Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin
Notfallsanitäter/in
Was ist Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin?
Steckbrief
Berufstyp: AusbildungsberufAusbildungsartAusbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt) Ausbildungsdauer: 3-5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)Lernorte Berufsfachschule: , Lehrrettungswache und Krankenhaus
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →Der Beruf Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:
Advanced Healthcare
Master · Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Advanced Nursing Practice
Master · Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Advanced Nursing Practice
Master · Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Advanced Practice Nursing
Master · Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Angewandte Hebammenwissenschaft Midwifery
Bachelor · Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Angewandte Pflegewissenschaft
Bachelor · Jade Hochschule
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Notfallsanitäter/innen werden in Form von theoretischem und praktischem Unterricht sowie einer praktischen Ausbildung ausgebildet.Lernorte sindBerufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband)Lehrrettungswachen und Krankenhäuser: Rettungswachen und medizinische Fachabteilungen (Pflegestation, Notaufnahme, Anästhesie- und Operationsbereich, Intensivstation)Wechselnde Arbeitsorte: Unfallorte (im Freien und in Wohnungen), Rettungstransporte im Notarzt-, Kranken- oder Rettungstransportwagen bzw. im Rettungshubschrauber
▶ Steckbrief
BerufstypAusbildungsberufAusbildungsartAusbildung an Berufsfachschulen (bundesweit einheitlich geregelt)Ausbildungsdauer3-5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)LernorteBerufsfachschule, Lehrrettungswache und KrankenhausWas macht man in diesem Beruf?Notfallsanitäter/innen beurteilen bei medizinischen Notfällen den Gesundheitszustand von kranken, verletzten oder hilfsbedürftigen Personen, entscheiden, ob ein Arzt oder eine Ärztin gerufen werden muss, und veranlassen dies nötigenfalls. Bis zum Eintreffen des Arztes oder der Ärztin bzw. bis zum Transport der Patienten führen sie die medizinische Erstversorgung durch und ergreifen ggf. lebensrettende Sofortmaßnahmen. Sie stellen die Transportfähigkeit der Patienten her und betreuen sie während der Fahrt zum Zielort (z.B. ins Krankenhaus). Sie überwachen die lebenswichtigen Körperfunktionen der Patienten und erhalten diese aufrecht. Nachdem sie die Patienten in die stationäre Weiterbehandlung übergeben haben, stellen Notfallsanitäter/innen die Einsatzfähigkeit ihrer Fahrzeuge wieder her, säubern und desinfizieren die Rettungsmittel und erstellen Transportnachweise, Einsatzberichte und Notfallprotokolle. Sind sie im Innendienst einer Rettungswache, Rettungsleitstelle oder einer Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst eingesetzt, nehmen sie Notrufe entgegen und disponieren die Einsätze.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Notfallsanitäter/innen finden Beschäftigungbei Rettungs- und Krankentransportdienstenbei Blutspendedienst...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungNotfallsanitäter/inBerufstypBerufsfachschulberufAusbildungsdauer3-5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)ZugangsvoraussetzungI.d.R. mittlerer BildungsabschlussWas macht man in diesem Beruf?Notfallsanitäter/innen beurteilen bei medizinischen Notfällen den Gesundheitszustand von kranken, verletzten oder hilfsbedürftigen Personen, entscheiden, ob ein Arzt oder eine Ärztin gerufen werden muss, und veranlassen dies nötigenfalls. Bis zum Eintreffen des Arztes oder der Ärztin bzw. bis zum Transport der Patienten führen sie die medizinische Erstversorgung durch und ergreifen ggf. lebensrettende Sofortmaßnahmen. Sie stellen die Transportfähigkeit der Patienten her und betreuen sie während der Fahrt zum Zielort (z.B. ins Krankenhaus). Sie