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Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin

Niederlassungsleiter/in

Grundberuf Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 71394

Was ist Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin?

In Deutschland ist ein/e Niederlassungsleiter/in eine wichtige Position, die die Niederlassung, Repräsentanz oder Einheit eines Dienstleistungs-, Produktions- oder Handelsunternehmens oder einer Organisation leitet. Personen in diesem Beruf sind für die Umsetzung der Unternehmenspolitik verantwortlich.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Ideen- und Innovationsmanagementinnovations-reportPERSONALFÜHRUNGWirtschaftsWoche

Trends

Flexible und mitarbeiterorientierte FührungsstileModerne Führungsstile setzen im Umgang mit den Herausforderungen einer digitalen und globalisierten Arbeitswelt auf Anpassungsfähigkeit, Zusammenarbeit und Empathie. Führungsstile wie Digital-, Shared-, Remote-, Agile-, Collaborative- und Empathic-Leadership stellen die Bedürfnisse und Potenziale der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt. Dadurch erhöhen sie deren Motivation und Zufriedenheit und fördern Effizienz und Innovation. Zudem tragen diese Führungsansätze dazu bei, eine widerstandsfähige Unternehmenskultur zu schaffen, die sich schnell und flexibel an Veränderungen auf dem Markt und durch neue Technologien anpassen kann.

Arbeitsorte

Niederlassungsleiter und -leiterinnen arbeiten meistin Büro- und BesprechungsräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die in diesem Beruf grundsätzlich erforderlich sind:Buchführung, BuchhaltungControllingFilial-, Geschäftsstellen-, ZweigstellenleitungFinanzplanungInvestitionsplanungKalkulationKosten- und LeistungsrechnungManagementMarketingPersonalwesenWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AkquisitionBetriebswirtschaftslehreEinkauf, BeschaffungFinanzierungFinanzwirtschaftQualitätsmanagementRevisionSteuerrechtVertragsrechtVertriebWerbungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Betriebswirtschafts-, Finanz- und Controllingsoftware"

Arbeitssituation

Niederlassungsleiter/innen führen eine Geschäftsstelle, Zweigstelle oder Filiale eigenverantwortlich, verantwortungsbewusst und selbstständig. Das erfordert Führungsqualitäten, Durchsetzungsvermögen, betriebswirtschaftliches Know-how und Branchenkenntnisse. Ein Gespür für Zahlen ist unerlässlich. Als Vorgesetzte leiten sie ihre Mitarbeiter/innen an und motivieren sie. Konflikte lösen sie zügig und kompetent. Beim Kontakt mit Geschäftskunden und -partnern sind Kommunikationsstärke und ein gepflegtes Äußeres wichtig. Stressresistenz ist eine weitere wichtige Voraussetzung für die Ausübung des Berufs, denn nur so ist effektives und konzentriertes Arbeiten unter Zeitdruck möglich. Gute Kenntnisse der englischen Sprache werden meist ebenfalls verlangt. Niederlassungsleiter/innen sind flexibel und mobil: Auch Reisebereitschaft kann von ihnen gefordert werden, beispielsweise zu Firmenstandorten und Filialen im Ausland.Einen Großteil ihrer Arbeit erledigen Niederlassungsleiter/innen im Büro am Computer: Hier erstellen sie beispielsweise Budgetpläne oder pflegen die Kundendatenbanken. Am Telefon pflegen sie Kundenkontakte. Sie müssen mit Mehrarbeit rechnen, z.B. bei Termindruck und eiligen Projekten.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 4.231 € bis 5.052 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Bau, ArchitekturChemie, Pharmazie, KunststoffElektrotechnik, ElektronikFahrzeugbau, -instandhaltungGesundheit, SozialesHandelTransport, VerkehrVerbände, Organisationen, InteressenvertretungenWerbung, Public Relations

Zugang zur Tätigkeit

Arbeitgebende erwarten häufig eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung bzw. ein entsprechendes Studium.

