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Klinischer Linguist/Klinische Linguistin

Klinische/r Linguist/in

Grundberuf Medizin, Gesundheitswissenschaften KldB B 81734

Was ist Klinischer Linguist/Klinische Linguistin?

In Deutschland sind Klinische Linguisten Gesundheitsfachkräfte, die Sprach- und Sprechstörungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern diagnostizieren und behandeln, welche in der Regel neurologische Ursachen haben. Ziel dieses Berufs ist es, die Kommunikationsfähigkeiten der Patienten zu verbessern.

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Medizin, Gesundheitswissenschaften →

Der Beruf Klinischer Linguist/Klinische Linguistin in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Medizin, Gesundheitswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Medien

DARIAH-DEForschung SpracheGehirn & GeistLinguistische BerichtePraxis SpracheSeminars in Speech and LanguageSprache - Stimme - GehörSprachförderung und Sprachtherapie in Schule und PraxisZeitschrift für Sprachwissenschaft (ZS)ZfAL Zeitschrift für Angewandte Linguistik

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um in diesem Studienberuf erfolgreich zu sein. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit angegeben. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.Interesse an sozial-beratenden Tätigkeitenz.B. einfühlsames Unterrichten von Patienten und deren Angehörigen über Sprach- und Sprechstörungen, deren Ursachen und mögliche Behandlungsmaßnahmenz.B. eingehendes Beraten der Patienten über individuelle Behandlungsmöglichkeiten, deren Verlauf und die möglichen Folgenz.B. geduldiges Anleiten der Patienten bei sprachtherapeutischen ÜbungenInteresse an theoretisch-abstrakten Tätigkeitenz.B. Auswählen geeigneter Tests und Untersuchungsverfahren, um Sprach- oder Sprechstörungen festzustellen und abzuklärenz.B. Aufstellen eines individuellen passgenauen Behandlungsplans auf der Grundlage eingehender Untersuchungen

Arbeitsorte

Klinische Linguisten und Linguistinnen arbeiten in erster Liniein Patienten- oder Behandlungszimmernin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Besprechungs- und Seminarräumen

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während des Studiums erwirbt bzw. vertieft:DiagnoseKlinische ForschungLinguistikLogopädie, SprachtherapieNeurolinguistikPhoniatrieSprecherziehungStottertherapieWeitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:AphasiologieAtemtherapieAudiologie, PädaudiologieComputerlinguistikEntspannungstechnikenFachpublikationen erstellenHals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (Pflege, Assistenz)Lehrtätigkeit (Hochschule)Medizinische DokumentationPhonetikPsycholinguistikPublizistik, JournalistikRecherche, InformationsbeschaffungRehabilitationSprachwissenschaftStimmbildungWeitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:Kompetenzgruppe "Personengruppen"

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt kann Aufgabenfelder und Anforderungsprofile verändern. Es eröffnet sich für Klinische Linguisten und Linguistinnen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:3-D-Simulation (z.B. mittels 3-D-Simulationen Sprechbewegungen und Schluckvorgang visualisieren)Affective Computing (z.B. bei der Entwicklung von KI-Anwendungen mitwirken, die menschliche Emotionen erkennen)Elektronische Patientenakte - ePA (z.B. anhand einer elektronischen Patientenakte Informationen zur Krankengeschichte von Patienten/Patientinnen erheben und Therapiebehandlungen dokumentieren)Game Based Learning (z.B. Schlaganfallpatienten/-patientinnen mit sogenannten Health Games therapieren)KI-basierte medizinische Diagnosesysteme (z.B. mit digitalen Systemen zur Befunderhebung Glottisschlussinsuffizienzen feststellen)Wearable Technology (z.B. die Aktivität des vegetativen Nervensystems über tragbare Sensoren messen lassen)

