Was ist Landwirt/Landwirtin?
Steckbrief
Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Landwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)
Studiengänge, die zu diesem Beruf führen
Feld Agrar-, Forst- und Ernährungswiss. →Der Beruf Landwirt/Landwirtin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Agrar-, Forst- und Ernährungswiss.:
- Nutzpflanzenwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Agrarwirtschaft
Bachelor · Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Agrarwissenschaften
Bachelor · Universität Rostock
Agrarwissenschaften
Master · Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Agricultural and Horticultural Sciences - Bachelor of Science - Monobachelor
Bachelor · Institut für Kunst- und Bildgeschichte (IKB) der Humboldt-Universität zu Berlin
Agricultural Economics
Master · Universität Rostock
Detaillierte Informationen
▶ Lernorte
Landwirte und Landwirtinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. landwirtschaftliche Betriebe): im Freien, Ställe, Lagerräume, Geräte- und MaschinenschuppenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Für die Vermittlung der verschiedenen Schwerpunkte der landwirtschaftlichen Produktion wird die Ausbildung ggf. auch in mehreren Ausbildungsbetrieben durchgeführt.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein):Regionales Berufsbildungszentrum Bad Segeberg- BBZ Schulbürosowie in Mölln (Schleswig-Holstein):BBZ Berufsbildungszentrum MöllnQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
▶ Steckbrief
BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung in der Landwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 Jahre LernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Landwirte und Landwirtinnen erzeugen pflanzliche sowie tierische Produkte und verkaufen diese. Abhängig vom jahreszeitlichen Ablauf bearbeiten sie Böden, wählen Saatgut aus, mähen, düngen, pflegen Pflanzen und wenden Pflanzenschutzmittel an. Bei ihren Tätigkeiten benutzen sie meist landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge und Anlagen, die sie nicht nur bedienen und überwachen, sondern auch warten. Nach der Ernte lagern oder konservieren sie ihre Erzeugnisse oder vermarkten sie. In der Tierhaltung füttern, tränken und pflegen sie Nutztiere und reinigen Ställe. Auch Buchführungs- und Dokumentationsarbeiten gehören zu ihren Aufgaben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Landwirte und Landwirtinnen finden Beschäftigung in erster Linie in landwirtschaftlichen Betrieben bzw. GroßbetriebenArbeitsorte:Landwirte und Landwirtinnen arbeiten in erster Linieim Freien in Ställenin Lagerräumen, Scheunen, Geräte- und Maschinenschuppen, auf HeubödenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchan Marktständen oder in Hoflädenin BüroräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hau...
▶ BERUF AKTUELL
BerufsbezeichnungLandwirt/inBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Landwirte und Landwirtinnen erzeugen pflanzliche sowie tierische Produkte und verkaufen diese. Abhängig vom jahreszeitlichen Ablauf bearbeiten sie Böden, wählen Saatgut aus, mähen, düngen, pflegen Pflanzen und wenden Pflanzenschutzmittel an. Bei ihren Tätigkeiten benutzen sie meist landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge und Anlagen, die sie nicht nur bedienen und überwachen, sondern auch warten. Nach der Ernte lagern oder konservieren sie ihre Erzeugnisse oder vermarkten sie. In der Tierhaltung füttern, tränken und pflegen sie Nutztiere und reinigen Ställe. Auch Buchführungs- und Dokumentationsarbeiten gehören zu ihren Aufgaben.Wo arbeitet man?Landwirte und Landwirtinnen finden Beschäftigung in erster Linie in landwirtschaftlichen Betrieben bzw. GroßbetriebenWeitereBerufe mit PflanzenBerufe mit Tieren
▶ Ausbildungsdauer
3 Jahre
▶ Ausbildungsaufbau
Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (berufliche Grundbildung) und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Techniken und Organisation der betrieblichen Arbeit, Produktion und VermarktungPflanzenproduktionTierproduktionAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten:Pflanze - Produktionsverfahren/Betriebszweig: Standortaufnahme, Bodenbearbeitung, Aussaat/Pflanzung, Düngung, Bestandspflege, Vermarktung/BetriebserfolgTier - Produktionsverfahren/Betriebszweig: Standortaufnahme, Fütterung, Züchtung, Haltung, Pflege, Vermarktung/Betriebserfolg2. und 3. Ausbildungsjahr:Ausbildung im Betrieb (berufliche Fachbildung) und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. Ausbildungsjahrbetriebliche Ergebnisse, z.B. Leistungen und Kosten in den Betriebszweigen ermittelnAusbildung in der Berufsschule in den Lerngebieten:Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. AusbildungsjahrAlternative LandwirtschaftZwischenprüfung vor Ende des 2. AusbildungsjahresAbschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr
▶ Ausbildungskosten
Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
▶ Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie Nutztiere gefüttert und betreut werden welche Vorbeugemaßnahmen es gegen Tierkrankheiten gibtwie Lagerräume und Lagerbehälter zu pflegen sind wie man Maschinen für die Bodenbearbeitung, Saat, Düngung und Ernte bedient welche Wartungsvorschriften und Schmierpläne beim Pflegen und Warten von Maschinen und Einrichtungen einzuhalten sindwie man Verkaufsprodukte aufbereitet und dabei Anlagen zum Trocknen, Reinigen, Sortieren, Mahlen und Mischen benutztwas beim Milchmelken und der Euterpflege zu beachten ist wie man Bodenuntersuchungen durchführt und den Nährstoffgehalt des Bodens ermitteltwelche Qualitätsnormen und -kontrollen zu beachten sindwie man Futtervoranschlag und Futterberechnungen kalkuliertDarüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:auf berufsspezifischen Lerngebieten (z.B. Alternative Landwirtschaft)in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde
▶ Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Felder bestellen, landwirtschaftliche Maschinen bedienen, Stall reinigenUmgebung: Arbeit auf Feldern bei wechselnden Witterungsverhältnissen, in Tierställen und Hofgebäuden, Maschinen- bzw. MotorenlärmKleidung: z.T. Schutzkleidung (z.B. Schutzbrillen, Schutzhandschuhe und Atemschutz beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln)Arbeitszeit: Arbeitsbeginn oft früh am Morgen, Arbeit am Wochenende (z.B. in der Tierhaltung)Anforderungen:Verantwortungsbewusstsein (z.B. im Umgang mit Nutztieren und Pflanzenschutzmitteln)gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben von Säcken mit Düngemitteln, bei der Arbeit im Freien)technisches Verständnis (z.B. bei der Reparatur von Landmaschinen und Fütterungsanlagen)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht
▶ Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto - je nach Bundesland):1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 906 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 998 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.090 €Quellen:Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Biologie: z.B. um Nutzpflanzen anzubauen und Tiere zu pflegenChemie: z.B. um die Zusammensetzung von Futter- und Düngemitteln zu verstehenWerken/Technik: z.B. um mit technischen Geräten und Maschinen umzugehenMathematik: z.B. um benötigte Mengen an Saatgut und Düngemittel zu berechnen
▶ Ausbildungsalternativen
Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Landwirt/in an:Bereich PflanzenFachkraft AgrarserviceGärtner/Gärtnerin Fachrichtung BaumschuleGärtner/Gärtnerin Fachrichtung FriedhofsgärtnereiGärtner/Gärtnerin Fachrichtung Garten- und LandschaftsbauGärtner/Gärtnerin Fachrichtung GemüsebauGärtner/Gärtnerin Fachrichtung ObstbauGärtner/Gärtnerin Fachrichtung StaudengärtnereiGärtner/Gärtnerin Fachrichtung ZierpflanzenbauWinzer/WinzerinForstwirt/ForstwirtinGemeinsamkeit:Böden bearbeiten, Pflanzen pflegen und versorgenBereich TiereTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung GeflügelhaltungTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung ImkereiTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung RinderhaltungTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung SchweinehaltungTierwirt/Tierwirtin Fachrichtung SchäfereiGemeinsamkeit:Nutztiere züchten und hegen
▶ Entwicklung der Ausbildung
1964:Anerkennung des Berufs 1972:Erste Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Landwirt/in tritt in Kraft1995:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung, u.a. mit Berücksichtigung neuer Produktionsmethoden und neuer Anforderungen an Umwelt- und Tierschutz 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
▶ Die Ausbildung im Überblick
Landwirt/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Landwirtschaft.
