Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin
Medizinische/r Dokumentationsassistent/in
Was ist Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin?
Steckbrief
Berufstyp: AusbildungsberufAusbildungsartSchulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt) Ausbildungsdauer: 2-5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)Lernorte Berufsfachschule: und Praktikumsbetrieb
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →Der Beruf Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:
- Betriebswirtschaftslehre/Business Studies
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Academic Presentation and Communication
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Academic Reading and Writing
Bachelor · Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Accounting and Auditing
Master · Ruhr-Universität Bochum
Accounting and Auditing
Master · Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
Accounting and Controlling
Master · Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sindBerufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband), schuleigene ComputerräumePraktikumsbetriebe: Büroräume z.B. von Krankenhausverwaltungen, Forschungsinstituten, medizinischen Rechenzentren
▶ Steckbrief
BerufstypAusbildungsberufAusbildungsartSchulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt)Ausbildungsdauer2-5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)LernorteBerufsfachschule und PraktikumsbetriebWas macht man in diesem Beruf?Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen sorgen für einen reibungslosen fachlichen Informationsfluss in allen Bereichen des Gesundheitswesens sowie in der Pharmazie. In Krankenhäusern arbeiten sie in der patientennahen Verwaltung, erheben Patientendaten, legen Krankenakten an und archivieren sie. Sie erfassen und erschließen die anfallenden medizinischen Daten und stellen sie bereit, z.B. als Diagnose- oder Spezialdokumentationen oder für die Abrechnung der erbrachten Leistungen. Ebenfalls betreuen sie Krankenhausinformationssysteme, entwickeln Software oder passen bestehende Softwareprodukte an und schulen Anwender/innen.Im Bereich medizinisch-dokumentarisches Informationsmanagement systematisieren, verschlagworten und verschlüsseln sie Daten und Informationen und entwerfen Bildschirmmasken für Formulare und Dokumentationen. Sie bauen Datenbestände auf, sichern und pflegen sie. Auch an der Erstellung von Statistiken sind sie beteiligt. In der Arzneimittelforschung können sie bei klinischen Studien bzw. bei der Arzneimittelprüfung mitwirken.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigungin Kliniken, Krankenhäusern und größeren Arztpraxenin der pharmazeutischen und...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungMedizinische/r Dokumentationsassistent/inBerufstypBerufsfachschulberufAusbildungsdauer2-5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)ZugangsvoraussetzungI.d.R. mittlerer BildungsabschlussWas macht man in diesem Beruf?Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen sorgen für einen reibungslosen fachlichen Informationsfluss in allen Bereichen des Gesundheitswesens sowie in der Pharmazie. In Krankenhäusern arbeiten sie in der patientennahen Verwaltung, erheben Patientendaten, legen Krankenakten an und archivieren sie. Sie erfassen und erschließen die anfallenden medizinischen Daten und stellen sie bereit, z.B. als Diagnose- oder Spezialdokumentationen oder für die Abrechnung der erbrachten Leistungen. Ebenfalls betreuen sie Krankenhausinformationssysteme, entwickeln Software oder passen bestehende Softwareprodukte an und schulen Anwender/innen.Im Bereich medizinisch-dokumentarisches Informationsmanagement systematisieren, verschlagworten und verschlüsseln sie Daten und Informationen und entwerfen Bildschirmmasken für Formulare und Dokumentationen. Sie bauen Datenbestände auf, sichern und pflegen sie. Auch an der Erstellung von Statistiken sind sie beteiligt. In der Arzneimittelforschung können sie bei klinischen Studien bzw. bei der Arzneimittelprüfung mitwirken.Wo arbeitet man?Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigungin Kliniken, Krankenhäusern und größeren Arztpraxenin der pharmazeutischen und chemischen Industriein Gesundheitsä...
▶ Ausbildungsdauer
Vollzeit: 2-3 JahreTeilzeit: höchstens 5 Jahre
▶ Auswahlverfahren
Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Es wird i.d.R. Wert auf gute Leistungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Biologie gelegt.Bei der Auswahl können auch einschlägige berufspraktische Vorkenntnisse eine Rolle spielen.