Arbeitssituation

Klinische Linguisten und Linguistinnen zeigen im Umgang mit Patienten ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Bei Untersuchungen, Behandlungen und auch bei Dokumentationsaufgaben ist eine sorgfältige und konzentrierte Arbeitsweise erforderlich. Im Gespräch mit Patienten und Angehörigen benötigen sie Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zuzuhören. Langwierige Therapien führen sie mit Geduld und Ausdauer durch. Mit Misserfolgen und psychischen Belastungen, z.B. bei schweren Erkrankungen oder Behinderungen, müssen sie umgehen können. Die Patientendaten behandeln sie vertraulich. Klinische Linguisten und Linguistinnen arbeiten eng mit Ärzten und Ärztinnen sowie mit medizinischem und pflegerischem Personal zusammen. Dabei ist ein klares Ausdrucks- bzw. Kommunikationsvermögen unentbehrlich. Sind sie in der Lehre an Hochschulen tätig, wenden sie zudem aktuelle pädagogische sowie fachdidaktische Kenntnisse an und messen die Qualität ihrer Lehre an den Fortschritten und Rückmeldungen ihrer Studierenden.Klinische Linguisten und Linguistinnen setzen Aufnahmegeräte, Sprachspiele, Test- und Therapiematerialien ein. Meist sind sie in Patienten- oder Behandlungszimmern tätig. Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben erledigen sie im Büro am Computer.

Existenzgründung

Klinische Linguisten und Linguistinnen können sich z.B. mit einer eigenen Praxis für Sprachtherapie selbstständig machen.

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.367 € bis 7.194 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Branchen im Einzelnen

GesundheitswesenKrankenhäuser, z.B. Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, neurologische KlinikenSonstiges Gesundheitswesen a. n. g., z.B. Zentren für Logopädie, Stimm- und SprachtherapieErbringung von Dienstleistungen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten, klinischen und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen, ohne ärztliche TherapienFacharztpraxenRechts-, Wirtschafts-, Sozial-, Sprach-, Kultur- und KunstwissenschaftenForschung und Entwicklung im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie im Bereich Sprach-, Kultur- und Kunstwissenschaften, insbesondere im Bereich klinische LinguistikHochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, FachakademienUniversitäten, z.B. Institute für Linguistik

Zugang zur Tätigkeit

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Logopädie, Sprachtherapie oder Sprechwissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Zugangsstudienfächer

Logopädie, Sprachtherapie (grundständig)Logopädie, Sprachtherapie (weiterführend)Rhetorik, Sprechwissenschaft (grundständig)Rhetorik, Sprechwissenschaft (weiterführend)

Arbeitsbereiche/Branchen

Klinische Linguisten und Linguistinnen finden Beschäftigungin Hochschul-, Vorsorge-, Rehabilitations- und neurologischen Klinikenin Zentren für Logopädie oder Stimm- und Sprachtherapiein psychotherapeutischen Praxen oder Facharztpraxenin Forschungseinrichtungen im Bereich Klinische Linguistikin Universitäten, z.B. in Instituten für Linguistik

Tätigkeitsbezeichnungen

Klinische/r Linguist/inAuch übliche Berufsbezeichnung/SynonymPatholinguist/in

Arbeits- und Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Studienberuf ausüben zu können.Leistungs- und Einsatzbereitschaft (z.B. Bereitschaft, mit besonders schwierigen oder anspruchsvollen Patienten engagiert zu arbeiten)Durchhaltevermögen / Zielstrebigkeit (z.B. Begleiten von Menschen mit Sprach- und Sprechstörungen bei langwierigen therapeutischen Maßnahmen; Erproben verschiedener Therapiemöglichkeiten beim Ausbleiben von Fortschritten)Sorgfalt (z.B. genaues Dokumentieren der Anamnese und diagnostischer Übungen)Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft (z.B. Verantwortung für den Behandlungserfolg durch Auswählen geeigneter Behandlungsmethoden für die spezifische Störung)Selbstständige Arbeitsweise (z.B. eigenständiges Erstellen von individuellen therapeutischen Maßnahmen zur Therapie von Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen)Verschwiegenheit (z.B. Stillschweigen bewahren über Patientendaten)Psychische Stabilität (z.B. zugewandtes Verhalten und gleichzeitige professionelle Distanz beim Umgang mit kranken, beeinträchtigten Menschen)Kommunikationsfähigkeit (z.B. verständliches Informieren und Beraten von Patienten über Behandlungsmöglichkeiten bei Sprach- und Sprechstörungen, Eingehen auf...

