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Molekularmediziner/Molekularmedizinerin

Molekularmediziner/in

Grundberuf Informatik KldB B 41274

Was ist Molekularmediziner/Molekularmedizinerin?

Molekularmediziner/innen sind Fachleute, die in Deutschland in der biomedizinischen Forschung und Entwicklung im Bereich der medizinischen Biotechnologie tätig sind und gleichzeitig in molekularen und biochemischen Diagnoseprozessen mitwirken.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Informatik →

Der Beruf Molekularmediziner/Molekularmedizinerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:

Detaillierte Informationen

Medien

|transkriptBiomedical EngineeringCellular and Molecular Life SciencesHuman GeneticsJournal of Laboratory MedicineJournal of Molecular MedicineJournal of Theoretical BiologyLaborjournalMedizinische Biotechnologie in Deutschland 2024medizinische genetikMMW - Fortschritte der MedizinZeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen (ZEFQ)

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Anwenden molekularbiologischer, biochemischer oder genetischer Kenntnisse zur Entwicklung und Durchführung von Untersuchungenz.B. durchdacht-systematisches Entwickeln und Weiterentwickeln molekularbiologischer Analyseverfahren für die klinische Diagnostikz.B. analytisch-methodisches Untersuchen von Prozessen im Bereich der Molekular- und ZellbiologieInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. exaktes Anwenden bildgebender Verfahren in der medizinischen Diagnostik und Dokumentieren der Untersuchungsergebnissez.B. Überwachen von mikrobiologischen bzw. gentechnischen Versuchen zur Abklärung von Risikofaktoren einzelner Patienten

Arbeitsorte

Molekularmediziner bzw. Molekularmedizinerinnen arbeiten in erster Liniein Laborsin Büro- und Besprechungsräumenin Hörsälen oder UnterrichtsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:BiochemieBiomedizinBioprintingBiotechnologieEntwicklungForschungGentechnologieHumangenetikImmunologie (ärztlich)Laborarbeiten, LabortechnikLabordiagnostikMolekularbiologieMolekulargenetikMolekularmedizinZellbiologieWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AnthropologieFachpublikationen erstellenGutachter-, SachverständigentätigkeitHumanbiologieInnere Medizin (ärztlich)Klinische ChemieLaboratoriumsmedizin (ärztlich)Lehrtätigkeit (Hochschule)Medizinische DokumentationMikrobiologieNeurobiologieNeurologie (ärztlich)Neuropathologie (ärztlich)NeurophysiologiePathologie (ärztlich)PharmakologieProjektmanagementQualitätsmanagementToxikologieVortragstätigkeit

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Molekularmediziner/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Laserscanning (z.B. Zellen mit einem 3-D-Laserscanning-Mikroskop auf Veränderungen untersuchen)Bioprinting (z.B. an Gewebe aus dem Bioprinter medizinische Versuche durchführen und Medikamente testen)KI-basierte medizinische Diagnosesysteme (z.B. Analysen im Bereich der klinisch-chemischen Bildauswertung durch Deep-Learning-Algorithmen unterstützen lassen)Laborinformationssysteme - LIS (z.B. mit intelligenten Laborsystemen die biomolekulare Struktur des menschlichen Organismus untersuchen und dokumentieren)Medizinische Nano- und Mikroroboter (z.B. mithilfe von Nanorobotern intrazellulär immunchemische Testverfahren durchführen)Predictive Analytics (z.B. mithilfe von Datenauswertungen genetische Risiken berechnen und einschätzen)

Arbeitssituation

Molekularmediziner/innen setzen ihre biologischen und mathematischen Kenntnisse ein, um zellbiologische Vorgänge zu untersuchen oder neue Analyseverfahren zu entwickeln. Da ihre Arbeit für die Gesundheit von Menschen und Tieren entscheidend sein kann, gehen sie besonders verantwortungsbewusst vor. Laboruntersuchungen sind Präzisionsarbeit und erfordern genaues Beobachten, hohe Konzentration und Durchhaltevermögen. Sie arbeiten häufig im Team mit anderen Wissenschaftlern zusammen. Häufig sind diese Forschungsteams international zusammengesetzt. Arbeitssprache ist dann i.d.R. Englisch. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben. Im Beratungsgespräch z.B. mit Ärzten und Ärztinnen oder bei der Präsentation ihrer Forschungsergebnisse zeigen sie ihre Kommunikationsfähigkeit.Einen Teil ihrer Arbeit erledigen Molekularmediziner/innen in Laboren, wo sie Schutzkleidung wie Einweghandschuhe, Laborkittel und Schutzbrille tragen. Im Büro lesen sie wissenschaftliche Literatur, konzipieren am Computer Forschungsvorhaben, schreiben Artikel und Beiträge und erledigen Verwaltungs- und Organisationsarbeiten. Für die Präsentation ihrer Forschungsergebnisse nutzen sie Besprechungszimmer und die üblichen Präsentationsmedien wie Flipcharts, Präsentationssoftware und Beamer.

