherapeut/Psychotherapeutinfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Bildungs-, Studienberater/Bildungs-, StudienberaterinCoach / Supervisor/Coach / SupervisorinErziehungsberater/ErziehungsberaterinJugendberater/JugendberaterinPsychoonkologe/PsychoonkologinSchulpsychologe/Schulpsychologinin angrenzenden Berufen:Pädagoge/PädagoginEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

▶ Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Pädagogische/r Psychologe/Psychologin ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

▶ Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Gespräche mit Eltern, Lehrern oder Schülern führen; Förderungsmaßnahmen besprechen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Verhaltensbeobachtungen durchführen; nach aktuellen entwicklungspsychologischen Präventionskonzepten recherchieren; Fallstudien lesen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Schulungen halten; Anamnesen erheben)Schwere vegetative oder nervliche Erkrankungen (z.B. mit gefühlsmäßig belastenden Situationen und Tätigkeiten umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

▶ Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Pädagogische/r Psychologe/Psychologin an:Tätigkeitsfeld Psychologische Analyse, Beratung, TherapieGesundheits- und Rehabilitationspsychologe/Gesundheits- und RehabilitationspsychologinSportpsychologe/SportpsychologinGemeinsamkeiten:Menschen in sozialen oder gesundheitlichen Lern- und (Wieder-)Eingliederungsprozessen unterstützen und beratenorganisatorisch-verwaltende Aufgaben übernehmenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin in Deutschland? ▼

Pädagogische Psychologen in Deutschland analysieren die Psychologie des Denkens, Handelns und Fühlens von Menschen in bildungsbezogenen Situationen und beraten in psychologischen Fragen in Bereichen wie Bildung, Unterstützung, Unterricht und Lehre. Diese Profession

Ist Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼

In Deutschland folgt "Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin qualifiziert werden? ▼

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Pädagogischen Psychologie.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin in Deutschland typischerweise? ▼

Pädagogische Psychologen und Psychologinnen arbeiten in erster Liniein Untersuchungs- und Behandlungsräumen, Sprechzimmernin Unterrichtsräumen und Klassenzimmernin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Hörsälen oder Seminarräumen (bei Lehrtätigkeit)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Pädagogischer Psychologe/Pädagogische Psychologin in Deutschland? ▼

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.279 € bis 6.594 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Erhalte den wöchentlichen Deutschland-Guide in dein Postfach

Neue Blogbeiträge, Bewerbungsfristen, Stipendienankündigungen. Kein Spam, du kannst dich jederzeit abmelden.

Wöchentlicher Deutschland-Ratgeber — 1–2 E-Mails/Woche, kein Spam.

Wöchentlicher Deutschland-Leitfaden in deinem Posteingang

Kein Spam. Jederzeit abbestellen.

ApplyToGerman-Assistent

KI-Antworten können Fehler enthalten. Wichtige Angaben bitte aus offizieller Quelle prüfen.