▶ Ausbildungsaufbau
Beispiel für die StundenverteilungMedizin: 400 StundenDokumentation: 400 StundenStatistik: 500 StundenInformatik: 600 StundenOrganisation und Recht des Gesundheitswesens: 300 StundenGesamtstundenzahl: 2.200 StundenDazu kommen mindestens zwei Praktika im Umfang von insgesamt sechs Monaten.
▶ Ausbildungskosten
Die Ausbildung an öffentlichen Schulen ist für die Schüler/innen in der Regel kostenfrei, jedoch fallen ggf. Aufnahme- und Prüfungsgebühren an. Private Schulen erheben dagegen meist Lehrgangsgebühren.Ggf. entstehen weitere Kosten, z.B. für Lernmittel, Fahrten zur Ausbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.FörderungsmöglichkeitenUnter bestimmten Bedingungen können Schüler/innen, die an einer berufsbildenden Ausbildung teilnehmen, eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten.Weitere Informationen: Das BAföG: alle Infos auf einen Blick
▶ Ausbildungsinhalte
Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:wie der menschliche Körper aufgebaut ist und wie die medizinischen Fachbegriffe für Körperteile, -funktionen und Krankheiten lautenwie man Daten aus der medizinischen Forschung recherchiert, ordnet und auswertetwie man Formulare und Schriftstücke erstelltwie Datenverarbeitungssysteme, Betriebssysteme und Netzwerke aufgebaut sindwie man medizinische Daten verwaltet, zusammenstellt und biometrisch auswertetwie man medizinische Leistungen prüft und abrechnetwie man qualitätssichernde Maßnahmen entwickeltwie man klinische und epidemiologische Studien plant, durchführt und auswertetwie Krankenblatt-Dokumentationen, Krankenregister und klinische Informationssysteme aufgebaut sindwie man in englischer Fachsprache kommuniziertBetriebspraktikaBei Praktika werden die theoretischen Inhalte im Büro umgesetzt und angewandt. Die Schüler/innen gewinnen Einblick in das Betriebsgeschehen, sammeln Erfahrungen in den berufstypischen Arbeitsmethoden und gewinnen einen Überblick über Aufbau und Ablauforganisation des Betriebs bzw. des Krankenhauses, Instituts oder der Forschungseinrichtung.ZusatzkenntnisseJe nach Angebot der einzelnen Schulen werden Zusatzkenntnisse vermittelt, die den Erwerb der Fachhochschulreife ermöglichen.
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im theoretischen Unterricht:Unterricht im Klassenverband, ggf. Projektarbeit, Aufarbeitung der Inhalte zu HauseIn schuleigenen Unterrichtsräumen und im Praktikumsbetrieb:Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. medizinische Daten erfassen und statistisch auswerten, Patientenakten anlegen und archivieren, Spezialdokumentationen erstellenUmgebung: Bildschirmarbeit in Büro-, Bibliotheks- oder Archivräumen, z.T. mit künstlicher DauerbeleuchtungArbeitszeit: ggf. Schichtarbeit (in Krankenhäusern)Anforderungen:Schriftliches und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Dokumentationen und Patientenberichte erstellen)Sorgfalt und Konzentrationsfähigkeit (z.B. auch unter Zeitdruck medizinische Datenbestände gewissenhaft prüfen) Organisatorische Fähigkeiten (z.B. Patientenakten-Archive einrichten und betreuen) Rechnerische Fähigkeiten (z.B. statistische Datenauswertungen vorbereiten und durchführen)Verschwiegenheit (Stillschweigen über medizinische Sachverhalte und Patientendaten wahren)
▶ Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Biologie/Chemie: z.B. um anatomische und physiologische Zusammenhänge zu verstehenDeutsch: z.B. um medizinische Formulare zu erstellenMathematik: z.B. um statistische Auswertungen zu erstellenInformatik: z.B. um digitalisierte Patientendaten mit entsprechender Software auszuwertenEnglisch: z.B. um englische Fachliteratur zu verstehen
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternative bietet sich für den Beruf Medizinische/r Dokumentationsassistent/in an:Bereich Archiv, Bibliothek und DokumentationFachangestellter/Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Information und DokumentationGemeinsamkeit:Informationen beschaffen, erschließen und anwendergerecht aufbereiten
▶ Ausbildungsdauer (Hessen)