Die Tätigkeit im Überblick

Klinische Linguisten und Linguistinnen diagnostizieren und therapieren bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern Sprach- und Sprechstörungen, die meist neurologisch bedingt sind.

Stellen- und Bewerberbörsen

DBS Sprachtherapeutenkliniken.deMedische VacaturebankMedizinischer-Stellenmarkt.desocialnetsozialeberufe.deStaffSanté.frStellenmarkt Ergotherapie/Logopädietherapeutenonline.deZeeuwse Zorgsector

Verbände und Organisationen

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V.Deutsche Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e.V. (DGSS)Deutschen Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie e.V. (dbs)Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. (ISAAC)ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

Verantwortung für Personen (z.B. sorgfältiges Vorgehen bei Diagnose und Therapie, um den therapeutischen Erfolg bei den Patienten sicherzustellen)Umgang mit kranken und verletzten Menschen (Patienten mit neurogenen Störungen)Umgang mit Kindern und Jugendlichengefühlsmäßig belastende Situationen und Tätigkeiten (mit kranken und verletzten Menschen zusammenarbeiten)Bildschirmarbeit (z.B. bei Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben)Arbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen (in Patienten- oder Behandlungszimmern)Arbeit in Büroräumen (z.B. Diagnose und Behandlungsverlauf dokumentieren)Arbeit in Unterrichts-/Schulungsräumen (z.B. Lehrveranstaltungen in Hörsälen oder Seminarräumen vor einer Gruppe durchführen)

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:Lehrtätigkeit an HochschulenStudiengangkoordinator/StudiengangkoordinatorinDozent/Dozentin an Hochschulen und AkademienWissenschaftliche ForschungForschungsreferent/ForschungsreferentinLeiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer ForschungsgruppeWissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Ein zentraler Bestandteil der Tätigkeit von Klinischen Linguisten und Klinischen Linguistinnen ist das Diagnostizieren und Therapieren von Sprach- und Sprechstörungen bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Dabei gehen sie mit folgenden Arbeitsmitteln um:Geräte und Zubehör, z.B.: Aufnahmegeräte, Sprachspiele, Test- und TherapiematerialienUnterlagen, z.B.: standardisierte Tests, Patientenakten, Befunde, Gutachten, Behandlungspläne und -protokolle, Unterrichtsmaterialien, LehrbücherBüroausstattung, z.B.: PC, Internetzugang, Telefon

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Klinische Linguisten und Linguistinnen sind in der Sprach- und Sprechtherapie tätig und diagnostizieren Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie entwickeln individuelle Therapien, führen gezielte Übungen durch und fördern die kommunikative Kompetenz ihrer Patienten und Patientinnen. Dabei beraten sie Betroffene und Angehörige und informieren über mögliche Behandlungswege. Sie dokumentieren den Therapieverlauf und erstellen Berichte. In der wissenschaftlichen Forschung analysieren sie diagnostische und therapeutische Verfahren und veröffentlichen ihre Ergebnisse. An Hochschulen lehren sie, betreuen Studierende und wirken an Prüfungen mit.

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Logopädie, Stimm- und Sprachtraining, Gesundheitsförderung).