▶ Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Abschlussbezeichnung Landwirt/Landwirtin
▶ Ausbildungsvergütung (Bayern)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 725 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Berlin)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 890 €2. Ausbildungsjahr: 970 €3. Ausbildungsjahr: 1.090 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Hessen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 765 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Hamburg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 858 €2. Ausbildungsjahr: 905 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Sachsen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 724 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:Tarifregister Sachsen, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Perspektiven nach der Ausbildung
Die passende Beschäftigung finden Nach ihrer Ausbildung arbeiten Landwirte und Landwirtinnen vor allem in landwirtschaftlichen Betrieben.Die Beschäftigungsfähigkeit sichern Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Landwirtschaft bis hin zu Tierzucht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Landwirtschaftsmeister/in abzulegen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Agrarwissenschaft erwerben. Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb.
▶ Ausbildungsvergütung (Thüringen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 906 €2. Ausbildungsjahr: 998 €3. Ausbildungsjahr: 1.078 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Brandenburg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 906 €2. Ausbildungsjahr: 998 €3. Ausbildungsjahr: 1.078 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Schulische Vorbildung in der Praxis
Im Jahr 2024 gab es 4.938 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 48 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 25 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. 23 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 3 Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. 15 Prozent der Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen hatten vor Ausbildungsbeginn eine Berufsfachschule, 14 Prozent ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [3.0%]Hauptschulabschluss* [25.0%]25mittlerer Bildungsabschluss [48.0%]48Hochschulreife [23.0%]23Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussQuelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
▶ Ausbildungsvergütung (Niedersachsen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 800 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Sachsen-Anhalt)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 906 €2. Ausbildungsjahr: 998 €3. Ausbildungsjahr: 1.078 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Rheinland-Pfalz)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 724 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Spezialisierung während der Ausbildung
Die Ausbildung wird jeweils in mindestens zwei der folgenden Betriebszweige der Pflanzen- und Tierproduktion vertieft:in der PflanzenproduktionGetreidebauZuckerrübenbauKartoffelbauKörnermaisbauÖlfrüchtebauHülsenfrüchtebauAckerfutterbauGrünland oder AckergrasWaldbauin der TierproduktionMilchviehhaltungRinderaufzucht oder RindermastSauenhaltung und FerkelerzeugungSchweineaufzucht oder SchweinemastLegehennenhaltungGeflügelaufzucht oder GeflügelmastSchafhaltungPferdehaltung
▶ Rechtliche Regelungen für die Ausbildung
Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Landwirt/zur Landwirtin vom 31.01.1995 (BGBl. I S. 168)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Landwirt/Landwirtin (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 27.10.1994)
▶ Ausbildungsvergütung (Baden-Württemberg)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 745 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Schleswig-Holstein)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 858 €2. Ausbildungsjahr: 905 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
▶ Ausbildungsvergütung (Nordrhein-Westfalen)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 740 €2. Ausbildungsjahr: 854 €3. Ausbildungsjahr: 977 €Quelle:IG Bau, Stand Januar 2026Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