Vollzeit: 3 Jahre (einschließlich Berufspraktikum)Teilzeit: höchstens 5 Jahre (einschließlich Berufspraktikum)
▶ Ausbildungsdauer (Sachsen)
Vollzeit: 3 Jahre
▶ Ausbildungsinhalte (Hessen)
Während des theoretischen und praktischen Unterrichts werden Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt:LehrgebieteMedizin funktionelle Anatomie, Physiologie, Pathologie (nach Organsystemen)medizinische TerminologieKrankheitslehreklinische Chemie und LaboratoriumsdiagnostikArzneimittelkundeDokumentationDokumentations- und Ordnungslehremedizinische DokumentationBibliothekswesenFachenglischStatistikMathematik deskriptive Statistik biostatische VerfahrenSozialmedizin und Epidemiologieklinische StudienEinsatz von statistischen ProgrammpaketenInformatik Einführung in die InformatikProgrammierungDatenbanktechnik Anwendungssoftwaremedizinische Informatik Organisation und Recht des Gesundheitswesens allgemeine OrganisationslehreEinführung in die KrankenhausbetriebswirtschaftOrganisation des GesundheitswesensRecht und BerufskundePraktikaWährend der Ausbildung sind mindestens zwei Praktika abzuleisten.
▶ Ausbildungsinhalte (Sachsen)
Während des theoretischen und praktischen Unterrichts werden Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt:PflichtbereichBerufsübergreifender BereichDeutsch/KommunikationGemeinschaftskundeWirtschaftskundeSportevangelische Religion, katholische Religion oder EthikBerufsbezogener BereichLiteraturdokumentationDokumentationseinheiten erfassen und erschließenDaten recherchieren und präsentierenmedizinische Dokumentationim beruflichen Umfeld orientieren in englischer Fachsprache kommunizieren medizinische Daten verwaltenMedizincontrollingDiagnosen und Prozeduren verschlüsselnmedizinische Leistungen überprüfen und abrechnenqualitätssichernde Maßnahmen entwickeln und anwendenKunden beraten, betreuen und schulenklinische StudienFormulare und andere Schriftstücke erstellenmedizinische Daten zusammenstellen und biometrisch auswertenDatenbanken erstellen, pflegen und abfragenStudien planen und durchführenStudien auswertenPraktische AusbildungDie praktische Ausbildung findet im Rahmen der schulischen Ausbildung statt.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Medizinische/r Dokumentationsassistent/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Sie dauert in Vollzeit 2-3 Jahre, in Teilzeit höchstens 5 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.Darüber hinaus gibt es Ausbildungen, die nach internen Regelungen der Bildungsanbieter durchgeführt werden.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Die Ausbildung ist nur in den genannten Bundesländern rechtlich geregelt und führt dort zu folgenden Abschlussbezeichnungen:Hessen, Mecklenburg-Vorpommern: Medizinischer Dokumentar/Medizinische DokumentarinSachsen, Sachsen-Anhalt:Staatlich geprüfter medizinischer Dokumentationsassistent/Staatlich geprüfte medizinische DokumentationsassistentinAlternativ kann die Ausbildung nach internen Regelungen der Bildungsanbieter durchgeführt werden. Die Abschlussbezeichnungen können von den oben genannten abweichen.
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessernIhre Chancen können angehende Medizinische Dokumentationsassistenten und Dokumentationsassistentinnen bereits während der Ausbildung verbessern, indem sie Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. die Fachhochschulreife als Basis für ein späteres Studium.Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Medizinische Dokumentationsassistenten und Dokumentationsassistentinnen in der pharmazeutischen Industrie, in Krankenhäusern, an medizinischen Fakultäten von Hochschulen sowie bei Krankenkassen und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von medizinischer Dokumentation bis hin zu Datenbankentwicklung.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fachwirt/in für Informationsdienste abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Informationsmanagement erwerben.Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als Anbieter von Informationsdienstleistungen.
