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Medizininformatiker/Medizininformatikerin

Medizininformatiker/in

Grundberuf Informatik KldB B 43134

Was ist Medizininformatiker/Medizininformatikerin?

Medizininformatiker/innen in Deutschland sind Fachkräfte, die Informationstechnologie (IT)-Systeme, die speziell auf den Gesundheitssektor zugeschnitten sind, entwickeln, implementieren und warten. Diese Systeme umfassen ein breites Spektrum, das von Krankenhausinformationssystemen über bildgebende Diagnosegeräte, computergestützte Operationstechniken bis hin zu wissensbasierten Entscheidungsunterstützungssystemen reicht.

Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, Software zu entwickeln, die die strukturierte Darstellung medizinischer Informationen und die Unterstützung ärztlicher Entscheidungen ermöglicht. Sie programmieren Anwendungen für Diagnose- und Therapieprozesse, erstellen Schnittstellen für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Softwaresystemen und arbeiten an der Verarbeitung medizinischer Bilder. Zum Beispiel entwickeln sie Software für bildgebende Systeme wie Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT), konzipieren IT-Lösungen zur Überwachung von Patienten in Operations- und Intensivstationen und optimieren Laborprozesse. Des Weiteren entwickeln sie Software für Krankenhäuser und Arztpraxen, um den Patientenfluss, Termin-

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Informatik →

Der Beruf Medizininformatiker/Medizininformatikerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Informatik:

Detaillierte Informationen

Medien

Informationsangebote der Bundesagentur für ArbeitBerichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt, Juni 2025: Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe im Kontext der TransformationWeitere InformationsangeboteBig Data Insidere:Med SystemmedizinGesundheit-studieren.com - Der Wegweiser zu deinem StudiumGMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (MIBE)IKT-Branchenbild 2024: Volkswirtschaftliche Kennzahlen, Innovations- und GründungsgeschehenInformatik AktuellInformatik-SpektrumInternational Journal of Medical Informaticskaggle.com - Your Home for Data ScienceMachine Learning in der Medizintechnik. Analyse und HandlungsempfehlungenMedizininformatik-InitiativeMedizinische Biotechnologie in Deutschland 2024Telemedicine and e-Health

Trends

Soft Robotik in der MedizinSoft Robotik ist ein Forschungsgebiet, das sich mit der Entwicklung von Robotern aus weichen, flexiblen Materialien befasst. Weiche Roboter bestehen z.B. aus Gummi oder Silikon. Sie stehen im starken Gegensatz zu anderen Robotern aus starren Materialien. Forscherteams konnten bereits biologisch abbaubare, künstliche Muskeln erzeugen, die sich ausdehnen und zusammenziehen. In der Medizin kann Soft Robotik eingesetzt werden, um Medikamente präzise zu verabreichen. In der Pflege und im Bereich der Rehabilitation können weiche Serviceroboter Menschen im Alltag unterstützen. Beschäftigte aus den Bereichen Medizintechnik, Pflege und Rehabilitation werden sich mit diesem Trend auseinandersetzen.QuantencomputingQuantencomputer sind Rechner, die Quantenmechanik nutzen und dadurch ihre Rechenleistung bei komplexen Problemen exponentiell steigern können. Sie sollen künftig z.B. dabei helfen, Krankheiten wie Alzheimer-Demenz oder Morbus Parkinson besser zu verstehen und maßgeschneiderte Medikamente zu entwickeln. Auch bei anderen praktischen Anwendungen, etwa der Verkehrssteuerung, der Materialwissenschaft oder im Finanzwesen könnte Quantencomputing nützlich sein. Quantencomputer werden bisher hauptsächlich in der Forschung eingesetzt. Fach- und Führungskräfte in der Informatik sollten sich mit den Entwicklungen auf diesem Gebiet beschäftigen. Krankenhaus 4.0Die Digitalisierung verändert die Gesundheitswirtschaft zunehmend. Führungskräfte, Verwaltungsangestellt...

