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Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin

Kognitionswissenschaftler/in

Grundberuf Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 81614

Was ist Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin?

Kognitionswissenschaftler in Deutschland sind Experten, die die mentalen Prozesse zwischen sensorischer Wahrnehmung und Reaktion eingehend erforschen, sprachliche und nicht-sprachliche Verhaltensweisen analysieren und Mensch-Maschine-Interaktion sowie Systeme der Künstlichen Intelligenz entwickeln.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

Cognitive ProcessingCognitive Science. A Multidisciplinary JournalDenkfabrik Digitale ArbeitsgesellschaftExperimental Brain ResearchGehirn & GeistKI - Künstliche IntelligenzZeitschrift für IndividualpsychologieZeitschrift für Psychologie

Trends

Big Data in der WissenschaftForschende in verschiedenen Fachbereichen können durch Big Data große Datensätze auswerten. Sie können z.B. in der medizinischen Forschung Risikofaktoren für Krankheiten identifizieren oder komplexe Interaktionen zwischen Proteinen in Medikamenten aufdecken. Auf der Grundlage umfangreicher Datenanalysen treffen sie dann fundierte Entscheidungen. So ermöglicht es Big Data, bei der Erforschung neuer Technologien effizienter zu arbeiten, bessere Produkte zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen müssen sich mit dieser Methodik auseinandersetzen, um relevante Informationen herausfiltern und auswerten zu können.

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Entwickeln intelligenter technischer Systeme für den Einsatz im Bildungswesenz.B. Analysieren von audiometrischen Testsz.B. Konzipieren von Instrumenten zur Mustererkennung bei EKG-DatenInteresse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeitenz.B. Protokollieren der Ergebnisse einer Hirnstammaudiometrie

Arbeitsorte

Kognitionswissenschaftler und Kognitionswissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büros und Besprechungszimmernin Labors und Messräumenin Seminar- und Schulungsräumen in Hörsälen oder Unterrichtsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:ComputerlinguistikKI-SystemeKognitionswissenschaft (Cognitive Science)Kognitive SystemeNeuropsychologieProgrammierenSoftwaretechnik, Software-EngineeringWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:Angewandte InformatikAngewandte MathematikDifferentielle und PersönlichkeitspsychologieEntwicklungspsychologieFachpublikationen erstellenForschungGutachter-, SachverständigentätigkeitKundenberatung, -betreuungKünstliche Neuronale NetzeLehrtätigkeit (Hochschule)NeurobiologieNeurolinguistikPsycholinguistikSprachwissenschaftVortragstätigkeit

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Kognitionswissenschaftler/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. Gehirnaktivitäten mittels 3-D-Simulation sichtbar machen und darstellen)Affective Computing (z.B. bei der Entwicklung von KI-Anwendungen mitwirken, die menschliche Emotionen erkennen)Blended Learning (z.B. Lehrmaterial für die Kombination von virtuellen Lernsettings und Präsenzveranstaltungen vorbereiten)Cognitive Computing (z.B. Computersysteme entwickeln, die menschliche Lern- und Denkprozesse simulieren)Digitale Tafel (z.B. bei Schulungen und Seminaren eine interaktive, digitale Tafel verwenden)Formularmanagementsysteme (z.B. Formularmanagementsysteme für kognitionswissenschaftliche Umfragen nutzen)Machine Learning (z.B. bei der Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz mitwirken)Massive Open Online Course - MOOC (z.B. Onlinekurse an einer Hochschule durchführen)Mensch-Maschine-Kommunikation (z.B. Mensch-Maschine-Schnittstellen spezifizieren, konzipieren und evaluieren)Neuromorphic Computing (z.B. an der Entwicklung neuromorpher Computer-Hardware mitwirken)Numerische Simulation (z.B. Gehirnaktivitäten und Daten aus kognitionswissenschaftlichen Untersuchungen mittels mathematischer Modelle berechnen und simulieren)Open Educational Resources - OER (z.B. lizenzfreie Bildungsmaterialien i...