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Bachelorabsolventen können ihre Berufs- und Karrierechancen durch ein weiterführendes Studium ausbauen, z.B. im Studienfach Logopädie, Sprachtherapie oder Rhetorik, Sprechwissenschaft.Eine Promotion ist in der Regel für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule erforderlich, für die Berufung zum Hochschulprofessor bzw. zur Hochschulprofessorin benötigt man in der Regel eine Habilitation. Die Promotion erleichtert ggf. auch in der Privatwirtschaft, im Bereich der Forschung und in der öffentlichen Verwaltung den Zugang zu gehobenen beruflichen Positionen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

DiagnoseAnamnese durchführen, z.B. Daten über Beginn und Verlauf der Störung erhebensprachliche und kommunikative Fähigkeiten der Patienten/Patientinnen testensprachlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklungsstand feststellenBefunde auswerten, ggf. unter Einbeziehung bisheriger Diagnosengeeignete Untersuchungsverfahren auswählen und anwendenSprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen diagnostizieren Therapie und Beratungindividuelle therapeutische Maßnahmen entwickeln, um Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen zu behandeln und die Kommunikationsfähigkeit zu verbessernBehandlungspläne aufstellen Patienten/Patientinnen über die Therapie informierenstimm-, sprach- und sprechbeeinträchtigte Personen beraten, ggf. auch Angehörigesprach- bzw. stimmtherapeutische Verfahren auswählen und anwendenPatienten/Patientinnen motivieren und aktivierenDokumentation und AuswertungDiagnose dokumentierenBehandlungsverlauf protokollieren und auswerten; Berichte verfassenTherapie ggf. auf Grundlage der Auswertung anpassenWissenschaft und Lehre theoretische und praktische Fachkenntnisse erarbeiten Sprach- und Sprechstörungen erforschen Lehrveranstaltungen durchführenStudierende betreuen, Prüfungen abnehmenan Fachpublikationen mitwirken

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Klinische Linguisten und Linguistinnen diagnostizieren und therapieren bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen Sprach- und Sprechstörungen, die meist neurologisch bedingt sind.DiagnoseIm ersten Schritt holen Klinische Linguisten und Linguistinnen in Gesprächen mit den Patienten Informationen über die Vorgeschichte und die Art der jeweiligen Kommunikationsstörung ein. Darunter fallen u.a. Störungen der Sprachentwicklung, beispielsweise bedingt durch minimale Hirnschädigungen, Verzögerungen der Sprachentwicklung aufgrund von psychischen oder sozialen Problemen oder auch Schluckstörungen. Um Vorgeschichte und Art der Kommunikationsstörung zu bestimmen, erheben die Klinischen Linguisten und Linguistinnen Daten über den Beginn und den bisherigen Verlauf der Störung und auch über die psychische, soziale, familiäre und berufliche Situation der Patienten. Danach wählen sie das geeignete Untersuchungsverfahren zur Erfassung der spezifischen Krankheitserscheinung aus und führen die Untersuchungen durch. Schließlich werten sie die Befunde aus und beziehen dabei die Diagnosen anderer behandelnder medizinischer bzw. therapeutischer Fachkräfte mit ein.Therapie: Durchführung und DokumentationAuf Basis der Diagnose und unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und Lebenssituation der Patienten entwickeln Klinische Linguisten und Linguistinnen individuelle Therapien. Sie wählen geeignete sprach- und stimmtherapeutische Verfahren aus, beispielsweise Sprech-, Laut- und musikalische...

