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Justizfachangestellter/Justizfachangestellte

Justizfachangestellte/r

Ausbildung Rechts-, Wirtschaftswissenschaften KldB B 73252

Was ist Justizfachangestellter/Justizfachangestellte?

Was macht man in diesem Beruf?Justizfachangestellte übernehmen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften Büro- und Verwaltungstätigkeiten. Sie legen Akten zu gerichtlichen Vorgängen an und verwalten diese. Sie berechnen und überwachen Fristen, erledigen den Schriftverkehr und nehmen Eintragungen in Dateien und Karteien vor, z.B. in das Grundbuch oder das Handelsregister. Außerdem geben sie Akteneinsicht und sind für die Ausfertigung und Beglaubigung von Schriftstücken zuständig. In Verhandlungen und bei Vernehmungen führen sie das Protokoll. Darüber hinaus berechnen sie Kosten und Gebühren für Gerichtsverfahren und überwachen die Zahlungseingänge. In Serviceeinheiten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften erteilen sie auch Auskünfte an Rat suchende Bürger/innen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Justizfachangestellte finden Beschäftigungbei Gerichtenbei StaatsanwaltschaftenArbeitsorte:Justizfachangestellte arbeiten in erster Liniein Büroräumenin GerichtssälenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [33.0%]33Hochschulreife [66.0%]66Sonstige [1.0%]Worauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Einhalten von Terminen und Fristen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen)Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Einschätzen der Konsequenzen des eigenen Handelns für Bürger und Staat)Schulfächer:Deutsch (z.B. um Protokolle zu verfassen oder Schriftstücke anzufertigen)Mathematik (z.B. um Gerichtskostenvorschüsse und Zeugenentschädigungen zu berechnen)Recht (z.B. um Mandanten/Mandantinnen über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten zu informieren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.297 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.401 €

Steckbrief

Berufstyp: Anerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer: 3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Studiengänge, die zu diesem Beruf führen

Feld Rechts-, Wirtschaftswissenschaften →

Der Beruf Justizfachangestellter/Justizfachangestellte in Deutschland wird in der Regel durch Studiengänge im Bereich Rechts-, Wirtschaftswissenschaften:

Detaillierte Informationen

Lernorte

Justizfachangestellte werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Gerichte, Staatsanwaltschaften): Büroräume, GerichtssäleBerufsschule: Unterrichtsräume

Steckbrief

BerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst (geregelt durch Ausbildungsverordnung)Ausbildungsdauer 3 JahreLernorteAusbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)Was macht man in diesem Beruf?Justizfachangestellte übernehmen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften Büro- und Verwaltungstätigkeiten. Sie legen Akten zu gerichtlichen Vorgängen an und verwalten diese. Sie berechnen und überwachen Fristen, erledigen den Schriftverkehr und nehmen Eintragungen in Dateien und Karteien vor, z.B. in das Grundbuch oder das Handelsregister. Außerdem geben sie Akteneinsicht und sind für die Ausfertigung und Beglaubigung von Schriftstücken zuständig. In Verhandlungen und bei Vernehmungen führen sie das Protokoll. Darüber hinaus berechnen sie Kosten und Gebühren für Gerichtsverfahren und überwachen die Zahlungseingänge. In Serviceeinheiten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften erteilen sie auch Auskünfte an Rat suchende Bürger/innen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Justizfachangestellte finden Beschäftigungbei Gerichtenbei StaatsanwaltschaftenArbeitsorte:Justizfachangestellte arbeiten in erster Liniein Büroräumenin GerichtssälenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschlu...

BERUF AKTUELL

BerufsbezeichnungJustizfachangestellte/rBerufstypAnerkannter AusbildungsberufAusbildungsdauer3 JahreWas macht man in diesem Beruf?Justizfachangestellte übernehmen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften Büro- und Verwaltungstätigkeiten. Sie legen Akten zu gerichtlichen Vorgängen an und verwalten diese. Sie berechnen und überwachen Fristen, erledigen den Schriftverkehr und nehmen Eintragungen in Dateien und Karteien vor, z.B. in das Grundbuch oder das Handelsregister. Außerdem geben sie Akteneinsicht und sind für die Ausfertigung und Beglaubigung von Schriftstücken zuständig. In Verhandlungen und bei Vernehmungen führen sie das Protokoll. Darüber hinaus berechnen sie Kosten und Gebühren für Gerichtsverfahren und überwachen die Zahlungseingänge. In Serviceeinheiten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften erteilen sie auch Auskünfte an Rat suchende Bürger/innen.Wo arbeitet man?Justizfachangestellte finden Beschäftigungbei Gerichtenbei StaatsanwaltschaftenWeitereBerufe rund um Recht und Verwaltung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. bis 15. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb:Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren organisierenZivilprozessverfahren begleitenZwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen organisieren1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Die eigene Rolle in der Behörde und im Arbeitsleben mitgestaltenZivilrechtliche Ansprache im erstinstanzlichen Verfahren begleiten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren organisieren Zivilrechtliche Verfahren in der Rechtsmittelinstanz begleiten Vorgänge der Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen organisieren Vorgänge der Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen ausführen Daten in öffentlichen Registern pflegen Nachhaltiges Handeln im öffentlichen Dienst mitgestaltenTeil 1 der Abschlussprüfung im vierten Ausbildungshalbjahr16. bis 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb:Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen ausführenInsolvenzverfahren umsetzenFamiliensachen bearbeitenNachlasssachen bearbeitenBetreuungsgerichtliche Angelegenheiten bearbeitenAngelegenheiten beim Führen von öffentlichen Registern übernehmenAngelegenheiten in Grundbuchsachen wahrnehmen3. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:Familienrechtliche Ansprüche im gericht...