▶ Ausbildungsdauer (Sachsen-Anhalt)
Vollzeit: 2 Jahre
▶ Ausbildungsinhalte (Sachsen-Anhalt)
Während des theoretischen und praktischen Unterrichts werden Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt:UnterrichtsfächerBerufsübergreifender LernbereichDeutsch/KommunikationSozialkundeSportReligion oder EthikBerufsbezogener LernbereichEnglischAnatomie/PhysiologieKrankheitslehreKrankenhausverwaltungPharmakologieDatenverarbeitungDokumentation/OrdnungslehreMathematik/StatistikDienst- und AnwenderprogrammeÜbungen zur Dokumentationmedizinische LiteraturdokumentationTextverarbeitungPraktische AusbildungWährend des Bildungsgangs wird eine praktische Ausbildung in Dokumentationsstellen durchgeführt.
▶ Ausbildungsdauer (Mecklenburg-Vorpommern)
Vollzeit: 3 JahreDie Ausbildung kann auch in Teilzeitform erfolgen, derzeit liegen jedoch keine Informationen zur Dauer vor.
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Regelung auf BundesebeneRahmenvereinbarung über die Berufsfachschulen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 17.10.2013 i.d.F. vom 21.03.2024)Die Rahmenvereinbarung der Kultusministerkonferenz über die Ausbildung an Berufsfachschulen ist kein unmittelbar geltendes Recht. Die einzelnen Bundesländer regeln die Assistentenausbildungen in ihren Schul- bzw. Berufsfachschulordnungen auf Grundlage der Rahmenvereinbarung.Regelungen auf LandesebeneDie Ausbildung ist in folgenden Bundesländern landesrechtlich geregelt:Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Medizinische Dokumentarinnen und Medizinische Dokumentare vom 06.12.2010 (Hess.GVBl. S. 721), zuletzt geändert durch Artikel 65 der Verordnung vom 16.12.2025 (Hess.GVBl. Nr. 110)Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Höheren Berufsfachschulen für Sozialpflege und Medizinische Dokumentation (Höhere Berufsfachschulordnung - HBFSMD) vom 05.07.1996 (GVOBl. M-V 1996, S. 512), geändert durch Verordnung vom 20.04.2006 (GVOBl. M-V S. 413; Mittl.bl. BM M-V S. 300)Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Berufsfachschule im Freistaat Sachsen (Schulordnung Berufsfachschule - BFSO), verkündet als Artikel 1 der Verordnung vom 24.10.2022 (SächsGVBl. S. 547), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 31.07.2024 (SächsGVBl. S. 783) Schulordnung Berufsfachschule vom 24. Oktober 2022 (SächsGVBl. S. 547), die durch Artikel 3 der Verordnung vom 24. Oktober 2022 (SächsGVBl. S. 547)Verordnung über Berufsbildende Schulen...
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
In der Regel ist ein mittlerer Bildungsabschluss erforderlich.Weitere Voraussetzungen können je nach Bundesland und Bildungsangebot vorliegen.
▶ Ausbildungsinhalte (Mecklenburg-Vorpommern)
Während des theoretischen und praktischen Unterrichts werden Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt:Allgemeine UnterrichtsfächerDeutschSozialkundeReligion oder PhilosophieBerufsbezogene FächerAnatomie und PhysiologiePathologiePharmakologieklinische Chemie und LaboratoriumsdiagnostikDokumentations- und Ordnungslehremedizinische DokumentationBibliothekswesenmedizinische Literatur-DokumentationssystemeMathematikbeschreibende medizinische Statistik und Grafikbiostatische VerfahrenTextverarbeitungEDV: Programmiersprachen IEDV: Programmiersprachen IIEDV: Betriebssysteme und DatenbankenBerufs- und GesetzeskundeFachenglischPraktische AusbildungWährend der Ausbildung werden Praktika und ein Berufspraktikum absolviert.