Existenzgründung

Molekularmediziner und Molekularmedizinerinnen können sich z.B. mit einem diagnostischen Labor selbstständig machen.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 5.473 € bis 6.439 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Hochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitäten, z.B. Institute für MolekularmedizinNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. molekulare MedizinForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie, z.B. im Bereich MolekularbiologiePharmazieHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen, z.B. molekularmedizinische ProdukteGesundheitswesenKrankenhäuserÖffentliche VerwaltungÖffentliche Verwaltung des Gesundheitswesens, z.B. Gesundheitsämter

Zugang zur Tätigkeit

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Biomedizin, Molekulare Medizin.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Biomedizin, Molekulare Medizin (grundständig)Biomedizin, Molekulare Medizin (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Molekularmediziner bzw. Molekularmedizinerinnen finden Beschäftigungan Lehr- und Forschungsinstituten für Molekularmedizin bzw. -biologiein der Pharmaindustriein Kliniken und Krankenhäusernin Industriebetrieben für molekularmedizinische Forschung und Qualitätskontrollebei Gesundheitsämtern

Tätigkeitsbezeichnungen

Molekularmediziner/inBerufsbezeichnungen in englischer SpracheBiomedical scientist (m/f)Research scientist (m/f) (medical)Berufsbezeichnung in französischer SpracheMédecin spécialiste (m/f) en biologie moléculaire

Sonstige Zugangsbedingungen

Beschäftigte in Gemeinschafts- und medizinischen Einrichtungen müssen gemäß Infektionsschutzgesetz ihre Masernimpfung oder -immunität nachweisen, wenn sie nach 1970 geboren sind.

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle Labor- und Überwachungsarbeiten tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Durchführen langwieriger Versuchsreihen im Labor zur Untersuchung von Krankheiten)Sorgfalt (z.B. fehlerfreies Planen und Durchführen von Versuchsreihen im Labor)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Durchführen von Laboruntersuchungen)Lernbereitschaft (z.B. sich bezüglich neuer Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Molekularmedizin auf dem Laufenden halten)Verschwiegenheit (z.B. Stillschweigen bewahren über Patientendaten)

Die Tätigkeit im Überblick

Molekularmediziner und Molekularmedizinerinnen arbeiten in der biomedizinischen Forschung und in der Entwicklung im Bereich der medizinischen Biotechnologie. Auch die molekulare und biochemische Diagnostik gehört zu ihrem Aufgabengebiet.

Stellen- und Bewerberbörsen

ABG Association Bernard Gregoryanalytik.deBionity.com KarriereBMJ Careershum-molgenjobvectorLaborjournallife-science Karriere ServicesMedizinischer-Stellenmarkt.depharmajobs.com

Verbände und Organisationen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. (GBM)VBIO Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. gentechnische und immunologische Untersuchungen zur Prävention und zur Abklärung von Risikofaktoren einzelner Patienten durchführen)Gruppen-, Teamarbeit (z.B. bei der Durchführung von Serienuntersuchungen im Labor)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Pipetten, Reagenzgläser, Mikroskope, Zentrifugen, Kühl- und Heizgeräte)Bildschirmarbeit (z.B. Ergebnisse der Arbeit dokumentieren, Gutachten erstellen)Präzisions-, Feinarbeit (z.B. Prüfdaten genau dokumentieren, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird)Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. für Untersuchungen an gentechnisch veränderten Organismen)Arbeit im Labor (Untersuchungen an z.B. gentechnisch veränderten Organismen)Arbeit in Büroräumen (z.B. Forschungsvorhaben konzipieren)InfektionsgefahrUmgang mit mikrobiologischen StoffenUmgang mit Chemikalien