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Entwickeln der Struktur einer medizinischen Datenbankz.B. Entwerfen von IT-Lösungen für die Steuerung und Automatisierung von Prozessen im Laborz.B. Programmieren von Software für die Bettenverwaltung und TerminplanungInteresse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeitenz.B. Überwachen der bildgebenden Verfahren bei minimal-invasiven Eingriffenz.B. Prüfen der Verkabelung im medizinischen RechenzentrumInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Pflegen von Krankenhausinformationssystemen

Arbeitsorte

Medizininformatiker und Medizininformatikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Computerräumenin Besprechungs- und Schulungsräumenin IT-LaborsDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:Angewandte InformatikApotheken-Management-SystemeDatenbankadministration, -management, -organisationDatenübernahme, DatenaufbereitungE-HealthEntwicklungKI-ProgrammierassistentenKrankenhausinformationssysteme - KISMedizinische DokumentationMedizinische InformatikMedizintechnik, biomedizinische TechnikModellbildung, Simulation (IT)Netzwerkadministration, -management, -organisationProgrammierenSoftwaretechnik, Software-EngineeringSystemsoftware (Entwicklung, Programmierung, Analyse)Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AlgorithmenDatenanalyseDatenschutzElektronische Pflegedokumentation - ePDForschungImpfmanagement-PlattformenIT-AnwendertrainingKrankenhausmanagement, -ökonomieLehrtätigkeit (Hochschule)MathematikNeuromorphic ComputingNotfall-Informations- und Dokumentations-Assistent - NIDAQualitätsmanagementStatistikSystembetreuung, Systemadministration, SystemverwaltungSystemintegrationWissensmanagementsystemeWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Betriebssysteme"Kompetenzgruppe "Datenbanken, Datenverwaltungssysteme"Kompetenzgruppe "Netzprotokolle"Kompetenzgruppe "Netzwerktechnik"Kompetenzgruppe "Netzwerkzertifizierungen"Kompetenzgruppe "Programmiersprachen, Programmbibliotheken, Entwicklungsumgebungen"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Medizininformatiker/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. Software für die Modellierung und Visualisierung biologischer Prozesse entwickeln)Affective Computing (z.B. Systeme zur Erfassung und Interpretation von Emotionen im medizinischen Anwendungsbereich entwickeln)Apotheken-Management-Systeme (z.B. die Architekturen von Apotheken-Management-Systemen konzipieren und programmieren)Augmented Analytics (z.B. Software für die Auswertung medizinischer Studien oder Bilder und Daten planen und laufend weiterentwickeln)Bilderkennung (z.B. Software für die Auswertung bildgebender Verfahren wie Magnetresonanztomografie, Sonografie, Angiografie oder Kernspintomografie entwickeln)Computerassistierte Chirurgie - CAS (z.B. Systeme für die computerassistierte Chirurgie planen und entwickeln)Datenanalyse (z.B. mithilfe von Data-Mining-Tools klinische und pharmakologische Datenerhebungen auswerten)DevOps-Tools (z.B. DevOps-Werkzeuge bei der Entwicklung von Software zur Simulation biologisch-chemischer Prozesse anwenden)Distributed Filesystem - DFS (z.B. netzwerkübergreifende Dateisysteme für Krankenhäuser entwickeln und aufbauen)Elektronische Patientenakte - ePA (z.B. Systeme zur digitalen Sammlung patientenbezogener Gesundheitsdaten entwickeln)Elektronische Pflegedokumentation -...