Zugangsstudienfächer

Automobilwirtschaft, Automotive Management (grundständig)Automobilwirtschaft, Automotive Management (weiterführend)Baubetriebswirtschaft, Baumanagement (grundständig)Baubetriebswirtschaft, Baumanagement (weiterführend)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (grundständig)Betriebswirtschaftslehre, Business Administration (weiterführend)Buchhandel, Verlagswirtschaft (weiterführend)Dienstleistungs-, Servicemanagement (grundständig)Dienstleistungs-, Servicemanagement (weiterführend)Handelsbetriebswirtschaft (grundständig)Handelsbetriebswirtschaft (weiterführend)Handwerksmanagement (grundständig)Immobilienwirtschaft (grundständig)Immobilienwirtschaft (weiterführend)Industriebetriebswirtschaft (grundständig)Industriebetriebswirtschaft (weiterführend)Internationale Wirtschaft (grundständig)Internationale Wirtschaft (weiterführend)Marketing, Vertrieb (grundständig)Marketing, Vertrieb (weiterführend)Schiffs-, Reedereimanagement, Hafenwirtschaft (grundständig)Schiffs-, Reedereimanagement, Hafenwirtschaft (weiterführend)Sozialmanagement (grundständig)Sozialmanagement (weiterführend)Sozialversicherung (grundständig)Unternehmensführung, Management (grundständig)Unternehmensführung, Management (weiterführend)Verkehrsbetriebswirtschaft (grundständig)Verkehrsbetriebswirtschaft (weiterführend)Verwaltungsmanagement, Public Management (grundständig)Verwaltungsmanagement, Public Management (weiterführend)Volkswirtschaftslehre (grundständig)Volkswirtschaftslehre (weiterführend)Werbung,...

Arbeitsbereiche/Branchen

Niederlassungsleiter und -leiterinnen finden Beschäftigungin Dienstleistungs-, Produktions- oder Handelsbetrieben der unterschiedlichsten Branchenbei Verbänden, Organisationen und Interessenvertretungen

Tätigkeitsbezeichnungen

Niederlassungsleiter/inAuch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeGeschäftsstellenleiter/inStandortleiter/inBerufsbezeichnung in englischer SpracheBranch Manager

Die Tätigkeit im Überblick

Niederlassungsleiter und -leiterinnen führen eine Geschäftsstelle, Zweigstelle oder Filiale eines Dienstleistungs-, Produktions- oder Handelsbetriebes bzw. einer Organisation

Stellen- und Bewerberbörsen

Marketing-Stellenmarkt.deRetailChoicesalesjobvertriebsjobs.deW&V - Werben & Verkaufen Stellenmarkt

Verbände und Organisationen

European Confederation of Executives and Managerial StaffRat der Europäischen Fach- und Führungskräfte EUROCADRESver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (Anleiten und Führen der Mitarbeiter/innen)Verantwortung für Sachwerte (Budgetverantwortung übernehmen)Kundenkontakt (z.B. den bestehenden Kundenstamm betreuen, neue Kunden akquirieren, auch auf Englisch oder in einer anderen Fremdsprache)häufige Abwesenheit vom Wohnort (z.B. weitere Firmenstandorte oder Filialen im In- und Ausland besuchen)Bildschirmarbeit (z.B. Budgetpläne am Computer erstellen oder sich um die Kundendatenbanken kümmern)häufig wechselnde Aufgaben und Arbeitssituationen (Wechseln zwischen Aufgaben in den Bereichen Investition und Finanzierung, Controlling, Revision, Qualitätssicherung, Kundenbetreuung und Mitarbeiterführung)Arbeit in Büroräumen (z.B. organisatorische Aufgaben sowie Aufgaben im Controlling wahrnehmen, Angebote kalkulieren und erstellen)

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Daten und Unterlagen, z.B.: Personaldaten, Budgetpläne, Planungsunterlagen, Angebote, Zeitpläne, Unternehmensrichtlinien, RechtsvorschriftenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon, Videokonferenztools

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Niederlassungsleiter und -leiterinnen sind dafür verantwortlich, dass Richtlinien eines Unternehmens umgesetzt und Umsatzziele erreicht werden. In ihrer Niederlassung planen, organisieren und steuern sie betriebliche Prozesse sowohl inhaltlich als auch terminlich. Sie kümmern sich um die Personalführung und -entwicklung, betreuen einen Kundenstamm und erstellen Angebote. Zudem verantworten sie das Budget, koordinieren Vertriebsaktivitäten und entwickeln Marketingstrategien. Durch wirkungsvolles Controlling überprüfen sie den Erfolg.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