überwachen die lebenswichtigen Körperfunktionen der Patienten und erhalten diese aufrecht. Nachdem sie die Patienten in die stationäre Weiterbehandlung übergeben haben, stellen Notfallsanitäter/innen die Einsatzfähigkeit ihrer Fahrzeuge wieder her, säubern und desinfizieren die Rettungsmittel und erstellen Transportnachweise, Einsatzberichte und Notfallprotokolle. Sind sie im Innendienst einer Rettungswache, Rettungsleitstelle oder einer Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst eingesetzt, nehmen sie Notrufe entgegen und disponieren die Einsätze.Wo arbeitet man?Notfallsanitäter/innen finden Beschäftigungbei Rettungs- und Krankentransportdienstenbei Blutspendedienstenbei FeuerwehrenWeitereBerufe im RettungsdienstBerufe mit Medizin
▶ Ausbildungsdauer
Vollzeit: 3 JahreTeilzeit: 5 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Stundenverteilung gemäß Ausbildungs- und PrüfungsverordnungTheoretischer und praktischer Unterricht:Themenbereiche:1. Notfallsituationen bei Menschen aller Altersgruppen sowie Gefahrensituationen erkennen, erfassen und bewerten: 360 Stunden2. Rettungsdienstliche Maßnahmen und Maßnahmen der Gefahrenabwehr auswählen, durchführen und auswerten: 360 Stunden3. Kommunikation und Interaktion mit sowie Beratung von hilfesuchenden und hilfebedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte: 120 Stunden4. Abläufe im Rettungsdienst strukturieren und Maßnahmen in Algorithmen und Einsatzkonzepte integrieren und anwenden: 100 Stunden5. Das Arbeiten im Rettungsdienst intern und interdisziplinär innerhalb vorhandener Strukturen organisieren: 100 Stunden6. Handeln im Rettungsdienst an Qualitätskriterien ausrichten, die an rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen orientiert sind: 100 Stunden7. Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Eintreffen des Notarztes/der Notärztin oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung durchführen: 500 Stunden8. Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen: 100 Stunden9. Auf die Entwicklung des Notfallsanitäterberufs im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen: 60 Stunden10. In Gruppen und Teams zusammenarbeit...
▶ Ausbildungskosten
Für die Ausbildung ist Schulgeldfreiheit und Ausbildungsmittelfreiheit gesetzlich vorgeschrieben.Grundsätzlich können Kosten, z.B. für Fahrten zur Ausbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung, entstehen.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten.Weitere Informationen:Das BAföG: alle Infos auf einen Blick
▶ Ausbildungsinhalte
Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:wie man die Lage am Einsatzort erfasst und unverzüglich notwendige Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleitetwie man bei erkrankten und verletzten Personen eine vitale Bedrohung erkennt und ggf. ärztliche Hilfe oder weitere Rettungsmittel anfordertwie man die Erstversorgung bei Patienten im Notfalleinsatz durchführtwie man mit Menschen in Notfall- und Krisensituationen angemessen umgehtwas beim Transport von Patienten im Notfalleinsatz zu beachten istwas bei der Übergabe von Patienten in die ärztliche Weiterbehandlung erledigt werden muss, und wie man den Zustand von Patienten beschreibt und dokumentiert wie man mit den am Einsatz beteiligten Personen, Institutionen oder Behörden kommuniziertwie man sicherstellt, dass die Rettungsmittel einsatz- und betriebsfähig sind und die Hygienevorschriften und die Arbeits- und Unfallschutzvorschriften eingehalten werdenwas beim Assistieren bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung von Patienten im Notfalleinsatz zu beachten istwas beim eigenständigen Durchführen ärztlich veranlasster Maßnahmen im Notfalleinsatz zu beachten istWährend der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.Praktische AusbildungWährend der praktischen Ausbildung im Krankenhaus bzw. auf der Rettungswache werden die im Unterricht erworbenen Kenntnisse vertieft und angewendet.
