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Medizinische Informatik (weiterführend)

Weiterbildung Informatik KldB B 43134

Was ist Medizinische Informatik (weiterführend)?

Ein Fachmann für Medizinische Informatik (Fortgeschrittenes Niveau) in Deutschland ist ein Profi, der Informatik und Medizinwissenschaften vereint und eine kritische Rolle bei der digitalen Transformation des Gesundheitssektors spielt. Diese Spezialisten sind verantwortlich für die Entwicklung, Implementierung, Verwaltung und Optimierung von Informationstechnologiesystemen in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern, Kliniken und Forschungszentren. Ihre Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert und umfassen Themen wie die Integration elektronischer Patientenaktensysteme (EHR), die Verwaltung medizinischer Bilddaten (PACS), die Entwicklung von Telemedizinlösungen, die Implementierung KI-gestützter Diagnosesysteme und die Sicherheit von Gesundheitsdaten. Diese Fachleute arbeiten typischerweise in IT-Abteilungen von Krankenhäusern, bei Medizintechnikunternehmen, Pharmafirmen oder Forschungseinrichtungen; sie nutzen effektiv Werkzeuge wie komplexe Datenbanken, Netzwerksysteme, spezielle medizinische Software und Sicherheitsprotokolle.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Bachelor-Abschluss in Medizinischer Informatik, Informatik, Computerwissenschaften oder einem verwandten Ingenieurwesen erforderlich, gefolgt von einem Master-Abschluss oder einem "Weiterbildung"-Programm (Fortbildung/Spezialisierung). Der Begriff "weiterführend" bezieht sich auf Spezialisierungsprogramme, die auf einer grundlegenden akademischen Ausbildung aufbauen und eine Vertiefung in einem bestimmten Bereich ermöglichen. Diese weiterführenden Ausbildungen werden in der Regel von Universitäten, Fachhochschulen oder privaten Bildungseinrichtungen angeboten, und von den Teilnehmern wird ein relevanter Bachelor-Abschluss und manchmal auch Berufserfahrung in der Branche erwartet. Für internationale Studierende oder Fachkräfte ist es von großer Bedeutung, sich im Voraus über die Anerkennungsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren der deutschen Universitäten oder weiterführenden Bildungseinrichtungen zu informieren. Für den akademischen und beruflichen Erfolg sind in der Regel gute Deutschkenntnisse (Niveau C1) und manchmal auch Englischkenntnisse erforderlich. Aufgrund des ständig wachsenden Bedarfs an Digitalisierung im Gesundheitssektor ist das Potenzial, in diesem Bereich eine Anstellung zu finden, sehr hoch.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Informatik →

Der Beruf Medizinische Informatik (weiterführend) in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Computerlaborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Studiendauer

Regelstudiendauer: 2-4 Semester

Studienkosten

Studienkosten Einschreib- und Verwaltungsgebühren sowie Semesterbeiträge (z.B. für das Studierendenwerk, die verfasste Studierendenschaft, Semesterticket)ggf. Studiengebühren Gebühren für "Langzeitstudierende", für ein Zweitstudium oder nach Verbrauch eines festgesetzten Studienguthabens Aufwendungen für Lernmittel und Studienbedarf, z.B. für Fachliteratur, Exkursionen Beiträge für eine studentische Krankenversicherung (i.d.R. bei Überschreiten der Altersgrenze von 25 Jahren oder bestimmter Einkommensgrenzen)FörderungsmöglichkeitenInformationen: Deutsches Studierendenwerk - FinanzierungsmöglichkeitenBundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 07.12.2010 (BGBl. I S. 1952), zuletzt geändert durch Artikel 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 16.04.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 107)

Studieninhalte

Pflichtmodule, z.B.:Ethics, Law and Compliance for Digital HealthHealth Systems and Sciences for Digital HealthMedizinische Bildverarbeitung und bildgebende Verfahren in der MedizinMedizinische Dokumentation und OrdnungssystemeSoftware Architectures for Digital HealthWahlpflichtmodule, z.B.:Computerassistierte ChirurgieHealth Data SecurityKünstliche Neuronale Netze, Deep Learning, Maschinelles Lernen und SignalverarbeitungNeuromorphe InformationsverarbeitungRegulatorische Aspekte der Klinischen ForschungScalable Computing and Algorithms for Digital HealthStatistische Aspekte der Analyse molekularbiologischer und genetischer DatenStrategisches Management von GesundheitsinformationssystemenPraktische Studieninhalte:Je nach Hochschule Praktika, Praxismodule, Praxissemester (z.B. in Einrichtungen des Gesundheitswesens)

Studiensituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Lehrveranstaltungen: während des Semesters in den Hörsälen und Seminarräumen der Hochschule Vorlesungen und Seminare besuchen; ggf. zu Hause an Online-Lehrveranstaltungen teilnehmenBerufsbegleitendes Studium: unter der Woche tagsüber im Beruf tätig und in den Abendstunden oder am Wochenende an der Hochschule Praktische Übungen: z.B. in Computerräumen Programmierübungen durchführen Eigenständige Arbeit: Lehrveranstaltungen vor- und nachbereiten, in Bibliotheken recherchieren, Referate vorbereiten, Hausarbeiten anfertigen (auch in der vorlesungsfreien Zeit)Wissenschaftliche Forschung: Fertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen Organisation und Planung: das Studium eigenverantwortlich planen, vorgegebene Studienzeiten einhalten, Studien- und Prüfungsleistungen rechtzeitig erbringen (Selbstdisziplin und Organisationstalent erforderlich)Berufsvorbereitung: ggf. Praktika absolvieren (z.B. in Einrichtungen des Gesundheitswesens), Berufseinstieg vorbereiten

Studienalternativen

Folgende Studienfächer können Alternativen für das Studienfach Medizinische Informatik (weiterführend) sein:Bereich Hard- und SoftwareentwicklungBioinformatik (weiterführend)Rechnergestützte Naturwissenschaft, Computational Science (weiterführend)Computervisualistik (weiterführend)Informatik (weiterführend)Informations-, Kommunikationstechnik (weiterführend)Softwaretechnik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Informationen verarbeiten und dafür nötige Software und Datenbanken entwickelnKenntnisse über Methoden und Konzepte der Informatik erwerbenBereich Medizin- und RehatechnikMedizinische Technik (weiterführend)Gemeinsamkeiten:Technologien der medizinischen Diagnostik und Therapie analysieren und anwendenKenntnisse in Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Medizin erwerben

Zugangsstudienfächer

Hochschulen setzen z.B. folgende Abschlüsse voraus:Medizinische Informatik (grundständig)Informatik (grundständig)Bioinformatik (grundständig)Biomathematik (grundständig)

Zusatzqualifikationen

Zusatz- und Schlüsselqualifikationen erleichtern einen erfolgreichen Berufseinstieg. Folgende Themen kommen z.B. infrage:ExistenzgründungRhetorikPräsentationZeitmanagementAuch Wahlpflicht- und Wahlmodule wie Computerassistierte Chirurgie können Zusatzqualifikationen vermitteln.Praktika z.B. in Einrichtungen des Gesundheitswesens bereiten gezielt auf das Berufsleben vor.Angebote zum Erwerb von Zusatz- und Schlüsselqualifikationen finden sich bei den Career Centern der Hochschulen (siehe Kontaktdaten der jeweiligen Hochschule):Hochschulen in Deutschland - Hochschulsuche des Hochschulkompass

Das Studium im Überblick

Das weiterführende Studienfach vertieft Kenntnisse aus dem grundständigen Studienfach und ggf. einer Berufstätigkeit in Bereichen wie Biomedical Computing oder Digital Health.Das Studium führt zu einem zweiten Hochschulabschluss.Medizinische Informatik kann man auch als Fern- und Teilzeitstudiengang studieren.

Studiengangsbezeichnungen

BeispieleBiomedizinische Informationstechnik (Master)Digitale Medizin (Master)Digital Health (Master)Digital Health and Data Science (Master)Medizininformatik (Master)Medizinische Informatik (Master)Smart Health Sciences (Master)

Mögliche Tätigkeitsfelder

Für Masterabsolventen der Medizinischen Informatik bieten sich unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft an, z.B. Softwareentwicklung, IT-Anwendungsberatung, -Training oder IT-Koordination, -Organisation, -Management oder IT-Vertrieb.Wer eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule anstrebt, muss i.d.R. promovieren. Eine Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft und Forschung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Entwicklung des Studienfachs

1960er-Jahre:Etablierung erster Studiengänge der Informatik in Karlsruhe, München und WienEntwicklung rechnergestützter Verfahren in der MedizinEtablierung der ersten Lehrstühle für Medizininformatik an Medizinischen Fakultäten in Mainz, Heidelberg, Kiel und Freiburg1972:Etablierung des weltweit ersten eigenständigen Studiengangs1999:Beginn des Bologna-Prozesses: Reform der europäischen Hochschullandschaft u.a. mit folgenden Zielen:Schaffung eines einheitlichen europäischen HochschulraumsHarmonisierung von Studiengängen und Studienabschlüssen: Einführung von Bachelor- und MasterstudiengängenVerbesserung der Mobilität von Studierenden und Lehrenden

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussgradeje nach StudiengangMaster of Arts (M.A.)Master of Science (M.Sc.)