Arbeitssituation

Medizininformatiker/innen erkennen die Anforderungen an medizintechnische Geräte und deren elektronische Steuerung sowie an IT-Systeme im Gesundheitswesen und entwickeln geeignete Lösungen, wozu sie analytisches Denkvermögen benötigen. Sie tragen große Verantwortung, weil diese Systeme oft entscheidend sind für Gesundheit und Leben von Patienten. Deshalb arbeiten sie mit großer Genauigkeit und Konzentration, bei langwierigen Projekten auch mit Geduld und Ausdauer. Interdisziplinäres Denken und Teamfähigkeit ermöglichen die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus anderen Bereichen. Im Beratungsgespräch mit Auftraggebern oder Kunden gehen sie auf deren Wünsche und Anforderungen ein, informieren über mögliche Lösungen und wägen deren Vor- und Nachteile fachkundig ab. In der Lehre an Hochschulen wenden sie zudem pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen der Studierenden. Wenn sie an internationalen Tagungen teilnehmen oder in internationalen Projektteams mitarbeiten, ist ihre interkulturelle Kompetenz gefragt, und sie kommunizieren in Englisch oder einer anderen Fremdsprache. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben.Medizininformatiker/innen arbeiten im Büro, wo sie am Computer mit informations- und kommunikationstechnischen Systemen umgehen. In Besprechungs- bzw. Unterrichtsräumen führen sie Meetings, Schulungen oder Seminare durch...

Existenzgründung

Medizininformatiker und Medizininformatikerinnen können freiberuflich z.B. im eigenen Softwarehaus oder in folgenden Bereichen arbeiten: Beratung und Dienstleistungen im GesundheitswesenVertrieb von Hard- und Softwareprodukten

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.438 € bis 5.924 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 6.378 € bis 6.650 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

Softwareentwicklung, -bereitstellungProgrammierungstätigkeiten a. n. g., insbesondere für den IT- und medizintechnischen BereichEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware, z.B. Softwarehäuser, in denen Softwaresysteme für den medizinischen Bedarf entwickelt und vertrieben werdenIT-DienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie, insbesondere für den IT- und medizintechnischen BereichDatenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten, z.B. medizinische Archive und InformationssystemeGesundheitswesenKrankenhäuser, Rechenzentren sowie IT-Dienstleistungen an Hochschul- sowie Vorsorge- und RehabilitationsklinikenSonstiges Gesundheitswesen a. n. g., z.B. Erbringung von Beratungs-, Informations- und Servicedienstleistungen im GesundheitsbereichNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. IT-unterstützte Projekte an Hochschulen, an Instituten für medizinische Dokumentation und Statistik, klinischen Tumorzentren, klinischen und medizinischen Laboratorien, medizinischen RechenzentrenMedizinische Technik, Orthopädie, ZahntechnikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g.Zahntechnische LaboratorienHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, Fachaka...

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Medizinische Informatik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Medizinische Informatik (grundständig)Medizinische Informatik (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Medizininformatiker und Medizininformatikerinnen finden Beschäftigung z.B.bei IT-Dienstleistern, Software- und Datenbankanbieternim Gesundheitswesen (z.B. Krankenhäuser, Arztpraxen, Krankenkassen, Medizinische Versorgungszentren, Pharmaunternehmen, Beratungsfirmen, Gesundheitsämter)bei Herstellern medizintechnischer Gerätein Forschung und Entwicklung

Tätigkeitsbezeichnungen

Medizininformatiker/inBerufsbezeichnung in französischer SpracheInformaticien/Informaticienne (informatique médicale)

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft zur engagierten Übernahme anspruchsvoller Programmierarbeiten mit engen Fertigstellungsterminen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Analyse von Schwachstellen in Krankenhausinformationssystemen; Durchführen langwieriger und umfangreicher Testläufe)Sorgfalt (z.B. genaues Prüfen von Anwendungslösungen im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Korrektheit, Effektivität, IT-Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Entwickeln von bildgebenden Therapie- und Diagnoseverfahren)Lernbereitschaft (z.B. kontinuierliche Weiterbildung zu den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Medizininformatik durch Lesen von Fachliteratur oder Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen)

Die Tätigkeit im Überblick

Medizininformatiker und Medizininformatikerinnen entwickeln und betreuen IT-Systeme für das Gesundheitswesen, z.B. Krankenhausinformationssysteme, bildgebende Diagnoseverfahren, computerunterstützte Operationstechniken oder wissensbasierte Systeme.