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:An der Berufsfachschule:Unterricht im Klassenverband, ggf. praxisorientierte Aufgaben und Projektarbeit, Aufarbeitung der Inhalte zu HauseAuf der Lehrrettungswache und im Krankenhaus:Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Einsatzaufträge entgegennehmen und medizinische Erstversorgung durchführen, Patiententransporte durchführen, Einsatzfähigkeit von Geräten, Materialien und Fahrzeugen herstellenUmgebung: z.B. wechselnde Orte, wechselnde Teams Kleidung: Arbeitskleidung, z.T. Schutzkleidung (z.B. Rettungsdienstjacken, Einweghandschuhe, Mundschutz)Arbeitszeit: Schichtdienst, BereitschaftsdienstAnforderungen: Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. beim Treffen schneller Entscheidungen in Notfallsituationen)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim sorgsamen Reinigen und Versorgen von Wunden, Durchführen invasiver Maßnahmen am Unfall- bzw. Einsatzort) Einfühlungsvermögen (z.B. beim Betreuen von Patienten am Einsatzort und während des Transports) Psychische Stabilität (z.B. bei der Konfrontation mit schweren Verletzungen oder dem Tod eines Unfallopfers)Gute körperliche Konstitution (z.B. für das Heben und Transportieren von Patienten auf Tragen, für Arbeiten am Einsatzort unter Zwangshaltungen)
▶ Ausbildungsvergütung
Die Zahlung einer Ausbildungsvergütung ist durch Gesetz verbindlich vorgeschrieben.Während einer Ausbildung bei einem Ausbildungsträger, der unter den Geltungsbereich eines Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes fällt, erhalten die Auszubildenden beispielsweise folgende Ausbildungsentgelte (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.491 €2. Ausbildungsjahr: 1.552 €3. Ausbildungsjahr: 1.653 €Quelle:Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes - Allgemeiner Teil und Besonderer Teil Pflege (TVAöD-Pflege)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Chemie: z.B. um pharmazeutische Wirkprinzipien zu verstehenBiologie: z.B. um biologische Vorgänge von Krankheit und Heilung nachzuvollziehenPhysik: z.B. um die Funktionsweise medizintechnischer Systeme zu verstehenDeutsch: z.B. um Patienten/Patientinnen die eingeleiteten Maßnahmen zu erklärenMathematik: z.B. um Medikamentendosierungen zu berechnenPsychologie: z.B. um empathisch mit Patienten/Patientinnen bzw. Angehörigen umzugehenSport: z.B. um Patienten/Patientinnen zum Einsatzfahrzeug zu transportieren
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Notfallsanitäter/in an:Bereich RettungsdienstStaatlich geprüfter Disponent/Staatlich geprüfte Disponentin einer Integrierten LeitstelleRettungssanitäter/RettungssanitäterinGemeinsamkeit:Patienten in medizinischen Notfällen betreuenBereich MedizinPflegefachmann/Pflegefachfrau (Ausbildung)Operationstechnischer Assistent/Operationstechnische AssistentinGemeinsamkeit:Patienten versorgen und betreuen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1989:Rettungsassistentengesetz tritt in KraftAusbildungs- und Prüfungsordnung für die Rettungsassistentenausbildung2013/2014:Notfallsanitätergesetz tritt in KraftNeues Berufsbild Notfallsanitäter/NotfallsanitäterinAusbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter/innen
▶ Die Ausbildung im Überblick
Notfallsanitäter/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung an Berufsfachschulen sowie an Lehrrettungswachen und Krankenhäusern.Sie dauert in Vollzeit 3 Jahre, in Teilzeit 5 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungNotfallsanitäter/Notfallsanitäterin
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Notfallsanitäter/innen vor allem bei Krankentransport- und Rettungsdiensten, bei Blutspendediensten oder städtischen Feuerwehren.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Notfallmedizin bis hin zu Hygiene im Gesundheitsbereich.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Praxisanleiter/in für Notfallsanitäter zu absolvieren. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sanitäts-, Rettungswesen erwerben.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV) vom 16.12.2013 (BGBl. I S. 4280), zuletzt geändert durch Artikel 12 der Verordnung vom 07.06.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 148)Übergreifende Rechtsvorschrift (Ausbildung/Tätigkeit)Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters (Notfallsanitätergesetz - NotSanG) vom 22.05.2013 (BGBl. I S. 1348), zuletzt geändert durch Artikel 7c des Gesetzes vom 19.07.2023 (BGBl. 2023 I Nr. 197)