▶ Ausbildungsvergütung (Mecklenburg-Vorpommern)
Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Die Angemessenheit einer Ausbildungsvergütung wird für Ausbildungen, die in 2020 und später beginnen, durch das Berufsbildungsgesetz über die Mindestvergütung geregelt.Beispiel Land- und Forstwirtschaft (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 906 €2. Ausbildungsjahr: 998 €3. Ausbildungsjahr: 1.078 €Quelle:Deutscher Bauernverband, Stand Januar 2025Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit
Häufig gestellte Fragen zu Landwirt/Landwirtin
Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer
Was macht ein Landwirt/Landwirtin in Deutschland? ▼
Was macht man in diesem Beruf?Landwirte und Landwirtinnen erzeugen pflanzliche sowie tierische Produkte und verkaufen diese. Abhängig vom jahreszeitlichen Ablauf bearbeiten sie Böden, wählen Saatgut aus, mähen, düngen, pflegen Pflanzen und wenden Pflanzenschutzmittel an. Bei ihren Tätigkeiten benutzen sie meist landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge und Anlagen, die sie nicht nur bedienen und überwachen, sondern auch warten. Nach der Ernte lagern oder konservieren sie ihre Erzeugnisse oder vermarkten sie. In der Tierhaltung füttern, tränken und pflegen sie Nutztiere und reinigen Ställe. Auch Buchführungs- und Dokumentationsarbeiten gehören zu ihren Aufgaben.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Landwirte und Landwirtinnen finden Beschäftigung in erster Linie in landwirtschaftlichen Betrieben bzw. GroßbetriebenArbeitsorte:Landwirte und Landwirtinnen arbeiten in erster Linieim Freien in Ställenin Lagerräumen, Scheunen, Geräte- und Maschinenschuppen, auf HeubödenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchan Marktständen oder in Hoflädenin BüroräumenWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)ohne Hauptschulabschluss* [3.0%]Hauptschulabschluss* [25.0%]25mittlerer Bildungsabschluss [48.0%]48Hochschulreife [23.0%]23Sonstige [1.0%]*je nach Bundesland auch (Einfache)Berufsbildungsreife, Berufsreife,Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,Erster (allgemeinbildender) SchulabschlussWorauf kommt es an?Anforderungen:Verantwortungsbewusstsein (z.B. im Umgang mit Nutztieren und Pflanzenschutzmitteln)Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben von Säcken mit Düngemitteln, bei der Arbeit im Freien)Technisches Verständnis (z.B. bei der Reparatur von Landmaschinen und Fütterungsanlagen)Schulfächer:Biologie (z.B. um Nutzpflanzen anzubauen und Tiere zu pflegen)Chemie (z.B. um die Zusammensetzung von Futter- und Düngemitteln zu verstehen)Werken/Technik (z.B. um mit technischen Geräten und Maschinen umzugehen)Mathematik (z.B. um benötigte Mengen an Saatgut und Düngemittel zu berechnen)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):1. Ausbildungsjahr: 724 € bis 906 €2. Ausbildungsjahr: 854 € bis 998 €3. Ausbildungsjahr: 977 € bis 1.090 €
Ist Landwirt/Landwirtin eine Ausbildung oder ein Studienberuf? ▼
In Deutschland folgt "Landwirt/Landwirtin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.
Wie kann ich in Deutschland als Landwirt/Landwirtin qualifiziert werden? ▼
In Deutschland folgt "Landwirt/Landwirtin" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.
Wo arbeiten Landwirt/Landwirtin in Deutschland typischerweise? ▼
Landwirte und Landwirtinnen werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. landwirtschaftliche Betriebe): im Freien, Ställe, Lagerräume, Geräte- und MaschinenschuppenBerufsschule: UnterrichtsräumeKönnen Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.Für die Vermittlung der verschiedenen Schwerpunkte der landwirtschaftlichen Produktion wird die Ausbildung ggf. auch in mehreren Ausbildungsbetrieben durchgeführt.Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit: für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein):Regionales Berufsbildungszentrum Bad Segeberg- BBZ Schulbürosowie in Mölln (Schleswig-Holstein):BBZ Berufsbildungszentrum MöllnQuelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen (Stand: 27.03.2025)
Wie hoch ist das typische Gehalt für Landwirt/Landwirtin in Deutschland? ▼
Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.