Stellen- und Bewerberbörsen

Computerwoche.deDeutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds)Fachinformatiker.degoleminformatik-personal.deitjobs.rocksIT-Positionen.deIT-Trefflife-science Karriere Servicesmd-stellenboersepharmajobs.com

Verbände und Organisationen

Berufsverband Medizinischer Informatiker e.V. (BVMI)Bundesverb. Informationswirt., Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom)Bundesverband Gesundheits-IT e. V. (bvitg e. V.)CEPIS - Council of European Professional Informatics SocietiesDeutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsche Gesellschaft f. Med. Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)IG Metall (IGM)VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (Mitarbeiter/innen anleiten und führen, Studierende unterrichten und betreuen)Verantwortung für Sachwerte (z.B. auf die effiziente Verwendung von Forschungs- und Entwicklungsbudgets achten)Kundenkontakt (z.B. bei der Beratung oder der Anpassung von IT-Systemen und IT-Anwendungen an die individuellen Bedürfnisse der Kunden)Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Hardwarekomponenten auswählen und montieren)Bildschirmarbeit (z.B. Arbeiten mit Visualisierungs- und Simulationsprogrammen)Arbeit in BüroräumenArbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)Arbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen (z.B. in Kliniken und Krankenhäusern)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Informationsbeschaffung, -erschließung, -aufbereitungData-Warehouse-Analyst/Data-Warehouse-AnalystinIT-Koordination, -Organisation, -ManagementDeployment-/Release-Manager / Deployment-/Release-ManagerinIT-Manager/IT-ManagerinIT-Organisator/IT-OrganisatorinLeiter/Leiterin der SoftwareentwicklungLeiter/Leiterin der ITIT-Dispatcher/IT-DispatcherinIT-SicherheitDatenschutzbeauftragter/DatenschutzbeauftragteIT-Sicherheitskoordinator/IT-SicherheitskoordinatorinIT-SystemadministrationSite Reliability EngineerIT-SystementwicklungDevOps EngineerSoftware-ArchitectLehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinSoftwareentwicklungMobile DeveloperProzessmanager/Prozessmanagerin für RPASoftwareentwickler/SoftwareentwicklerinWeb DeveloperVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungRequirement-Manager/Requirement-ManagerinWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Produkte, z.B. Steuerungssysteme und Software für Diagnose- und Therapiegeräte wie Computertomografen, für Klinikverwaltungssysteme, für Systeme zur Erhaltung der VitalfunktionenUnterlagen, z.B.: Datenbankkonzepte, Hard- und Softwaredokumentationen, Schulungsunterlagen, Rechtsvorschriften (z.B. Datenschutzbestimmungen)Computertechnik und Software, z.B.: Betriebssysteme, Netzwerksysteme, Visualisierungs- und SimulationsprogrammeBüroausstattung, z.B. PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Medizininformatiker und Medizininformatikerinnen entwickeln Systeme, die medizinisches Wissen strukturiert bereitstellen und ärztliche Entscheidungen unterstützen. Sie programmieren Anwendungen für Diagnostik und Therapie, erstellen Schnittstellen zwischen verschiedenen Softwaresystemen und arbeiten an der Bildverarbeitung medizinischer Daten. Dabei ermöglichen sie unter anderem die Übertragung von Echtzeitbildern auf Arbeitsplätze in der Praxis. Zusätzlich gestalten sie Krankenhausinformationssysteme und verbessern den Datenaustausch zwischen medizinischen Einrichtungen. In der Forschung und Pharmaindustrie unterstützen sie klinische Studien durch Planung, Datenauswertung und Entwicklung statistischer Methoden. Sie helfen dabei, Krankheitsregister zu erstellen, epidemiologische Daten zu analysieren und Risikomodelle zu berechnen.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Medizintechnik, Softwareentwicklung, IT-Projektmanagement oder Forschung und Entwicklung).Darüber hinaus kann sich der Trend zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Medizininformatiker/innen entwickeln. Das Thema Quantencomputing bietet ebenso Weiterbildungspotenzial.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Medizinische Informatik oder Bioinformatik.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Dokumentation und DatenmanagementSoftware zur Erfassung, Auswahl und Aufbereitung von personenbezogenen Gesundheitsdaten (z.B. Kassenzugehörigkeit, Anamnese, Diagnostik, Therapie usw.) entwickeln, installieren und anpassenExpertensysteme für Diagnostik und Simulation biologischer Prozesse planen und entwickelnSoftware zur Auswertung und Präsentation medizinischer Studien erstellenmedizinische Datenbanken konzipieren, aufbauen und pflegenIT-Lösungen für MedizintechnikSysteme zur medizinischen Überwachung von Patienten/Patientinnen während Operationen und auf Intensivstationen entwickelnIT-Lösungen für Laborprozesse konstruieren und optimierenBildverarbeitungssysteme für Diagnostik und Chirurgie entwickeln und betreuen (z.B. Magnetresonanztomografie, Sonografie, Computertomografie)IT-gestützte Therapieverfahren entwickeln und optimieren bei Entwicklung von Operations- und Pflegerobotern mitwirkenKrankenhaus- und PraxissoftwareSoftware für Steuerung von Informations- und Materialströmen oder für Ablaufsteuerung der Patienten/Patientinnen im Krankenhaus oder in Arztpraxis entwickeln und anpassenProgramme für Verwaltungsaufgaben erstellen und betreuen (z.B. Bettenverwaltung, Zeit- und Terminplanung, Lagerhaltung)Systeme für Leistungsabrechnung zwischen medizinischen Einrichtungen und Krankenkassen entwickelnSpezialsysteme im Gesundheitswesen implementieren und betreuen (z.B. Dokumentationssysteme für Intensivstationen und Anästhesie)Informationsmanagementfunktionales Datenmanageme...