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung.Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung ggf. Führungszeugnisggf. Mindestalter von 18 Jahrenggf. Führerschein, mindestens Klasse Bggf. Erste-Hilfe-KursEin Nachweis über den Masernschutz ist für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Notfallsanitäter/innen beurteilen bei medizinischen Notfällen den Gesundheitszustand von kranken, verletzten oder hilfsbedürftigen Personen, entscheiden, ob ein Arzt oder eine Ärztin gerufen werden muss, und veranlassen dies nötigenfalls. Bis zum Eintreffen des Arztes oder der Ärztin bzw. bis zum Transport der Patienten führen sie die medizinische Erstversorgung durch und ergreifen ggf. lebensrettende Sofortmaßnahmen. Sie stellen die Transportfähigkeit der Patienten her und betreuen sie während der Fahrt zum Zielort (z.B. ins Krankenhaus). Sie überwachen die lebenswichtigen Körperfunktionen der Patienten und erhalten diese aufrecht. Nachdem sie die Patienten in die stationäre Weiterbehandlung übergeben haben, stellen Notfallsanitäter/innen die Einsatzfähigkeit ihrer Fahrzeuge wieder her, säubern und desinfizieren die Rettungsmittel und erstellen Transportnachweise, Einsatzberichte und Notfallprotokolle. Sind sie im Innendienst einer Rettungswache, Rettungsleitstelle oder einer Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst eingesetzt, nehmen sie Notrufe entgegen und disponieren die Einsätze.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Notfallsanitäter/innen finden Beschäftigungbei Rettungs- und Krankentransportdienstenbei Blutspendedienstenbei FeuerwehrenArbeitsorte:Notfallsanitäter/innen arbeiten in erster Liniein Rettungs-, Notarzt- und Krankentransportwagen oder Rettungshubschraubernauf Straßen und Autobahnen, in Privatwohnungen oder Firmen, auf Sportplätzenin der RettungswacheDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in UnterrichtsräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.Worauf kommt es an?Anforderungen: Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. beim Treffen schneller Entscheidungen in Notfallsituationen)Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim sorgsamen Reinigen und Versorgen von Wunden, Durchführen invasiver Maßnahmen am Unfall- bzw. Einsatzort) Einfühlungsvermögen (z.B. beim Betreuen von Patienten am Einsatzort) Psychische Stabilität (z.B. bei der Konfrontation mit schweren Verletzungen oder dem Tod eines Unfallopfers)Gute körperliche Konstitution (z.B. für das Heben und Transportieren von Patienten auf Tragen, für Arbeiten am Einsatzort unter Zwangshaltungen)Schulfächer:Chemie (z.B. um pharmazeutische Wirkprinzipien zu verstehen)Biologie (z.B. um biologische Vorgänge von Krankheit und Heilung nachzuvollziehen)Physik (z.B. um Funktionsweise medizintechnischer Systeme zu verstehen) Deutsch (z.B. um Patienten/Patientinnen eingeleiteten Maßnahmen zu erklären)Mathematik (z.B. um Medikamentendosierungen zu berechnen)Psychologie (z.B. um empathisch mit Patienten/Patientinnen bzw. Angehörigen umzugehen)Sport (z.B. um Patienten/Patientinnen zum Einsatzfahrzeug zu transportieren)Was verdient man in der Ausbildung?An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Entgelte (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.491 €2. Ausbildungsjahr: 1.552 €3. Ausbildungsjahr: 1.653 €
Ist Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin in Deutschland typischerweise? ▼
Notfallsanitäter/innen werden in Form von theoretischem und praktischem Unterricht sowie einer praktischen Ausbildung ausgebildet.Lernorte sindBerufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband)Lehrrettungswachen und Krankenhäuser: Rettungswachen und medizinische Fachabteilungen (Pflegestation, Notaufnahme, Anästhesie- und Operationsbereich, Intensivstation)Wechselnde Arbeitsorte: Unfallorte (im Freien und in Wohnungen), Rettungstransporte im Notarzt-, Kranken- oder Rettungstransportwagen bzw. im Rettungshubschrauber
Wie hoch ist das typische Gehalt für Notfallsanitäter/Notfallsanitäterin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.