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:LaboranalyseLaborleiter/LaborleiterinLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinQualitätssicherung, -managementLeiter/Leiterin im QualitätsmanagementQualitätsmanager/QualitätsmanagerinLeiter/Leiterin in der QualitätssicherungVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungMedical AdvisorProduktentwickler/ProduktentwicklerinReferent/Referentin für klinische Studien (CRA)Regulatory-Affairs-Manager/Regulatory-Affairs-ManagerinZulassungsbeauftragter/ZulassungsbeauftragteWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeHumanbiologe/HumanbiologinWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Untersuchungsobjekte, z.B.: Zellen bzw. Zellkulturen, Gewebeproben, Viren, Plasmiden, ProteineLaborausstattung und -zubehör, z.B.: Mikroskope, Zentrifugen, MRT-Geräte, Kühl- und Heizgeräte, Reagenzgläser, Pipetten, PetrischalenChemische Stoffe, z.B.: Nährbodenlösungen, Säuren, Laugen, DesinfektionsmittelUnterlagen und Software, z.B.: Projektkonzepte und -pläne, Laborprotokolle, Schulungs- und Vortragsunterlagen, Gutachten, Qualitätsrichtlinien, Hygiene-, Sicherheits- und Umweltschutzbestimmungen, Vorschriften zum Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen, Auswertungs- und SimulationssoftwareBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Molekularmediziner und Molekularmedizinerinnen verbinden die Methodik der Molekularbiologie mit Inhalten und Fragestellungen der experimentellen Medizin.In der Grundlagenforschung konzipieren sie Versuchsreihen und führen diese durch. Sie untersuchen die biomolekulare Struktur des menschlichen Organismus, v.a. den Stoffwechsel und dessen Wechselwirkungen mit dem gesamten Organismus. Bei der molekularen und biochemischen Diagnostik bestimmen sie Krankheiten oder krankhafte Veranlagungen mithilfe von DNA- oder Proteintests. Im klinischen Bereich untersuchen sie im Labor etwa Stoffwechselkrankheiten oder Störungen auf der endokrinen Ebene. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten eröffnen sich i.d.R. erst nach einem Masterstudium und einer Promotion.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Biologie, Biotechnologie, Chemie, Forschung und Entwicklung).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Aufstiegsweiterbildung, speziell konzipiert für Hochschulabsolventen, baut auf vorhandenen Qualifikationen auf. Sie bietet die Möglichkeit, das Kompetenzprofil zu erweitern und Karrierechancen auszubauen (z.B. durch eine Weiterbildung als Fachhumangenetiker/in).Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Biomedizin, Molekulare Medizin, Chemische Biologie oder Mikrobiologie.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Forschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirken, insbesondere bei Tätigkeit an UniversitätsklinikenLehrveranstaltungen und ggf. Prüfungen vor- und nachbereiten sowie durchführenForschungsberichte verfassenVerfahren und UntersuchungenAnalyse-, Präparations- und statistische Verfahren sowie Modellbildungen anwenden, um Lebensvorgänge und Populationen zu beschreiben zellphysiologische Methoden anwenden, z.B. Klonierungsmethoden oder Zellsortierungbestimmte Techniken und Verfahren in neurowissenschaftlichen Zusammenhängen anwendenmit Versuchstieren arbeitenUntersuchungen der molekularen Diagnostik auf DNA- und Proteinniveau durchführengentechnische, immunologische und andere molekularbiologische Untersuchungen zur Prävention und Abklärung von Risikofaktoren einzelner Patient/innen durchführen, z.B. in Bezug auf einige Krebsarten oder chronische KrankheitenKonzepte entwickeln, die die Immunabwehr und die Stoffwechsel-Balance verbessernUntersuchungen der leistungsmedizinischen und sportimmunologischen Diagnostik durchführen (z.B. für professionelle Sportler/innen), Konzepte zur Erhalt bzw. Verbesserung des Leistungsstandes entwickelnLaboruntersuchungen der molekularen und biochemischen Diagnostik im klinischen Umfeld vornehmen, insbesondere von Stoffwechselkrankheiten und endokrinen StörungenVerfahrens- und ProduktentwicklungProjekte in Forschung und Entwicklung der Industrie planen, durchführen und veröffentlichen, z.B. im Rahmen der Humangenetikan der Herstellung und Qualitäts...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternative bietet sich für den Beruf Molekularmediziner/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungBiochemiker/BiochemikerinGemeinsamkeiten:biochemische Kenntnisse anwendenmit biochemischen Datenbanken arbeitenHinweis: Die genannte Jobalternative erfordert ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Molekularmediziner/innen arbeiten in der biomedizinischen Forschung und in der Entwicklung im Bereich der medizinischen Biotechnologie. Auch die molekulare und biochemische Diagnostik gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Klinische Forschung: Laboranalyse und AuswertungMolekularmediziner/innen wirken an klinischen Forschungsprojekten mit. Im Team mit Ärzten und Ärztinnen, Biologen und Biologinnen sowie anderen Fachkräften entwickeln sie einen Ansatz für ein Projekt, z.B. hinsichtlich der Frage, was dem Patienten hilft und was sinnvoll für die Behandlung ist. Sie analysieren den aktuellen Forschungsstand und nehmen ggf. Kontakt zu anderen Forschungsgruppen auf, die ähnliche Inhalte behandeln. Daraufhin erstellen sie einen Projektplan, der Themen wie labortechnische Ausstattung, Konzept, Finanzierung und ggf. Ethikvotum beinhaltet. In der praktischen Umsetzung des Forschungsvorhabens klären sie die Probanden über die Studie auf, veranlassen die Probenahme durch Fachpersonal, erstellen labortechnische Protokolle und koordinieren die Durchführung der Tests im Labor.Dazu integrieren sie in Speziallabors Methoden und Erkenntnisse der Genetik, Molekularbiologie, Biochemie, Zellbiologie, Physiologie, Anatomie und Entwicklungsbiologie und wenden sie auf Fragestellungen der Humanmedizin an. Beispielsweise gehört die molekulare Bildgebung - ein Diagnoseverfahren auf zellulärer und molekularer Ebene, mit dem krankhafte Vorgänge im Körper sichtbar gemacht werden können, noch bevor...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwenden statistischer Verfahren und Modellbildungen zur Beschreibung von Inhalten und Fragestellungen der experimentellen Medizin)figural-räumliches Denken (z.B. Verstehen des Aufbaus und Zusammenwirkens komplexer Moleküle bzw. der räumlichen Struktur von Molekülverbindungen)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. mikroskopische Analyse von Gewebeproben)Fingergeschick (z.B. Hantieren mit Pipetten und empfindlichen Laborgeräten)Handgeschick (z.B. Aufbau einer Versuchsanordnung im Labor)Auge-Hand-Koordination (z.B. Ansetzen von Zellkulturen im Labor)Technisches Verständnis (z.B. Umgehen mit komplexen und hochsensiblen Laborgeräten und Mikroskopen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Koordinieren von Testreihen im Labor; Erstellen von Projektplänen)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Robuste Gesundheit (z.B. Umgang mit Krankheitserregern)Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Versuchsanordnungen im Labor aufbauen)Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. mit Pipetten und empfindlichen Laborgeräten hantieren)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Bildschirm Arbeitsergebnisse dokumentieren und Gutachten erstellen; Gewebeproben unter dem Mikroskop untersuchen)Farbsehvermögen (z.B. farbliche Veränderungen bei Versuchen/Verfahren erkennen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen der Labormitarbeiter/innen zur Untersuchungsmethodik verstehen)Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. Schutzkleidung tragen beim Ab- und Umfüllen chemischer Substanzen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Molekularmediziner/in an:Job- und Besetzungsalternativenin angrenzenden Berufen:Facharzt/Fachärztin Fachrichtung BiochemieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung HumangenetikFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Mikrobiologie, Virologie und InfektionsepidemiologieMolekularbiologe/MolekularbiologinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Molekularmediziner/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. Umgang mit Krankheitserregern)Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Versuchsanordnungen im Labor aufbauen)Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. mit Pipetten und empfindlichen Laborgeräten hantieren)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Bildschirm Arbeitsergebnisse dokumentieren und Gutachten erstellen; Gewebeproben unter dem Mikroskop untersuchen)Farbsinnstörungen (z.B. farbliche Veränderungen bei Versuchen/Verfahren erkennen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückfragen der Labormitarbeiter/innen zur Untersuchungsmethodik verstehen)Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. Schutzkleidung tragen beim Ab- und Umfüllen chemischer Substanzen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkeh...