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Medizininformatiker/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungIngenieur/Ingenieurin für MedizintechnikBioinformatiker/BioinformatikerinGemeinsamkeiten:medizinische bzw. biologische Daten erfassen, analysieren und aufbereitenVisualisierungsmethoden anwendenDatenbanken und Benutzeroberflächen entwickelnHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Medizininformatiker/innen entwickeln, betreuen, betreiben und vertreiben medizinische Informations- und Dokumentationssysteme, z.B. Krankenhausinformationssysteme, bildgebende Therapie- und Diagnoseverfahren, computerunterstützte Operationstechniken oder wissensbasierte Systeme.Informationssysteme entwickelnMedizininformatiker/innen entwickeln Verfahren und Systeme, mit deren Hilfe Ärzte und Ärztinnen medizinische Daten sammeln, sichten und aufbereiten können, um eine Vielzahl von Befunden zu einer Gesamtaussage zusammenzufassen. Ein wichtiger Arbeitsbereich ist die Entwicklung von Krankenhausinformationssystemen für die Krankenhausadministration wie auch das Patientenmanagement. Hierfür verarbeiten Medizininformatiker/innen Daten zu betriebswirtschaftlichen Abläufen (Abrechnungen, Leistungen, Kosten für Unterhalt und Verbrauchsmaterial) sowie patientenbezogene medizinische Daten (Befunde, Therapie-Ergebnisse, Medikamente, Fieberkurven usw.). Sie wählen Komponenten aus, beschaffen und installieren sie, überwachen den Betrieb und passen Systeme ggf. an die speziellen Bedürfnisse des Krankenhauses an.Bilderzeugende Verfahren ermöglichenBilderzeugende Verfahren für die Diagnostik, z.B. Magnetresonanztomografie, Sonografie, digitale Angiografie, funktionieren rechnergestützt. Medizininformatiker/innen programmieren beispielsweise Schnittstellen zwischen der Praxissoftware und digitalen Diagnosesystemen. Sie erarbeiten Verfahren, die aus den Messdaten dreidimensional...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwenden mathematischer Methoden bei der Entwicklung von medizintechnischen Anwendungen)figural-räumliches Denken (z.B. Entwickeln bildgebender 3-D-Therapie- und Diagnoseverfahren)Technisches Verständnis (z.B. Entwickeln medizintechnischer Apparate)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Leiten von IT-Projekten; Planen des Mitarbeitereinsatzes)Kenntnisse und FertigkeitenRechenfertigkeiten (z.B. Prüfen von Programmen oder Programmteilen für die Leistungsabrechnung)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. umfangreiche Programmierarbeiten am Computer ausführen)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Schulungen zu Krankenhausinformationssystemen durchführen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Bildschirm mit Visualisierungs- und Simulationsprogrammen arbeiten)Farbsehvermögen (z.B. Bildverarbeitungssysteme für Diagnostik und Chirurgie entwickeln und betreuen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückfragen von Anwendern, Kunden oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Medizininformatiker/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür die Gesamttätigkeit (i.d.R. kurze Einarbeitung):Informatiker/Informatikerinfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Leiter/Leiterin der ITLeiter/Leiterin der SoftwareentwicklungSoftware-ArchitectSoftwareentwickler/Softwareentwicklerinin angrenzenden Berufen:Informatiker/Informatikerin (Weiterbildung)Informationsmanager/InformationsmanagerinEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Medizininformatiker/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. umfangreiche Programmierarbeiten am Computer ausführen)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Schulungen zu Krankenhausinformationssystemen durchführen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Bildschirm mit Visualisierungs- und Simulationsprogrammen arbeiten)Farbsinnstörungen (z.B. Bildverarbeitungssysteme für Diagnostik und Chirurgie entwickeln und betreuen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückfragen von Anwendern, Kunden oder Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Medizininformatiker/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungIngenieur/Ingenieurin für MedizintechnikBioinformatiker/BioinformatikerinGemeinsamkeiten:medizinische bzw. biologische Daten erfassen, analysieren und aufbereitenVisualisierungsmethoden anwendenDatenbanken und Benutzeroberflächen entwickelnHinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Medizininformatiker/Medizininformatikerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Medizininformatiker/Medizininformatikerin in Deutschland?