Arbeitssituation

Kognitionswissenschaftler/innen erforschen, wie Kognition, also Denken, funktioniert und was dessen neurobiologische Grundlagen sind. Das setzt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und eine sorgfältige Arbeitsweise voraus. Bei der Konzipierung von Mensch-Maschine-Schnittstellen setzen sie ihre analytischen Fähigkeiten ein. Für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Fachdisziplinen und für die Beratung von Unternehmen und Organisationen ist eine gute Kommunikationsfähigkeit unerlässlich, bei der Zusammenarbeit mit Fachkollegen aus anderen Ländern auch Englisch- oder andere Fremdsprachenkenntnisse. Führen sie als Projektleiter/in ein Team, so gehören Organisation, Planung und Personalführung zu ihren Aufgaben.Kognitionswissenschaftler/innen arbeiten viel am PC in Büroräumen. In Unterrichts- oder Besprechungsräumen führen sie Schulungen durch.

Verdienst/Einkommen

Aufgrund des großen beruflichen Spektrums sind keine repräsentativen Angaben möglich.

Branchen im Einzelnen

Hochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitäten, z.B. an Instituten für KognitionswissenschaftGesundheitswesenHochschulkliniken, z.B. kognitionswissenschaftliche GrundlagenforschungMedizinische Technik, Orthopädie, ZahntechnikHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g., z.B. Entwicklung von High-Tech-ProthesenInformations-, TelekommunikationstechnikHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik, z.B. Entwicklung von Tele-Conferencing-ModellenSoftwareentwicklung, -bereitstellungEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware, z.B. im Bereich Mensch-Maschine-SchnittstellenEntwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz und maschinellem LernenRechts-, Wirtschafts-, Sozial-, Sprach-, Kultur- und KunstwissenschaftenForschung und Entwicklung im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie im Bereich Sprach-, Kultur- und Kunstwissenschaften, v.a. interdisziplinäre ForschungsprojekteNatur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und MedizinSonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, v.a. interdisziplinäre ForschungsprojekteUnternehmensberatungUnternehmensberatung, z.B. Beratung bei Verfahrens- und Produktentwicklungen

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Kognitionswissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Kognitionswissenschaft (grundständig)Kognitionswissenschaft (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Kognitionswissenschaftler und Kognitionswissenschaftlerinnen finden Beschäftigung z.B.an Forschungsinstituten und Hochschulklinikenin Unternehmen der Medizintechnikin Unternehmen der Informationstechnik und Softwareentwicklungin der Unternehmensberatung, z.B. bei Verfahrens- und Produktentwicklungen

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, bei Arbeitsengpässen zusätzliche, fachlich anspruchsvolle Labor- und Entwicklungsarbeiten tatkräftig und engagiert zu übernehmen)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Durchführen langwieriger Versuchsreihen im Labor zur Untersuchung von mentalen Prozessen)Sorgfalt (z.B. exaktes Messen und Auswerten von Gehirnaktivitäten mit bildgebenden Verfahren)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Planen und Durchführen von Versuchsreihen zur Erforschung mentaler Prozesse)Lernbereitschaft (z.B. sich bezüglich neuer Forschungsergebnisse auf Gebieten der Kognitionswissenschaften, Neurowissenschaften, Linguistik und Informatik auf dem Laufenden halten)

Die Tätigkeit im Überblick

Kognitionswissenschaftler und Kognitionswissenschaftlerinnen erforschen mentale Prozesse zwischen der Sinneswahrnehmung und Reaktion, analysieren sprachliches und nichtsprachliches Verhalten und entwickeln Systeme der Mensch-Maschine-Interaktion und der künstlichen Intelligenz.