Ausbildungskosten

Für die Durchführung der Ausbildung werden keine Kosten erhoben. Der ausbildende Betrieb stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und bezahlt die Prüfungsgebühren.Soweit nicht anders geregelt, müssen die Auszubildenden die Kosten der Lernmittel für den Unterricht in der Berufsschule und für Berufskleidung selber tragen. Zudem können Kosten entstehen, wenn Ausbildungsstätten vom Wohnort entfernt sind.FörderungsmöglichkeitenIn bestimmten Lebenssituationen können die Auszubildenden Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.Weitere Informationen:Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man im Rahmen von Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren z.B. die Einhaltung von Haftprüfungsterminen überwacht, Ladungen und Zustellungen veranlasst, Urteile und Strafbefehle ausfertigt, Bewährungsverfahren einleitet, Protokolle in Hauptverhandlungen führt sowie Asservate registriert und verwahrtwie man in Zivilprozessverfahren mitwirkt, u.a. Mahnverfahren übernimmt, Ladungen vornimmt, Rechtskraftbescheinigungen erstellt sowie Protokolle fertigt und prüftwas bei Zwangsvollstreckungsverfahren in das bewegliche und unbewegliche Vermögen zu beachten istwie man bei der Umsetzung von Insolvenzverfahren mitwirkt, z.B. Auszüge aus der Insolvenztabelle ausfertigt oder Veröffentlichungen veranlasstwie man Familiensachen (z.B. Scheidungen, Sorgerechtsverfahren) bearbeitet, u.a. Ladungen vornimmt, Aktenvermerke anfertigt und Maßnahmen einleitetwas bei Nachlasssachen zu beachten ist, z.B. für die Verwahrung von letztwilligen Verfügungen, für die Vorbereitung von Testamentseröffnungen oder für das Ausfertigen und Beglaubigen von Erbscheinenwie man betreuungsrechtliche Angelegenheiten bearbeitet, z.B. Informationen aus dem Zentralen Vorsorgeregister ermittelt oder Unterbringungen registriertwie man Anträge, Rechtsmittel, Rechtsbehelfe und Erklärungen zu Protokoll der Geschäftsstelle aufnimmtwie Fristen unterschieden, berechnet, erfasst und überwacht werdenwas beim Führen von öffentlichen Registern zu beachten ist, z.B. be...

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:Im BetriebPraktische Mitarbeit (unter Anleitung): Anträge und Rechtsbehelfe aufnehmen, Protokolle erstellen, Grundbucheintragungen ausführen, Gebühren berechnenUmgebung: wechselnde Arbeitsplätze (Büroräume, Gerichtssäle), BildschirmarbeitAnforderungen:Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Einhalten von Terminen und Fristen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen)Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Einschätzen der Konsequenzen des eigenen Handelns für Bürger und Staat)An der BerufsschuleUnterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Auszubildenden ist eine angemessene Vergütung zu gewähren. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.Beispiel öffentlicher Dienst (Länder) (monatlich brutto):1. Ausbildungsjahr: 1.297 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.401 €Quelle:TVA-L BBiG, Stand April 2026Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:Deutsch: z.B. um Protokolle zu verfassen oder Schriftstücke anzufertigenMathematik: z.B. um Gerichtskostenvorschüsse und Zeugenentschädigungen zu berechnenRecht: z.B. um Mandanten/Mandantinnen über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten zu informieren

Ausbildungsalternativen

Folgende Ausbildungsalternativen bieten sich für den Beruf Justizfachangestellte/r an:Bereich Recht und VerwaltungRechtsanwalts- und Notarfachangestellter/Rechtsanwalts- und NotarfachangestellteRechtsanwaltsfachangestellter/RechtsanwaltsfachangestellteNotarfachangestellter/NotarfachangestellteGemeinsamkeit:Aufgaben aus Büro, Verwaltung und Organisation im Bereich Rechtspflege übernehmenBereich Büro und SekretariatKaufmann/Kauffrau für BüromanagementGemeinsamkeit:Aufgaben aus Büro, Verwaltung und Organisation erledigen

Entwicklung der Ausbildung

1957:Anerkennung des Ausbildungsberufs Justizangestellte/r1998:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Justizfachangestellte/r tritt in KraftMit der Ausbildungsordnung wird erstmals eine bundeseinheitliche Berufsausbildung zum/zur Justizfachangestellten geschaffen.Aufhebung des Vorläuferberufs Justizangestellter/Justizangestellte2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren.2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.2025:Neue, modernisierte Ausbildungsordnung, die u.a. fachspezifische Digitalisierungsaspekte beinhaltet und die Arbeit mit elektronischen Akten stärker berücksichtigt.