Medizininformatiker/innen in Deutschland sind Fachkräfte, die Informationstechnologie (IT)-Systeme, die speziell auf den Gesundheitssektor zugeschnitten sind, entwickeln, implementieren und warten. Diese Systeme umfassen ein breites Spektrum, das von Krankenhausinformationssystemen über bildgebende Diagnosegeräte, computergestützte Operationstechniken bis hin zu wissensbasierten Entscheidungsunterstützungssystemen reicht.

Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, Software zu entwickeln, die die strukturierte Darstellung medizinischer Informationen und die Unterstützung ärztlicher Entscheidungen ermöglicht. Sie programmieren Anwendungen für Diagnose- und Therapieprozesse, erstellen Schnittstellen für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Softwaresystemen und arbeiten an der Verarbeitung medizinischer Bilder. Zum Beispiel entwickeln sie Software für bildgebende Systeme wie Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT), konzipieren IT-Lösungen zur Überwachung von Patienten in Operations- und Intensivstationen und optimieren Laborprozesse. Des Weiteren entwickeln sie Software für Krankenhäuser und Arztpraxen, um den Patientenfluss, Termin-

Ist Medizininformatiker/Medizininformatikerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Medizininformatiker/Medizininformatikerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Medizininformatiker/Medizininformatikerin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Medizinische Informatik.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Medizininformatiker/Medizininformatikerin in Deutschland typischerweise?

Medizininformatiker und Medizininformatikerinnen arbeiten in erster Liniein Büroräumenin Computerräumenin Besprechungs- und Schulungsräumenin IT-LaborsDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Medizininformatiker/Medizininformatikerin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 4.438 € bis 5.924 €Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (monatlich): 6.378 € bis 6.650 €Quellen:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und SozialesHinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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