Geprüfter Betriebswirt/Geprüfte Betriebswirtin nach dem Berufsbildungsgesetz - Master Professional in Business Management nach dem BerufsbildungsgesetzBetriebswirt/Betriebswirtin (doppelt qualifizierende Ausbildung) für allgemeine BetriebswirtschaftBetriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für allgemeine Betriebswirtschaft/Bachelor Professional in WirtschaftBetriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Kommunikation und Büromanagement/Bachelor Professional in WirtschaftBetriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Produktionswirtschaft/Bachelor Professional in WirtschaftBetriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Recht/Bachelor Professional in WirtschaftBetriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Unternehmensführung/Bachelor Professional in WirtschaftGeprüfter Betriebswirt/Geprüfte Betriebswirtin nach der HandwerksordnungGeprüfter Fachmann/Geprüfte Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung nach der HandwerksordnungFachwirt/Fachwirtin für Fertigungs- und ProzessmanagementGeprüfter Industriefachwirt/Geprüfte IndustriefachwirtinGeprüfter Wirtschaftsfachwirt/Geprüfte WirtschaftsfachwirtinPraktischer Betriebswirt/Praktische BetriebswirtinGeprüfter Technischer Betriebswirt (Weiterbildung)/Geprüfte Technische Betriebswirtin (Weiterbildung)Geprüfter Technischer Fachwirt/Geprüfte Technische Fachwirtin

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Management, betriebliche Organisation oder Controlling).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Weitere Berufs- und Karrierechancen eröffnen sich - je nach beruflicher Vorbildung - durch ein grundständiges oder weiterführendesStudium (z.B. im Studienfach Betriebswirtschaftslehre, Business Administration).Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Weitere Informationen:Zugang zur Hochschule in den einzelnen Bundesländern

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Niederlassungen in fachlicher, organisatorischer und personeller Hinsicht leitenRichtlinien und Entscheidungen des Unternehmens bzw. der Geschäftsleitung umsetzenbetriebswirtschaftliche und kaufmännische Verantwortung für den Aufgabenbereich übernehmenden organisatorischen Aufbau im übertragenen Aufgabenfeld gestalten, Arbeitsabläufe planen und koordinierenVertriebsaktivitäten koordinieren, Marketingstrategien entwickeln und umsetzen Mitarbeitende fachlich anleiten, beaufsichtigen und unterweisen, neue Mitarbeitende einarbeitenKundenstamm pflegen und erweitern, neue Kundenpotenziale definieren, Geschäftsbeziehungen pflegen Angebote ausarbeiten Einhaltung der Planungsziele sicherstellen und Erfolg prüfen, z.B. durch geeignete ControllingmaßnahmenBerichte für die Geschäftsleitung erstellen

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Kräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Niederlassungsleiter/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Betriebsleiter/Betriebsleiterin - kaufmännischin angrenzenden Berufen:Bezirksleiter/BezirksleiterinFilialleiter, Verkaufsstellenleiter/Filialleiterin, VerkaufsstellenleiterinGeschäftsführer/GeschäftsführerinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin in Deutschland?

In Deutschland ist ein/e Niederlassungsleiter/in eine wichtige Position, die die Niederlassung, Repräsentanz oder Einheit eines Dienstleistungs-, Produktions- oder Handelsunternehmens oder einer Organisation leitet. Personen in diesem Beruf sind für die Umsetzung der Unternehmenspolitik verantwortlich.

Ist Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin qualifiziert werden?

Arbeitgebende erwarten häufig eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung bzw. ein entsprechendes Studium.

Wo arbeiten Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin in Deutschland typischerweise?

Niederlassungsleiter und -leiterinnen arbeiten meistin Büro- und BesprechungsräumenSie arbeiten ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Niederlassungsleiter/Niederlassungsleiterin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): 4.231 € bis 5.052 €Quelle:Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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