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Molekularmediziner/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Klinische PharmakologieFacharzt/Fachärztin Fachrichtung Pharmakologie und ToxikologiePharmazeut/PharmazeutinBiochemiker/BiochemikerinGemeinsamkeiten:medizinische, biochemische, biologische und pharmazeutische Kenntnisse anwendenErfahrungen aus der medizinischen Dokumentation, biochemischen bzw. medizinischen Datenbanken einbringenHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Molekularmediziner/Molekularmedizinerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Molekularmediziner/Molekularmedizinerin in Deutschland?

Molekularmediziner/innen sind Fachleute, die in Deutschland in der biomedizinischen Forschung und Entwicklung im Bereich der medizinischen Biotechnologie tätig sind und gleichzeitig in molekularen und biochemischen Diagnoseprozessen mitwirken.

Ist Molekularmediziner/Molekularmedizinerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Molekularmediziner/Molekularmedizinerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Molekularmediziner/Molekularmedizinerin qualifiziert werden?

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Biomedizin, Molekulare Medizin.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Molekularmediziner/Molekularmedizinerin in Deutschland typischerweise?

Molekularmediziner bzw. Molekularmedizinerinnen arbeiten in erster Liniein Laborsin Büro- und Besprechungsräumenin Hörsälen oder UnterrichtsräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Molekularmediziner/Molekularmedizinerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.489 € bis 6.765 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 5.473 € bis 6.439 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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