Die Ausbildung im Überblick

Justizfachangestellte/r ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungJustizfachangestellter/Justizfachangestellte

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Justizfachangestellte bei Verwaltungs-, Zivil- oder Strafgerichten und Staatsanwaltschaften.Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von öffentlicher Verwaltung bis hin zu Verwaltungsrecht.Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Betriebswirt/in für Recht abzulegen.Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Rechtswissenschaft erwerben.

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2024 gab es 723 Ausbildungsanfänger bzw. -anfängerinnen. 66 Prozent verfügten über die Hochschulreife, 33 Prozent besaßen einen mittleren Bildungsabschluss. Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [33.0%]33Hochschulreife [66.0%]66Sonstige [1.0%]Quelle:Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Rechtliche Regelungen für die Ausbildung

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur AusbildungVerordnung über die Berufsausbildung zum Justizfachangestellten und zur Justizfachangestellten (Justizfachangestellten-Ausbildungsverordnung - JFAngAusbV) vom 26.02.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 81)Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Justizfachangestellter und Justizfachangestellte (Beschluss der Bildungsministerkonferenz vom 05.03.2025 für die Kultusministerkonferenz)

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Quelle: BERUFENET · Bundesagentur für Arbeit

Häufig gestellte Fragen zu Justizfachangestellter/Justizfachangestellte

Ausbildungsweg, Gehalt, Anerkennung und Einstiegsmöglichkeiten für Ausländer

Was macht ein Justizfachangestellter/Justizfachangestellte in Deutschland?

Was macht man in diesem Beruf?Justizfachangestellte übernehmen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften Büro- und Verwaltungstätigkeiten. Sie legen Akten zu gerichtlichen Vorgängen an und verwalten diese. Sie berechnen und überwachen Fristen, erledigen den Schriftverkehr und nehmen Eintragungen in Dateien und Karteien vor, z.B. in das Grundbuch oder das Handelsregister. Außerdem geben sie Akteneinsicht und sind für die Ausfertigung und Beglaubigung von Schriftstücken zuständig. In Verhandlungen und bei Vernehmungen führen sie das Protokoll. Darüber hinaus berechnen sie Kosten und Gebühren für Gerichtsverfahren und überwachen die Zahlungseingänge. In Serviceeinheiten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften erteilen sie auch Auskünfte an Rat suchende Bürger/innen.Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Justizfachangestellte finden Beschäftigungbei Gerichtenbei StaatsanwaltschaftenArbeitsorte:Justizfachangestellte arbeiten in erster Liniein Büroräumenin GerichtssälenDarüber hinaus arbeiten sie ggf. auchim Homeoffice bzw. mobilWelcher Schulabschluss wird erwartet?Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben Auszubildende folgende Bildungsabschlüsse:Ausbildungsanfänger/innen 2024Ausbildungsanfänger/innen 2024 (in %)mittlerer Bildungsabschluss [33.0%]33Hochschulreife [66.0%]66Sonstige [1.0%]Worauf kommt es an?Anforderungen:Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Einhalten von Terminen und Fristen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen)Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Einschätzen der Konsequenzen des eigenen Handelns für Bürger und Staat)Schulfächer:Deutsch (z.B. um Protokolle zu verfassen oder Schriftstücke anzufertigen)Mathematik (z.B. um Gerichtskostenvorschüsse und Zeugenentschädigungen zu berechnen)Recht (z.B. um Mandanten/Mandantinnen über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten zu informieren)Was verdient man in der Ausbildung?Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:1. Ausbildungsjahr: 1.297 €2. Ausbildungsjahr: 1.351 €3. Ausbildungsjahr: 1.401 €

Ist Justizfachangestellter/Justizfachangestellte eine Ausbildung oder ein Studienberuf?

In Deutschland folgt "Justizfachangestellter/Justizfachangestellte" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich.

Wie kann ich in Deutschland als Justizfachangestellter/Justizfachangestellte qualifiziert werden?

In Deutschland folgt "Justizfachangestellter/Justizfachangestellte" einer 3-jährigen dualen Ausbildung — Kombination aus Berufsschule und bezahlter betrieblicher Ausbildung. Kein Hochschulabschluss erforderlich. Ausländische Bewerber sollten vor der Bewerbung außerdem die Anerkennung des Abschlusses über anabin.kmk.org prüfen.

Wo arbeiten Justizfachangestellter/Justizfachangestellte in Deutschland typischerweise?

Justizfachangestellte werden im dualen System ausgebildet.Lernorte sindAusbildungsbetrieb (i.d.R. Gerichte, Staatsanwaltschaften): Büroräume, GerichtssäleBerufsschule: Unterrichtsräume

Wie hoch ist das typische Gehalt für Justizfachangestellter/Justizfachangestellte in Deutschland?

Gehälter variieren je nach Region, Betriebsgröße und Erfahrung. Aktuelle Zahlen liefern BERUFENET oder Gehaltsportale wie gehalt.de und stepstone.de Gehaltsreport.

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