Stellen- und Bewerberbörsen

PsycCareersPsychJobWILA-Arbeitsmarkt

Verbände und Organisationen

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs)Gesellschaft für Kognitionswissenschaft e.V.Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP) e.V.ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. bei einer Lehrtätigkeit für Studierende)Kundenkontakt (z.B. bei einer Tätigkeit in der Entwicklung von Lernsoftware mit Auftraggebenden und Kunden/Kundinnen verhandeln)Bildschirmarbeit (z.B. Mensch-Maschine-Schnittstellen spezifizieren, konzipieren)Arbeit in Büroräumen (z.B. Berichte und Gutachten anfertigen)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Schulungen in Wirtschaft und Industrie durchführen)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Lehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinVerfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und EntwicklungWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Unterlagen, z.B.: Persönlichkeits-, Struktur-, Prozess- oder sonstige Umfeldanalysen, Interview-, Test- und Erfassungsbögen, Organisations- und Interaktionskonzepte, Gutachten, Coaching-Leitfäden, FachpublikationenGeräte und Medizinprodukte, z.B. Messgeräte, Hightech-ProthesenSoftware, z.B.: Expertensysteme bzw. Computersysteme aus dem Bereich Künstliche Intelligenz mit SimulationsprogrammenBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Kognitionswissenschaftler und Kognitionswissenschaftlerinnen erforschen bewusste und unbewusste Prozesse wie Denken, Gedächtnis, Lernen und Sprache. Sie entwickeln in interdisziplinären Projekten, die Wissen z.B. aus Informatik, Linguistik, und Psychologie verbinden, intelligente technische Systeme für Industrie, Bildung und Medizin. Sie erstellen Lösungen für Wissensorganisation, rechnergestütztes Lernen und Mustererkennung. Zudem beraten sie Unternehmen und schulen Mitarbeitende zu Kommunikation, Kognition und Motivation. An Hochschulen lehren sie, bereiten Lehrveranstaltungen vor und betreuen Prüfungen. Eigenständige Forschung führen sie meist nach Masterabschluss und Promotion. durch.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Psychologie, Programmierung, Biologie, Forschung und Entwicklung).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Kognitionswissenschaft, Computerlinguistik oder Mensch-Maschine-Interaktion, Interfacedesign.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Forschung und Lehre an kognitionswissenschaftlicher Grundlagenforschung mitwirken, v.a. an Forschungsinstituten und UniversitätsklinikenLehrveranstaltungen vorbereiten, durchführen und ggf. Prüfungen abnehmenForschungsberichte verfassenForschung und Entwicklung Mensch-Maschine-Schnittstellen konzipieren und evaluierenProdukte für spezifische Anwendungen entwickeln, z.B. zur Wissensorganisation, zum rechnergestützten Lernen oder zur Mustererkennung bei EKG-Daten, High-Tech-ProthesenSysteme Künstlicher Intelligenz erforschen und entwickelnBeratung und SchulungUnternehmen beraten, z.B. hinsichtlich des Zusammenspiels von Kommunikation, Kognition und MotivationSchulungen in Wirtschaft und Industrie durchführenals Gutachter/in arbeiten, z.B. in der Technologiefolgenabschätzung