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung (Hessen)
Schulische bzw. berufliche Vorbildung: FachhochschulreifeoderRealschulabschluss und eine abgeschlossene mindestens 2-jährige Berufsausbildung
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung (Sachsen)
Schulische Vorbildung:Realschulabschluss
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung (Sachsen-Anhalt)
Schulische Vorbildung:Realschulabschluss
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung (Mecklenburg-Vorpommern)
Schulische Vorbildung:Mittlere ReifeWeitere Voraussetzung:gesundheitliche Eignung (ärztliches Attest)
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen sorgen für einen reibungslosen fachlichen Informationsfluss in allen Bereichen des Gesundheitswesens sowie in der Pharmazie. In Krankenhäusern arbeiten sie in der patientennahen Verwaltung, erheben Patientendaten, legen Krankenakten an und archivieren sie. Sie erfassen und erschließen die anfallenden medizinischen Daten und stellen sie bereit, z.B. als Diagnose- oder Spezialdokumentationen oder für die Abrechnung der erbrachten Leistungen. Ebenfalls betreuen sie Krankenhausinformationssysteme, entwickeln Software oder passen bestehende Softwareprodukte an und schulen Anwender/innen.Im Bereich medizinisch-dokumentarisches Informationsmanagement systematisieren, verschlagworten und verschlüsseln sie Daten und Informationen und entwerfen Bildschirmmasken für Formulare und Dokumentationen. Sie bauen Datenbestände auf, sichern und pflegen sie. Auch an der Erstellung von Statistiken sind sie beteiligt. In der Arzneimittelforschung können sie bei klinischen Studien bzw. bei der Arzneimittelprüfung mitwirken.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigungin Kliniken, Krankenhäusern und größeren Arztpraxenin der pharmazeutischen und chemischen Industriein Gesundheitsämternan medizinischen Fakultäten von Hochschulenbei Krankenkassen und -versicherungen bei Herstellern medizinischer SoftwareArbeitsorte:Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Bibliotheks- oder ArchivräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Schulungsräumenim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Für die Ausbildung ist i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss erforderlich. Die Berufsfachschulen wählen nach eigenen Kriterien aus.Worauf kommt es an?Anforderungen:Schriftliches und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Dokumentationen und Patientenberichte erstellen)Sorgfalt und Konzentrationsfähigkeit (z.B. auch unter Zeitdruck medizinische Datenbestände gewissenhaft prüfen) Organisatorische Fähigkeiten (z.B. Patientenakten-Archive einrichten und betreuen) Rechnerische Fähigkeiten (z.B. statistische Datenauswertungen vorbereiten und durchführen)Verschwiegenheit (Stillschweigen über medizinische Sachverhalte und Patientendaten wahren)Schulfächer:Biologie/Chemie (z.B. um anatomische und physiologische Zusammenhänge zu verstehen)Deutsch (z.B. um medizinische Formulare zu erstellen)Mathematik (z.B. um statistische Auswertungen zu erstellen)Informatik (z.B. um digitalisierte Patientendaten mit entsprechender Software auszuwerten)Englisch (z.B. um englische Fachliteratur zu verstehen)Was verdient man in der Ausbildung?Während der schulischen Ausbildung erhält man keine Vergütung. An manchen Schulen fallen für die Ausbildung Kosten an, z.B. Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren.
Ist Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin in Deutschland typischerweise? ▼
Medizinische Dokumentationsassistenten und -assistentinnen werden in schulischer Form ausgebildet.Lernorte sindBerufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband), schuleigene ComputerräumePraktikumsbetriebe: Büroräume z.B. von Krankenhausverwaltungen, Forschungsinstituten, medizinischen Rechenzentren
Wie hoch ist das typische Gehalt für Medizinischer Dokumentationsassistent/Medizinische Dokumentationsassistentin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.