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten werden für die Ausübung möglicher Tätigkeiten in diesem Studienberuf benötigt.Fähigkeitenverbales (sprachliches) Denken (z.B. Analysieren des sprachlichen Entwicklungsstandes von Patienten/Patientinnen, etwa im Rahmen der Aphasietherapie)Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von sprachlichen Fähigkeiten des Patienten/Patientinnen; Erkennen von Symptomen für Kommunikationsstörungen)Merkfähigkeit (z.B. Gedächtnis für sprachliche und kommunikative Fähigkeiten der Patienten/Patientinnen)Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Planen und Organisieren von individuellen Therapien)Pädagogisches Geschick (z.B. Anleiten, Aktivieren und Motivieren von Patienten/Patientinnen)Kenntnisse und FertigkeitenVerständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen fragmentarischer Äußerungen von Patienten/Patientinnen)Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Durchführen sprachtherapeutischer Übungen)Schriftliches Ausdrucksvermögen und Rechtschreibsicherheit (z.B. Dokumentieren von Diagnosen und Behandlungsverläufen; Verfassen von Berichten)

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. schlucktherapeutische Übungen durchführen)Ungestörtes Sprechvermögen (z.B. Anamnesen erheben; sprachtherapeutische Übungen durchführen)Nahsehvermögen - auch korrigiert (z.B. am Computerbildschirm Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben durchführen)Hörvermögen und Sprachverständnis (z.B. Anamnesen erheben)(Intaktes) Belastbares Nervensystem (z.B. mit gefühlsmäßig belastenden Situationen und Tätigkeiten umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Klinische/r Linguist/in an:Job- und Besetzungsalternativenfür Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):Sprachtherapeut/Sprachtherapeutinin angrenzenden Berufen:Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Phoniatrie und PädaudiologieEine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Die Tätigkeit als Klinische/r Linguist/in ist nicht reglementiert.Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch besteht die Möglichkeit, für ausländische Hochschulabschlüsse eine individuelle Zeugnisbewertung durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) zu beantragen. Diese kann für Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt hilfreich sein.Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland - zentrale Informations-Hotline des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA)Für Menschen aus dem Ausland - Ein Informationsangebot der Bundesagentur für ArbeitZentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für ArbeitMake it in Germany - Das Willkommensportal der Fachkräfte-Offensive für internationale Fachkräfte

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. schlucktherapeutische Übungen durchführen)Sprachstörung, Sprachfehler (z.B. Anamnesen erheben; sprachtherapeutische Übungen durchführen)Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. am Computerbildschirm Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben durchführen)Hörminderung, Schwerhörigkeit, Taubheit, Hörstörung, chronische Ohrenleiden (z.B. Anamnesen erheben)Schwere vegetative oder nervliche Erkrankungen (z.B. mit gefühlsmäßig belastenden Situationen und Tätigkeiten umgehen)Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung oder Nichteignung muss stets im Einzelfall und unter Berücksichtigung möglicher angemessener Vorkehrungen festgestellt werden.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Klinischer Linguist/Klinische Linguistin

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Klinischer Linguist/Klinische Linguistin in Deutschland?

In Deutschland sind Klinische Linguisten Gesundheitsfachkräfte, die Sprach- und Sprechstörungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern diagnostizieren und behandeln, welche in der Regel neurologische Ursachen haben. Ziel dieses Berufs ist es, die Kommunikationsfähigkeiten der Patienten zu verbessern.

Ist Klinischer Linguist/Klinische Linguistin eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Klinischer Linguist/Klinische Linguistin" einem Grundberuf — Einstiegsberuf, der keine formale Berufsausbildung oder einen bestimmten Abschluss erfordert.

Wie kann ich in Deutschland als Klinischer Linguist/Klinische Linguistin qualifiziert werden?

Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, braucht i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Logopädie, Sprachtherapie oder Sprechwissenschaft.Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben erfordern meist ein Masterstudium. Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung setzen häufig eine Promotion oder Habilitation voraus.

Wo arbeiten Klinischer Linguist/Klinische Linguistin in Deutschland typischerweise?

Klinische Linguisten und Linguistinnen arbeiten in erster Liniein Patienten- oder Behandlungszimmernin BüroräumenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Besprechungs- und Seminarräumen

Wie hoch ist das typische Gehalt für Klinischer Linguist/Klinische Linguistin in Deutschland?

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst (monatlich): 5.367 € bis 7.194 €Quelle:Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

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