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Kognitionswissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Wissenschaftliche ForschungMedizininformatiker/MedizininformatikerinPsychologe/PsychologinGemeinsamkeiten:Verhältnis von menschlichem Bewusstsein und Denken, Wahrnehmung, Sprache und künstlicher Intelligenz erforschenKognitive Leistungen des menschlichen Gehirns verstehen und berechnenHinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung oder eine Zusatzausbildung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Kognitionswissenschaftler/innen analysieren mentale Prozesse, die zwischen der Sinneswahrnehmung und den motorischen Reaktionen bei Menschen stattfinden, erforschen das sprachliche und nichtsprachliche Verhalten und entwickeln Systeme der Mensch-Maschine-Interaktion und der künstlichen Intelligenz.Arbeitsfeld KognitionswissenschaftDie Kognitionswissenschaft ist eine noch relativ junge Disziplin, die aus unterschiedlichen Fächern wie Philosophie, Anthropologie, Neurowissenschaften, Linguistik und Informatik entstanden ist. Ausschlaggebend war hierfür insbesondere die zunehmende Bedeutung der Informationstechnologie. Um intelligente Systeme für konkrete Aufgabenstellungen entwickeln zu können, musste man auf Erkenntnisse aus verschiedenen Forschungsbereichen zurückgreifen. Kognitionswissenschaftler/innen bewegen sich somit in einem stark interdisziplinären Feld. Sie hinterfragen geistige Leistungen des Menschen sowie die Vorgänge und Voraussetzungen, die Wahrnehmungsprozessen zugrunde liegen, um diese Prozesse durch Theoriebildung und empirische Überprüfung sowie Computersimulation fassbar zu machen. Dazu führen sie auch Laboruntersuchungen und Messungen durch.Vielseitig einsetzbarKognitionswissenschaftler/innen sind besonders in interdisziplinären Entwicklungsprozessen gefragt, die z.B. Kenntnisse der Informatik, Linguistik, Psychologie und Neurowissenschaft erfordern. Bei der Entwicklung von Systemen der Mensch-Maschine- Interaktion und der künstlichen Intellige...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt. Fähigkeitennumerisches (rechnerisches) Denken (z.B. Anwendung von mathematischen Methoden bei der Erforschung von Systemen der Künstlichen Intelligenz) verbales (sprachliches) Denken (z.B. Erforschen des sprachlichen Verhaltens) figural-räumliches Denken (z.B. Konzipieren und Gestalten von Mensch-Maschine-Schnittstellen) Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Beobachten und Beurteilen der Optimierungsmöglichkeiten rechnergestützter Lernsysteme) Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Koordinieren von Probandenterminen für neurowissenschaftliche Versuchsreihen und Tests) Kenntnisse und FertigkeitenTextverständnis (z.B. Lesen und Verstehen von Fachliteratur aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen) Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Verfassen von Studien, Forschungsberichten und Gutachten zu mentalen Prozessen zwischen Sinneswahrnehmung und motorischen Reaktionen)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. mit Auftraggebern Verhandlungen führen, etwa bei der Entwicklung von Lernsoftware)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. Messinstrumente ablesen; Fachliteratur recherchieren und lesen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Rückmeldungen von Probanden und Auftraggebern verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Kognitionswissenschaftler/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. mit Auftraggebern Verhandlungen führen, etwa bei der Entwicklung von Lernsoftware)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Messinstrumente ablesen; Fachliteratur recherchieren und lesen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Rückmeldungen von Probanden und Auftraggebern verstehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Kognitionswissenschaftler/in an:Tätigkeitsfeld Informationsbeschaffung, -erschließung, -aufbereitungMedizininformatiker/MedizininformatikerinGemeinsamkeit:kognitive Leistungen des menschlichen Gehirns verstehen und berechnenHinweis: Die genannte Besetzungsalternative erfordert ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin in Deutschland?

Kognitionswissenschaftler in Deutschland sind Experten, die die mentalen Prozesse zwischen sensorischer Wahrnehmung und Reaktion eingehend erforschen, sprachliche und nicht-sprachliche Verhaltensweisen analysieren und Mensch-Maschine-Interaktion sowie Systeme der Künstlichen Intelligenz entwickeln.

Ist Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Kognitionswissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin in Deutschland typischerweise?

Kognitionswissenschaftler und Kognitionswissenschaftlerinnen arbeiten in erster Liniein Büros und Besprechungszimmernin Labors und Messräumenin Seminar- und Schulungsräumen in Hörsälen oder Unterrichtsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobil

Wie hoch ist das typische Gehalt für Kognitionswissenschaftler/Kognitionswissenschaftlerin in Deutschland?

Aufgrund des großen beruflichen Spektrums sind keine repräsentativen Angaben möglich.

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