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Nautik (weiterführend)

Weiterbildung Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 52414

Was ist Nautik (weiterführend)?

Das Nautik-Programm (Weiterbildung und Spezialisierung) in Deutschland zielt darauf ab, maritime Fachkräfte mit fortgeschrittenen Kenntnissen und Fähigkeiten auszubilden, die die Schiffsnavigation, den Betrieb und die Sicherheit verantworten. Dieses

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Nautik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Fachhochschule: Hörsäle, Seminarräume, Schiffsführungssimulatoren, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)während der Praxiszeiten: in den unterschiedlichen Seelotsrevieren auf Seelotsstationen, auf Seelotsversetzbooten, an Bord zu lotsender Seeschiffe

Studiendauer

Regelstudiendauer: 4 SemesterZur durchschnittlichen tatsächlichen Studiendauer liegen keine statistischen Daten vor.

Studienkosten

Die Kosten der Ausbildung zum Seelotsen bzw. zur Seelotsin werden von den Anwärtern und Anwärterinnen getragen. Nach der Bestallung zum Seelotsen bzw. zur Seelotsin werden in den ersten 5 Jahren Einkommensanteile einbehalten, um künftig die Finanzierung der Ausbildung von Seelotsenanwärtern und -anwärterinnen sicherzustellen. Die für die Finanzierung der Ausbildung erforderlichen Kosten enthalten die Kosten für die Unterhaltsbeiträge sowie die Aufwendungen von sächlichen und personellen Ausbildungskosten.

Duales Studium

Duale Studiengänge verbinden ein Studium mit einer beruflichen Tätigkeit oder mit Praxisphasen in einem Betrieb.Im weiterführenden Studienfach Nautik gibt es praxisintegrierende Studiengänge.Weiterführende Informationen und Suche nach dualen Studiengängen:AusbildungPlus: Portal für duales Studium und Zusatzqualifikationen in der beruflichen Erstausbildung

Studieninhalte

Module, z.B.:Angewandte SchiffstheorieManövrierenRecht und maritimer UmweltschutzRevierkunde und ForschungsmethodenRevierkunde und Grundlagen NotfallmanagementSelbstverwaltung und LotsdienstSchifffahrtskundeSchifffahrtskunde und ManövrierenSoziale Kompetenzen und ArbeitspsychologieTechnische NavigationPraktische Studieninhalte:Mehrere Praxisblöcke (z.B. auf einem Schiff)

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenPraktische Übungen: z.B. Simulatortraining in Bereichen wie Navigation, Manövrieren, NotfallmanagementEigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefenOrganisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: Praxisblöcke auf Lotsenstationen, -versetzbooten und Schiffsbrücken in Begleitung von Lotsen bzw. Lotsinnen absolvieren; Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Nautik (weiterführend) sein:Bereich Schiff und SchifffahrtSchiffbau, Meerestechnik (weiterführend)Schiffs-, Reedereimanagement, Hafenwirtschaft (weiterführend)Verkehrsingenieurwesen (weiterführend)Gemeinsamkeit:vertiefte Kenntnisse über Schiffs- und Meerestechnik sowie über Schiffsbetrieb und Seeverkehr erwerben

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgenden Abschluss voraus:Nautik (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Infrage kommt z.B. der Bereich Interkulturelle Kompetenz. Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach Nautik vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit in Bereichen wie Schifffahrtskunde, angewandte Schiffstheorie, Navigation oder Manövrieren.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Das Studienfach kann als dualer Studiengang studiert werden.

Studiengangsbezeichnungen

Beispiele Maritime Pilotage (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen im Bereich Nautik bieten sich unterschiedliche Tätigkeiten in der freien Wirtschaft an, z.B. Schiffsführung oder Technischer Verkehrsbetrieb.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

18. Jahrhundert:Etablierung des Begriffs Nautik19. Jahrhundert:Entstehung staatlicher Navigationsschulenzentrale Festlegung der Prüfungen und Inhalte durch die Reichsregierung ab 1871Ab 1978:Internationales Übereinkommen über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst von Seeleuten (STCW)Erlass nationaler Gesetze und Regelungen auf Basis der STCW1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden2022:Einführung des Masterstudiengangs Maritime Pilotage für das Lotsenwesen

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussgradMaster of Engineering (M.Eng.)

Vergütung während des Studiums

Das Studium absolviert man als Seelotsenanwärter/in. Während der Ausbildungszeit gewähren die Lotsenbrüderschaften den Anwärtern und Anwärterinnen einen Unterhaltsbeitrag.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium sind ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss im grundständigen Studienfach Nautik, ein gültiges Befähigungszeugnis Nautischer Wachoffizier (NWO) sowie die schriftliche Bestätigung über die Zulassung als Seelotsenanwärter/in seitens der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GWDS). Die Zulassung wird bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt beantragt und beinhaltet eine gesundheitliche Untersuchung sowie die Feststellung der psychologischen Eignung.Die Zulassung als Seelotsenanwärter/in ist auch Grundlage für das Absolvieren der Praxiszeiten in den jeweiligen Qualifikationsabschnitten.Bei dualen Studiengängen wird i.d.R. ein Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (sog. Praxispartner) vorausgesetzt.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Nautik (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Nautik (weiterführend) in Deutschland?

Das Nautik-Programm (Weiterbildung und Spezialisierung) in Deutschland zielt darauf ab, maritime Fachkräfte mit fortgeschrittenen Kenntnissen und Fähigkeiten auszubilden, die die Schiffsnavigation, den Betrieb und die Sicherheit verantworten. Dieses

Ist Nautik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Nautik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Nautik (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium sind ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss im grundständigen Studienfach Nautik, ein gültiges Befähigungszeugnis Nautischer Wachoffizier (NWO) sowie die schriftliche Bestätigung über die Zulassung als Seelotsenanwärter/in seitens der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GWDS). Die Zulassung wird bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt beantragt und beinhaltet eine gesundheitliche Untersuchung sowie die Feststellung der psychologischen Eignung.Die Zulassung als Seelotsenanwärter/in ist auch Grundlage für das Absolvieren der Praxiszeiten in den jeweiligen Qualifikationsabschnitten.Bei dualen Studiengängen wird i.d.R. ein Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (sog. Praxispartner) vorausgesetzt.

Wo arbeiten Nautik (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Fachhochschule: Hörsäle, Seminarräume, Schiffsführungssimulatoren, Bibliothekenzu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)während der Praxiszeiten: in den unterschiedlichen Seelotsrevieren auf Seelotsstationen, auf Seelotsversetzbooten, an Bord zu lotsender Seeschiffe

Wie hoch ist das typische Gehalt für Nautik (weiterführend) in Deutschland?

Das Studium absolviert man als Seelotsenanwärter/in. Während der Ausbildungszeit gewähren die Lotsenbrüderschaften den Anwärtern und Anwärterinnen einen Unterhaltsbeitrag.

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