Vergütung während des Studiums

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

Rechtliche Regelungen für das Studium

BundesebeneHochschulrahmengesetz (HRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.01.1999 (BGBl. I S. 18), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.11.2019 (BGBl. I S. 1622)Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (Beschluss der KMK vom 10.10.2003 i.d.F. vom 04.02.2010)Qualifikationsrahmen für deutsche Hochschulabschlüsse (Im Zusammenwirken von Hochschulrektorenkonferenz, Kultusministerkonferenz und in Abstimmung mit Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitet und von der Kultusministerkonferenz am 16.02.2017 beschlossen)LandesebeneHochschulgesetze in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften, z.B. über die Akkreditierung von StudiengängenQualifikations- oder HochschulzugangsverordnungenHochschulebeneSatzung der Hochschule Studien- und Prüfungsordnungen für die Studiengänge im jeweiligen Studienfach

Zugangsvoraussetzungen für das Studium

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Medizinische Informatik vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Medizinische Informatik (weiterführend)

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Medizinische Informatik (weiterführend) in Deutschland?

Ein Fachmann für Medizinische Informatik (Fortgeschrittenes Niveau) in Deutschland ist ein Profi, der Informatik und Medizinwissenschaften vereint und eine kritische Rolle bei der digitalen Transformation des Gesundheitssektors spielt. Diese Spezialisten sind verantwortlich für die Entwicklung, Implementierung, Verwaltung und Optimierung von Informationstechnologiesystemen in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern, Kliniken und Forschungszentren. Ihre Aufgabenbereiche sind sehr breit gefächert und umfassen Themen wie die Integration elektronischer Patientenaktensysteme (EHR), die Verwaltung medizinischer Bilddaten (PACS), die Entwicklung von Telemedizinlösungen, die Implementierung KI-gestützter Diagnosesysteme und die Sicherheit von Gesundheitsdaten. Diese Fachleute arbeiten typischerweise in IT-Abteilungen von Krankenhäusern, bei Medizintechnikunternehmen, Pharmafirmen oder Forschungseinrichtungen; sie nutzen effektiv Werkzeuge wie komplexe Datenbanken, Netzwerksysteme, spezielle medizinische Software und Sicherheitsprotokolle.

Um diesen Beruf in Deutschland auszuüben, ist in der Regel ein Bachelor-Abschluss in Medizinischer Informatik, Informatik, Computerwissenschaften oder einem verwandten Ingenieurwesen erforderlich, gefolgt von einem Master-Abschluss oder einem "Weiterbildung"-Programm (Fortbildung/Spezialisierung). Der Begriff "weiterführend" bezieht sich auf Spezialisierungsprogramme, die auf einer grundlegenden akademischen Ausbildung aufbauen und eine Vertiefung in einem bestimmten Bereich ermöglichen. Diese weiterführenden Ausbildungen werden in der Regel von Universitäten, Fachhochschulen oder privaten Bildungseinrichtungen angeboten, und von den Teilnehmern wird ein relevanter Bachelor-Abschluss und manchmal auch Berufserfahrung in der Branche erwartet. Für internationale Studierende oder Fachkräfte ist es von großer Bedeutung, sich im Voraus über die Anerkennungsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren der deutschen Universitäten oder weiterführenden Bildungseinrichtungen zu informieren. Für den akademischen und beruflichen Erfolg sind in der Regel gute Deutschkenntnisse (Niveau C1) und manchmal auch Englischkenntnisse erforderlich. Aufgrund des ständig wachsenden Bedarfs an Digitalisierung im Gesundheitssektor ist das Potenzial, in diesem Bereich eine Anstellung zu finden, sehr hoch.

Ist Medizinische Informatik (weiterführend) eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Medizinische Informatik (weiterführend)" einer Weiterbildung — fortgeschrittene Spezialisierung, die auf einer bestehenden Ausbildung oder einem Abschluss aufbaut (z. B. Meister, Fachwirt, zertifizierter Kurs).

Wie kann ich in Deutschland als Medizinische Informatik (weiterführend) qualifiziert werden?

Voraussetzung für das Studium ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss; meist wird ein grundständiges Studium im Studienfach Medizinische Informatik vorausgesetzt.Bei weiterbildenden Studiengängen ist eine mindestens 1-jährige Berufspraxis erforderlich.Je nach Hochschule erfolgt ein hochschulinternes Auswahlverfahren. Auswahlkriterien sind z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium.Gegebenenfalls sind Kenntnisse in Englisch nachzuweisen.

Wo arbeiten Medizinische Informatik (weiterführend) in Deutschland typischerweise?

Das Studium findet an Universitäten und Fachhochschulen statt.Lernorte sind an der Hochschule: Hörsäle, Seminar- und Übungsräume, Bibliotheken, Computerlaborszu Hause (z.B. Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten; ggf. Teilnahme an Online-Lehrveranstaltungen)

Wie hoch ist das typische Gehalt für Medizinische Informatik (weiterführend) in Deutschland?

Während des Studiums erhält man keine Vergütung.Für Praxisphasen kann eine Entlohnung vereinbart werden.

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